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R
Danke für eure schnellen Antworten.
Ich war gestern abend im psychiatrischen notdienst weil ich echt nen schlimmen abend hatte: ich war eine Runde laufen und danach kam mir aus heiterem Himmel der Gedanke "was ist, wenn du gefühlten bist, das deutet auf Depression hin"
Habe mir dann um mir selbst zu beweisen dass ich nich Gefühlsregungen habe, das Ende von Titanic angesehen und dabei geheult. Das hat mich so runter gezogen dass ich zum notdienst bin. Sad

#61


A

Zwangsgedanken oder doch Depression

Liebe Leute,
Gerade geht es mir mal wieder nicht so gut, deshalb will ich mich hier aussprechen und eventuell un Rat fragen.
In meinem letzten Beitrag ging es darum, dass ich Angst vor einer Psychose habe. Diese Angst konnte ich nun beiseite schieben.
Nun kommen wieder vermehrt diese furchtbaren Zwangsgedanken. Zum einen Gedanken, die Selbstmord betreffen (z.B "ich springe jetzt einfach von der Brücke"), aber auch aggressive Zwangsgedanken (z.B. " Ich könnte ja den Radfahrer umfahren" oder "Ich könnte ja meinen Freund erwürgen") Die Gedanken machen mir so furchtbare Angst. Ich will das alles nicht, aber manchmal fühlen sich diese Gedanken so stark an, dass ich Angst habe, ihnen folge zu leisten.
Meistens denke ich, dass es Zwangsgedanken sind. Manchmal bin ich mir aber nicht sicher, ob ich nicht doch böse bin. Woher weiß ich, dass ich nicht doch Selbstmord begehen will? Wenn diese Gedanken kommen, grüble ich und sehe dann alles schwarz, dann habe ich Angst depressiv zu sein und mich gleich umzubringen. Es gibt nicht einen Grund, warum ich eine Depression haben sollte, aber manchmal fühlt sich durch diese Zwangsgedanken alles so traurig und wertlos an.
Hat jemand Erfahrung damit?
Ich war bereits beim Psychiater, der mir SSRI empfohlen hat. Ich habe aber große Angst vor den Nebenwirkungen. Ich finde es absurd, wenn einem Menschen mot Zwangsgedanken Medikamente gegeben werden, die die Gedanken anfangs noch verstärken. Ich habe Angst meine Gedanlen dann in die Tat unzusetzen. Kann ich meine Gedanken nicht irgendwie anders bekämpfen? Es muss doch einen Grund geben, dass sie da sind.
Meine Selbstmord Zwangsgedanken quälen mich am meisten. Manchmal könnte ich heulen.
Ich bin viel draußen unterwegs mit meinem Freund, im Fitnessstudio usw. und bin voll gut drauf und auf einmal kommt dann wieder so ein Gedanke. Dann könnte och heulen, weil ich manchmal das Gefühl habe, ich müsste das gleich machen obwohl ich es nicht will.
Woher weiß ich, dass ich nicht wirklich Selbstmord begehen will?

Liebe Grüße

#62


A


Angststörung, Zwangsgedanken oder Depression?

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petrus57
Ich hatte ja auch lange Zeit Zwangsgedanken. Die ersten kamen nach einer Antibiotikaeinnahme. Dann hatte ich eine Zeitlang Zwangsimpulse. In der Klinik wurde ich dann auf 150 mg Sertralin eingestellt. Damit wurden die Zwangsgedanken dann ganz heftig. Gerade der Drang es zu tun war sehr schlimm. Es war wie eine sehr starke Sucht.

Nach der Klinik bin ich auf 10 mg Escitalopram umgestiegen.

In der letzten Zeit ist es ein bisschen ruhiger in meinem Gehirn geworden. Zwangsgedanken kommen zwar immer noch aber nicht mehr so heftig und so lange wie früher. Dabei habe ich die gleichen Gedanken wie du.

#63


A
Findest du es sinnvoller keine Medikamente zu nehmen?

#64


petrus57
Ich würde es erst mal mit Medikamenten versuchen.

#65


A
gubt es vielleicht noch weitere Gleichgesinnte, mit denen ich mich austauschen könnte?

