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Leilani
Kurzarbeitergeld für jemanden mit Kind beträgt 67 Prozent, sonst 60 %.

Und dazu kommt: In Deutschland sollen schnellstmöglich die Regelungen zum Kurzarbeitergeld angepasst werden. Die Bearbeitung soll deutlich schneller erfolgen. Zudem sollen die Sozialbeiträge in Zukunft zu 100 % erstattet werden. Die Bezugsdauer soll von 12 auf 24 Monate ausgeweitet werden.

Mehr Informationen zum Kurzarbeitergeld gibt diese Seite der Bundesagentur für Arbeit:
https://www.arbeitsagentur.de/news/coro...beitergeld

Es hilft nichts, wir müssen alle durch diese Zeit durch und sehen, was wird. Und jetzt erstmal leben von Woche zu Woche, hier im Thread werden viele gute Tipps gegeben, wo man sich eventuell hinwenden kann.

31.03.2020 12:21 • x 3 #21


boomerine
Ich würde gerne kann, kann aber keinen Tipp geben.
Es tut schon weh, wie sich das alles entwickelt.

31.03.2020 18:41 • x 1 #22



Kurzarbeit / Armut durch Corona

x 3


Ibreaktogether
Es sagte jemand letzte Woche: "Die Kur darf nicht schlimmer als die Krankheit sein!" Und das sehe ich auch so. Wenn die Wirtschaft abgewürgt wird, hat auch keiner was davon, gesund geblieben zu sein. Denn wer in bitterer Armut landet, wird allein schon deswegen krank.

Es wird hier eine Pleitewelle ungekannten Ausmaßes durchs Land ziehen, wenn der shutdown nicht sehr schnell wieder aufgehoben wird.

31.03.2020 22:55 • x 6 #23


Major-Tom
Mein Job hat sich wohl vorerst erledigt.
Vorübergehend?
Bisher habe ich dafür gesorgt, dass Flieger-Crews, die in Frankfurt gelandet sind, sicher und zuverlässig zu ihrem Hotel gebracht wurden.
Und am nächsten Morgen auch wieder zurück.
Ich hatte eine Verantwortung, ich hatte einen Job, der mich gefordert und mir Freude bereitet hat.
Aber:
Jetzt fliegt nichts mehr...!
Der Himmel ist so sauber und blau wie noch nie!
Heute habe ich schon in einem Getränkemarkt nachgefragt, ob ich für die ausgeschriebene Stelle als 450 Euro Aushilfe eventuell geeignet wäre.
Was macht dieses Virus aus uns?
Ich weiß nicht, wie lange ich dieses Gefühl, plötzlich nicht mehr gebraucht zu werden und nicht mehr wertvoll zu sein, noch aushalten kann.

03.04.2020 02:39 • #24


Schlaflose
Zitat von Major-Tom:
Ich weiß nicht, wie lange ich dieses Gefühl, plötzlich nicht mehr gebraucht zu werden und nicht mehr wertvoll zu sein, noch aushalten kann.

Das wäre mir sowas von egal. Mir geht es einfach nur um finanzielle Verluste.

03.04.2020 07:57 • #25


polly75
Zitat von Schlaflose:
Das wäre mir sowas von egal. Mir geht es einfach nur um finanzielle Verluste.

Mir auch. Letztendlich ist auf der Arbeit jeder austauschbar. Ich ziehe keine große persönliche Bestätigung aus der Arbeit, ich mache das nur um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Das wäre mein Problem.
@major-tom, bitte rede dir nicht ein, deswegen nicht wertvoll zu sein. Du kannst zur Zeit nicht arbeiten, aus Gründen die absolut nicht in deiner Hand liegen. Du bist noch genauso wichtig und wertvoll wie vorher auch.
Und so schlimm und ausweglos es jetzt auch sein mag, es werden auch wieder andere Zeiten kommen.

03.04.2020 15:17 • x 2 #26


Icefalki
Zitat von Major-Tom:
Heute habe ich schon in einem Getränkemarkt nachgefragt, ob ich für die ausgeschriebene Stelle als 450 Euro Aushilfe eventuell geeignet wäre


Finde ich gut, dass du aktiv nach Lösungen suchst.

