Zitat von Janno: Moin Bernhard, die aufgezeigten Dinge sind mir durchaus bekannt, mir ist bekannt dass das meiste unterbewußt geschieht, deshalb arbeite ich auch täglich mit den Methoden von Wolf/Bernhardt.
Das kann ich mir denken. Das Dir Dinge bekannt sind, reicht jedoch nie aus.
Das kannst Du mit einen Fußballspieler vergleichen.
Ein Fußball-Zuschauer kennt alle Regeln des Fußballs. Der weiß, was Abseits bedeutet und
wann es einen Freistoß gibt.
Allerdings, dieses Wissen reicht nie aus, um zufriedenstellend Fussball zu spielen.
Nur wer ständig trainiert und kluge Spielzüge immer wieder einübt, der kann mit der Zeit ein
guter Fußballer werden.
Damit möchte ich sagen. Auch Du solltest möglichst täglich neue Denkweisen ausprobieren.
Testen, was bringt mich voran und was bringt mir scheinbar keinen Erfolg.
Zitat von Janno: Eben ein neues, ungefährliches Unterbewusstsein erschaffen. Logisch, dass das seine Zeit braucht.
Das vermute ich, geht bestimmt nicht. Du kannst Dir kein neues Unterbewusstsein erschaffen.
Du kannst auch mit Deinem jetzigen Unterbewusstsein sehr gut klar kommen, falls Du das möchtest.
Zitat von Janno: Zum Thema: "Schau mal, wie schwer Du es Dir scheinbar machst. Du wagst es nicht, Dinge auszusprechen", dass wäre halt ein lange Geschichte, ich war mir nicht sicher ob das hier der richtige Ort dafür ist.
Du brauchst die Dinge nicht unbedingt hier klar aussprechen. Dann mach das, wenn Du einem
Therapeuten im Einzelgespräch gegenübersitzt. Aber mache es.
Zitat von Janno: Da bin ich voll und ganz bei dir, ich weiß nur nicht, wie ich mich aus der Situation befreien kann, wenn mein Körper mir das Gefühl gibt, gleich zu ersticken oder einfach gar keine Energie zu haben.
Das scheint etwas ganz, ganz Wichtiges bei einer Angststörung zu sein.
Der Körper gibt Dir das Symptom. Die Lunge krampft. Das Steuersignal für die Verkrampfung
kommt aber jeweils aus Deinem Unterbewusstsein.
Das nennt sich - unterbewusste Angst.Der Hirnforscher Professor Stefan Kölsch schreibt dazu:
Zitat.Die Tatsache, dass das Unterbewusste sowohl ein Denk- als auch ein Gefühlssystem ist,
ist wichtig für unsere Gesundheit.Das Orbitofrontalhirn hat direkte Nervenverbindungen ins hormonelle System und ins
vegetative Nervensystem. Diese Systeme regeln die Aktivität aller Organe im Körper
und führen dazu, dass wir Gefühle auch körperlich empfinden.Über diese Verbindungen kann uns das Unterbewusste jedoch auch krank machen, weil es
die hormonelle Aktivität
und die Aktivität von Organen aus der Balance bringen kann.Zitat EndeWenn ich das richtig verstehe, kann uns unser Unterbewusssein eventuell krank machen.
Für Dich könnte das bedeuten.
Deinem unterbewussten Denken sollte es helfen können, wenn Du beginnst Dein
unterbewusstes Denken etwas besser zu verstehen.
Zitat von Janno:
Da stellt man sich viele Fragen: ist es dieses mal echt?
Beim 46sten mal, kannst Du eventuell davon ausgehen.
😉
Hier scheint mich meine Angst mal wieder in die falschen Richtung zu schicken.
Zitat von Janno: Was, wenn ich mich in der ZNA wieder zum Clown mache?
Du machst Dich dort nicht zum Clown. Nur, jemand der Dich von außen betrachtet,
sieht Dich ohne seine unterbewussten Gefühle. Also sieht er Dich sachlicher.
Du aber siehst Dich von innen, also hauptsächlich mit Deinen unterbewussten Gefühlen,
also mit den Ängsten und den Befürchtungen.
Kannst Du diese beiden unterschiedlichen Sichtweisen erkennen, unterscheiden und akzeptieren?
Zitat von Janno: ggf. auch jemand der sich mit traumatischen Ereignissen auskennt...
Psychologen und Therapeuten sollten sich gut mit der Abschwächung bei traumatischen
Erlebnissen auskennen. Wenn Du mit denen aber nur über Deine körperlichen
Symptome sprichst, wie können sie dann erahnen, was Du erlebt hast?
Wie kannst Du dann darüber reden, was Dich täglich belastet?
Hier sind wir wieder bei dem Punkt.
Kann man, darf man, sollte man, über seine schwierigen Erlebnisse sprechen?
Noch antwortest Du vermutlich mit "Nein".