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Hallo, ich hab das was ich so schreibe noch keinem erzählt und hoffe sehr hier ein bisschen Rückmedlung zu kommen. Es ist so, dass ich seit ich circa 17-18 bin immer über eine Sache grüble und nie zu einem Ergebnis komme.
Ich frage mich ob ich als Kind sexuelle missbraucht wurde.

Die Sache ist dass es mal eine Annäherung eines Familienmitglieds gab um das es geht. Es war ... komisch..unangebracht. aber nichts extrem krasses. Jetzt grüble ich jeden Tag ob das noch mehr gewesen sein kann dassich verdrängt habe und kann einfach nichtmehr aufhören!

Die Sache ist dass es so unheimlich viele Gegenbeweise gibt, zumal ich dem Mensch auch eigentlich vertraue. Ich war bei meinem ersten Mal deifitiv noch Jungfrau, etc. Mein einziger beweis dafür ist mein Bauchgefühl, dass ja auch von der Angst kommen kann.

Meine Ängste wurden vor 3 Jahren durch Dro. ausgelöst, ist vllt noch wichtig zu erwähnen.

Ich weiß dass ich damit ganz dringend zu einem PSydoc gehen müsste. Die letzte Therapeutin hat mich an eine Psychoanalytikerin überwiesen wo ich jetzt noch nicht war. Denn ich frage mich wozu. Sie wird auch niemals wissen wie es wirklich war. Die können auch nur Vermutungen anstellen. Und irgendwie habe ich auch Angstt sie kommt daher und sagt ja das wäre gut möglich Und mein Problem wird noch schlimmer und mein Verhältnis zu der Person geht so richtig kaputt. Denn ohne handfeste Beweise will ich das nicht riskieren!

Vielleicht steigere ich mich aber auch VÖLLIG in diesen einen kleineren Vorfall hinein. Vielleicht hat das ALLEIN mich ja schon so mitgenommen dass ich jetzt so leide und es braucht gar keinen größeren Vorfall.

Habt ihr auch unlösbare Grübeleien? Dinge die ihr nicht überwindet und loslassen könnt und für die es scheinbar keine Lösung gibt!?

Ich hoffe ein paar liebe Worte zu finden auch wenn ich weiß dass das ein sehr schwierigies Thema ist zudem einem auch vllt nicht viel einfällt.

30.12.2010 22:05 • 04.01.2011 #1


7 Antworten ↓


Hallo Esel,

ich hab auch so ein ungelöstes Problem.
Jedoch muss ich mich damit abfinden und kann nienieniemehr die Antwort bekommen.
06 ist mein Vater an ALS gestorben.
Nach der Diagnose hiess es er habe noch drei Jahre....
Nach zwei Jahren bin ich von Deutschland weggezogen, und hab ihm versprochen, ich werde ihn besuchen kommen bevor er stirbt.
Wir hatten nie ein Vater-Sohn-Verhältnis wie ich es mit meinem Sohn habe. Trotzdem habe ich ihn geliebt...

Ich habe mir vor meiner Abreise vorgenommen ihn zu druecken und auf die Wange zu kuessen. Das wäre das erste mal gewesen !! Nähe, so wie Kinder das meiner Meinung nach brauchen, gab es nie....war halt so...

Leider hab ich in vor seinem Tod nicht mehr gesehen. Es ging zu schnell......
Ich hab es gerade mal zu seiner Beerdigung geschafft....

Nun mein unlösbares Problem.....

Ich kann mich verdammt nochmal nichtmehr daran erinnern ob ich ihn gekuesst habe oder nicht............... Die Abreise war die Hölle... keine Ahnung wie dies ablief...

Dieser Gedanke lässt mir seit Jahren keine Ruhe. Hab ich ihm gezeigt dass ich ihn liebe ?
Wusste er es...?

Die Hölle....

Wie du siehst gibt es bestimmt sehr viele Leute mit solchen Fragen.


Dein grosser Vorteil ist, du kannst mit Hilfe eines Psycho-doc`s eventuell noch etwas herausfinden um die Sache zu klären.
Ich rate dir es zumindest zu versuchen..,. dann hast du die Gewissheit alles getan zu haben um der Sache auf die Spur zu kommen.

Ich wuensche Dir von ganzen Herzen Glueck fuers neue Jahr und Kraft die Zeit durchzustehen bis du eine Antwort hast...


LG
Protos

30.12.2010 22:31 • #2



Ewiges Grübeln über schlimmes Thema.

x 3


Zitat von Esel:
Habt ihr auch unlösbare Grübeleien? Dinge die ihr nicht überwindet und loslassen könnt und für die es scheinbar keine Lösung gibt!?