Zitat von Major-Tom:
Ich weiß nicht, wie lange ich dieses Gefühl, plötzlich nicht mehr gebraucht zu werden und nicht mehr wertvoll zu sein, noch aushalten kann.


Absoluter Blödsinn. Die aktuelle Situation ist doch nicht deine Schuld. Guck doch mal, ob nicht auch Fahrer in der derzeitigen Situation gesucht werden. Irgendwelche Auslieferdienste usw.

03.04.2020 16:28 • x 2 #27


boomerine
Hallo Tom
wie geht es dir Heute ?
lg Gabi

05.04.2020 14:16 • x 1 #28


kirasa
Bin seit ca 2 Wochen auch in Kurzarbeit
für 1 -2 Monate ist das irgendwie machbar, dann wird es schwierig...

06.04.2020 22:21 • x 1 #29


Ibreaktogether
Mein Stiefsohn ist Kfz-Mechatroniker. Jahrelang haben sie potentielle Kunden verjagt, weil sie so viele Aufträge hatten. Jetzt wären sie froh, wenn sie wenigstens bis mittags zu tun hätten. Geht alles aufs Karma-Konto.

Bei ATU wurde ich auch oft auf einen Termin in vier Wochen vertröstet, auch wenn bei acht Toren und damit Arbeitsplätzen immer nur zwei gleichzeitig arbeiten. Das ist jetzt wohl genauso, aber sie passen sich der Nachfrage an. Kunden vergraulen können sich nur Unternehmen mit Starallüren leisten. Ob der Handwerkermangel immer noch so extrem ist wie bis zum Ende des 1. Quartals?

06.04.2020 22:32 • #30


Zitat von -Leeloo-:
In dieser Krisenzeit sind 60 % immer noch besser als Insolvenz


Weniger Lohn, bekommen ja nicht nur Selbstständige, sondern auch Angestellte Kurzarbeiter.

Zitat von -Leeloo-:
Du musst jetzt lernen, besser mit dem Geld, was dir nun zur Verfügung steht, zu haushalten.


Und wenn jemand mit 1200 Netto, Plötzlich nur noch 60% Über hat vergeht einem das lachen. das wären 720 Euro.
Da kommt vor dem Haushalten erst mal noch die Miete weg.....

07.04.2020 12:51 • x 2 #31


Wenn Kurzarbeitergeld zum Leben nicht reicht, kann man mit ALG II aufstocken. Einen Rechner dazu findet man im Netz.

https://www.berliner-zeitung.de/wirtsch...n-li.79894

07.04.2020 12:59 • x 4 #32


-Leeloo-
Zitat von Danny94:
Weniger Lohn, bekommen ja nicht nur Selbstständige, sondern auch Angestellte Kurzarbeiter. Und wenn jemand mit 1200 Netto, Plötzlich nur noch 60% Über hat vergeht einem das lachen. das wären 720 Euro. Da kommt vor dem Haushalten erst mal noch die Miete weg.....


Ich redete von den Angestellten. Ich bin trotz Abzug der Miete auch klar gekommen. Aber wenn man im Luxus lebt und nicht darauf verzichten möchte, dann wird's halt eng. Wir können froh sein, dass wir überhaupt Unterstützung bekommen, in anderen Ländern sieht das anders aus. Aber jeder muss selber wissen, wie er nun haushalten will. Ich habe damals selbst Kurzarbeit machen müssen und heute bin ich leider gezwungen, von noch weniger zu leben, aber ich komme klar. Bin dankbar, dass ich ein Dach über dem Kopf habe und nicht verhungern muss.

07.04.2020 15:40 • x 2 #33


BellaM85
Also ganz ehrlich ich hab zwar keine Kurzarbeit werde es in meinem Beruf auch nicht bekommen aber viele die ich kenne leiden da jetzt drunter und ich finde es schon massiv was einem an Geld zum Teil fehlt. Wenn ich das Problem hätte dann könnte ich wahrscheinlich meine Miete noch zahlen und hätte vielleicht noch etwas übrig um zu überleben. Das hat nichts mit Luxus zu tun, man geht aber eben arbeiten damit man sich Dinge leisten kann und Leben kann wie jemand lebt ist ja wohl dem überlassen. Und wie gesagt ich hätte auch 0 Bock auf meinen Standard zu verzichten ist einfach so. Sonst kann ich auch direkt zu Hause bleiben! Wofür arbeite ich denn?

