App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

E

Ella87
Mitglied

Beiträge:
45
Themen:
3
Danke erhalten:
2
Mitglied seit:
hallo zusammen,

ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen:
bin ella, bin 21 jahre. leide schon lange an depressionen und angst.
jetzt seid ich urlaub in thailand gemacht habe und eine woche in einer klinik war, geht es mir richtig schlecht.


meine angst ist jeden tag anders, aber immer wieder dreht es sich um horrorgedanken und ich verfall fast in eine panikattacke. ich fühl mich dann entfremdet.
meine horrorgedanken drehen sich entweder um mich, dass mir was schlimmes passiert oder meinem freund oder verwandten.
kennt das jemand?
diese horrorgedanken drehen sich immer um das schlechteste.
ich weiß gar nicht ob das wirklich die angst ist, hab ständig befürchtungen dass es real ist.
jeden tag zu kämpfen ist echt schrecklich. ich weiß gar nicht, wann ich das letzte mal angstfrei war.
ständig dreht sich immer alles darum, dass etwas schreckliches passiert.
manchmal denk ich: jetzt passiert es, es ist vorbei.

kann man diese ängste jeweils unter kontrolle bringen?

ich bin langsam echt am verzweifeln, weil das lässt mich so entfremden. alles fühlt und ist so fremd geworden, meine umgebung einfach alles.

oh man es wird echt von tag zu tag schlimmer, ständig denk ich ich sterb da und dort.
wenn ich was hör oder les, dann ist es bei mir auch so.
ich hab angst vor der zukunft, da kommen auch ständig komische gedanken. immer und immer wieder.
das ist so schrecklich. und immer wieder hab ich angst, das es eben vorahnungen sind.
ich halt es echt bald nimmer aus.

manchmal hab ich schreckliche gedanken, aber dann keine angst. oder ich denk ich hab keine angst. ich weiß es nicht, auf jeden fall ist es dann nicht so wie immer, wenn ich angst bekomm.
dann grübel ich noch mehr nach, weil ich denk vll. hat das was zu bedeuten.

ist das auch normal. darüber grübel ich jetzt schon die ganze zeit nach.

ich hab dann wiederum angst, dass durch das nicht angst haben, doch das irgendwas heißt.

ich hoff das war etz net zu kompliziert, aber ich kann das irgendwie nicht beschreiben.

LG
Ella

16.09.2009 #1


73 Antworten ↓
P

panicchief
Mitglied

Beiträge:
1001
Themen:
5
Danke erhalten:
5
Mitglied seit:
Na ja nachdenken darüber kannst Du ja, verdrängen geht ja auch gar nicht. Ich meint damit nur, Du solltest nicht zulassen, dass Dich die Panik bzw. diese Gedanken vollkommen beherrschen. Ich weiß nicht, was Dein Art sagt, kann es sein, dass Du depressiv bist (wegen dieser Ängste)?
Negatives Denken ist ja das Symptom bei Depressionen schlechthin, man kann dann gar nicht anders. Wie auch immer, ein AD nimmst Du ja, von daher kann eigentlich nichts schief gehen.

Also ich habe das Cipralex eigentlich nie speziell wegen dieser Art von Angst genommen. Bei mir war es eh nur eine Zwischenepisode, aber ich weiß trotzdem, wie schrecklich das sein kann. Ich hatte solche seltsamen Empfindungen von Todesnähe, verbunden mit Schwächegefühlen, musste manchmal auch mitten auf der Straße anhalten und dachte, ich kippe um. Die Angst kam manchmal erst danach. Das wurde nach kurzer Zeit immer seltener und verschwand irgenwann ganz, da ich zum Glück schon vorher den Umgang mit anderen Ängsten gewohnt war.

Wie Cipralex bei Dir wirken wird, weiß ich natürlich nicht. Jedenfalls reduziert es die innere Anspannung und hellt die Stimmung auf. Das könnte Dir vielleicht eine gewisse Distanz zu diesen Horrorphantasien geben, so dass Du sie als solche erkennst und v.a. auch so fühlst. Damit verlieren sie ihren Schrecken.

