App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

67

L

lisa_6731
Mitglied

Beiträge:
785
Themen:
38
Danke erhalten:
471
Mitglied seit:
Hallo Ihr Lieben, heute muss ich mich mal mit einem anderen Thema an euch wenden, da ich gerade echt am verzweifeln bin. Ich bin 27 Jahre alt und leide mein Leben lang eigentlich schon an einer Angststörung, Panikattacken und einer chronischen Magenschleimhautentzündung mit Emetophobie. Mir ist 24/7 übel. Manchmal so schlimm, dass ich das Haus an mindestens 2 Tagen die Woche nicht verlassen kann. Dazu kommen die üblichen Angstsymptome und auch Hypochondrie. Ich habe schon viele Kliniken und ambulante Therapien hinter mir. Ich habe 2016 meinen Schulabschluss gemacht und habe ständig Ausbildungen begonnen und musste sie aufgrund meiner Ängste wieder abbrechen. 2020 war ich dann auf psychosomatischer Reha die mir wirklich geholfen hat, sodass ich wenigstens halbwegs normal leben konnte und meine Ausbildung zur Versicherungskauffrau in 2023 erfolgreich abschließen konnte. Seit 2020 war ich jetzt auch in meinem Betrieb bis heute angestellt, ich hatte den großen Luxus dass ich so oft Home Office machen konnte wie ich wollte, also an Tagen wos mir so schlecht ging war es kein Problem. Jetzt hat mein Chef mich gekündigt weil die Stelle die ich gemacht habe nicht mehr gebraucht wird. Ich habe dann eine Vollzeit Stelle im selben Job gefunden und habe auch eine Zusage bekommen. Da ich dringend einen neuen Job brauchte habe ich natürlich auch zugesagt, weil das Gehalt gestimmt hat und das Team auch sehr jung ist. Jetzt ist morgen mein erster Tag und ich habe in den letzten Wochen schon gemerkt dass es mir damit gar nicht gut geht. Ich weiß, dass ich 40 Stunden nicht schaffe und vorallm gibt es dort kein Home Office. Mein Chef und das Team schreiben mir dass sie sich freuen und alle meine Freunde und Familie sagen mir ich soll es doch wenigstens versuchen. Aber ich weiß, dass ich es nicht schaffe. Was würdet ihr in meiner Situation tun? Kündigen ist keine Option, da mir ja dann das ALG 1 für 3 Monate gestrichen wird aber ich muss ja trotzdem meine Miete bezahlen. mir geht’s körperlich und mental momentan wirklich schlecht. Meine aktuelle Therapie läuft in 2 Sitzungen aus und auch das hat nicht geholfen. Ich weine schon den ganzen Tag und weiß einfach nicht was ich tun soll.

Morgen krankmelden? Warten bis ich gekündigt werde und mir dann in Ruhe was neues suchen? Ich fühle mich so so mies mich am ersten Tag krankzumelden aber ich schaffe es nicht.

Vielleicht hat ja jemand von euch ähnliches durch oder hat Tipps, wie ich mit der Situation umgehen kann.

Liebe Grüße
Lisa

01.07.2026 #1


27 Antworten ↓
bory

bory
Mitglied

Beiträge:
83
Danke erhalten:
113
Mitglied seit:
@lisa_6731 Ich erinnere mich gut, wie ich bei den Kennenlerntagen mit dem Team zu meinem aktuellen Projekt mit Herzrhytmusströrungen in meinem Hotelzimmer lag und mir gedacht habe "ohgottohgott, wie soll ich das aushalten, wie soll ich das schaffen, das wird eine Katastrophe." Ich habe schön meine Panikattacke in einem Hotelzimmer verbracht, 600km von zuhause.

Wir sind nicht vergleichbar. Jeder tickt anders und trägt eine andere Last.

Was mir auffällt, Du schreibst "Du weißt Du schaffst es nicht". Gibt es keine Möglichkeiten, außer Homeoffice?