#66


Z
Hallo Angsthaeschen,

willkommen in meiner Hölle. Aber keine Sorge, es kann auch hier ganz gemütlich sein Wink

Meine zentralen Zwangsgedanken betreffen auch das Suizidthema. Es fing mit dem Zwangsgedanken aus dem Fenster zu springen an und letzten Sommer kamen alle möglichen anderen Möglichkeiten sich etwas anzutun dazu. Für einige Monate konnte ich an quasi nichts anderes mehr denken. Und mich trieb/treibt (je nach Tagesform) auch der Zweifel um, ob es wirklich nur Zwangsgedanken sind. Auch genau diese Düsterheit kenne ich.

Ich könnte Dir jetzt vergewissern, dass Du wahrscheinlich Zwangsgedanken hast. Aber das bringt Dir nichts, du musst für dich deinen eigenen Umgang mit deinen Gedanken finden.

Was mir half, war mich meinen Gefühlen zu stellen. Ich hab so viel Kram aus der Vergangenheit beiseite geschoben, dass ein unglaublicher Druck in mir drin war.

Eine Verhaltenstherapie mit Expositionen. Das bedeutete, dass ich ohne Selbstberuhigung in die Zwangsgedanken auslösenden Situation (in meinem Fall mein Fenster im 4. Stock) gehe und dort mich auf die Angst und Zwangsgedanken konzentriere, bis sie nicht mehr bedrohlich erscheinen. Und das immer und immer wieder.

Und zusätzlich hat mit der ACT-Ansatz aus der Verhaltenstherapie sehr geholfen, denn es dort unter anderem genau darum Abstand zu Gedanken (nicht nur Zwangsgedanken zu bekommen)

Außerdem war es für mich hilfreich, mich mit Zwangsstörungen zu beschäftigen, dass hat es mir leichter gemacht anzunehmen, dass das was ich habe "nur" eine Zwangsstörung und keine akute Suizidalität/Depression/Selberverletztendes Verhalten etc. ist.

Inzwischen bin ich den überwiegenden Teil meiner Zeit symptomfrei. Wirklich schlimm ist es vielleicht noch fünf bis zehn Minuten am Tag und beunruhigt bin ich ein bis zwei Stunden pro Tag. Das ist ein Riesenfortschritt innerhalb eines halben Jahres.

Ich kann Dir nicht garantieren, dass es bei Dir genauso ist, aber ich bin noch am Leben und finde diese Gedanken meistens nur noch absurd.

#67


A
Liebe Zwängli,
Vielen Dank für deine Antwort. Zur Zeit geht es mir wieder besser. Ich habe noch nicht genau herausgefunden, warum es manchmal schlechter und manchmal besser ist. Manchmal kommt es einfach aus dem heiteren Himmel.
Vitamin D und Eisen (Feritin) hat das ganze bei mir besser gemacht. Ich hoffe, irgendwann symptomfrei sein zu können und versuche es jetzt mit Kinesiologie als Unterstützung um Blockaden von früher zu lösen.

Liebe Grüße

#68


Minkalinchen
@ angsthaeschen,

hast du deinen Vitamin D - und Eisenwert testen lassen?

Oder hast du die Präparate so zu dir genommen?

#69


A
Ich habe die Werte testen lassen. Beide Werte waren laut Blutbild noch in Ordnung, jedoch an der unteren Grenze. Ich habe deshalb verschreibungspflichtige Vitamin D Tropfen (Olivit - viel mehr Tropfen als laut Packungsbeilage empfohlen, war jedoch auch so mit meinem Arzt besproch) bekommen. Um das Eisen habe ich mich selbst gekümmert. Ich habe mir einen Allgemeinmediziner gesucht, der sich auf Eisen spezialisiert hat und mit ihm meine Eisenwerte besprochen. Ich habe dann eine Feritininfusion und eine Vitamin B Injektion bekommen. Zusätzlich habe ich auch noch Magnesium genommen (Schüssler Salze Nr. 7). Was zur Besserung geführt hat, kann ich nicht sagen. Vielleichht war es auch alles zusammen.

#70


Minkalinchen
@ angsthaeschen,

ich denke, es war alles zusammen.

