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Erstmal ein „Hallo“ an alle, es ist schön, dass es ein solches Forum gibt.
Ich leide unter einem Waschzwang/einer übertriebenen Angst vor Schmutz/Chemikalien/Krankheitserregern. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit werde ich nun nur noch Angststörung schreiben. Angefangen hat es vor drei Jahren als ich 17 war. Allerdings hatte ich schon immer etwas mehr Angst. Eine Zeit lang habe ich einen Kontrollzwang gehabt und auch Angst um die Sicherheit meiner Familie. So habe ich z.B. einmal in einem Forum jemanden kritisiert und dann aber aus Angst, er könnte versuchen meinen Namen herauszufinden und unsere Familie umzubringen, meinen Eintrag wieder entfernt. Durch einschlägige Filme wurde diese Angst noch zusätzlich verstärkt. Mir geht es eigentlich gut. Damals als die Angststörung anfing, war es zeitweise kaum auszuhalten. Ich weiß noch genau, einmal vor dem Tanzkurs mit meiner damaligen Liebe (die allerdings nicht erwidert wurde) habe ich mir die Hände total ledrig geschrubbt. Es hat lange Zeit und viele Verbände gebraucht, bis sie wieder normal aussahen.
Allerdings begleiten mich immer noch einige Ängste. So habe ich vor kurzem erst einen Großteil meines Zimmers mit feuchten Tüchern abgewischt und sehr viel Wäsche gewaschen. Es war nämlich so, dass ich etwas länger als 24 Stunden nicht geduscht hatte (für mich eine kritische Zeit) und mich am Abend selbstbefriedigt habe und dann ins Bett gelegt habe. Beim Aufwachen bekam ich dann den Gedanken, dass ich evtl. Smegma an den Händen gehabt haben könnte und dann im Bett das Smegma verteilt haben könnte und dass ich im Schlaf um mich geschlagen haben könnte und so das Smegma überall hin verteilt haben könnte. Und es heißt ja, dass Smegma krebserregend sei, weshalb ich schon länger Angst habe, meine Familie zu gefährden (Eine Sache die mich TIERISCH aufregt, ist, dass Befürworter und Gegner der Beschneidung behaupten Smegma sei auf jeden Fall karzinogen bzw. auf gar keinen Fall. Das heißt, eine Gruppe lügt und spielt entweder mit den Ängsten der Menschen bzw. sie kehrt eine real existierende Gefahr unter den Tisch nur um die eigene Position durchzusetzen. Das finde ich absolut ekelhaft und ich verspüre da einen richtigen Hass).
Jedenfalls habe ich das nicht so ernst genommen, weil es ja eine Ausnahmesituation war. Wenn ich regelmäßig dusche (alle 24), habe ich eigentlich keine große Angst d.h. ich kann auch z.B. in ein Gebüsch pinkeln. Aber wenn ich z.B. bei einem Freund bin und dort liegt eine Unterhose auf dem Boden und ich trete hinein, bekomme ich wieder diese Angst. Ich muss dann zu Hause die Socken waschen evtl. die Schuhe usw..
Jetzt wieder eine Situation. Ich war gestern trinken und bin mir nicht sicher, ob ich mit dem Gürtel ans Urinal gekommen bin. So eine Situation hatte ich schon bevor diese Angststörung aufgetreten ist. Da ist aber der Gürtel wirklich ans Urinal auf dem Campingplatz gekommen. Ich habe ihn dann im Waschbecken gewaschen und war beruhigt… Später habe ich ihn dann noch zu Hause in die Waschmaschine gesteckt und war beruhigt.
Zurück zur aktuellen Situation. Ich habe also gestern Betrunken den Gürtel einfach im Zimmer hingeworfen. Jetzt überlege ich, was ich machen soll? WIEDER ALLES SAUBERMACHEN, WAS DER GÜRTEL BERÜHRT HAT?!?! Nur den Gürtel abwischen? Dann denke ich mir, das wäre inkonsequent, weil der Gürtel ja auch z.B. den Mantel berührt hat und hier im Zimmer die Handcreme und andere Gegenstände. Ich weiß, dass davon wahrscheinlich keine gesundheitliche Gefahr ausgeht. Aber mir wird ganz unangenehm, wenn ich mir vorstelle, wie ich etwas anfasse, was der Gürtel berührt hat und dann z.B. in die Küche gehe und das Brot anfasse. Ich will nicht, dass meine Eltern dann auch dieses Brot essen müssen, das mit dem Schmutz der anderen in Berührung kam. Ich versuche schon, mich selbst zu überlisten. Ich denke mir dann: Wenn du die Frage beantworten müsstest, ob der Gürtel an das Urinal kam und wenn du es falsch beantworten würdest, würden deine Eltern sterben, was würdest du sagen? Und da würde ich sagen: Der Gürtel hat es nicht berührt. Aber jetzt auch für den ganz realen Fall in der Zukunft, dass es passiert wäre: Wie würdet ihr handeln? Bitte auch dazu schreiben, ob ihr euch für eine hygienische Person, eine Person haltet, der es egal ist (das ist nicht negativ gemeint) oder ob ihr ein ähnliches Problem habt.
Vielen Dank schon mal!
Achja, ich übernehme keine Gewähr für die Fakten, die in diesem Text stehen bzw. die ich für Fakten halte.

21.03.2008 20:25 • 13.05.2008 #1


3 Antworten ↓


Christina
Ich glaube, Du bist hier im falschen Forum. Vielleicht wäre diese Seite mit diesem Forum besser geeignet.

Liebe Grüße
Christina

11.04.2008 12:58 • #2



Angsterkrankung/Waschzwang spezielle Frage

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Hallo,

ich habe leider ein ähnliches Sauberkeitsproblem.Ich wohnte früher mit meinem Freund in einem nicht so tollem Haus und Viertel.Dort hingen ziemlich merkwürdige Leute herum.Nachdem wir jedoch in ein viel schöneres Viertel gezogen sind, fühle ich mich schon viel besser.Jedoch habe ich ein Problem an der Uni z.B wenn Leute aus diesem Viertel kommen.Ich lasse mir natürlich nichts anmerken und zu Hause ab in die Dusche, Klamotten in die Maschine und mit feuchten Tüchern wird alles abgeputzt.Danach fühl ich mich wieder total erleichtert, es ist leider wie eine Sucht.Putzen muss ich ansonsten nicht so viel hält sich in Grenzen , auch Duschen einmal am Tag reicht, nur habe ich immer ziemlich viel Angst vor diesem Viertel und vor den Leuten.Eine Therapie habe ich gemacht, jedoch war dr Arzt irritert und meinte , das wäre nicht so schlimm.Kann mir jemand weiterhelfen?Vielen Dank im Voraus.

12.05.2008 21:10 • #3


chuchu
Hallo sensibler87,
leide auch unter Waschzwang.Bin seit über einem Jahr im
Chat der DGZ.Schau doch auch mal rein.
lg.c.




13.05.2008 17:51 • #4