Ja und nicht nur eine...
seit meiner Kindheit die Frage warum haben meine Eltern ausgerechnet mich bekommen und nicht irgend ein anderes Kind ?

später der Tod meines Vaters...
bin in den Urlaub gefahren da ging es ihm super, als ich zurück kam sagte meine Mutter mir er sei gestorben. Ich war nicht dabei und hab ihn nicht mehr gesehen. Stand vor einem Sarg von dem man mir sagte er liegt drin. Der Deckel war geschlossen - keine Ahnung ob da wirklich jemand drin lag. Seit seinem Tod immer wieder Träume es klingelt, ich seh nach und mein Vater steht vor der Tür.

Entweder er klingelt wirklich irgendwann oder ich bekomm nie ne Antwort...

Am schlimmsten sind aber die Gedanken: was wäre passiert wenn ich während eines Alptraumes anders reagiert hätte - hätte ich meine Tochter umgebracht ?

Sie (damals 2) muss selbst schlecht geträumt haben und hat sich in mein Bett geschlichen als ich schon schlief.
Ich geträumt jemand will mich erwürgen (der noch harmlose Teil meiner Alpträume).
In dem Moment als der Typ aus dem Traum seine Hände an meinen Hals legte und zudrückte hat sie sich im Schlaf gedreht und dabei ihr Arm auf meinen Hals gelegt.
Ich den Täter aus dem Traum weggeschubst mit dem Ergebnis das meine Tochter neben dem Bett landete und danach ne Beule hatte weil sie mit dem Kopf ans Nachttischchen knallte.
Was wäre passiert wenn ich den Täter nicht weggeschubst sondern ihm eine mit der Faust verpasst hätte ?
Hätte ich damit mein Kind umgebracht ?

31.12.2010 00:38 • #3


hi. danke für die antworten. wenn jemand stirbt wird sowas sicher besonders schlimm mit dem grübeln. da hsst du recht protos, ich könnte noch was rausfinden. wenn die betreffende person vorher stirbt wird es auch für mich sicher noch schlimmer mit dem grübeln. ich glaube ich mache auch den schritt und gehe mal zur psychoanalytikerin.

@protos: das mit deinem vater tut mir sehr leid. ich würde mich da sicher auch gedanklich dran aufhängen. ich habe eine stiefmutter mit der es mein leben lang schwierig war (sie ist da seit ich 3 bin seit dem herrscht krieg) vor ihr konnte ich auch nie weinen, emotionen zeigen, in dem arm nehmen wärme. solche dinge waren uns immer unangenehm. ich sag ständig wie ich sie hasse. aber das kann ich nicht denn sie ist meine mutter ich habe seit 3jahren einen freund und er ist oft genug dabei gewesen wenn es abging. und er meinte mal zu mir, wir können tuen was wir wollen, auch wenn wir uns beleidigen und fertig machen man merk IMMER das wir uns lieben. mir selbst wäre das NIE NIE aufgefallen, ich weiß das es so ist aber ich wusste nicht dass es so sichtbar ist. ich hab es niemals gesehen aber er beobachtet es jedesmal und kann mir auch die kleinen dinge nennen an denen man es immer merkt. meine cousine ist vor einem jahr hochgezogen und hat das selbe gesagt. ich glaube dass es zwischen eltern und kindern IMMER diese gewisse verbindung gibt. egal wie emotionslos man zueinandern ist oder streitet. ich finde es gibt sogar nur wenige eltern kind beziehungen in denen man als erwachsener (sogar schon ab der pubertät) weinend zu seinen eltern läfut. es ist einen immer vor den eigenen eltern am unangenehmsten emotional zu sein. für viele jedenfalls. trotzdem glaub ich dass beide seiten immer wissen dass da dieses unerklärliche ding ist diese liebe. ich kann nicht glauben dass dein vater es nicht wusste, auch wenn es keine objektiven beweise gibt, es sind oft nur die feinheiten die es erahnen lassen, oder gar hormone die der ander eintuitiv erfasst. so winzige dinge die eigentlich unser komplettes soziales leben regeln. es brauchts elten große gesten um zu wissen woran man ist. ich hoffe du schaffst es dem grübeln irgendwie zu entkommen. es gibt eltern die tuen so viel schlimmeres und die kinder lieben einen. das ist ein naturgesetzt sozusagen das hört sich klischeehaft an aber ich glaube dein vater wusste dass du ihn liebst.