07.04.2020 15:45 • x 1 #34


boomerine
Aus diesem Grunde hat ja Tom diesen Thread erstellt.
Corona hat auch die Kurzarbeit im Griff.
Warum gibt es denn so viele denen es nicht gut geht ?

Teilweise verstehe ich auch die Leute nicht, die so einen Thread noch gescheit daher reden,
das sind die in meinen Augen, die abgesichert sind durch krisenfesten Job ( wobei es die auch nicht mehr so gibt )
Manager ( Top Gehalt ) Familien die widerrum durch die Familie abgesichert sind / werden geerbt haben und....
aber über dies hab ich ja in meinem eigenen Thread schon geschrieben.

Ich vergönne es denen wirklich, aber wenn man nicht wirklich etwas weis und die Hintergründe nicht kennt,
sollen bitte manche / etliche still sein.

Habe das leider hier auch im Forum festgestellt.

Was ich auch leider festgestellt hab, wer jetzt in dieser Krise ist, sich schämt und zurückzieht, nicht darüber reden will / kann,
sollte sich öffnen und sagen das ist jetzt so, ich hab es nicht herbeigerufen, ich kann nichts dafür.
Wie soll ich damit umgehen ? wie kann ich es schaffen ? wie geht ihr mit der Situation um ?

Mir wurde gesagt :
als ich die ganzen Unterlagen bekam und ausfüllte, reich sie ein, du brauchst dich nicht zu schämen, du kannst nichts dafür.

Ich verstehe auch, das die jenigen die das nicht können und wollen
weil sie wissen, was auf sie zukommt. KLUGE SPRÜCHE.
Aus diesem Grunde kommt dann der Rückzug.

Und wenn das mehr machen würden, dann würde sich der einzelne nicht mehr so einsam fühlen, weil er wüßte er ist mit diesem Problem nicht allein. Obwohl er weis, das er nicht alleine mit dem Thema da steht.

Ich bekomm es fast jeden Tag mit, hier, PN, Email oder Telefon.

Ich weis, ich bin alleine, aber fast alle, haben das gleiche Problem, der eine redet, der andere schweigt.

07.04.2020 17:25 • x 3 #35


FeuerWasser
Zitat von Major-Tom:
Ich bin ziemlich sicher, dass ich nicht der Einzige bin, der jetzt sehr große Zukunftsängste hat, und möchte euch fragen, wie ihr damit umgeht.

Meinem Mann fehlen monatlich 700 Euro durch die Kurzarbeit. Groß einschränken tut uns das nicht und für solche "Notfälle" haben wir auch genug Rücklagen um das aufzufangen.
Haarig wird es für Minderverdiener, HartzIV Empfänger, Alleinerziehende, Rentner; Eine Arbeitskollegin meines Mannes (alleinerziehend) die weiß derzeit nicht wie sie für die Miete aufkommen soll und wir haben sie mit einem Teil unterstützt.
Kleinunternehmer werden bei uns bezuschusst mit einmalig 2.000 Euro vom Staat.

22.04.2020 08:41 • x 1 #36


By_myself
Hallo @Major-Tom ,

vielleicht hilft es, pragmatisch an die Sache heranzugehen:

Fixkosten auflisten - und schauen, ob man irgendwo Kosten senken oder auch eliminieren kann.
Beispiel: günstigere Smartphone-/DSL-Tarife, günstigeren Stromanbieter, günstigere Versicherungs-Tarife etc.
Luxus-Kram kündigen (z.B. Abos etc.).

Ziehe den Fixkosten-Block vom Kurzarbeitergeld ab und teile durch 4 (=Wochen). Der Wochenbetrag muss dann für Lebensmittel reichen. Notfalls mal günstiger einkaufen und auch tatsächlich alles aufessen (und nicht wegschmeißen). Zwei Scheiben Brot mit Spiegelei sind auch mal eine gute Mahlzeit. Aus einem Beutel Kartoffeln kann man für mehrere Tage ganz viel Tolles zaubern.
Klar, da werden wir gerade alle aus unserer Komfortzone geholt und müssen u.U. auf Liebgewonnenes verzichten. Man muss sich umstellen - aber man kann sich auch daran gewöhnen.