Grüße

pc

22.08.2009 16:16 • #48


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Horrorgedanken

x 3


P

panicchief
Mitglied

Beiträge:
1001
Themen:
5
Danke erhalten:
5
Mitglied seit:
Die Therapie ging 60h Stunden, auf über eineinhalb Jahre verteilt, zwischendrin war ich noch zu etlichen Beratungsgesprächen mit einem Psychologen. Und danach Dutzende Einzelgespräche und mal eine kurze stationäre Intensivtherapie, Versuche mit Tiefenpsychologie usw.

Es hat insofern viel geholfen, als ich viel über mich gelernt habe, die speziellen Schwierigkeiten, weswegen ich das Ganze begonnen hatte, sind zwar besser geworden, aber nicht so wie es nötig gewesen wäre.

Muss mich beruflich komplett umorientieren, habe mir allerdings auch etwas sehr Schweres rausgesucht, na ja wusste es damals nicht besser.

Also mit TherapeutInnen (die erste war Psychiaterin, die jetzige Psychologin) hatte/habe ich Glück. Die Gespräche waren / sind immer sehr lebhaft und geben manchmal auch Tipps, wie man auf gedanklicher Ebene gegensteuern kann. Na ja, konkrete Tipps zu geben, ist allerdings auch schwer, man weiß ja in der Regel selbst, was zu tun oder zu denken wäre, es geht aber einfach nicht oder nur sehr schwer. Es geht thematisch eher um das "Drumherum", die Angst ist ja nur das Symptom.

Woran es bei Dir liegt, dass Dein Therapeut so schweigsam ist, tja. Vielleicht ist es seine / ihre Art, könnte aber auch als Ermunterung gedacht sein, Dich selbst mit Dir zu beschäftigen, also z.B. zu schauen, woher das Ganze kommt, .

Grüße

pc

27.08.2009 19:33 • #69


Zum Beitrag im Thema ↓


M
Ich kann das gut nachvollziehen, genau das ist ja bezeichnend für eine generalisierte Angststörung. Mir geht es genau so, manchmal sind es Gedanken um meine Familie, dann habe ich wieder Angst um meinen Arbeitsplatz, Angst schwer krank zu sein etc.

Ich denke dann auch immer gleich das Schlimmste, grad in Bezug auf meine Familie. Das liegt bei mir wohl auch daran, dass mir auch wirklich schon einmal das Schlimmste passiert ist, was man sich in Bezug auf Familie und Freunde vorstellen kann. Vor 10 Jahren ist mein damaliger Freund bei einem Autounfall gestorben. Seit dem habe ich eigentlich ständig Angst, dass das nochmal passiert, obwohl ich eigentlich weiß, dass es auch passieren kann, wenn man nicht drüber nachdenkt, aber irgendwie glaube ich immer, dass ich diese Schlimmen Ereignisse verhindern kann, indem ich die ganze Zeit drüber nachdenke. Ich bereite mich innerlich immer auf das Schlimmste vor, in der Hoffnung, dass ich im Falle eines schlimmen Ereignisses schon darauf vorbereitet bin. Vielleicht gehts dir ja genauso...

Ich werde die Ängste nicht mehr allein in den Griff kriegen, deshalb bin ich jetzt in therapeutischer Behandlung, denn mir ist klar geworden, dass ich nicht die Kraft habe, da allein wieder rauszukommen

#2


P
Na ja, das hört sich nach generalisierten Ängsten an.
Ich hatte vor ein paar Jahren mal zwei KH-Aufenthalte innerhalb kurzer Zeit, das verunsichert natürlich stark. Dass das zeitweise Nachlassen von Angst (z.B. durch Medis ausgelöst) wiederum neue Ängste auslösen kann, ist auch typisch. Diese Horrorvisionen könnten Zwangsbefürchtungen sein, die auch ohne damit einhergehende Ängste auftreten können.

Klar kann das Ganze nachlassen, der Realitätsbezug kommt hoffentlich bald wieder.

Grüße

pc

#3


E
danke für deine antwort. das tut mir leid was dir passiert ist.

ich bin auch in behandlung, aber manchmal denk ich mir kann man nicht mehr helfen.
bei mir ist gerade ständig die gedanken da, dass mir was schlimmes passiert, ich bekomm diese gerade überhaupt nicht mehr weg.
manchmal denk ich dann, das sind vorahnungen.
ich hab dann furchtbare angst.
nimmst du medikamente?

