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Hallo ihr Lieben,

ich habe mich vor einigen tagen mit einem guten freund unterhalten, es ist übrigens wirklich schön wenn man menschen hat m,it denen man sich austauschen kann:)
wir sind auf ein meiner meinung nach sehr interesantes thema gekommen, wahrscheinlich auch weil es mich selbst betrifft.
kennt ihr es das man manchmal echt das gefühl hat man lebt quasi nur noch um zu funktionieren? also für den job oder man lebt nur für andere, und selber weiß man garnicht ob einen das wirklich erfüllt.
und dann sitzt man da und hat ne schei. angst vor der zukuft, weil man sich fragt obs immer so weiter gehen kann oder was passiert wenns nicht mehr so weiter geht.
oder man fragt sich redet man sich das einfach nur durch seine panik ein?, weil man selber zu hohe erwartungen an sich selbst stellt?

mag sich jetzt für den einen oder anderen sicherlich echt merkwürdig anhören, und ich muss zugeben ist mir auch irgendwie nen tick unangenehm.

trotz allem würde mich ser eure meinung zu dem thema interesieren:)

lg matt

17.12.2010 16:27 • 29.12.2010 #1


18 Antworten ↓


Ja wir leben heute in einer Welt in der man funktioniert oder unter geht.

Ich denke alle die an Angst und Panik leiden erhöhen diesen Druck auf sich selbst ganz unterbewusst. Klar wird heute viel von einem erwartet und man hat ja auch selbst Ziele, aber selbst wenn man diese Ziele nicht erreicht geht es immer irgendwie weiter. Wir machen uns nur zu viele Gedanken über das was kommt.

Ich behaupte jetzt einfach mal dumme Menschen machen sich darüber keine Gedanken, sie sind zufrieden mit dem was ist. Egal wie jämmerlich ihr Leben für andere sein mag.

Liebe Grüße

18.12.2010 11:45 • #2



Leben um zu funktionieren?

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Moin Dragonheart,

Danke für dein wirklich gutes kommentar, schön zu wissen das es leute gibt die sich mit dem thema auch befassen.

lg matt

19.12.2010 15:55 • #3


Ich glaube das ist irgendwie auch typisch für diese Erkrankung, das Gefühl zu haben nur noch aufzustehen um zu funktionieren. Bei mir ist es so, dass ich mich durch den Tage schleppe und Angst habe was der Tag mit sich bringt, anstatt mal loszulassen und den Tag zu genießen.

Ich kenne deine Gedanken zu gut. Ich glaube, dass aber gerade so Denkweisen einen auch krank machen. Es ist aber wie gesagt sehr typisch für eine Depression/Angststörung.

Ich warte irgendwie auf die Tage, bis ich ein anderes Denken bekommen und versuche die Hoffnung nicht aufzugeben auch wenn es jeden Tag eine Herrausforderung ist.

Gutes Beispiel ist jetzt z.B. Weihnachten. Ich habe dieses Jahr soviel schei. erlebt, mir gehts immer noch nicht gut und ich muss jetzt irgendwie guggen, dass ich die Tage gut überstehe. Mich belastet es auch irgendwie, dass alles Therapeuten, Ärzte etc. lahmgelegt ist und man irgendwie keine Stützpfeiler hat, wenns einem schlecht geht, versteht ihr was ich meine?


Grüße
Yash

24.12.2010 17:31 • #4


Man MUSS in diesem Staat funktionieren, um seinen Lebensunterhalt sicherzustellen. Entweder ist man vom Chef abhängig oder vom Amt, oder man ist als Selbständiger einem 16-h-Tag unterworfen. Jeder muß seinen Tribut bezahlen.

Was ist Freiheit? Irgendwann wachen viele auf und steigen aus der Tretmühle aus, auf die eine oder andere Art. Auf irgendwas zu warten bringt es nicht, es wird nicht passieren. Man muß selbst etwas tun, um es zu ändern. Die Frage ist nur, was will man?

Ich weiß nur, was ich nicht will, und zwar, daß es noch endlos so weitergeht. Sich auf jemanden zu stützen, damit habe ich auch keine guten Erfahrungen gemacht, denn wenn derjenige nicht greifbar ist, wenn man ihn braucht, bricht alles zusammen. Man muß die Kraft aus sich selbst holen, wenn man denn kann...

24.12.2010 23:02 • #5


Meine Rede

Sich auf andere verlassen zu müssen, bedeutet allzuoft auch verlassen zu sein.