02.01.2011 17:56 • #4


@caladrius: deine grübelein sind schon echt außergewöhnlich vertraust du einen angehörigen nicht richtig dass es wirklich in dem sarg lag? ist das kein beweis genug oder wie kommt es zu dem grübeln!?
das mit deiner tochter ist auch krass aber ich glaube nicht dass da so viel passiert wäre. sicher du hättest sie schlagen oder würgen können im traum aber allein wegen den geräsuchen wärst du definitiv frühzeitig aufgewacht. das war ja eine schnelle bewegung mit dem schubsen und du bist SOFORT aufgewacht. würgen ginge als glaub ich mal gar nicht außer du bist ein schlafwandler par exellance, und vllt lag ja noch die mutti im bett und hätts gemerkt (!?) der fausthieb kann grob unangenehm werden. aber ich glaube wirklich ein menschlicher körper ist robuster. es gibt kinder die werden so schlimm misshandelt so lange zeit und stecken das weg. das ist vllt ne obszöne argumentation aber es ist doch so, oder? es gab sogar mal ein fall da wurde ein kleinkind in einen trocker... lassen wir das. ich glaube selbst wenn du dem täter im traum eine gewatscht hättest müsszen ziog zufälle auf einmal zusammenkommen dass es so unfassbar weitreichende folgen hätte dass das kind stirbt. aber was soll man machen wenn der grübel wurm drin ist ist er drin.

ich hab auch viele argumente dafür dass es nicht sein kann und sie nützen mir rein GAR NICHTS.

war einer von euch deshlab schonmal bei einem psydoc? oder hat ein buc gelesen und erfolge erzielt?

02.01.2011 18:02 • #5


Grübeln sollte man auf keinen Fall bestärken und schon garnicht verstärken, weil die Grundgedanken um die es meistens geht in alle Sinnlosen Richtungen und somit zu keinem akzeptablem Ergebnis führen.

Das Grübeln selbst abschalten ist eigentlich so gut wie unmöglich. Allerdings ist es hilfreich sich die GEdanken nochmal vor Augen führen zu könen und sie aufschreiben odernoch viel besser jeman anderem zu erzählen um vergleichen zu können und eine andere Sicht zu ermöglichen.

02.01.2011 23:41 • #6


Zitat von Esel:
war einer von euch deshlab schonmal bei einem psydoc?

Nein, Nachdem das mit meiner Tochter war hatte ich zwar wochenlang Probleme überhaupt schlafen zu gehen, die Angst man könnte sagen mein Kind wär bei mir in Gefahr und es mir wegnehmen war aber größer und ich hab lieber auf Schlaf verzichtet als auf mein Kind und auf den psydoc lieber verzichtet.



Zitat:
vertraust du einen angehörigen nicht richtig dass es wirklich in dem sarg lag?

Hab nur die dumme Angewohnheit nur zu glauben wovon ich mich selbst überzeugt hab.
Ich denke nicht dass meine Mutter über den Tot Scherze machen könnte andererseits wollten sie sich scheiden lassen und haben es meinetwegen nicht getan - nur aus dem Grund weil ich dazu sagte ich will mich aber für keinen von euch beiden entscheiden und geh dann lieber in ein Heim
Wär also theroretisch auch möglich dass der Tod nur vorgetäuscht wurde, man hatte ja Beziehungen womit es kein Problem war an so nen Totenschein zu kommen ...

03.01.2011 04:40 • #7


Heute nacht hat es mir gereicht. Ich hab meine alten Selbsthilfebücher rausgekramt und einen Plan. Also als erstes muss ich diese Psydoc-Frau erreichen. Leider ist die im Urlaub. Und dann hab ich mir alle meine Sorgen mal komplett aufgeschrieben, mir dazu Gedanken aufgeschrieben die nicht ganz so vernichtend sind. Dann steht da drinne, soll man sich am Tag eine halbe Std Zeit für die Sorge nehmen, damit man die andere Zeit besser abschalten kann. Man weiß dann dass das Prob einen Platz hat aber es muss nicht jetzt sein. Und ganz wichtig ist es die Konzentration zu schulen. Lernen Gedanken loszulassen wenn man muss indem man sich auf etwas anderes konzentriert und immer wieder zu dieser Sache zurückkommt wenn das Grübelthema dazwischenfunkt. Verdrängen tut man es damit nicht da man es ja aufgeschrieben hat und sich täglich die halbe Stunde nimmt. Das mit der Konzentration auf etwas anderes ist wirklich schwer und kann auch etwas länger dauern schreiben die, aber ich will das unbedingt. Das hilft einem später auch sicher noch oft im Leben und ich bin an sich schon ein sehr ablenkbarer konzentrationsarmer Mensch, das hat mir schon in der Schule u Uni einiges verdorben.
Und ihr? Habt ihr auch einen Plan? Wollt ihr das nochmal so richtig angehen? Wie oft am tag denkt ihr denn an euer Prob?

04.01.2011 11:12 • #8




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Mira Weyer