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Ich habe vor 2 Wochen eine Panikattacke gehabt bei der Arbeit. Plötzlich Herzrasen bis hin zur Todesangst. Bin dann selbst ins Krankenhaus um mich durchchecken zu lassen und es war alles in Ordnung mit dem Herzen. Muss dazu sagen, dass ich in letzter Zeit unter starkem Stress stehe wegen meines Examens und der ausstehende Ergebnisse, von denen für mich sauviel abhängt. Danach ,also nach dem checkup,hatte ich aber trotzdem eine innere Unruhe noch in mir und eine Angst. Dies hat mich seelisch sehr runtergezogen. Dies soweit, dass ich mittlerweile Angst davor habe, depressiv zu werden und nie wieder glücklich sein zu können. Angst vor der Angst sozusagen., da ich vor 6ahren schon einmal eine Panikattacke hatte und kurzzeittig für einige Wochen unter Ängsten litt und in psychologischer Behandlung war.

Ich habe jetzt teilweise zitternd im Bett gelegen und bin sofort vor 4 Tagen wieder zu einem Psychologen gegangen, bei dem ich jetzt in Bahandlung bin. Darüber hinaus habe ich vom Hausarzt Opipramol 100mg gegen die Angst bekommen. Gestern das erste mal genommen. Eigentlich sollte die Medikation 50-0-50 sein. Mein Psychologe meinte, 50-50-50 ist auch ok. Gestern nach einnahme der ersten Dosis relativ schnell das Gefühl gehabt ruhiger zu werden. Am Abend gestern , nach der 3. Dosis fast wieder wie früher gefühlt. Nebenwirkungen eher nicht vorhanden.

Heute bis jetzt 2 x 50 genommen und die Nebenwirkungen sind relativ streng mit Arm- und Beinkribbeln, Schwindel, Schwitzen, Durst... Und die Angst ist wieder da.... Weiß jemand, ob das normal ist, dass die Wirkung am Anfang so schwankt oder so diffus ist?

Ich steiger mich in die Sache insgesamt immer weiter rein. Das zieht mich enorm runter und ich denke die ganze Zeit, dass ich nie wieder gesund werde und nie mehr glücklich sein kann.... Es ist schon so weit, dass ich mir einrede Zwangsgedanken zu haben oder zu bekommen und diese nie wieder weggehen. Wenn ich irgendwo etwas mit der Psyche lese oder sehe, denke ich sofort, dass ich das habe. Eigentlich bin ich ein sehr lebensffroher optimistischer Mensch...

Hat jemand ähnlich Erfahrungen gemacht?

21.09.2010 19:06 • 24.09.2010 #1


3 Antworten ↓


Hallole,
das mit der Panikattacke kann ich voll nachvollziehen.
Mir ist das aber in totaler Ruhe das erstem Mal passiert.
Nach dem gemütlichen Samstags-Frühstück als mein Mann einkaufen war.
Ich las Zeitung auf dem Sofam draußen schönes Wetter und plötzlich Herzrasen, schwitzen und totale Angst das ich jetzt, genau JETZT, sterben muss.
Gott sei Dank kam mein Mann nach ein paar Minuten wieder heim und ich beruhigte mich etwas.
Bin Montags dann zum Arzt deswegen bin auch seitdem in Psychotherapie.
Ich hab "für Notfälle" Lorazepam bekommen die ich nur in einem solchen Fall nehm oder wenn ich mal wieder gar nicht schlafen kann.
Aus früheren "Depressionszeiten" weiß ich noch das ich bei Opipramol auch bissl Nebenwirkungen hatte. Evtl. solltest mit Deinem Arzt über ein anderes Medikament mit ähnlicher Wirkung sprechen....Insidon 1-0-1 hat mir gut geholfen. Nach einigen Wochen hab ich dann 0-0-1 genommen und hat auch gereichtl Allerdings dauert ews ca. ne Woche bis das Medikament wirkt. Stärkere Mittel wirken zwar schneller aber scheinen auch stärkere möglche Nebenwirkungen zu haben.
So banal es klingt....geh spazieren. 1/2 Stunde an der Luft hilft schon (mal mehr mal weniger).
Zum Ärger meiner Nachbarn hilft bei mir auch laute Musik. Rammstein, Unheilig ...eben Musik mit dynamisch härterer Gangart.
Aber hier schreiben hilft auch. man fühlt sich nicht ganz so allein mit seinen Sorgen.
Ganz viele positive Gedanken wünsche ich Dir!

