Guten Morgen!
Helft mir mal: Sollte ich nach Lektüre eurer Worte jetzt ganz breit grinsen? Oder eher ins nächste Geschäft gehen um Portionspackungen Shampoo zu kaufen? Die ich dann manchen Usern vor die Nase stelle, mit dem Hinweis, sie für den eigenen Kopf zu verwenden?
Ich gestehe, euren Wortwechsel aus philosophischer Sicht mit wachsender Belustigung verfolgt zu haben. Jedoch werde ich bei meiner Antwort keinen direkt anschauen, möchte folgendes einfach nur als jeweiliges Beispiel, Gedankenanstoß verstanden wissen. Und wenn ich mit 'USER' beginne, dann nur, weil ich einen 'Platzhalter' brauche. Den Namen USER können viele durch ihren eigenen Namen ersetzen. Es sollte sich vielleicht jeder seinen Teil 'Nabelschau' zu meinen Betrachtungen machen! Ich werde und will aber niemandem vorschreiben, was er zu denken hat...
Zitat von USER: ... Stell dir vor das BRÜBER ENDLICH BRÜDER SIND
Ein hehres Ziel und eine Ideologie mit Herausforderung. Eine wunderbare Vorstellung, selbst wenn man den Gedanken noch nicht zu Ende gedacht hat, nicht wahr? Aber doch ähnlich schwer wie 'Liebe deinen Nächsten wie dich selbst' oder 'Geben ist seliger denn nehmen'.
Sollte man im Vorfeld nicht zuerst mal die Frage stellen, wer eigentlich der Nächste, der 'Bruder' ist? Macht es beim 'Bruder' oder 'Nächsten' einen Unterschied, aus welchem Land er stammt? Oder aber vielleicht schon Jahre Gartenzaun an Gartenzaun, oder Tür an Tür (Posting an Posting) mit mir lebt? Macht es einen Unterschied, wenn der 'Bruder' eigentlich eine Schwester ist? Einem anderen Glauben anhängt? Einer anderen geschlechtlichen Ausrichtung wie ich?
Religiöse Quellen hier heran zu ziehen, dürfte nicht sonderlich sinnvoll sein. Dort wird als Bruder - mindestens in den abrahamitischen Religionen - nur der Bruder im Glauben definiert. Und oft aufgerufen, selbst den biologischen Bruder zu erschlagen, wenn er nicht diesem Glauben anhängt. Aber, sollte es beim Bruder, bei der Schwester nicht egal sein, ob er / sie sein höheres Wesen Gott, Allah, Jahwe, oder fliegendes Spaghettimonster nennt?
Setzt diese Ideologie nicht auch voraus, dass man den Anderen genauso behandelt und akzeptiert, wie man selbst behandelt und akzeptiert werden möchte?
Zitat von USER:... deine Sichtweise kann und will ich nicht mit dir teilen . In der Not anderer Menschen daraus seine eigene Sichtweise zu bejammern ist für mich beschämend insbesondere weil hier in Deutschland das Jammern auf hohem Niv zum eigentlichen Problem geworden ist .
Eine Sichtweise zu teilen oder auch nicht, ist in meinen Augen ausschließlich meine Entscheidung. Aber kann ich dann von einem anderen verlangen, dass er meine Sicht teilt? Wenn ich meine Sicht als meine Entscheidung betrachte, habe ich dann seine Sicht nicht genauso zu akzeptieren, wie ich es bei meiner von ihm erwarte?
Was macht mich eigentlich zum Experten der Not anderer Leute? Zum Experten zu entscheiden, wann es Jammern ist und wann tatsächliche Not? Wenn beispielsweise zwei das gleiche verdienen, kann doch durchaus der Eine ein Leben in 'Sau's und Braus' führen, während der Andere täglich um die nächste Miete und die Versorgung von Frau und Kindern zu kämpfen hat? Wäre das Jammern oder situativ beklagen?
Und, bevor ich demagogische Plattitüden a la 'Jammern auf hohem Niveau' verwende, sollte ich mich im Vorfeld nicht wenigstens damit beschäftigt haben? Vielleicht mal geschaut haben, zu welchen Gesellschaften eine solche Behauptung tatsächlich zutrifft?
Zitat von USER:Sie fahren Autos .... oder kaufen sich weiß GOTT was einfach Überflüssig ist wenn man halt ein kleineres Gehalt oder Harzt 4bekommt .
