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NicNic25
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Hallo Liebe Community,

Um ehrlich zu sein ging es mir noch nie so schlecht wie bisher. Ich kann kaum schlafen, essen & trinken geschweige arbeiten.

Angefangen hat es damit das ich in nur wenigen Wochen 25 Jahre alt sein werde und ab dort nur noch 5 Jahre von der 30 entfernt sein werde.

Der Gedanke älter zu werden und nicht ewig jung und unbeschwert sein zu können ist der Grund für mich meine aktuelle psychische Verfassung.

Wie geht ihr mit dem älter werden um? Habt ihr ähnliche Ängste wie ich und konntet ihr diese bewältigen?

Ich freue mich über eure Antworten.

14.06.2026 x 2 #1


23 Antworten ↓
Tintan

Tintan
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Ich bin inzwischen 58 Jahre alt. Deshalb möchte ich Dir etwas schreiben, was ich mit 25 vermutlich nicht verstanden hätte.
Die Angst vor dem Verlust der Jugend verschwindet nicht automatisch, nur weil man älter wird. Sie verändert sich. Mit der Zeit habe ich erkannt, dass ich gar nicht die Jugend selbst vermisse.
Ich vermisse etwas Tieferes.

Als ich jung war, hatte ich das Gefühl, mit etwas Grossem verbunden zu sein. Die Welt hatte etwas Geheimnisvolles, Zauberhaftes. Irgendwann bemerkte ich, dass ich älter werde, dass die Zeit vergeht und dass manches unwiederbringlich verloren scheint. Das hat mich mehr erschüttert, als ich damals verstand.

Heute glaube ich, dass viele Menschen nicht nur um ihre Jugend trauern. Sie trauern um ein Gefühl. Um Staunen, Unbeschwertheit, Möglichkeiten und die Ahnung, dass das Leben noch unendlich vor ihnen liegt.
Trotzdem möchte ich Dir etwas Mut machen. Mit 25 dachte ich, die Jugend gehe verloren. Mit 58 weiss ich, dass auch spätere Lebensphasen ihre eigene Tiefe haben. Nicht besser oder schlechter, sondern anders.
Vielleicht geht es gar nicht darum, die Jugend festzuhalten. Vielleicht geht es darum, das zu bewahren, was sie so besonders gemacht hat.

10.06.2026 12:06 • x 15 #5


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Angst vor dem Älter werden

x 3


Micholilu

Micholilu
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Hallo 🙋‍♀ ich bin jetzt 43 Jahre alt. Die 30 hat mich damals überhaupt nicht umgehauen, dafür aber die 40. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich realisiert dass jetzt die Hälfte statistisch gesehen rum ist. Daran habe ich echt zu knabbern gehabt. Für mich stand dann fest es muss sich etwas ändern, ich möchte so lange es geht fit bleiben und beweglich, ich möchte Ängste überwinden und mich neu ausrichten. Ich gehe 3 mal die Woche mit meinem Sohn ins Gym, ich versuche mich gut zu ernähren, ich bin optimistisch. Und ganz wichtig für mich ist mittlerweile alt werden ein Privileg, denn leider hatte auch ich Einschläge im Freundeskreis, die mich demütig gemacht haben. Deshalb Kopf hoch, lebe jetzt, mach was draus. Rückschläge wird es geben, bei mir auch gerade wieder, aber einfach weiter machen. Das Leben ist schön 😻

14.06.2026 11:20 • x 5 #21


Zum Beitrag im Thema ↓


iquique
Zitat von NicNic25:
Wie geht ihr mit dem älter werden um? Habt ihr ähnliche Ängste wie ich und konntet ihr diese bewältigen?

Wir anderen User befinden uns ja in ganz unterschiedlichen Altersgruppen, daher kann man die Erfahrungen nur bedingt miteinander vergleichen.

