HerrPalomar
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Liebe Community,
ich bin hier schon einige Jahre registriert, weil ich viele Jahre unter Panikattacken und ihren Begleitsymptomen/Ausprägungen gelitten habe.
Nun, im Endeffekt hat mir dann eine Selbsthilfegruppe vor Ort viel geholfen, aber der "Game-Changer" war mein Umzug von einer Großstadt aufs Land. Schlagartig weg. Quasi von heute auf morgen. Ich habe seit einigen Jahren keine Angstsymptome mehr bzw. Panikattacke. jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinne. und jetzt kommts.
Bei mir hat sich folgende unheilsame Angstkaskade mit Zwangsstörungen entwickelt:
Vor einigen Jahren ist mir im linken Auge ein Äderchen geplatzt - nichts Tragisches, eine einfache Bindehautblutung, die jederzeit spontan, Niesen, durch trockene Augen, Reiben etc. auftreten kann. Sieht erstmal total bedrohlich aus. Nun gut. Arzt: Vergeht, kein Grund zur Sorge.
Ein Jahr später aus heiterem Himmel das gleiche. Und dann tatsächlich ein- zweimal im Jahr. Arzt findet keine Ursache. Ich hingegen lebe nur noch mit dem Gedanken und der Angst, es könne jederzeit wieder passieren. Ständiger Kontrollzwang: in regelmäßigen Abständen wird über Spiegel/Handykamera das Weiße im Auge kontrolliert. Das geht so weit, dass ich keine klaren Gedanken mehr fassen kann. Vor jedem wichtigen Termin/Prüfung etc. habe ich Angst, das Auge könnte wieder rot sein. Ich steigere mich vor wichtigen Ereignissen so hinein und kontrolliere das ständig, dass das Auge trocken wird, dann reibt alles, zwickt, Fremdkörpergefühl -> und es passiert wieder. Also immer dann, wenn ich Panik davor habe. Mit dieser Zwangsstörung lebe ich schon lange, komme aber nicht mehr zurecht. Das ist keine Lebensqualität mehr. Und langsam kommen damit auch die Panikattacken wieder zurück. mittlerweile glaube ich wirklich, dass ich eine Psychotherapie brauche. Ich nenne das meine persönliche "Augenparanoia" bzw. "Augenpsychose".
Zum Verständnis ist es vielleicht erwähnenswert, dass mein Vater schwer sehbehindert ist, und das auch schon mehrmals hatte - mit seiner Sehbehinderung - also der Grunderkrankung - aber nichts zu tun hatte.
Nun gut. So ist es. Wollte mir das von der Seele schreiben, weil ich aus diesem Kreislauf keinen Ausweg finde. Traumatisch waren so Erlebnisse wie: Auf einer Reise in Italien sagt eine Freundin plötzlich: "Du hast ein ganz rotes Auge". Die Angst, so etwas immer wieder erleben zu müssen, fokussiert meine Angst nur noch mehr auf diese Thematik.
Das geht mittlerweile so weit, dass ich Menschen nicht mehr in die Augen schauen kann...und immer leicht an ihnen vorbeischaue, wenn ich im Gespräch bin. Dann beginnen die Augen zu brennen, werden trocken, mir wird heiß und kalt und Panik macht sich breit...
Klingt wahrscheinlich alles recht dämlich, oder?
ich bin hier schon einige Jahre registriert, weil ich viele Jahre unter Panikattacken und ihren Begleitsymptomen/Ausprägungen gelitten habe.
Nun, im Endeffekt hat mir dann eine Selbsthilfegruppe vor Ort viel geholfen, aber der "Game-Changer" war mein Umzug von einer Großstadt aufs Land. Schlagartig weg. Quasi von heute auf morgen. Ich habe seit einigen Jahren keine Angstsymptome mehr bzw. Panikattacke. jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinne. und jetzt kommts.
Bei mir hat sich folgende unheilsame Angstkaskade mit Zwangsstörungen entwickelt:
Vor einigen Jahren ist mir im linken Auge ein Äderchen geplatzt - nichts Tragisches, eine einfache Bindehautblutung, die jederzeit spontan, Niesen, durch trockene Augen, Reiben etc. auftreten kann. Sieht erstmal total bedrohlich aus. Nun gut. Arzt: Vergeht, kein Grund zur Sorge.
Ein Jahr später aus heiterem Himmel das gleiche. Und dann tatsächlich ein- zweimal im Jahr. Arzt findet keine Ursache. Ich hingegen lebe nur noch mit dem Gedanken und der Angst, es könne jederzeit wieder passieren. Ständiger Kontrollzwang: in regelmäßigen Abständen wird über Spiegel/Handykamera das Weiße im Auge kontrolliert. Das geht so weit, dass ich keine klaren Gedanken mehr fassen kann. Vor jedem wichtigen Termin/Prüfung etc. habe ich Angst, das Auge könnte wieder rot sein. Ich steigere mich vor wichtigen Ereignissen so hinein und kontrolliere das ständig, dass das Auge trocken wird, dann reibt alles, zwickt, Fremdkörpergefühl -> und es passiert wieder. Also immer dann, wenn ich Panik davor habe. Mit dieser Zwangsstörung lebe ich schon lange, komme aber nicht mehr zurecht. Das ist keine Lebensqualität mehr. Und langsam kommen damit auch die Panikattacken wieder zurück. mittlerweile glaube ich wirklich, dass ich eine Psychotherapie brauche. Ich nenne das meine persönliche "Augenparanoia" bzw. "Augenpsychose".
Zum Verständnis ist es vielleicht erwähnenswert, dass mein Vater schwer sehbehindert ist, und das auch schon mehrmals hatte - mit seiner Sehbehinderung - also der Grunderkrankung - aber nichts zu tun hatte.
Nun gut. So ist es. Wollte mir das von der Seele schreiben, weil ich aus diesem Kreislauf keinen Ausweg finde. Traumatisch waren so Erlebnisse wie: Auf einer Reise in Italien sagt eine Freundin plötzlich: "Du hast ein ganz rotes Auge". Die Angst, so etwas immer wieder erleben zu müssen, fokussiert meine Angst nur noch mehr auf diese Thematik.
Das geht mittlerweile so weit, dass ich Menschen nicht mehr in die Augen schauen kann...und immer leicht an ihnen vorbeischaue, wenn ich im Gespräch bin. Dann beginnen die Augen zu brennen, werden trocken, mir wird heiß und kalt und Panik macht sich breit...
Klingt wahrscheinlich alles recht dämlich, oder?
• • 18.05.2026 #1
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