Also ich finde den Beitrag hier recht spannend, vor allem weil es anscheinend auch anderen so ähnlich wie mir geht.
Vorab nein ich habe keine Suizid Pläne und sehe mich selbst nicht wirklich als akut Suizidgefährdet an! Wen dem so wäre würde ich mir sofort Hilfe holen! Wer da empfindlich ist und getriggert werden könnte hört am besten hier auf! Ich will hier einfach mal meine verdrehte Welt beschreiben

Ich weiß nicht wirklich warum, aber aktuell erscheint für mich die Situation tot zu sein als recht praktisch, kann man vielleicht sogar Sinnvoll sagen? Von der Idee her ist es ja durchaus verlockend tot zu sein weil dann alle Probleme auch wenn diese nur zeitweise sind erledigt wären und man sich bestimmten Dingen nicht mehr stellen müsste. Auf der einen Seite bin ich aktuell in einer Phase wo alles so aussichtslos erscheint, auf der anderen Seite weiß ich aber auch das es zwar aktuell gefühlt alles Scheibenkleister ist aber mir nicht wirklich was passieren kann trotz aller Probleme... Es ist eben aktuell eine dumme Situation, am liebsten würde ich mich den ganzen Tag für meine "gefühlte" Unfähigkeit betrafen wollen (auch mit SVV was durchaus an schlechten Tagen vorkommt), auf der anderen Seite möchte ich dies aber nicht da ich mich doch irgendwie mag und nicht schaden will und Angst habe mir realen Schaden zufügen zu können.
Es ist so gesehen eine paradoxe Situation, auf der einen Seite bearbeite ich meinen Arm mit einer scharfen Rasierklinge um mir zum einen Schmerzen und Leid zuzufügen, auf der anderen Seite habe ich danach Angst das es sich z.B entzündet oder bleibende Schäden dabei entstehen. Im Prinzip hasse ich meine Existenz obwohl ich es auch gleichzeitig froh bin "gesund" zu sein. Von dem Schuldgefühl und schlechten Gewissen wenn eine neue Narbe hinzugekommen ist will ich erst nicht anfangen zu reden...
Nun ja, an was meine ganzen Probleme liegen weiß ich nicht. Ärzte wollen gerne einfach Medikamente verschreiben die ich aber nicht möchte weil es keine Ursache beseitigt, ich will ja die Ursache finden und beseitige, habe aber gleichzeitig Angst davor das es kein angenehmer Zeitvertreib werden wird. Dazu kommt nach das brauchbare Ärzte wirklich rar sind...
Dabei fällt mir gerade ein, ich es verwerflich sich an seinem 35. Geburtstag daran zu erinnern das man nun statistisch als Mann bald die Hälfte an Lebenserwartung hinter sich hat?

Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit und ich wollte nur mal meine Gedanken mit euch teilen. Wie gesagt macht euch keine Gedanken, mir geht es aktuell zwar nicht gut, aber auch nicht so schlecht das ich aktuell eine Gefahr für mich selbst darstelle!

BTW Schöne Ostern und danke für eure Aufmerksamkeit