Ich habe mir erlaubte kleine Pausen genommen, bin kurz (!) auf Toilette einmal durchatmen, mir einen Kaffee geholt, jede Gelegenheit genutzt um mein Nervensystem zu beruhigen.Ich habe mir ein ganzes Arsenal von kleinen Hilfen, übungen und Gedanken zugelegt um durch zu halten. Die üblichen Atemübung, ein besonderes Bild auf dem Handy, ein Tshirt mit einem von mir ausgesuchten aufgedruckten Spruch, ein Tagebuch für jede kleine Niederlage und jeden noch so kleinen Erfolg.
Eine Glückstasse, eine Handbewegung zur Affirmation... einfach jeden Strohhalm genommen und mir einen Matte zurecht gebastelt, die dann irgendwann gehalten hat.

Ich weiß, daß mein größtes Problem meine Erwartung war. Die Erwartung wie andere reagieren, wie es ausgehen wird, was gut und was schlecht sein wird. Von dieser Erwartung musste ich mich lösen.

30.06.2026 20:13 • x 3 #8


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Angst neuen Job nicht antreten zu können

x 3


bory

bory
Mitglied

Beiträge:
83
Danke erhalten:
113
Mitglied seit:
Eigentlich wollte ich zu was anderem schreiben, aber es passt auch gut hier, weil es geht um den Job.
Ich habe aktuell was erlebt, was mich weiter gebracht hat.

Letzte Woche, die Temperatur wurde bis Freitag unerträglich, habe ich auf eine Vorgabe vom Geschäftsführer gewartet um ein Model umzusetzen und Daten durchzurechnen. Ich bin Programmierer. Endlose Besprechungen und ich habe gesehen was da auf mich zu kommt. Eine riesige Exceltabelle, zusammen geklöppelt mit duzenden Stunden KI quälen, einfach rein. Ich war gefrustet ohne ende. Ausser mir gibt es keinen der das Umsetzen kann.

Donnerstag morgen hatte ich dann die Vorlage und begann mit der Arbeit. Großzügig wurde mir gesagt, ich darf Änderungen eintragen, damit wir einen Stand haben.

Eine Änderung? Hunderte. Das Ding strotze vor Fehler, fachliche, inhaltliche, formale und einfach 1:1 KI kopien, die keinen Sinn machten.

Zusammen mit der Frust und der Hitze stieg seid langen wieder mein Angstpegel. Unruhe. Dazu dann wegen der Hitze erste körperliche reaktionen. Nichts schlimmes, aber nach einer Herzneurose reagiert man da empfindlich. Ich habe mich durch gebissen. Den vollen Tag in den Dreck gesteckt, was eigentlich eine 15min Aufgabe hätte sein können, wenn richtig vorbereitet.

Schliesslich hatte ich das System bereit und machte die Modellrechnung. Sie lief auf keinen Fehler, aber die Ergebnisse waren vernichtend fand ich.

Jetz muß man wissen, ich bin derjenige der das Projekt umgesetzt und konzipiert hat. Es ist mein Baby. Natürlich ist mist in mist out, aber erzähl das mal einem Geschäftsführer. Ich saß Donnerstag abend und grübelte über die Besprechung Freitag nach, bei der ich das präsentieren muß.

Ich war durch. Ich schmeisse das Projekt. Ich schreie alle an. Ich suche mir eine andere Firma. Die Angst kochte Richtung Panikattacke hoch.

Mich haben vermutlich 2h Tai Chi an dem Tag gerettet, weil ich unterrichten mußte und nur nette Teilnehmer habe. Es lief auch gut.

Freitag morgen.

Es gibt erstmal viel Bla bla, aber der Geschäftsführer kommt nicht auf mein Thema. Andere Dinge sind wichtiger. Es interessiert eigentlich gerade gar nicht was ich gemacht habe. Nur ich hatte mir den Endzeitstress gemacht. Das ist Punkt 1.

Schliesslich, gelingt es mir eine Meldung zu geben, dass die Modelrechnung ein katastrofales Ergebnis hat. Ich wollte es raus haben, damit nicht ins Wochenende.

Der Geschäftsführer... lachte freundlich. Ja, natürlich, das hatte er erwartet. Die Daten für das Model was dir da durchrechnen sind so schlecht, die müssen eine schlechte Bewertung haben. Es ist sogar richtig, dass das durchfällt. Das beweist, das System funktioniert.

Ich war wie vor dem Kopf gestoßen. Er war echt angetan davon.