Ich selbst bin ja aus Deiner Sicht quasi schon fast im Großvater-Alter. Wie man mit dem Älterwerden umgeht? Hm, ich sage mir einfach, dass es uns ausnahmslos alle betrifft. Im übrigen, wenn ich mich zurückerinnere, dann würde ich sagen, dass die Lebenszeit zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr zu den Jahren gehört hat, wo ich mich am besten gefühlt hatte. Da ist man keineswegs irgendwie alt, man kann vieles machen und unternehmen, kann sein Leben gestalten, ist in der Regel fit und gesund, hat soziale Kontakte, etc.

x 3 #2


Pineapplejuice
Ich hatte auch immer Angst vor der berüchtigten 30. Gekommen ist sie trotzdem. Mir hat geholfen, zu verstehen, dass ich den Alterungsprozess nicht aufhalten kann. Außerdem ist es nicht jedem gegeben, älter/alt werden zu dürfen.
Ich glaube, da hilft nur, zu lernen, es zu akzeptieren und mit Würde zu altern.

x 4 #3


Sonja77
Ich selber befinde mich auch in einem völlig anderen Alter als du,werde im Dezember 49 aber fühle mich absolut weder alt noch in meinem Alter
Ich bin ein „Kindskopf“und konnte mir das bewahren
Ich selber fühle mich viel jünger als ich auf dem Papier bin und bin der festen Überzeugung das man immer nur so alt ist wie man sich fühlt

Ich mit fast 49 fühle mich jung
Andere fühlen sich schon mit 30 wie 100

Das Älterwerden ist ein Privileg was noch lange nicht jeder hat,es ist eine Chance sein Leben länger leben zu dürfen und das sollte man immer dankbar zu schätzen wissen

x 6 #4


Tintan
Ich bin inzwischen 58 Jahre alt. Deshalb möchte ich Dir etwas schreiben, was ich mit 25 vermutlich nicht verstanden hätte.
Die Angst vor dem Verlust der Jugend verschwindet nicht automatisch, nur weil man älter wird. Sie verändert sich. Mit der Zeit habe ich erkannt, dass ich gar nicht die Jugend selbst vermisse.
Ich vermisse etwas Tieferes.

Als ich jung war, hatte ich das Gefühl, mit etwas Grossem verbunden zu sein. Die Welt hatte etwas Geheimnisvolles, Zauberhaftes. Irgendwann bemerkte ich, dass ich älter werde, dass die Zeit vergeht und dass manches unwiederbringlich verloren scheint. Das hat mich mehr erschüttert, als ich damals verstand.

Heute glaube ich, dass viele Menschen nicht nur um ihre Jugend trauern. Sie trauern um ein Gefühl. Um Staunen, Unbeschwertheit, Möglichkeiten und die Ahnung, dass das Leben noch unendlich vor ihnen liegt.
Trotzdem möchte ich Dir etwas Mut machen. Mit 25 dachte ich, die Jugend gehe verloren. Mit 58 weiss ich, dass auch spätere Lebensphasen ihre eigene Tiefe haben. Nicht besser oder schlechter, sondern anders.
Vielleicht geht es gar nicht darum, die Jugend festzuhalten. Vielleicht geht es darum, das zu bewahren, was sie so besonders gemacht hat.

x 15 #5


P
Ich sehe es absolut pragmatisch: Wer nicht älter werden will, muss früh sterben.
Für mich ist jedes Jahr (jeder Tag) ein Geschenk und älter werden (an Jahren, nicht an Gebrechen, die vermeide ich durch gesunde Lebensweise) purer Luxus.

Versuch dir diese Angst abzutrainieren. Du hast sie dir schließlich auch selbst antrainiert.
Und lerne, das Leben zu leben und möglichst zu genießen.
Alles andere ist völlige Verschwendung. Ganz besonders in deinem Alter.

x 3 #6


Backaru
Zitat von NicNic25:
Der Gedanke älter zu werden und nicht ewig jung und unbeschwert sein zu können ist der Grund für mich meine aktuelle psychische Verfassung.