Wir müssen alle die Situation gerade so annehmen wie sie ist und uns bemühen, damit klar zu kommen. Was die weitere Zukunft bringt, weiß keiner; deshalb ist es auch müßig, sich damit zu beschäftigen.
Man kann die Einschränkungen auch als Herausforderung ansehen - in Deinem Fall vielleicht als Generalprobe für die Rentenzeit. Denn auch dann fällt der eine oder andere aus allen Wolken, wenn er den ersten Bescheid und das so viel geringere neue Einkommen sieht. Und zusätzlich wirst Du auch in der Rente erleben, was es bedeutet, seinen bisherigen Platz (als Arbeitnehmer) in der Gesellschaft verloren zu haben.

Verzage nicht,- es wird weitergehen. Und Du bist ja schon auf einem guten Weg, Dich nach Alternativen/Nebenjobs umzusehen. Gib da nicht auf!

22.04.2020 09:58 • x 2 #37


Major-Tom
Immerhin, ein Strohhalm (auch wenn ich nicht weiß, wie die ersten 3 Monate überstanden werden sollen):

"Nun soll das Kurzarbeitergeld für diejenigen, die derzeit um mindestens 50 Prozent weniger arbeiten, ab dem vierten Monat des Bezugs auf 70 Prozent (beziehungsweise 77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem siebten Monat des Bezuges auf 80 Prozent (beziehungsweise 87 Prozent für Haushalte mit Kindern) des pauschalierten Netto-Entgelts erhöht werden, längstens bis 31. Dezember 2020."

Coronavirus: Koalition will Kurzarbeitergeld aufstocken tagesschau.de
https://www.tagesschau.de/inland/koalit...s-101.html

23.04.2020 02:41 • x 1 #38


Abendschein
Mein Mann kann im Moment nicht arbeiten gehen, was heißt im Moment? Seitdem Corona hier bei uns
herrscht. Wir leben also von meinem Gehalt, als Teilzeitkraft, Verkaäuferin, nicht grade sooooviel.
Ich habe mich jetzt aufstocken lassen, als Vollzeitkraft, mich hat der Chef gefragt, ob ich das in meiner
Situation möchte,. ja, immerhin sind ist das ne Ecke mehr Geld. Wir leben immer noch von meinem
Gehalt. Mein Mann hat Zuschuß beantragt, der auch bewilligt wurde, nur das Geld haben wir noch nicht
gesehen, die Bewilligung ist seit Ostern raus. Hartz 4 beantragen, in der Situation finde ich ist keine so gute
Idee. Man muß alles offen legen und ich weiß nicht, wie das dann mit einem Auto aussieht. Ich hoffe das wir
alle gut da raus kommen. Man muß versuchen, mit dem Niedrigsten zurecht zu kommen und ich glaube das
das geht. Oder was meint ihr?

24.04.2020 23:20 • x 2 #39


Major-Tom
Hallo zusammen,

ich möchte dieses - mein - Thema mal wieder beleben:
Ich kritisiere nicht und stelle auch die absolut notwendigen Anti-Corona-Maßnahmen überhaupt nicht in Frage.
Alles, was Leben schützt und rettet, soll und muss jetzt und für wahrscheinlich lange Zeit getan werden!
Mich würde aber mal interessieren, wer von euch von den Einschränkungen in dieser wahrscheinlich schlimmsten Krise, die unsere Generation meistern muss und wird (...!), auch sehr stark betroffen ist.
Mein Arbeitsbereich ist zu ca. 90 Prozent eingebrochen.
Ich habe ganz reale Angst um meinen Job!
Mich erstaunt (und ich bin froh über) die momentane Ruhe im Land, und auch hier im Forum.
Obwohl doch so Viele unter Existenzängsten leiden.
Wie ist eure Situation?
Wie kommt ihr, nicht nur finanziell, sondern vor allem auch psychisch, über diese schwere Zeit?

Liebe Grüße,
euer Tom.

19.02.2021 02:06 • x 4 #40



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