Schliesslich konnte ich dann doch die Sachen dann präsentieren, er war dann doch neugierig.

Er sah meine Ergebnisse, die Beweisführung vom System... alles daneben... und war hocherfreut. Genau das muss das System zeigen. Daraus kann man ableiten... usw... usw...

Er wird mir neue Daten geben für die Modellrechnung,

Diese Woche kam jetzt raus, das Model rechnet sogar viel besser als erwartet. Das ist ein wirklicher Fortschritt.

Kurzum: es war alles gut. Nur mein Frust, meine Erwartung und mein allein vor mich hin kochen war das Problem. 😄

30.06.2026 20:35 • x 2 #10


Zum Beitrag im Thema ↓


K
Hi Lisa,

Ich verstehe deine Bedenken und ich verstehe das du dich damit nicht gut fühlst.

In erster Linie musst du auf dich selbst hören.
Aber aus Erfahrung weiß ich auch das es manchmal garnicht so schlecht ist wenn man es einfach versucht. Wenigstens morgen, den ersten Tag hingehen und anschauen. Und wenn es danach immer noch nicht geht dann lässt du dich krank schreiben.
Versuch es.

x 3 #2


E
Weiss dein Chef nicht wie wichtig das Home Office für dich in all der Zeit war und warum geht nun mit der neuen Stelle am gleichen Ort Home Office nicht mehr, was sind die Gründe? Denn wenn es doch möglich wäre würde ich mit dem Chef sprechen und wenn es am ende nicht klappt, dann musst du dich halt dann krankschreiben lassen und dir einen andern Job suchen wo dies wieder Möglich ist und mit weniger Prozenten. Ich kann deine Sorgen gut verstehen, 40 Stunden Woche und dann fällt auch noch das Home Office weg, das ist schon recht happig auf ein mal.

Versuchen würde ich es schon und wie gesagt sonst noch mit dem Chef sprechen und wenn es halt gar nicht geht dann ist es eben so, die Welt geht nicht unter, es wird sich nur einen anderen Weg für dich sonst öffnen.

Ich finde du hast enorm viel erreicht gegenüber deinen Gesundheitlichen und psychischen Problemen, das darfst du nicht vergessen, du hast bereits eine gewisse stärke in dir.

x 5 #3


L
Danke ihr Lieben für eure Antworten!
Kurz zum Home Office: vielleicht habe ich es falsch formuliert, ich übe weiterhin denselben Job aus aber in einer anderen Firma wo leider kein Home Office genehmigt wird.. und wie ihr schon sagt, das ist halt für mich ein Riesen Riesen Schritt für den ich mich leider nicht bereit fühle. Ich würde jedem anderen auch raten wenigstens den ersten Tag hinzugehen. Aber gerade trau ich mir nichtmal das zu und schäme mich unendlich dafür. Ich weiß jetzt schon, dass ich würgend vor der Agentur stehen würde und mich nicht reintraue, es war beim Vorstellungsgespräch schon kaum auszuhalten.. Ich habe natürlich auch Angst, nie wieder richtig arbeiten zu können weil meine Ängste und körperlichen Beschwerden gerade die Gastritis so stark sind traurig
Traue mich auch nicht dem Chef von meinen Ängsten zu erzählen, weil er hatte mich im Vorstellungsgespräch gefragt ob’s etwas gibt was er über mich wissen muss, und ich habe nichts gesagt..

x 1 #4


Greta__
Hi du.
Du kannst dich krank melden, fällst aber direkt ins Krankengeld, weil ersten 4. Wochen bei einem neuen Arbeitgeber.

Lass dich krank schreiben, du wirst dann sicherlich mit einer Frist von 14 Tagen (Probezeit) gekündigt. In der ganzen Zeit beziehst du Krankengeld, bis zu 78 Wochen. Außer du warst bereits mit der gleichen Krankheit im Krankengeld, dann wird das angerechnet.

Ich persönlich würde auch hin gehen, aber wenn du weißt das du 40 Stunden ohne HO nicht schaffst, dann lass es.

x 5 #5


E
Dann wärst du ja noch in der Probezeit wenn du dort anfangen würdest, also ich weiss nicht genau, das macht es natürlich schwieriger und ich verstehe deine Problematik, du kennst dich am ende am besten und wenn du so bedenken hast musst du dich entscheiden ob du es doch versuchen möchtest und schaust ob es dir tatsächlich übel wird oder du gehst zum Arzt und lässt dich krank schreiben, eventuell wird dir dann gekündigt und du gehst dich bei der Arbeitslosenversicherung anmelden.