#4


E
@panicchief: danke für deine antwort.
kennst du solche zwangsbefürchtungen auch?
wie ist das bei dir?

#5


P
Hallo Ella,

also es ist nicht mein Hauptproblem. Aber wenn ich sowieso schon unter Druck stehe, kommt das manchmal dazu, es treten eben solche Gedanken auf, dass jemand sterben könnte, ich krank werden könnte usw., dass etwas kaputt gehen könnte. Meist kann ich es mittlerweile als Quatsch abtun, jedenfalls beherrscht es mich nicht länger, wenn es mal auftritt.

Ich hatte mal eine kurze Phase, in der es - auf mich bezogen - ähnlich wie bei Dir war, also dass ich mir ganz sicher war, dass es sich um Todesahnungen und nicht um Ängste handelt. Das wäre jetzt bei Dir wahrscheinlich wichtig, sich immer wieder klar zu machen, es spielt sich nur in Deiner Phantasie ab.

Grüße

pc

#6


M
Das mit den Vorahnungen kenn ich nur zu gut. Für mich steht es dann einfach fest, dass definitiv etwas schlimmes passieren wird, bzw. schon passiert ist. Dann verfalle ich meist in schlimme Panikattacken, dazu kommen bei mir noch häufig Flashbacks, die mich wieder an den Zeitpunkt versetzen, an dem ich vom Tod meines Freundes erfuhr.

Ich nehme keine Medikamente und das will ich auch nicht, ich will das Problem bekämpfen und es nicht betäuben.

#7


E
ja, das hoffe ich, weil seid über einer stunde kann ich mich nicht richtig beruhigen. ständig greisen die gedanken darum mir passiert was.
ganz schrecklich.
also zuerst war es auch nie mein hauptproblem, erst so richtig schlimm geworden als ich im urlaub und krankenhaus war. irgendwas hat da was ausgelöst.
vor allem es sind jeden tag andere gedanken, ängste oder keine ängste dafür grübeleien.

lg

#8


P
Dass Ängste durch viele Medis betäubt werden, kann man natürlich nicht ganz ausräumen, aber ich finde, sie können einem gerade in schlimmen Phasen oder zu Beginn der Erkrankung dazu verhelfen, überhaupt mal wieder die Erfahrung zu machen, wie es ohne Angst ist. Und in diesem beruhigten Zustand seine "kranken" Gedanken mal richtig als solche zu erkennen. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

Also bei mir ist das beim Auftreten dieser Katastrophengedanken meist so, dass der störende Gedanke ohne körperlich wahrgenommene Angst auftritt. Wenn es um meine Angstaulöser Nr. 1 geht, sieht das sbrt ganz anders aus.

Grüße

pc

#9


E
ich denke ständig es ist zu ende mit mir. ich komm nicht mehr los.

vor ein paar wochen wurde ja noch festgestellt dass ich körperlich gesund bin, aber ich hab angst durch meine gedanken was auszulösen.

weißt du was ich mein?

ich glaub ich muss welche nehmen, dass ist furchtbar heute.

#10


M
Ich denke, dass mit den Medis muss jeder für sich entscheiden. Mir gehts manchmal auch so, dass ich denke, ich bräuchte unbedingt irgendwas, damit die Ängste aufhören, aber irgendwann geht es wieder. Es ist quälend, aber wie gesagt, ich hab generell ein Problem mit Medikamenten, das Einzige, was ich hin und wieder nehme ist Baldrian, damit ich nachts einschlafen kann.

Darf ich fragen, wovor du grad in diesem Moment Angst hast? Befürchtest du grad krank zu sein, oder hast meinst du irgendwelche Symptome zu bemerken?

Ich selbst habe weniger Ängste davor schwer krank zu sein, oder zu sterben. Manchmal schon, aber dann hilft es mir, wenn ich mich frage, was mir schlimmstenfalls passieren könnte. Leider funktioniert das bei mir nur in Bezug auf Krankheiten... Was befürchtest du denn aktuell, was dir schlimmstenfalls passieren könnte?