Daher ist auch meine grösste Zukunftsangst, in späteren Jahren einmal (wegen
Altersschwäche, Krankheit oder Unfall etc.) von fremden Menschen völlig abhängig
zu sein.
Zur Zeit kann ich diese Gedanken in meinem täglichen Denken noch halbwegs gut
verdrängen, aber ich weiss auch, dass dieser Tag für jeden einmal unvermeidlich
wird, so auch für mich.

Für diesen Tag lassen sich dann nur noch Vorbereitungen treffen, zu vermeiden ist er nicht.

Und bis dahin (möge es noch lange so sein) gilt, möglichst alles selber machen (ist auch gut
für das Selbstwertgefühl) und vor allen Dingen: Niemals die Verantwortung abgeben.

In diesem Sinne möge nun auch das nächste Jahr kommen, Der Beobachter

25.12.2010 12:29 • #6


An die Zukunft denke ich nicht. Es würde mich zu sehr belasten. Ich sorge auch nicht vor. Warum nicht? Weil sich die Gesetze alle naselang ändern und wenn ich jetzt eine Altersvorsorge mache, nicht sicher sein kann, daß der Staat mir das dann nach Gesetz vom 13.13.2025 zu 100% anrechnet auf die Sozialleistungen.

Wie will man es schaffen, die Verantwortung zu behalten, wenn man nicht genügend Geld zum Leben hat und Miete bezahlen muß, bin für Vorschläge dankbar

Es gibt hier eine Kommune, die wohnen mietfrei im Wald, aber des wär für mich keine Alternative Die haben da keine Heizung, nur Trockenklos, die Kinder völlig verdreckt und sie sind sich da nicht mal einig.

Um das reine Funktionieren zu beenden und um endlich zu leben, habe ich einen anderen Gedanken: ich werde mir ein einfachstes Haus kaufen, dort in Ruhe dem Alter entgegensehen, arbeitsmäßig mitnehmen, was sich bietet vor Ort, keine großen Höhenflüge mehr anstreben, was gute Jobs/Partner/Freunde angeht, nichts davon mehr suchen, und stattdessen mich endlich dem widmen, was ich eigentlich schon seit Jahren tun sollte: der Musik.

25.12.2010 12:44 • #7


Materielle Vorsorge macht für den Normalsterblichen tatsächlich keinen Sinn mehr.

Es würde ein durchgehendes Erwerbsleben voraussetzen, ohne Unterbrechungen.
20 Jahre sparen, dann (wie gewünscht flexibel) ein Jahr arbeitslos, und alles ist weg.

Ansonsten auch sag: Rock'n'Roll can never die

25.12.2010 13:43 • #8


Mit der Altersvorsorge stimme ich euch zu. Die Frechheit schlechthin ist ja, dass es EUER Geld ist, was ihr da einzahlt, und wenn ihr es dann rausbekommt, wird es noch mal versteuert. Und eine mögliche Inflation wird auch nicht berücksichtigt. Da (so hart es auch klingt) jeder Tag des Lebens der letzte sein kann, soll man im hier und heute leben (eventuell reisen von dem Geld, denn im Alter ist man meist zu gebrechlich und es ist zu spät dafür), oder das Geld auf dem Sparkonto lassen, dann hat man weingstens noch minimale Zinsen und es wird nicht noch mal versteuert, wenn man es braucht. Wobei, wenn eine Krankheit dazwischenkommt, ist es eh weg. Wenn man nicht der gesunde Übermensch ist, der bis zum Rentenalter gesund und top leistungsfähig bleibt, hat man immer die Ar. gezogen. Aber das ist ein gesellschaftliches Problem. Ihr solltet dafür nicht die Schuld annehmen und euch wie Versager fühlen.

Es bleibt einem leider nichts anderes, als das Beste aus dem bisschen Leben zu machen, was einem bleibt. Es ist irgend wie traurig. Ich selbst habe auch nicht den Schneid, wirklich was zu verändern. Die negativen, bedrückenden Gefühle kommen immer wieder durch. Das Gefühl, dass man lebt, um zu funktionieren, ist wirklich immer da. Und am Ende ist es auch so. Aber ein anderes Leben haben wir nicht und auch in 2 Milliarden Jahren wird keine 2. Chance kommen. Und so bleibt uns nur, uns selbst ein Stück Freiheit für uns zwischen all dem Alltagstrott zu erkämpfen (den Hobbies nachgehen, die uns erfüllen, die Zeit mit Menschen verbringen, die einem wirklich angenehm sind usw.). Am Ende kann keiner von uns irgend etwas mitnehmen (was auch die einzige Gerechtigkeit auf dieser Erde ist).

Dank an Scarecrow fürs Eröffnen dieses Themas. Ist wirklich interessant zu hören, wie andere das sehen (bzw. dass man nicht alleine ist mit solchen Gedanken).