Ich persönlich würde ab warten und dir beide Optionen freihalten, also dass du an deinem ersten Arbeitstag entweder hingehst oder dich krankschreiben lässt, entscheide das genau an diesem Morgen, nicht am Abend zu vor, sondern lass es einfach offen, das nimmt dir Druck und du schaust am Morgen wie es dir dann ghet.

x 4 #6


Greta__
Zitat von Elemente:
Dann wärst du ja noch in der Probezeit wenn du dort anfangen würdest, also ich weiss nicht genau, das macht es natürlich schwieriger und ich ...

Wenn du krank geschrieben bist musst du nicht zum Arbeitsamt, erst wenn das Krankengeld nicht mehr gezahlt wird.

x 5 #7


bory
@lisa_6731 Ich erinnere mich gut, wie ich bei den Kennenlerntagen mit dem Team zu meinem aktuellen Projekt mit Herzrhytmusströrungen in meinem Hotelzimmer lag und mir gedacht habe "ohgottohgott, wie soll ich das aushalten, wie soll ich das schaffen, das wird eine Katastrophe." Ich habe schön meine Panikattacke in einem Hotelzimmer verbracht, 600km von zuhause.

Wir sind nicht vergleichbar. Jeder tickt anders und trägt eine andere Last.

Was mir auffällt, Du schreibst "Du weißt Du schaffst es nicht". Gibt es keine Möglichkeiten, außer Homeoffice?

Ich habe mir erlaubte kleine Pausen genommen, bin kurz (!) auf Toilette einmal durchatmen, mir einen Kaffee geholt, jede Gelegenheit genutzt um mein Nervensystem zu beruhigen.Ich habe mir ein ganzes Arsenal von kleinen Hilfen, übungen und Gedanken zugelegt um durch zu halten. Die üblichen Atemübung, ein besonderes Bild auf dem Handy, ein Tshirt mit einem von mir ausgesuchten aufgedruckten Spruch, ein Tagebuch für jede kleine Niederlage und jeden noch so kleinen Erfolg.
Eine Glückstasse, eine Handbewegung zur Affirmation... einfach jeden Strohhalm genommen und mir einen Matte zurecht gebastelt, die dann irgendwann gehalten hat.

Ich weiß, daß mein größtes Problem meine Erwartung war. Die Erwartung wie andere reagieren, wie es ausgehen wird, was gut und was schlecht sein wird. Von dieser Erwartung musste ich mich lösen.

x 3 #8


H
@lisa_6731 Also erstmal finde ich es super von dir wie offen du über deine aktuelle Problematik sprichst, das traut sich auch nicht Jeder.
Ich kann mich noch erinnern wie ich damals meine neue Stelle angetreten habe und wie ich schon Tage vorher aufgeregt war, in der Nacht lag ich mehrere Stunden wach und hab kaum geschlafen. Mir gingen 1000 Sachen durch den Kopf.....
Ich bin dann aber los und ich mache den Job auch heute noch.
Klar man kann unsere Situationen allein schon wegen deinem Krankheitsbild nicht vergleichen aber ich möchte dir trotzdem Mut zusprechen es einfach mal auszuprobieren, mehr wie schiefgehen kann es nicht.
Ich wünsch dir da auf jeden Fall alles Gute, egal wie du dich entscheidest.

Gruß Houle

x 1 #9


bory
Eigentlich wollte ich zu was anderem schreiben, aber es passt auch gut hier, weil es geht um den Job.
Ich habe aktuell was erlebt, was mich weiter gebracht hat.

Letzte Woche, die Temperatur wurde bis Freitag unerträglich, habe ich auf eine Vorgabe vom Geschäftsführer gewartet um ein Model umzusetzen und Daten durchzurechnen. Ich bin Programmierer. Endlose Besprechungen und ich habe gesehen was da auf mich zu kommt. Eine riesige Exceltabelle, zusammen geklöppelt mit duzenden Stunden KI quälen, einfach rein. Ich war gefrustet ohne ende. Ausser mir gibt es keinen der das Umsetzen kann.