#11


P
Ja, alles schon dagewesen. Dass einen das Nachdenken krank machen könnte, usw. und sofort. Ich muss auch ehrlich sagen, Krankenhaus im Urlaub (wenn das so gemeint war) soweit weg von hier, das würde mich auch umhauen. Wenn Du Medikamente zuhause hast, warum nicht.

Grüße, gute Besserung

pc

#12


E
@maryande: also eigentlich bin ich auch voll dagegen, aber so wie es mir im moment geht, glaub ich brauch ich wieder welche. das ich umfalle und sterbe.

@panicchief: ne sorry, hab mich falsch ausgedrückt. ich war im Urlaub das hat mich schon sehr runtergezogen und dann war ich wieder in deutschland und war da in einer psychotherapeutischen klinik.

#13


M
und gemäß dem Falle, du würdest umfallen und sterben, was würde dann passieren? Ich mein, wenn es so wäre, könnte dir wohl kaum noch irgendwas Schlimmes passieren, oder? Außerdem fallen die meisten Leute um und sterben, ohne vorher jegliche Ängste oder Symptome gehabt zu haben

#14


E
ich denk ich bin ja auch körperlich gesund, also im klinik wie ich war bin ich ja untersucht worden.

also das wird wahrscheinlich wirklich nur die angst sein, oder?

#15


M
ich denke schon, dass das nur die Angst ist. Bei mir wirds immer besser, wenn ich die Gedanken mal zu Ende denke und mich frage, was denn passieren würde, wenn ich wirklich tot umfallen würde, deshalb habe ich dich gefragt.

#16


E
ich trau mich immer nicht zu ende denken. davon hab ich immer angst.

heut gehts mir wieder total mies. so ein komisches bauchgefühl, als wenn ich wieder was ahnen würd.
aber das wird wahrscheinlich nachwehen von gestern sein, oder?

lg
ella

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

X
ich habe auch solche ängste wie du.
jeden tag hatte ich diese gedanken, dass mir, meinem freund, meiner mutter irgentwas passiert, ich sterbe, krank bin usw.
ich nehme nun AD seid 8 wochen ohne gings einfach nicht mehr.
ich hatte nachts keinen schlaf mehr, nur noch neg. gedanken, war kein schönes leben mehr.
die AD betäuben nichts ! sie sorgen für einen anständigen stoffwechsel im gehirn, andere nehmen blutdrucktabl. wir nehmen halt sowas.

#18


E
danke xxsissi für deine antwort.

es beruhigt mich immer ein wenig wenn man weiß, man ist nicht alleine. andere machen auch diesen horror durch.
welche AD nimmst du?
ich habe schon länger keine mehr genommen, weil ich mir immer sagte, sie machen nicht meine probleme weg, aber so möcht ich auch nicht.
dieses ständige angespannt sein, immer wieder denken jemanden passiert was, das zerrt mich so runter. eigentlich muss ich nächsten donnerstag wieder arbeiten anfangen, aber das glaub ich pack ich noch nicht.
geht das bei dir auch immer soweit, dass du nicht mehr weißt ob es real ist oder nicht? ich hab dann immer angst ich hab vorahnungen.
kennst du sowas auch?

#19


X
hi
nein wie vorahnungen ist es bei mir nicht.
ich weiss das es meine schei. - gedanken sind, aber das ist echt nicht schön. weil das wie ein kreisel ist und man einfach nicht aufhören kann ans sterben, krankheit usw. zu denken.
ich konnte zum schluss nirgens mehr alleine hin, weil ich immer dachte mir passiert was oder wenn ich weg ging u mein partner zu hause blieb dachte ich, ich sehe ihn nie wieder.
war ganz schlimm.

die medis haben mir echt geholfen und ab nächste woche geht meine tagesklinik los.

ich nehme venlafaxin 75mg retard.

und wie gesagt, tabl. verschleiern nichts, sie helfen uns, stell dir vor bei uns im kopf sind nicht alle leitungen ganz deswegen können die botenstoffe nicht weiter geleitet werden und die tabl. sorgen halt dafür das alles wieder normal geleitet wird, wie bei einem gesunden menschen.

#20


A


x 4


Pfeil rechts




Mira Weyer
App im Playstore