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hey ich möchte dir kurz Mut machen, dir indem ich dir kurz von meiner jetzigen Situation berichte damit du dich evtl. nicht ganz alleine mit deiner Situation fühlst und zusätzlich ein wenig darüber aufklären woher denn nun urplötzlich diese unbeschreiblich besch...enen Gefühle und Gedanken in deinem Kopf kommen
also zu allererst ein paar tipps
der Trigger für solche Symptome können bei Jedem völlig unterschiedlich sein, deswegen würde ich mich an deiner Stelle garnicht so sehr darauf versteifen, dass das bei dir von der Schwangerschaft kommt, klar es ist schön zu wissen das man irgendwie einen evtl. möglichen Auslöser für deine jetzigen Symptome festmachen kann, aber das ändert ja nicht wirklich etwas an deiner jetzigen psychischen Misere, es bringt halt nix unaufhörlich in der Vergangenheit irgendwelche Auslöser zu suchen, vor allem weil man dann riskiert sehr schnell in die Versuchung zu kommen, Entscheidungen welche evtl. als Auslöser fest zu machen sind zu bereuen, die jetzt sowieso nicht mehr änderbar sind, das heißt mach dich völlig frei
von dem Gedanken "meine Schwangerschaft ist Schuld"
versuche es so zu akzeptieren so wie es jetzt nun mal ist und schaue POSITIV in die Zukunft,
ich weiß das klingt leichter als gesagt, aber als Tipp wenn du mal wieder negativ an deine letzte/n vergangene/n Schwangerschaft/en denkst, lösche den entsprechenden negativen Gedanken sofort durch einen positiven Gedanken, indem du an was positives bzgl. deiner Schwangerschaften denkst und so machst du dass mit allen jeglichen negativen Zwangsgedanken die dich Tag für Tag im laufe des Tages heimsuchen, ich weiß das ist auf Dauer sehr sehr anstrengend, aber diese Art von Gedankenablenkung gepaart mit Physischer Ablenkung ist die bewährteste Methode (Verhaltens Therapie)
noch effektiver ist das Ganze mit einem Antipressiva zusätzlich zur Verhaltens Therapie;
naja jedenfalls durch diese Gedankenablenkung erlangt man irgendwann Akzeptanz und über die Akzeptanz wird es dann immer weniger und weniger bis es dann im best case irgendwann schleichend aber stetig verschwindet, ohne dass du es überhaupt mitbekommst, irgendwann ist es einfach weg
nun wie kommt es zu solchen Zwangsgedanken, Kontrollzwängen, Derealisation, Depersonalisierung etc.
das kommt dadurch das aufgrund irgendeinen Auslösers und wie gesagt diese können sehr unterschiedlich und vielschichtig sein
dein Nervensystem völlig überreizt ist, warum spielt erstmal überhaupt keine so große Rolle, in dem Warum findet man nicht die Lösung höchstens eine Antwort aber eben nicht die Lösung deswegen spielt der Auslöser erstmal m.M.n. keine allzu tragende Rolle,
so zurück zum Nervensystem
wenn das Nervensystem überreizt ist, dann produziert unser Gehirn psychosomatische Symptome, die unfassbar vielschichtig sein können, jetzt werden Viele hier widersprechen und Psychisch gelehrte höchstwahrscheinlich auch und würden sagen, Zwangsgedanken, Kontrollzwänge, Derealisation, Depersonalisierung sind KEINE psychosomatischen Symptome
für mich und für die Einfachheit sind sie es aber schon, ob du nun ständig deine Gedankengänge nach negativen Gedanken "scannen" musst oder ob du ständig "scannen" musst ob dein linker Arm schmerzt oder ob du ständig "scannen" musst wie dein Herz schlägt, oder ob du ständig "scannen" musst wie deine personelle visuelle Sicht auf die Außenwelt ist (Depersonalisierung/Derealisation), oder, oder, oder, für mich sind das alles verschiedenste Arten von Kontrollzwängen
mit dem Unterschied die einen sind ganz klar einem Kontrollzwang zu zu ordnen die anderen weniger aber im Endeffekt nach reiner Logik sind es alles Kontrollzwänge m.M.n.