Donnerstag morgen hatte ich dann die Vorlage und begann mit der Arbeit. Großzügig wurde mir gesagt, ich darf Änderungen eintragen, damit wir einen Stand haben.

Eine Änderung? Hunderte. Das Ding strotze vor Fehler, fachliche, inhaltliche, formale und einfach 1:1 KI kopien, die keinen Sinn machten.

Zusammen mit der Frust und der Hitze stieg seid langen wieder mein Angstpegel. Unruhe. Dazu dann wegen der Hitze erste körperliche reaktionen. Nichts schlimmes, aber nach einer Herzneurose reagiert man da empfindlich. Ich habe mich durch gebissen. Den vollen Tag in den Dreck gesteckt, was eigentlich eine 15min Aufgabe hätte sein können, wenn richtig vorbereitet.

Schliesslich hatte ich das System bereit und machte die Modellrechnung. Sie lief auf keinen Fehler, aber die Ergebnisse waren vernichtend fand ich.

Jetz muß man wissen, ich bin derjenige der das Projekt umgesetzt und konzipiert hat. Es ist mein Baby. Natürlich ist mist in mist out, aber erzähl das mal einem Geschäftsführer. Ich saß Donnerstag abend und grübelte über die Besprechung Freitag nach, bei der ich das präsentieren muß.

Ich war durch. Ich schmeisse das Projekt. Ich schreie alle an. Ich suche mir eine andere Firma. Die Angst kochte Richtung Panikattacke hoch.

Mich haben vermutlich 2h Tai Chi an dem Tag gerettet, weil ich unterrichten mußte und nur nette Teilnehmer habe. Es lief auch gut.

Freitag morgen.

Es gibt erstmal viel Bla bla, aber der Geschäftsführer kommt nicht auf mein Thema. Andere Dinge sind wichtiger. Es interessiert eigentlich gerade gar nicht was ich gemacht habe. Nur ich hatte mir den Endzeitstress gemacht. Das ist Punkt 1.

Schliesslich, gelingt es mir eine Meldung zu geben, dass die Modelrechnung ein katastrofales Ergebnis hat. Ich wollte es raus haben, damit nicht ins Wochenende.

Der Geschäftsführer... lachte freundlich. Ja, natürlich, das hatte er erwartet. Die Daten für das Model was dir da durchrechnen sind so schlecht, die müssen eine schlechte Bewertung haben. Es ist sogar richtig, dass das durchfällt. Das beweist, das System funktioniert.

Ich war wie vor dem Kopf gestoßen. Er war echt angetan davon.

Schliesslich konnte ich dann doch die Sachen dann präsentieren, er war dann doch neugierig.

Er sah meine Ergebnisse, die Beweisführung vom System... alles daneben... und war hocherfreut. Genau das muss das System zeigen. Daraus kann man ableiten... usw... usw...

Er wird mir neue Daten geben für die Modellrechnung,

Diese Woche kam jetzt raus, das Model rechnet sogar viel besser als erwartet. Das ist ein wirklicher Fortschritt.

Kurzum: es war alles gut. Nur mein Frust, meine Erwartung und mein allein vor mich hin kochen war das Problem. 😄

x 2 #10


bory
... 😄 und wenn sich wer durch den langen Text gequält hat: Danke schön dafür!

x 3 #11


Violetta
@lisa_6731
Kurze Frage, hast du einen GdB aufgrund deiner Angsttörung?

x 2 #12


L
Zitat von Violetta:
@lisa_6731 Kurze Frage, hast du einen GdB aufgrund deiner Angsttörung?

