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Pilzsammler
Hallo Zusammen

mir gehts gerade nicht so gut. Deswegen möchte ich gerne meine Gedanken und Gefühle mit jemandem teilen und vielleicht gibts ja auch einige gute Ratschläge.

Ich (m, 26)studiere gerade an einer Fachhochschule in der Schweiz. Nun hat das neue Semester angefangen und ich fühle mich gerade echt schlecht und habe immer wieder Zweifel und Panik.

Dieses Semester ist es so, dass wir weniger Vorlesungen haben und mehr (praktische) Projektarbeiten. Dieses Semester auch die erste Einzelarbeit, bisher waren es immer Gruppenarbeiten bei welchen wir sehr klare Anweisungen hatten.

Nun haben wir die Aufgabenstellung erhalten und für mich ist alles sehr unklar. Ich habe wahnsinnig Angst vor dieser neuen Aufgabe, ob ich die Anforderungen erfüllen kann, ob ich genügen Inhalt liefern kann für die geforderte Anzahl Seiten usw. Ich habe einfach das Gefühl das ich das alles nicht schaffe.

Deswegen ist meine Motivation im Moment im Keller. Letzte Woche ist beim Vorstellen der neuen Aufgabe eine richtige Panik in mir aufgekommen.Auch am Wochenende war ich sehr "down" und bedrückt. Ich würde am liebsten alles hinschmeissen.

Ich weiss auch nicht was genau mein Problem ist, ich habe einfach gesagt "einfach keine Lust" mich in die neue Aufgabe einzulesen oder dafür etwas zu machen. Das klingt jetzt sehr faul und so fühle ich mich auch.

Ich bin allgemein eine sehr empfindliche Person, hatte vor 3-4 Jahren auch Anzeichen von einer kleiner Depression und mache mir allgemein viel zu viele Gedanken.

Habt ihr irgendwelche Ratschläge wie man diesen Druck von sich selbst nehmen könnte. Wie gehe ich mit dieser Unsicherheit und dieser Demotivation um? Sollte ich eventuell man mit dem Studiengangleiter bzw. dem für die Aufgabe zuständigen Professor sprechen und ihm mein Problem erläutern? Oder mal beim Psychologen vorbei (war ich schoneinmal)?

Ich habe jetzt mal wieder mit Vitamin D Tabletten angefangen (600 irgendwas pro Tablette) um meine Stimmung etwas zu heben. Mit Sport will ich nun auch wieder (nach 2 Monaten Pause) anfangen.

25.09.2017 12:36 • 30.10.2017 #1


6 Antworten ↓


Willkommen im Forum!

Bist du generell einer, der sich wenig zutraut und etwas erst gar nicht versuchen will, weil er scheitern oder nicht perfekt sein könnte? So klingt es für mich. Vielleicht kannst du dich - Einzelarbeit hin oder her - dennoch mit Kollegen beraten, gar so unterschiedlich werden die Aufgabenstellungen nicht sein, als dass man einander nicht helfen könnte.

25.09.2017 12:43 • #2



Studium - Angst vor neuer Aufgabe

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YesItsMe0
Zitat von Pilzsammler:
Nun haben wir die Aufgabenstellung erhalten und für mich ist alles sehr unklar.


Ihr habt mit sicherheit einen Betreuer. Schreib ihm eine Email das du einen Termin bei ihm haben willst um dein Thema/Projekt zu besprechen weil du nicht sicher bist ob die die Anweisung richtig verstehst und sonst eventuell das Thema verfehlen könntest. Dies ist sein Job als Betreuer, also nimm die Chance wahr.

Wichtig: Bereite dich auf das Gespräch unbedingt vor, d.h. formuliere bereits eine Gliederung deines Themas/Projekts und überlege dir schon etwas Inhalte. Lese dich schon bereits ein. Es ist wichtig dass du nicht komplett ohne Ahnung da hingehst da du sonst unklare Inhalte erst danach erkennst wenn es zu spät ist.

Wenn notwendig nimm einen zweiten Termin und scheu dich nicht davor. Es ist dein gutes Recht und es ist sein Job!

Ich hatte in meiner Seminararbeit (12 Seiten) auch ein Thema womit ich wenig anfangen konnte. Man musste einen Termin beim Betreuer nehmen und dieser hat mir dann genau gesagt was er will. Ohne das Gespräch wäre ich vollkommen danebengelegen.

Zitat:
Ich habe wahnsinnig Angst vor dieser neuen Aufgabe, ob ich die Anforderungen erfüllen kann, ob ich genügen Inhalt liefern kann für die geforderte Anzahl Seiten usw. Ich habe einfach das Gefühl das ich das alles nicht schaffe.


Wie viele Seiten musst du schreiben? Ich denke du kennst das aber sobald man in einem Thema drin ist, ist die Frage nicht wieviele Seiten ich schreiben muss sondern wieviele Seiten habe ich und was muss ich somit weglassen. Inhalte findet man immer genug.

25.09.2017 13:05 • x 1 #3


Pilzsammler
Zitat von juwi:
Willkommen im Forum!