Auf „ewig jung“ hast du kein Einfluss, auf die Unbeschwertheit kannst du durch deine Lebenseinstellung Einfluss nehmen.
Ein Patentrezept gibt es aber dafür nicht, das musst du selber für Dich herausfinden.

x 3 #7


klaus-willi
Zitat von Tintan:
Heute glaube ich, dass viele Menschen nicht nur um ihre Jugend trauern. Sie trauern um ein Gefühl. Um Staunen, Unbeschwertheit, Möglichkeiten und die Ahnung, dass das Leben noch unendlich vor ihnen liegt.
Trotzdem möchte ich Dir etwas Mut machen.

Ich kann auch Heute noch staunen,habe noch Möglichkeiten und denke kaum darüber nach wie lange noch.
Mit 25 hatte ich andere Sachen im Kopf ,als mir über das Alter Gedanken zu machen.
Da geht das Leben doch eigentlich erst los und es fängt nicht das Alter an.
Was heißt denn altern?
Der Jugendwahn Heute ist doch künstlich und man hat Angst ein Fältchen zu bekommen.
kichern
Meine Oma sagte,wer nicht alt werden will muss sich jung eliminieren.
Nein,die Gedanken sind unnütz ,denn wir können es nun mal nicht ändern.

x 5 #8


Tigerlilie
Ich habe nicht direkt Angst vor dem Älterwerden, aber wenn ich daran denke, dass nächstes Jahr die 4 vorne steht, wird mir auch etwas mulmig.

Bis Mitte 30 hat mir das alles nichts ausgemacht. Psychisch fühle ich mich auch viel jünger, als wäre ich bei 25 stehen geblieben.

Körperlich fühle ich mich leider eher ziemlich alt zur Zeit. Mir geht es oft nicht gut und wenn ich sehe, wie fit andere mit Mitte 50 sind und wie wenig belastbar ich dagegen bin, dann will ich nicht wissen, wie es mir dann in 15 bis 20 Jahren geht. Ich habe aber noch die Hoffnung, dass das jetzt nur eine Phase ist und es mir irgendwann wieder besser geht.

Ich trauere eher manchmal um die verflossene Jugend. Leider ging es mir da psychisch sehr schlecht. Ich hatte so viele Ängste, dass ich nicht viel gemacht habe und gefühlt 10 Jahre meines Lebens verloren habe.

x 1 #9


boomerine
Ich hab gar nicht gewusst das man alt werden kann.
Heute im Nachhinein, der Mensch kann / muss viel durchmachen, je nach dem wie man es sieht / nimmt.
Man hält viel aus.
Krankheiten, Verluste und Ängste,
Lügen, Intrigen inbegriffen.
Mit fast 20zig hab ich ich die Welt noch aus den Angeln gehoben.
Danach begann meine Krankheit.
Es gab gute Zeiten aber auch viele schlechte, die das gute überwogten.
Aber man lebt, irgendwie geht es immer weiter.
Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir wünschen, nochmal 20zig oder 30ig zu sein, aber mit dem Wissen von heute.
Genießt euer Leben solange es geht, mit oder ohne Krankheit, mit oder ohne Partner, mit viel oder wenig Geld.
Es geht, wenn ihr es wollt
Lebt euer Leben, egal wie.
Es ändert sich nur das Alter und unsere Falten / Fältchen, die zeigen das wir leben.

x 4 #10


klaus-willi
Zitat von Tigerlilie:
Ich trauere eher manchmal um die verflossene Jugend. Leider ging es mir da psychisch sehr schlecht. Ich hatte so viele Ängste, dass ich nicht viel gemacht habe und gefühlt 10 Jahre meines Lebens verloren habe.

Ich habe auch keine Jugend gehabt.
Hatte und habe auch Ängste gehabt und war zudem sehr schüchtern.
Als Kind habe ich schon viele Ängste gehabt.
Trauere der verflossenen Jugend nur noch ganz selten nach.
Habe ziemlich wenig erlebt und kann oft nicht mitreden,aber dafür habe ich andere Dinge gemacht.
Ich sage mir das war mein Leben und das war halt so.