Nein habe ich nicht.. das kam beim Arzt oder so auch noch nie zur Sprache tatsächlich, viele sagen dadurch dass ich so jung bin wird es schon noch irgendwann weggehen mit Therapie. Aber ich habe es wirklich seitdem ich denken kann, fing schon im Kindergarten an, mit 8 Jahren war ich das erste Mal stationär in einer Klinik. Und darauf folgten unzählige Therapien bis heute, nichts hat langfristigen Erfolg gebracht, das macht einen schon ein wenig hoffnungslos traurig

#13


L
Danke für eure ganzen lieben Antworten! Das Thema ist für mich wirklich schambehaftet, man ja hat doch Angst, dass Leute denken könnten man würde sich anstellen oder hätte einfach keine Lust zu arbeiten. Aber eure Antworten helfen mir wirklich sehr! Wenigstens hier bekommt man Verständnis weil wir ja doch irgendwie alle fast im selben Boot sitzen 🥹 ich habe mich jetzt dazu entschieden morgen früh zu schauen, wie ich mich fühle. Sollte es gar nicht gehen lasse ich mich krankschreiben, wenn er mich dann kündigt, kann ich mich in Ruhe um etwas kümmern was besser zu mir passt.. falls es das überhaupt gibt 🥴

x 5 #14


Violetta
Zitat von lisa_6731:
Nein habe ich nicht.. das kam beim Arzt oder so auch noch nie zur Sprache tatsächlich, viele sagen dadurch dass ich so jung bin wird es schon noch irgendwann weggehen mit Therapie.

Sowas ist nicht altersabhängig. Ich habe auch schon viele Jahrzehnte eine Angststörung, habe 4 Therapien gemacht. Es hat mir leider nicht geholfen. Natürlich wäre man lieber gesund, anstatt einen GdB zu haben. Ich dachte nur, wenn du einen GdB von 50 hättest, hätte dein Chef dich nicht so leicht kündigen können.
Ich drücke dir die Daumen für morgen. Du wirst das wuppen

x 2 #15


L
Guten Morgen ihr Lieben, wollte mal kurz berichten. Ich bin heute Morgen aufgewacht direkt mit Übelkeit, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und habe mich direkt nach weinen gefühlt. Anschließend habe ich mich wirklich krankgemeldet.. Ich schäme mich sehr, aber ich merke einfach ich bin nicht bereit dafür.. Habe sehr Angst, wie mein Chef reagiert und werde gleich erstmal zum Arzt, mal gucken was es für Optionen gibt.. vielleicht versuche ich es doch mal mit Tabletten..

x 1 #16


Greta__
Zitat von lisa_6731:
Guten Morgen ihr Lieben, wollte mal kurz berichten. Ich bin heute Morgen aufgewacht direkt mit Übelkeit, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und habe mich ...

Guten Morgen.
Das sind keine schönen Nachrichten 🫤

Nimmst du kein Antidepressiva? Ich bin keine die "brüllt" was Antidepressiva angeht, aber ich würde dir dringend dazu raten, der Leidensweg muss unterbrochen werden.

Setz dich mit deiner Krankenkasse in Verbindung, da du ja direkt ins Krankengeld gehst.

x 2 #17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

L
Zitat von Greta__:
Guten Morgen. Das sind keine schönen Nachrichten 🫤 Nimmst du kein Antidepressiva? Ich bin keine die "brüllt" was Antidepressiva ...

Nein ich nehme keine ADs, habe 2018 mal eine Zeit venflaflaxin genommen, hat auch geholfen aber sollte ich dann wieder absetzen.. danach habe ich mich nie wieder getraut was zu nehmen, aus Angst vor Nebenwirkungen.. bin aber jetzt an dem Punkt, wo ich dem ganzen gerne nochmal eine Chance geben würde. Bin gleich beim Arzt und frage ihn mal danach..

Also rutsche ich ab heute sofort ins Krankengeld? Ich werde nachher mal bei der Krankenkasse anrufen und denen Bescheid geben 🥹

x 2 #18


bory
argh, ich wollte Dir einen "hug" geben, Lisa und keinen Damen hoch.

x 1 #19


Greta__
Zitat von lisa_6731:
Nein ich nehme keine ADs, habe 2018 mal eine Zeit venflaflaxin genommen, hat auch geholfen aber sollte ich dann wieder absetzen.. danach habe ich ...

Ja mach das mit dem Antidepressiva. Es kann nur besser werden.

Ja, du rutscht direkt ins Krankengeld, hatte dazu schon etwas geschrieben, musst du mal nachschauen. Ich bin Personalerin und das ist mein täglich Brot. 🙂

x 3 #20


A


x 4


Pfeil rechts




Mira Weyer
App im Playstore