Ist schon mal gut, das es dir dadurch besser geht.

LG

#71


A
Ich kann eine genaue Eisenuntersuchung wirklich jedem empfehlen, der ähnliche Beschwerden hat wie ich.
Und damit meine ich nicht den normalen Eisenwert, sondern auch das Feritin, Transferin und die Sättigung. Bei mir ist das "allgemeine" Eisen sogar zu hoch und trotz war das Feritin (das besonders für die Nerven wichtig ist) an der untersten Grenze.

#72


N

Depression und Zwangsgedanken

Liebes Forum,
Am Anfang bekam ich durch starke Ängste aufgrund Sensibilitätsstörungen Panikattacken.
Ich könnte nächtelang nicht mehr schlafen, aus Angst an MS erkrankt zu sein.
Um wieder einigermaßen schlafen zu können,
Verschrieb mir der Arzt "Opipramol".
Ich nahm 50mg zur Nacht, was mir extrem half.
Die Sendibiltätsstörungen wurden nicht weniger und ich immer verunsicherter.
Das "Googeln" brachte mich immer wieder auf "MS".
Also liess ich mich im KH komplett neurologisch durchchecken, mit dem Ergebnis zu 100% körperlich gesund zu sein.
Dann kam ich heim und durch die immense körperliche Anspannung und Panik könnte ich wieder nicht schlafen.
Dann bekam ich in so einer schlaflosen Nacht einen ganz schlimmen Traum der mich so erschrocken hat: ich träumte dass ich mit meinem Auto in eine Menschenmenge (In der auch Kinder waren) hinein gefahren bin, und mich dabei diebisch gefreut habe.
Ich bin vor Schreck kerzengerade im Bett gesessen, und ab dem Zeitpunkt konnte ich nicht mehr aufhören daran zu denken, wirklich so etwas tun zu können.
Ich zitterte bei dem Gedanken ins Auto zu steigen.
Ganz schlimm ist dass es sich auf meine Kinder übertragen hat.
Also dass ich denen auch was tun könnte, obwohl ich sie über Alles Liebe.
Dann bin ich irgendwann auf mich selbst gekommen, dass ich mir etwas antun könnte.
Oder uns Allen.
Ich habe schreckliche Angst davor!
Ich will LEBEN, und nicht tot sein!
Ich war nie in meinem Leben gegen jemanden aggressiv, ich HASSE und VERABSCHEUE Gewalt.
Diese Gedanken lassen mich nicht mehr los...es ist schrecklich...
Ich bekomme seit 4 Wochen Citalopram , zuerst 3 Wochen 20 mg und seit einer Woche 30mg.
Gegen die Depression helfen sie gut.
Ich habe wieder Antrieb und Freude an Dingen, kein Verlangen mehr danach nur rumzuliegen,
Mache Alles...
Es hat mich mega Überwindung gekostet meiner Therapeutin davon zu erzählen.
Ihre Reaktion war erstaunlich ruhig und gelassen.
Sie geht schwer davon aus, dass ich kein Gefährdet bin, und ich muss auch nicht eingewiesen werden.
Angeblich hätte ich immer verdrängt dass der Mensch auch dunkle Seiten hat.
Es ist alles so eine Qual.
Kennt das jemand hier? Ich bin für jeden Tipp dankbar.

#73


N
Gibt's hier wirklich niemanden der dazu was schreiben mag/kann?

#74


N
Gibt's hier wirklich niemanden der dazu was schreiben kann/mag?

#75


petrus57
Ich habe die gleichen Zwangsgedanken. Habe schon gut 1 Jahr damit zu tun. Mal sind sie für einige Tage und manchmal auch Wochen weg. Kannst es ja mal mit Escitalopram probieren. Die sollen ja auch gegen Zwangsgedanken helfen.

x 1 #76


W
Ich schreibe später ausführlicher, da ich momentan leider keine Zeit habe. Nur soviel ganz schnell: Ich hatte fast die selben Symptome wie du. Ist eine klassische Zwangsstörung. Lies mal The Imp of the Mind von Lee Baer, dort wird das Krankheitsbild ausführlich beschrieben. Citalopram ist ein gutes Medikament, nur leider kann es bei ZG bis zu 12 Wochen dauern, bis das Medi anschlägt. Meist benötigt man auch eine hohe Dosis. Also keine Angst, sind nur lästige, nervige Zwangsgedanken, nach denen klinisch gesehen noch keiner gehandelt hat. Sind ja auch meist Leute von aggressiven ZG betroffen, die nicht gewaltaffin sind, eher im Gegenteil.

