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Uropanoel

Uropanoel


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[quote="relinquished"]Kenne das Ganze von meinem Opa, Er steckt das alles so wahnsinnig gelassen weg und will auch nicht, dass man ihn bemitleidet, das hat mir immer sehr imponiert.

Ich sag mal so, wie es wirklich in ein kranken Menschen aussieht, wissen wirklich nur die kranken.
Wir müssen stark sein, dürfen nicht alles an der Oberfläsche kommen lassen.
Denn wenn wir nicht klagen, geht es uns doch gut. Aber wie es in uns wirklich aussieht darf keiner wissen.
So ist es jedenfals bei mir, immer stärke zeigen, positiv denken. Mitleid will man nicht, für was sollte das dann auch gut sein.
Man leidet still, was bleibt einen auch anderes über. Man Lebt und das ist erst mal das wichtigste, aber es muss auch ertragbar sein.
Sonnst Lebt man nicht mehr, man vegetiert vor sich hin.

28.01.2019 17:29 • x 3 #121


Flame


Zitat von Uropanoel:
Ich sag mal so, wie es wirklich in ein kranken Menschen aussieht, wissen wirklich nur die kranken.


Das glaub ich auch...

Ja,es muss erträglich bleiben...
Ich weiss ja nicht,wie es Dir geht aber ich habe zwischendrin auch mal gute oder wenigstens mittelmässige Tage.

Was mir phasenweise hilft,ist den ganzen Mist rauszuweinen,danach ist man zwar auch ausgepowert aber es kehrt für eine Weile innere Ruhe ein.

28.01.2019 17:51 • x 1 #122


Uropanoel

Uropanoel


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Zitat von Flame:
Ja,es muss erträglich bleiben...
Ich weiss ja nicht,wie es Dir geht aber ich habe zwischendrin auch mal gute oder wenigstens mittelmässige Tage.


Ja die habe ich auch, aber mehr schlechte Tage, aber das bringt meine Krankheit so mit sich.
Viele Knochenschmerzen und Nebenwirkungen von den ganzen Tabletten (Chemotab.).
Seid Wochenende eine schöne erkältung, schnupfen und husten. Ich weiß nicht ob es die Grippe ist.
Husten und Nießen sind Gift für meine Knochen, da sie dann leicht brechen können.

28.01.2019 18:09 • #123


Flame


Zitat von Uropanoel:
Viele Knochenschmerzen und Nebenwirkungen von den ganzen Tabletten (Chemotab.).


Oh je,also Krebs ist mir bisher erspart geblieben...aber ich schätze mal schei. bleibt schei.,egal,was gerade die Ursache ist...

28.01.2019 18:20 • x 1 #124


Flame


Zitat von Uropanoel:
Viele Knochenschmerzen und Nebenwirkungen von den ganzen Tabletten (Chemotab.).


Wie lange läuft die Chemotherapie denn noch?

Vielleicht kannst Du Dich im Anschluss langsam aber sicher erholen...

28.01.2019 18:41 • #125


Uropanoel

Uropanoel


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Zitat von Flame:
Wie lange läuft die Chemotherapie denn noch?Vielleicht kannst Du Dich im Anschluss langsam aber sicher erholen...


Die Chemotabletten, Thrombose spritzen und die Schmerztabletten, muss ich bis zu meinen Ableben nehmen.
Meine Krankheit (Knochenmarkkrebs) ist nicht heilbar, man kann sie nur in Schacht halten.

28.01.2019 20:09 • #126


Flame


Zitat von Uropanoel:
Die Chemotabletten, Thrombose spritzen und die Schmerztabletten, muss ich bis zu meinen Ableben nehmen.
Meine Krankheit (Knochenmarkkrebs) ist nicht heilbar, man kann sie nur in Schacht halten.


Oh,puh,das ist ein harter Brocken...tut mir sehr leid...
Bewundernswert,dass Du das packst...

29.01.2019 07:20 • #127


Flame


Glaube,es geht mir besser,habe keine Bedarfsmedikamente mehr gebraucht trotz gelegentlich erhöhter Anspannung.
Hab das mit Ablenkung/Aktivität regulieren können,es scheint aufwärts zu gehen.

Ich breche auch nicht mehr in Tränen aus,wenn Mama mir in den Sinn kommt,jedenfalls deutlich seltener.
Ich unterdrücke es aber auch nicht.

Vor allem hält sich Papa sehr gut und wir lernen uns quasi nochmal neu kennen auf eine sehr positive Art.
Papa und ich waren immer auf Mama fixiert,jeder für sich aber doch auch irgendwie gemeinsam.

01.02.2019 16:29 • x 3 #128


ladybug


Ich finde das unheimlich mutig, wie du das angehst. Ich finde dich toll, du hast so viel Kraft, bist viel stärker als du selbst noch vor kurzem geglaubt hast.

01.02.2019 19:38 • x 1 #129


Flame


Wenn man sich alles von der Seele schreibt,wird einem leichter...

Die stark erhöhte innere Anspannung ist besser geworden aber dafür merke ich,dass ich wieder depressive Gedanken kriege und einfach oft traurig bin und mich manchmal so mutlos fühle.
Besonders am Wochenende,wenn ich zur Ruhe komme,kommt vieles hoch.
Ich esse viel zuviel obwohl ich eigentlich dringend abnehmen müsste.
Das (Übergeqwicht) verstärkt dann auch wieder die Verlustängste meinem Mann gegenüber,obwohl er mir versichert,dass er immer bei mir bleibt.