Ein zweites gibt s ja nicht.

x 5 #11


Billy2020
Ich kann euch gut verstehen. Ich bin fast 39 und habe große Angst vor der 40, weil sich so viele Wünsche nie erfüllt haben und seit der Jugend vieles fast immer nur bergab ging. Es ist zwar nur eine Zahl, aber ich kann jeden verstehen, der damit struggelt. Ich versuche aber langsam auch mehr all das anzunehmen, eine andere Wahl haben wir nicht.

x 3 #12


klaus-willi
Zitat von Billy2020:
Ich versuche aber langsam auch mehr all das anzunehmen, eine andere Wahl haben wir nicht.

Genau das mache ich auch.

x 2 #13


User_0815_4711
Gedanken habe ich mir damals zwischen 20 und 30 um das Jahr 2000 gemacht. Da wäre ich dann gut 30 und Frau, Kind, Haus, Hund. Wie schaffen?

Hat sich alles erübrigt, nichts davon ist glücklicherweise geschehen.

Heute bin ich immer noch ein Kindskopf in einem bereits alten Körper. Was solls! Hoffe, ich werde nicht doch noch erwachsen.

x 2 #14


Schlaflose
Zitat von User_0815_4711:
Gedanken habe ich mir damals zwischen 20 und 30 um das Jahr 2000 gemacht. Da wäre ich dann gut 30 und Frau, Kind, Haus, Hund. Wie schaffen? Hat sich alles erübrigt, nichts davon ist glücklicherweise geschehen. Heute bin ich immer noch ein Kindskopf in einem bereits alten Körper. Was solls! Hoffe, ich werde nicht ...

So ähnlich war das bei mir auch. Ich hatte nicht Angst vor dem Älterwerden an sich, sondern vor den Verpflichtungen und Verantwortungen des " Erwachsenseins": Arbeiten und Geldverdienen und eine eigene Familie zu haben. Ersteres konnte ich nicht vermeiden, zweiteres habe ich nie gehabt.

x 2 #15


Sokige
Ich bin 55 Jahre alt und weiß, dass auf jeden Fall schon mehr als die Hälfte vorbei ist. Wenn mir das mal wieder bewusst wird, denke ich mir, die Zahl ist doch egal, wichtig ist, dass man das Leben auch mit Leben füllt!

x 3 #16


S
Mir geht es gerade mit 36 genauso.

x 1 #17

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iquique
Zitat von sarah2:
Mir geht es gerade mit 36 genauso.

Wenn ich mich so zurück erinnere, ist es mir eigentlich den Großteil meines Lebens so ergangen, dass ich mich "schon" alt gefühlt hatte. Ich weiß noch, dass ich mit Ende 30 schon damit kokettiert hatte, dass ich so "steinalt" bin.

Obwohl ich jetzt noch viel "steinälter" bin, ist es für mich kein so großes Thema mehr.

x 2 #18


User_0815_4711
Zitat von iquique:
Ich weiß noch, dass ich mit Ende 30 schon damit kokettiert hatte, dass ich so "steinalt" bin.

Das mache ich jetzt, um mich an mein Umfeld Ü80 anzupassen 😉 .

Ernsthaft, ich fühlte mich immer unreif und wie ein Kind. Jetzt auch noch.

x 3 #19


boomerine
Ich hab schon paar Zeilen hergelassen. Was ich noch sagen wollte ( allgemein ), in der Jugendzeit hatten wir schon Angst gehabt vor dem Alter.
Zuerst wollten wir Erwachsen wollten.
18, endlich volljährig.
Endlich Disco ohne Ausweis herzeigen
Leider kam mit dem Älterwerden auch die ersten Verpflichtungen.
Die Entwurzelung begann.
Frei sein , endlich....
Ja die 20zig dann die 30zig, so schnell konnte man gar nicht schauen kam die 40zig.
Beruf und Familie
Ich wollte auch nicht 40zig werden hab den irgendwie untergehen lassen.
Aber, es ging weiter.
50zig dann die 60zig, ja es war so weit
Wir können es nicht aufhalten, es ist so. Ich wünsche dir von Herzen das du dein Leben annehmen kannst so wie es ist. Du kannst aber immer noch vom Weg abweichen.

x 4 #20


A


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Mira Weyer
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