gut warum spukt ein überreiztes Nervensystem denn nun solche Psychosomatischen Symptome aus,
weil sobald das Nervensystem so dermaßen überreizt ist dass das Gehirn merkt dass es dringend etwas dagegen
unternehmen muss
geht es in eine Schutzfunktion und diese Schutzfunktion schaltet alle Filter welche dazu da sind um Reize zu filtern ab
das heißt, die eigentlich vom Gehirn zu verarbeitenden gefilterten Reize werden nun ungefiltert vom Gehirn verarbeitet
und dadurch entstehen diese psychosomatischen Symptome, in deinem Fall halt Zwangsgedanken d.h. normalerweise würden die Zwangsgedanken bei dir gar nicht ankommen, sie würden praktisch automatisch rausgefiltert werden, greifbarer gesagt, du würdest sie gar nicht wahrnehmen bzw. sie würden gar nicht erst entstehen, ich weiß das klingt total bescheuert
aber dadurch das der Filter deines Nervensystems überreizt ist, kommen solche Gedanken erst zustande
wäre dein Nervensystem ausgewogen würden solche Gedanken praktisch schon während des Enstehungsprozeses rausgefiltert werden
aber genauso wie das Gehirn diese Schutzfunktion anschalten kann, genauso kann das Gehirn diese Schutzfunktion auch wieder ausschalten, Problem ist nur das anschalten geht von jetzt auf gleich ohne deine Hilfe, das ausschalten dauert etwas und funktioniert nicht ohne deine Eigeninitiative und oft auch nicht ohne medikamentöse Hilfe bzw. ohne Antidepressiva dauert es meist noch länger,
nun kurz zu mir, villeicht bringt es dir ja zusätzlich was
ich habe seit ca. 1,5 Monaten eine Art Dauerbenommenheit
aber nicht in der Art Dreh- oder Schwankschwindel, ich fühl mich einfach dauerhaft leicht angetrunken
und das kommt wär hätte das gedacht von einem überreiztem Nervensystem
angefangen hat alles damit dass ich Anfang des Jahres quasi aus meiner Traumberufung gekündigt wurde,
also der Beruf ansich ist mein Traumberuf nicht der Arbeitsplatz, also war schon so gewollt von mir, also ich hab es herbei beschworen aber gut,
daraufhin wurde ich dummerweise sehr bewegungsresistent fast schon lethargisch, aber freiwillig, habe mir keinerlei Gedanken gemacht was das auslösen könnte,
dabei bin ich vor der Kündigung mindestens 120 km Bio-Fahrrad pro Woche gefahren meist sogar mehr, also von einem Extrem ins andere quasi
nach ca 2 Monaten habe ich durch zu wenig Bewegung, gemerkt das meine linke Schulter bei bestimmten Bewegungen anfängt zu schmerzen, hab mir erst nix dabei gedacht und habe weiter meine freiwillige Lethargie ausgelebt, von Woche zu Woche wurde es aber immer schlimmer und dann bin ich in ein tiefes Loch namens Teufelskreis gefallen, ich habe mich dann aus Angst vor schmerzen und es noch schlimmer zu machen noch weniger bewegt bin höchstens zum einkaufen raus und dann nach ca 4 Monaten also vor 1,5 Monaten setzte dann diese Dauerbenommenheit ein
bin nach 1 Woche Dauerbenommenheit zum Hausartzt Blutwerte i.o. Überweisung zum Kardiologen
EKG i.o., 24H Blutdruckwerte teilweise zu hoher Blutdruck (ich denke wegen Angst vor der Benommenheit)., Herz Ultraschall i.o., Halsschlagadern Ultraschall i.o. , und Orthopäden Rezept in form von einer Blankoverordnung für Physio 19 Termine zur Krankengymnastik
meine Selbstdiagnose lautet, Verspannungen dadurch unterbewusste Ängste, was wiederum die Verspannungen triggert was wiederum die Ängste triggert, dadurch das überreizte Nervensystem, was wiederum die Dauerbenommenheit auslöst, was mir zusätzlich teilweise Angst macht ein Teufelskreis
auch genannt PPPD
zum thema mit dem hohen Blutdruck warum ich denke dass die Blutdruckwerte verfälscht und nicht wirklich aussagekräftig sind, an dem tag wo die Langzeit Blutdruckmessung stattgefunden hat war die Dauerbenommenheit noch relativ frisch und hat mich sehr eingenommen und es viel mir da noch sehr schwer mich davon gedanklich abzulenken, mittlerweile kann ich aber schon besser damot umgehen und von daher sieht mein Blutdruck schon sehr viel besser aus, habe aber Mitte September auch noch ein Belastungs-EKG spätestens da werden wir sehen ob ich tatsächlich zu hohen Blutdruck habe
naja btw kurz um evtl fragen direkt beantworten zu können wie ich zu der festen Überzeugung komme dass es sich bei mir bei dieser Dauerbenommenheit um ein Psychosomatisches Symptom und kein Organisches Symptom handelt
ich hatte in der Vergangenheit schon zwei mal so etwas ähnliches und zwar einmal 2015 und einmal 2022 dort habe ich jeweils zu lange zu laut Musik mit Kopfhörern gehört und daraus entstand dann ein undefinierbarer Ohrdruck beide male rechts der nicht mehr ohne Verhaltens- Therapie und Antidepressiva weg ging, auch das war ein psychosomatisches Symptom produziert durch ein überreiztes Nervensystem welches wiederum durch Zu lautes und zu langes Musik hören mit Kopfhörern getriggert wurde
jetzt ist mein Nervensystem nun mal wiederum durch einen anderen Trigger überreizt gewesen und mein gehirn hat sich dadurch nun mal einen anderes psychosomatisches Symptom als Ventil ausgesucht
es ist nun mal wie es ist, aber das wird auch dieses mal früher oder später wieder vorbei gehen
Gerade eben •
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