Wer hat eigentlich zu entscheiden, was überflüssig ist? Was ist, wenn ich - auf dem Lande wohnend - ohne Auto nicht zur Arbeit komme? Ist das Auto dann überflüssiger Luxus? Ist es Luxus, wenn ich mir für 50 € eine Hose im Fachgeschäft kaufe, die sitzt und hält, während ich mir doch dafür 5 Hosen beim Discounter kaufen könnte? Schon mal von Hartz 4 oder einem Kleingehalt gelebt? Jeden Monat am Ende des Geldes noch viel Monat übrig gehabt? Was glaubst du, was ein so betroffener Mensch sagen würde? Er kämpft täglich um sein wirtschaftliches Überleben, sieht wie Flüchtlingen Geld hin geschoben wird, für das sie nicht einmal etwas tun dürfen, selbst wenn sie wollen. Kann das 'Jammern auf hohem Niveau sein?
Zitat von USER:Wenn ich diese Gejammer höre oder lese und die Hetzerei auf diese Menschen dann fällt mir spontan der zweite Weltkrieg ein.
Da gab es ebenfalls Menschen die sich die Butter von den Juden nicht nehmen lassen wollten da sie Angst vor ihrer Schlauheit hatten insbesondere der uns damals in den Ruin geführt hat .
Was sagt mir eine solche Argumentation? Das der Argumentator schon am Ende seiner Argumente ist? Tief in die Klamottenkiste greifen und kräftig entstauben muss? Und dann Sachen verwenden muss, die nicht im Geringsten zur Situation passen?
Zitat von USER:Vllt deswegen, weil die Bevölkerung von der derzeitigen christlich-sozialistischen Regierung gar nicht erst gefragt wurde, ob und vor allem wie viele Flüchtlinge aufgenommen werden sollen, sondern es wurde einfach arrogant und rechthaberisch beschlossen die Grenzen zu öffnen nach dem Motto: friss oder stirb.
Habe ich da was verpennt? Vielleicht sogar Wahlen? Bin ich in einer parallelen Welt gelandet? Christlich sozialistische Regierung? Meine letzte Erinnerung war die einer Koalition aus Christlich Sozial und Sozialdemokratisch. Kann mir mal schnell jemand den Unterschied zwischen sozialistisch und sozial erklären?
Und, wieso muss die Regierung in D eigentlich neuerdings einzeln das Volk fragen, wenn es eine Entscheidung trifft? Haben wir nicht immer noch eine parlamentarische Demokratie? Also eine Demokratie, in der man einer gewählten Gruppe von Hohlphrasendreschern (Auch Politiker genannt) erlaubt, für die Dauer einer Legislaturperiode für das Volk Entscheidungen zu treffen. In der man auch im Vorfeld die besten Leute für diesen Job aussuchen kann und sollte, und der man nach Ablauf der Legislaturperiode entweder Absolution erteilt, in dem man sie wiederwählt oder die Entlastung verweigert, in dem man sie aus dem Amt entfernt. Aber, wenn das Volk diese Aufgabe nicht, oder nicht ausreichend wahrnimmt, wieso wundert man sich, wenn die Politik dieses ausnutzt. Wie war das Sprichwort noch? Ist die Katze aus dem Haus...?
Zitat von USER:Wer das alles bezahlen soll, ist diesen Neukommunisten auch egal. Der Steuerzahler soll wie immer blechen... Dabei haben alle diese Regierungsbeamten, Abgeordneten usw. ihre Existenz dem Steuerzahler zu verdanken, der sein heiß geliebtes Geld nach dem natürlichen Marktgesetz von Angebot und Nachfrage erwirtschaftet.

Neukommunisten oder eher Neu-Staatskapitalisten? Oder vielleicht ein weiterer Schritt zum bedingungslosen Grundeinkommen? Kann mir dabei mal einer helfen zu verstehen?
Wer ist denn der Staat, der Chef? Irgendwann wurde mir erzählt, ich sei als Teil des Volkes, einer davon. Und wenn die Angestellten auf dem Tisch tanzen, das Geld des Chefs verschleudern, 'machen was sie wollen', wer hat denn da auf den Tisch zu hauen? Der Nachbar?
Und mal ehrlich, wie ernst würdet ihr einen Chef nehmen, der abends am Stammtisch und in der Öffentlichkeit über seine Angestellten wettert wie nix. Es aber in 100 Jahren nicht schafft, auch nur wenige kaiserliche Traditionen aus der Arbeit seiner Angestellten zu entfernen? Der es seinen Angestellten erlaubt Prestigeobjekte zu finanzieren, während es in den Produktionshallen vernehmlich im Gebälk knirscht? Der seinen Leuten erlaubt, Interessen gewisser Seilschaften zu finanzieren, die den grundlegenden Interessen des Chefs zuwiderlaufen...
Wer war noch mal der Chef?