✔ Bereits empfohlene Antwort
Zitat von Inme: Mein Arzt sagt Überforderung, Stress, ich sah das nicht so...habe aber meine Arbeitsstunden reduziert, nur hab ich jetzt noch mehr Zeit zu denken...
Das ist sicher häufig der Fall und wenn es möglich ist, ist es dann eine gute Idee, kürzer zu treten. Wenn du jetzt aber merkst, dass es das wohl nicht war und du sogar mehr Zeit zum denken hast, war es vielleicht kontraproduktiv. Da würde ich überlegen, die Arbeitszeit nach Möglichkeit wieder zu erhöhen ODER mir etwas anderes zu suchen, womit die freie Zeit sinnvoll verbracht werden kann. Das muss nichts besonderes sein, man kann auch 2 Stunden am Tag stricken, basteln, heimwerken, meditieren oder sonstwas. Nur einfach die Zeit mit IRGENDWAS füllen und nicht nur rumhängen. Ich neige selbst dazu, dann einfach "rumzudaddeln", aber das ist genau das Falsche und das merke ich auch schnell, wenn ich es mir konsequent verkneife.
Zitat von Inme: Ja das versuche ich ja mit dem Ablenken, aber wenn man körperlich auch noch so ein geschränkt wird, ist das schwierig. Und dann immer das Wetter bin so wetterempfindlich geworden
Das Wetter ist für mich auch (wieder) ein Faktor. Die Jahre, in denen es mir gut ging, war ich auch kein Fan von Hitze und Wetterumschwüngen, aber es hat mich nicht mitgenommen. Im Moment empfinde ich Hitze und Schwüle umso mehr als drückend, belastend und es verstärkt auch den Angstschwindel (bzw. kann ich die Schwindelarten dann schwieriger unterscheiden).
Ablenkung sehe ich kritisch. Meine Erfahrung ist, dass es in dem Moment hilft, aber das Problem auch gleichzeitig weiter herauszögert. Am besten ist es, wenn alles macht, was man machen will, und die Symptome einfach aushält. Ich weiß aber natürlich, dass das leichter gesagt ist als getan. Ich bekomm es momentan auch nicht hin. Aber das ist erstmal wieder das Ziel.
Zitat von Inme: Abends gehts mir dann wieder gut. Wer kennt das auch?
100%. Na gut, nicht an allen Abenden. Aber so allgemein ist der Unterschied zwischen Tag und Abend riesig.
Ich kann mir das nur so erklären, dass man den Tag mit Verpflichtungen verknüpft, die man vor sich hat und schaffen muss. Das kann innerlich Druck machen, selbst wenn es nur ganz kleine Aufgaben sind.
Am Abend ist das dann vorbei, man weiß, dass man nichts mehr machen muss und keiner mehr was von einem will und erwartet.
Vielleicht spielt es auch ein bisschen eine Rolle, wenn man morgens eh schwer in die Gänge kommt und der Kreislauf länger zum Wachwerden braucht. Das wieder kann dann zu Schwindel führen, der eigentlich harmlos ist, aber man schon mit so einem "Toll, wieder den ganzen Tag Schwindel!?"-Gefühl in den Tag startet. Ein Selbstläufer quasi.