Papa scheint es ganz gut zu gehen,dafür bin ich sehr dankbar.
Aber Mama fehlt einfach.
Mir kommt es so vor,als ob der Schmerz bei mir eher stärker wird statt weniger je mehr Zeit vergeht...so als ob Mama sich immer weiter von mir entfernt...
Ende März hab ich einen Termin bei meinem Psychiater,werd ihm mal die Lage schildern.
Wahrscheinlich ist das alles ganz normal.
Auf jeden Fall hilft es,wenn man die Trauer zulässt,ist nur manchmal nicht so leicht.

26.02.2019 14:30 • x 1 #130


Flame


Heute ist es wieder schwer.
Oft kommt es am Wochenende,wenn die Arbeit erledigt ist.

Papa und ich sind nah beieinander.
Wir sind halt der Rest,der von Mama noch geblieben ist.
Und deswegen halten wir so aneinander fest.

12.04.2019 13:50 • x 1 #131


DieAlex

DieAlex


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Ach Flame
Es dauert leider eine Zeit, bis es etwas erträglicher wird.
Umso schöner, dass ihr beiden euch gegenseitig stützt.

12.04.2019 13:57 • x 1 #132


Flame


Es geht mir auch manchmal gut und das ist dann auch o.k.
Das Leben muss irgendwie weitergehen.

Früher (vor Mama´s Tod) waren wir ja auch eine Einheit.
Natürlich gab es auch Probleme wie wahrscheinlich in jeder Familie.

Aber geliebt haben wir uns immer,das ist jedenfalls das Einzige,was ich sicher weiss.

Und Papa und ich versuchen einfach damit klarzukommen.

12.04.2019 14:07 • #133


DieAlex

DieAlex


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Könnt ihr denn auch über deine Mutter reden?

12.04.2019 14:16 • #134


Flame


Ja,wir reden sogar oft von ihr.
Wir sprechen sogar Themen an,die schwierig sind.
Eben auch schwierige Phasen.

Papa stapelt Mama´s Lieblingssachen neben seinem Bett.
Als ob er dadurch eine Art "Verdichtung" von Mama bekäme.
So kommt es mir zumindest vor.

Mir gegenüber zeigt Papa halt,dass er gut zurechtkommt.
Er geht täglich raus (was ich ihm von Anfang an geraten habe).

Jetzt macht Papa sich halt um mich Sorgen.
Weil Mama ja nicht mehr ist.

12.04.2019 14:28 • #135


Flame


Mama,warum hast Du uns verlassen
Ich kann es einfach nicht verstehn
Der Himmel hat nach Dir gerufen
viel zu früh musstest Du gehen

Ich würd so gerne mit Dir reden
Habe soviel falsch gemacht
Wenn ich sowas zu Dir sagte,
hast Du meistens nur gelacht

Es gibt kein Richtig und kein Falsch
Das würdest Du vielleicht jetzt sagen
Weil jeder Mensch sein Bestes gibt
und alle Menschen Fehler haben

Ich höre manchmal Deine Stimme,
die mir sagt: Alles ist gut
Das war immer Deine Haltung
und das gibt uns jetzt auch Mut

Mutig war ich nie besonders
diese Prüfung ist echt schwer
Doch unsre Liebe trägt uns weiter
Immer weiter - wie bisher...

19.04.2019 07:10 • x 4 #136


Schlaflose

Schlaflose


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Zitat von Flame:
Mama,warum hast Du uns verlassen
Ich kann es einfach nicht verstehn
Der Himmel hat nach Dir gerufen
viel zu früh musstest Du gehen


Ich sehe das nie so, dass sie mich verlassen hat, sondern dass die Bösen gekommen sind und sie mir weggenommen haben.

19.04.2019 09:55 • #137


Abendschein

Abendschein


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Zitat von Schlaflose:

Ich sehe das nie so, dass sie mich verlassen hat, sondern dass die Bösen gekommen sind und sie mir weggenommen haben.

Die Bösen
Sorry @Schlaflose Du hast manchmal ein seltsames Denken

Meine Mama ist im Himmel und da ist nichts Böses.

19.04.2019 12:03 • x 1 #138


Schlaflose

Schlaflose


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Zitat von Abendschein:
Meine Mama ist im Himmel und da ist nichts Böses.


Da ist sie ganz sicher nicht, denn es gibt keinen Himmel. Es kann nichts anderes als etwas Böses gewesen sein, was sie mitgenommen und uns getrennt hat.

19.04.2019 12:50 • #139


Flame


Was nach dem Tod kommt,ist fraglich.

Ich persönlich glaube,dass nach dem Tod nichts mehr kommt.
Dieses Nichts ist für mich gleichbedeutend wie ein "Himmel" weil es keine Sorgen oder Schmerzen mehr geben kann,wenn das Bewusstsein ausgeschaltet ist.
Ich würde es eher als Frieden bezeichnen.
Einen Zustand um den ich die nicht mehr unter uns weilenden manchmal beneide...

Meiner Auffassung nach leben unsere Lieben in uns und durch uns weiter und durch all das,was sie der Welt mitgegeben haben,das ist ja nicht ausgelöscht.
Ihre Energie ist also noch da...

19.04.2019 17:02 • x 3 #140




Mira Weyer

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