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calinmagique
Doch, ich, liebe @nicole. knuddeln

zunächst freue ich mich darüber, dass Du nicht an MS erkrankt bist.
PA und Depressionen sind aber auch ein schwerer Rucksack, das
weiß ich aus eigener Erfahrung.

ich glaube, dass Deine Therapeutin recht hat: jeder Mensch hat Abgründe,
Schattenseiten und böse Gedanken.

Ich hatte blutrünstige Gedanken wie Du (allerdings nicht im Traum), wenn ich mit
Klassenkameraden oder Kollegen im Clinch lag. Für mich sind diese aggressiven Gedanken ein Ventil und sorgen dafür, dass ich nach außen hin nicht gewalttätig werde.

Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass Du die Hand gegen Deine Kinder erheben wirst. Versuche, die Traumbilder nicht auf die Realität zu übertragen.

ich weiß, leicht gesagt...

Schön finde ich, dass die Medikamente gut wirken und Du wieder Antrieb hast.
Konzentriere Deine Energie lieber auf schöne Dinge, z.B. Schlittenfahren mit Deinen Kindern (wenn mal Schnee liegt^^), Spielen oder auf den Weihnachtsmarkt gehen.

Eine liebe Umarmung

von calin

x 1 #78


N
[quote="petrus57"]Ich habe die gleichen Zwangsgedanken. Habe schon gut 1 Jahr damit zu tun. Mal sind sie für einige Tage und manchmal auch Wochen weg. Kannst es ja mal mit Escitalopram probieren. Die sollen ja auch gegen Zwangsgedanken helfen.[/quote

Hallo Petrus...

Respekt vor Dir!
Ich habe das seit 2 Monaten, beinahe täglich.
Verfolgen sie Dich auch überall hin?
Bist Du in Therapie deswegen?
Welche Strategien helfen dir?
Ich finde das ist kaum auszuhalten...
Ich habe solche Angst vor diesen Gedanken.
10000 mal am Tag sage ich mir immer wieder dass ich doch kein böser Mensch bin.
Ich will LEBEN und das auch genieße.
Ich hab 2 wunderbare Kinder .
Was genau beinhalten deine Gedanken?
Nur wenn du mir diese schildern MÖCHTEST,
Natürlich

#79


N
[quote="wolarsen"]Ich schreibe später ausführlicher, da ich momentan leider keine Zeit habe. Nur soviel ganz schnell: Ich hatte fast die selben Symptome wie du. Ist eine klassische Zwangsstörung. Lies mal The Imp of the Mind von Lee Baer, dort wird das Krankheitsbild ausführlich beschrieben. Citalopram ist ein gutes Medikament, nur leider kann es bei ZG bis zu 12 Wochen dauern, bis das Medi anschlägt. Meist benötigt man auch eine hohe Dosis. Also keine Angst, sind nur lästige, nervige Zwangsgedanken, nach denen klinisch gesehen noch keiner gehandelt hat. Sind ja auch meist Leute von aggressiven ZG betroffen, die nicht gewaltaffin sind, eher im Gegenteil.[/quotesen

Danke für Deine Antwort.
Ich bin momentan so verzweifelt,
Ich weiss nicht was ich dagegen tun soll.
Ich finde keine Entspannung, keine Ruhe...
Höchstens mal Abends...
Ich habe auch gute Tage dabei, meist so 3xdie Woche an denen ich sie fast nicht Habe, oder wenigstens stellenweise das Gefühl habe wieder die "Alte" zu sein.
Habe Angst vor jedem neuen Tag.
Könnte nur weinen.
Bei Dir hört dich das Alles nicht so an als hättest du keine Angst davor.
Ich freue mich auf deine Nachricht

#80


A


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