26.12.2010 18:37 • #9




Um zum eigentlichen Thema des Threads zurück zu kommen

27.12.2010 10:46 • #10


Hallo Ozonik

Ist das dann nicht auch eine Form von Funktionieren ?

Nachdenk, Der Beobachter

27.12.2010 14:02 • #11




Man kann sogar Urlaub von sich selbst machen

27.12.2010 14:15 • #12


... das nun allerdings halte ich für ein Gerücht. Man nimmt sich immer mit.

27.12.2010 14:24 • #13


Erholungsurlaub von sich selber halte ich auch für ein sehr grosses Gerücht.

Ja,
und selbst wenn es möglich wäre, wessen Leben sollte man dann führen ??

Nee, nee, den Urlaub vom Ich gibt es noch früh genug in der Holzkiste ...
... und die möge noch lange auf mich warten, Der Beobachter

27.12.2010 15:05 • #14


Ja, wessen? Auch die Leute, die oberflächlich gesehen alles haben - große Familie, tolles Haus, tollen Job, großen Freundeskreis - die haben dann vielleicht irgendeine Krankheit. So gut kenne ich keinen, daß ich mit dem tauschen würde... und die Holzkiste, dazu kann man wie bei allem geteilter Meinung sein.

28.12.2010 12:26 • #15


ne ich würde mein Leben auch nicht mehr tauschen wollen....

Ich lebe auch im hier und jetzt und denke vielleicht am Abend über das was am nächsten Tag sein wird... aber weiter denke ich auch nicht mehr....wozu? weiss doch keiner wie lange man bleiben darf auf dieser Welt....

Mir ist es jetzt wichtig geworden die Zeit die ich habe intensiv zu nutzen... nicht nur mit Arbeit zu füllen...es gibt so viele herrliche Dinge ...faul in der Wanne liegen...sich seine Lieblingsdvd zum xten mal anschaun oder den halben Tag rummgammeln in Jogginghosen....ich lass mir von niemanden mehr ein schlechtes Gewissen deshalb machen auch nicht mehr von mir selbst....

lg.Eva

28.12.2010 15:38 • #16


Das ist gut. Ich kannte mal einen, der war dermaßen aktiv, der hatte nur 2 Stunden geschlafen und ansonsten gelernt, gearbeitet, sich gebildet, alles Mögliche... und es ging mir so schlecht neben ihm, weil ich mir sowas von unzulänglich vorkam mit meiner Planlosigkeit. Ich konnte aber auch sein Leben nicht führen, weil mir die Energie dazu fehlt. Tja und nun... einer seiner Söhne hat ein Autohaus abgefackelt. 1 Mio Schaden, er in Privatinsolvenz. Leben auf der Überholspur, Pleite auf der Überholspur. Aber er lebt intensiver als ich. Was richtig oder auch nur besser ist, weiß ich immer noch nicht.

28.12.2010 19:13 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich glaube es ist wichtig seine eigenen Entscheidungen zu treffen und sich nicht nach anderen zu richten. Das was einem wirklich wichtig ist sollte man auch machen sonst bereut man das später mal.

Altersvorsorge mache ich auch nicht, habe nichts auf der Bank, aber woanders, wo das Amt keinen Zugriff hat. Wenn ich heute noch mal was sparen könnte, würde ich nichts zur Bank bringen sondern irgendwo deponieren.

Ich habe auch oft Sorgen wie wohl die Zukunft aussehen wird und wie es mir wohl im Alter geht. Aber das macht keinen Sinn, man kann nicht alles planen, Manches passsiert einfach und man hat keinen Einfluß darauf.

Einfach im hier und jetzt leben, jedem Tag was Schönes abgewinnen. Es gibt immer Menschen (Entwicklungsländer) denen es wesentlich schlechter geht als einem selbst. Wenn ich manchmal Reportagen auf BBC sehe, bin ich irgendwie dankbar, dass ich genug zu essen und ein Dach über dem Kopf habe dank Sozialstaat.

28.12.2010 21:09 • #18


Sozialstaat...

Z.B. die Gesundheit. Weder ein Gesunder noch ein Toter nützen der Ärztemafia. Also halten sie uns schön in der Schwebe, um möglichst lange am Verkauf von Medikamenten und Therapien zu verdienen.

Genug zu essen haben wir, aber unser Essen ist tot. Konserviert, bestrahlt, chemisch verändert. Es wird nicht mehr lange dauern, und wir werden vor gefüllten Tellern genauso verhungern wie die armen Leute in der Dritten Welt. Googel mal nach Bevölkerungsreduktionsprogramm und dann nimm das Wort Sozialstaat noch einmal in den Mund...

29.12.2010 10:55 • #19



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Mira Weyer