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Hi,

ich leide seit langen Jahren an einer Agoraphobie und einer generalisierten Angsstörung. Nun habe ich einen neuen Job (ist über 100 km entfernt), den ich gerne machen möchte. Leider kommt mir dabei meine gerneralisierte Angsstörung und meine Agoraphobie dazwischen. Ich überlege, ob ich dort hinziehen soll oder nicht. Ich hätte die Möglichkeit einer Fahrgemeinschaft (hierbei stören allerdings meine Angst vor der Autobahn und meine Zwangsgedanken während der Fahrt). Das andere Problem sind die Zeiten, dieser Fahrgemeinschaft. Die Kollegen arbeiten sehr lange und ich wäre erst immer so um 19.00 Uhr zu hause, das wäre jedoch sehr blöd, weil ich so meine Therapie nicht weitermachen könnte. Ich hatte angefragt, ob es möglich wäre, dass ich einen Tag alleine fahre, aber das wollten die nicht. Andere Alternative ich ziehe um und sitze abends oder nachts alleine in meinen Zimmer und bekomme wahrscheinlich viele Zwangsgedanken und Angstzustände, da ich alleine bin. Die ganze Zeit alleine fahren, traue ich mir nicht und wäre auch viel zu teuer. Ich bin total verzweifelt und grübbel und grübbel. Habt ihr vielleicht eine Idee, was man machen könnte? lg Kad

17.07.2008 17:06 • 17.07.2008 #1


2 Antworten ↓


Christina
Hallo Kad,

erstmal ganz pragmatisch: Besteht vielleicht eine Möglichkeit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinzukommen? Und umziehen kannst Du sowieso immer noch, da kannst Du es zunächst mal mit der Fahrgemeinschaft versuchen, ohne Dich im Vorfeld verrückt zu machen.

Zitat von Kad:
Andere Alternative ich ziehe um und sitze abends oder nachts alleine in meinen Zimmer und bekomme wahrscheinlich viele Zwangsgedanken und Angstzustände, da ich alleine bin.
Oder Du ziehst um und bemühst Dich vor Ort um soziale Kontakte - wie es jeder machen muss, der in eine neue Stadt zieht. Und einen Psychotherapeuten würdest Du sicher auch finden. Dann wäre der neue Job der Start in ein neues Leben, zumal eine Anfahrt von 100 km auf Dauer sehr lang ist und Dir immer viel Freizeit rauben würde. Da besteht bei jedem Verkehrsmittel die Gefahr, dass Dein Privatleben im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke bleibt. Aber: Du kannst Dir Zeit lassen. Schau' doch erstmal, ob Du den Job überhaupt behalten willst. Du könntest Dir die Probezeit als Limit setzen. Dann ist auch die ungünstige Fahrgemeinschaft besser auszuhalten, weil ein Ende in Sicht ist.

Liebe Grüße
Christina

17.07.2008 17:37 • #2


Lieben Dank für Deine Antwort. Ich denke, ich werde es auch erst einmal mit der Fahrgemeinschaft machen. Ich war hier heute das erste Mal bei einer Selbsthilfegruppe und ich fand es ganz gut. Da wo ich hinziehe ist nichts los. Es ist keine Großstadt eher eine ganz kleine Stadt. Vielleicht erzähle ich es irgendwann einen meiner Arbeitskollegen, den ich etwas vertraue. Zur Zeit sind mir eh alle fremd, alles ist fremd. Morgen habe ich meinen nächsten Arbeitstag und ich bekomme jetzt schon Angst. Aber, ich will auch endlich wieder leben können. Vielleicht besteht ja die Möglichkeit, dass sie an einem Tag etwas früher fahren. Nach der Probezeit will ich gerne mit Freund weiter hinziehen. Es wären dann zwar immer noch 70 km, aber ich hätte 30 Min. Fahrt gespart. Man würde dann nur noch ca. 50 Min fahren. So 45 Min - 50 nehme ich gerade in Kauf. Liebe Grüße Kad

17.07.2008 19:44 • #3




Mira Weyer