21.09.2010 20:18 • #2



Plötzliche Angststörung, Hoffnung?

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Hallo Noodles,natürlich kann es sein das man die Nebenwirkungen erst ein paar Tage später merkt.Aber mal ganz ehrlich grad wenn man eher hypersensibilisiert ist aufgrund der Angst kann man die angebl Nebenwirkungen dann noch objektiv einschätzen?Bitte nicht falsch verstehn ich will Dir hier nix unterstellen,ich sprech auch aus meiner eigenen Erfahrung grad wenn ich eh Angst od Panik hab bild ich mir zusätzlich noch andre Symptome ein.Oder grad ein Beispiel:Vor 2Wo wurde ein BSV diagnostiziert und ich muß viele Tabs nehmen bildete mir auch Nebenwirkung ein las die Beilage und war voll in ner PA so das ich sogar den RD gerufen hab.Also erstens Du bist nicht allein aber konzentrier Dich bitte genau auf dieses Kribbeln das Du beschreibst od Schwindel und Durst,hängt das nicht unmittelbar mit Deinen Angstgefühlen od Panik zusammen,od ist das unabhängig davon?Natürlich solltest Du das mit dem Arzt besprechen evtl kann er Dir ein anderes Medikament verschreiben,bedenke aber jedes Medikament hat auch irgendeine Art von Nebenwirkung.LG Maggie

21.09.2010 22:12 • #3


Hallo,
das kommt mir alles nur zu bekannt vor, Panikattacken und zitternd im Bett liegen, das Gefühl, es gar nicht mehr kontrollieren zu können, das Gefühl als ob ein Krieg in einem wütet, den man gerade im Begriff ist zu verlieren...
Die erste Panik und danach immer wieder diese Zustände haben bei mir vor einem Jahr angefangen.
Seit gut drei Monaten nehme ich auch Opipramol, anfangs 100mg abends, zwischenzeitlich nur noch 50 abends, jetzt aber wieder 100mg...

Ich habe die Problematik, die Maggie46 anspricht, auch festgestellt, ich habe immer wieder Nebenwirkungen gespürt, aber vor allem auch den Fehler gemacht, die Packungsbeilage auszugsweise zu lesen.

Nach längerer Zeit kann ich aber nur mit Sicherheit sagen, dass die Tabletten mich abends ruhig und müde machen. Was meist sehr von Vorteil ist, manchmal nervig, wenn man mal länger aufbleiben will. Richtig hartnäckige oder auffallende Nebenwirkungen spüre ich sonst eher nicht.

Ich bin allerdings auch nicht abschließend sicher, dass die Tabletten richtig wirken. Und gedauert hat es auch bis ich das Gefühl hatte es tut sich vielleicht doch was. Ich habe auch relativ unabhängig von der Dosis große Auf und Abs und auch immer noch starke Angst- und Panikzustände. Keine Ahnung wie das ohne Opipramol wäre... ; ) Bis sich in meinem leben was entscheidend ändert wird das wohl auch so bleiben.

Zitat:
Zum Ärger meiner Nachbarn hilft bei mir auch laute Musik. Rammstein, Unheilig ...eben Musik mit dynamisch härterer Gangart.


Auf jeden Fall! Das brauche ich auch ganz dringend zwischendurch! : ))

24.09.2010 13:21 • #4




Mira Weyer