Bist du generell einer, der sich wenig zutraut und etwas erst gar nicht versuchen will, weil er scheitern oder nicht perfekt sein könnte? So klingt es für mich. Vielleicht kannst du dich - Einzelarbeit hin oder her - dennoch mit Kollegen beraten, gar so unterschiedlich werden die Aufgabenstellungen nicht sein, als dass man einander nicht helfen könnte.


Ja es ist so eine Mischung daraus. Ich bin eigentlich eher ein Minimalist und kein Perfektionist.
Ich weis zwar das andere auch dasselbe Thema haben und wir sind auch in regem Ausstausch, aber die anfängliche Panik macht sich trotzdem noch breit. Aber ja der Ausstausch mit anderen hilft sicherlich schon einmal sehr.

Zitat von YesItsMe0:

Ihr habt mit sicherheit einen Betreuer. Schreib ihm eine Email das du einen Termin bei ihm haben willst um dein Thema/Projekt zu besprechen weil du nicht sicher bist ob die die Anweisung richtig verstehst und sonst eventuell das Thema verfehlen könntest. Dies ist sein Job als Betreuer, also nimm die Chance wahr.

Wichtig: Bereite dich auf das Gespräch unbedingt vor, d.h. formuliere bereits eine Gliederung deines Themas/Projekts und überlege dir schon etwas Inhalte. Lese dich schon bereits ein. Es ist wichtig dass du nicht komplett ohne Ahnung da hingehst da du sonst unklare Inhalte erst danach erkennst wenn es zu spät ist.

Wenn notwendig nimm einen zweiten Termin und scheu dich nicht davor. Es ist dein gutes Recht und es ist sein Job!

Ich hatte in meiner Seminararbeit (12 Seiten) auch ein Thema womit ich wenig anfangen konnte. Man musste einen Termin beim Betreuer nehmen und dieser hat mir dann genau gesagt was er will. Ohne das Gespräch wäre ich vollkommen danebengelegen.

Wie viele Seiten musst du schreiben? Ich denke du kennst das aber sobald man in einem Thema drin ist, ist die Frage nicht wieviele Seiten ich schreiben muss sondern wieviele Seiten habe ich und was muss ich somit weglassen. Inhalte findet man immer genug.


Ich habe jetzt mal morgen mit dem Verantwortlichen abgemacht und hoffe das bringt mir dann auch was.

Ich "hasse" mich dafür dass ich immer gleich so Panik schiebe und mir schlecht (wortwörtlich) wird. Ist das einfach meine Persönlichkeit oder wie kann ich solchen neuen Sachen/Aufgaben von Anfang an besser begegnen? Weil ich habe das Gefühl das ich sehr ein Routine Mensch bin und mir viele Sachen abschaue. Sprich wenn eine Aufgabe kommt versuche ich zu schauen, wie wurde das schon einmal gemacht und probiere dann das auf meine Aufgabe zu übertragen. Da diese neue Aufgabe nun aber noch nie gemacht wurde und wir keine Vorlage oder Weisung haben wie wir die Problemstellung der Aufgabe lösen müssen ist es für mich einfach sehr schwer vorstellbar.

25.09.2017 17:01 • #4


Pilzsammler
Heute hatte ich zwei Gespräche und die haben mir sehr gut getan. Trotzdem gehe ich nun einmal zum Psychologen, auch um in Zukunft solche Situationen besser meistern zu können oder auch mich selbst besser kennenlerne. Vielleicht denkt ihr es sei nicht nötig zum Arzt zu gehen, doch irgendwie möchte ich herausfinden was das ganze so ausgelöst hat und wie man dies bei gleichen / ähnlichen Situationen zukünftig besser verarbeiten könnte.

26.09.2017 21:33 • x 1 #5


moonlight-lake
Ich motiviere mich zum Studieren durch Zukunftsträume. Ein angenehmes Leben ohne Geldsorgen.
Vor meiner Hausarbeit im 4. Semester hatte ich auch zuerst Panik. Je mehr man sich dann aber damit schritt für schritt befasst umso besser wird es.
Wenn du Hilfe dazu brauchst kannst mich auch gern anschreiben.

28.09.2017 23:20 • #6


Pilzsammler
Ich bin nun 3x in einer Psychologischen Betreuung gewesen. Die Tipps und Gespräche sind zwar gut, aber der Stress und die Selbstzweifel sind doch noch hier. Wenn auch viel schwächer als noch anfangs. Ich habe das Gefühl das ich mit diesen Ängsten und Gefühlen auch einfach etwas leben muss, oder diese akzeptieren muss.

Gewisse Tipps helfen zwar, sich selbst besser wahrzunehmen. Doch z.B habe ich heute wieder ein sehr ungutes Gefühl wenn ich sehe das andere Mitstudenten etwas arbeiten während den Vorlesungen und ich eigentlich dem Dozenten zuhöre. Dann macht sich in mir ein Gefühl breit von "die arbeitet jetzt an der Semesterarbeit und ich nicht, sie hat bestimmt bald mehr geleistet für die Arbeit als ich". Ich habe auch teilweise starke Selbstzweifel über die Texte und Inhalte die ich produziere. Sehe oft die Arbeit von anderen als besser an.

30.10.2017 12:15 • #7




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Mira Weyer