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kritisches_Auge
Das freut mich und es wird dir hoffentlich immer besser gehen.

04.12.2019 17:22 • #121


Lunaa
@heartstowolves
Wow! Das hört sich doch alles super an. Bleib weiterhin dran. Das machst du super!

04.12.2019 18:00 • #122


Lunaa
@heartstowolves
Hallo, wie geht es dir mittlerweile? Ich hoffe doch gut. Wie war dein Aufenthalt in der Reha?
LG

17.02.2020 20:21 • #123


kritisches_Auge
Ja, ich dachte erst vor kurzem an dich.

17.02.2020 20:22 • #124


heartstowolves
@lunaa, @kritisches_auge,

Hallo ihr Lieben!

Erstmal: Entschuldigung, dass ich mich nicht mehr gemeldet hatte. Ich versuche mich derzeit noch zu Hause einzufinden und die Reha verbunden mit deren Ergebnis zu verarbeiten. Ich bin gerade sehr verwirrt und aufgewühlt, aber soweit geht es. Wie geht es euch denn?

Also, zu Reha..ich hoffe, dass wird kein ellenlanger Roman. Ich war insgesamt 7 Wochen dort, ich hatte in der zweiten oder dritten Woche noch zwei Wochen Verlängerung bekommen.
An sich hat die Reha einiges geholfen - ich habe nun die passende Diagnose, die auch vieles über mein Verhalten erklärt und mit der ich stimmig bin. Viele Behandlungen haben mir zugesagt und geholfen wie z.B. Akupunktur, Wahrnehmung durch Bewegung, Bewegungstherapie, autogenes Training, progressive Muskelentspannung und Hydrojet. Trotzdem gab es einige Auf und Ab's und zum Schluss viele Probleme mit dem Behandlungsplan. Über Feiertage und zum Jahreswechsel in einer Reha zu sein ist nicht wirklich gut, da vieles ausfällt. Meine zuständige Psychologin dort war wirklich spitze, wenn man bedenkt, dass man nur einmal in der Woche ein Einzelgespräch mit 30 Minuten hat und bei mir drei oder vier Gespräche aufgrund Krankheit und Urlaub ausgefallen sind - so eine/n Therapeut/in wünsche ich mir auch für zu Hause.
Die Zeit war für meine Erkrankung trotzdem viel zu kurz. Vieles kommt jetzt im Nachhinein erst an die Oberfläche. Ich bin seit 2 Wochen sehr weinerlich und voller Ängste.
Auch wie es in Zukunft weitergeht ist noch sehr schwierig, da ich einfach nicht weiß wo ich am Besten anfangen bzw. weitermachen soll.
Derzeit suche ich Städte, die mich interessieren würden um hinzuziehen und einen Job. Bisher habe ich noch nicht das passende gefunden und möchte mir da auch die Zeit nehmen...leider sieht das die Krankenkasse und meine Ärztin nicht so, dass ich mir Zeit lassen soll sondern schnell wieder arbeiten muss. Das Jahr wird auf jeden Fall seeeeehr hart werden, mit Wohnungs- und Jobsuche, Umzug und Weiterführung der Therapie. Gerade mit der Therapie wird es schwierig. Laut Entlassbericht kann ich nach sechs Monaten die Arbeit wieder aufnehmen, sofern ich eine gute ambulante Psychotherapie habe - und daran hapert es gewaltig. Ich hatte meinen ersten Termin 3 1/2 Wochen nach der Reha und habe direkt gesagt bekommen, ich hätte nichts wirkliches in der Reha erreicht und Langzeittermine seien bei ihm derzeit nicht wirklich vorhanden, da er mich mal wieder vergessen hat aber gleichzeitig, es wäre sehr wichtig, dass ich jede Woche eine Sitzung habe. Er möchte auch nicht wirklich in die Konfrontationstherapie mit mir gehen sondern Gespräche führen - was aber in der Verhaltenstherapie wichtig wäre. Seitdem ist meine Stimmung sehr unten und habe ziemliche Zweifel an allem. Ich warte gerade auf einen Rückruf der Krankenkasse, da ich dann die Therapie bei ihm abbrechen möchte und einen neuen Therapeuten brauche. Das so in der Kurzfassung..
Liebe Grüße

19.02.2020 14:29 • x 1 #125


kritisches_Auge
Ich habe dich gelesen. Du hast einen schwierigen Weg vor dir und ich würde mich freuen wenn du von weiteren Problemen berichten würdest, hier gibt es Ohren die dir zuhören.

19.02.2020 15:17 • x 1 #126


Lunaa
Hey liebes, danke für deinen Bericht. Auch ich stehe gerade an einem Punkt an dem ich verzweifle. Bin immer noch in ambulanter Therapie, die läuft auch gut.
Habe die Trennung durchzogen, habe in der Zeit aber sehr viele Rückschritte gemacht was die Angst anbelangt. Habe mich ab Januar wieder hochgekämpft aber richtig rund läuft es immer noch nicht. Also probiere ich gerade das Escitalopram einzuschleichen. Hab heute eine Email von meiner Chefin bekommen dass sie meine Stelle nicht mehr freihalten kann. Was macht es mit mir.... Angst, Angst und noch mehr Angst.....

Alle wollen dass man wieder schnell arbeitet aber Ängste lassen sich nicht wegzaubern. Ich finde dass wir nicht wirklich verstanden werden. Sehr schlim....

Halt uns weiterhin auf dem laufenden und viel Erfolg weiterhin.

LG Lunaa

19.02.2020 15:50 • x 1 #127


heartstowolves
@Lunaa das mit deiner ambulanten Therapie freut mich!
Bleib stark, du schaffst das. Wie verträgst du das Escitalopram derzeit?
Das tut mir leid hat deine Chefin was von Kündigung gesagt oder nur, dass sie deine Stelle nicht freihalten kann?

Total...das ist mir jetzt noch mehr aufgefallen, seitdem ich aus der Reha draußen bin. Auch was das Umfeld angeht. Es war mal echt schön, 7 Wochen sich nicht verstellen oder erklären zu müssen, wieso es einem gerade schlecht geht. Und man wurde wegen seiner Ängste nicht ausgelacht oder ähnliches.

Danke dir, würde mich auch freuen wenn du immer mal wieder ein Update hier reinschreibst, wie es dir geht
LG

20.02.2020 08:44 • #128


Lunaa
@heartstowolves
Sie hat nichts von Kündigung geschrieben. Nur dass sie die Stelle nicht mehr freihalten kann und dass wenn ich mehr Zeit brauche, wir gemeinsam über eine Lösung nachdenken müssen. Aber was gibt es da für eine Lösung außer Kündigung?

Also ich habe ganz vorsichtig mit einem Tropfen Escitalopram angefangen am Sonntag. Die ersten 3 Tage war ich sehr benommen und auch müde. Gestern ging es. Heute habe ich 2 Tropfen genommen. Heute Morgen vor der Einnahme war mir aber schon schwindlig.
Ich kann es nicht wirklich beurteilen weil prämenstruell war ich die Woche auch und die Nachricht von gestern. Zieht mich alles runter und die Symptome vermischen sich.

Nimmst du Medis? Wie sehen die Tage bei dir zuhause aus? Kannst du besser rausgehen? Ohne Angst?

20.02.2020 10:12 • #129


heartstowolves
Zitat von kritisches_Auge:
Ich habe dich gelesen. Du hast einen schwierigen Weg vor dir und ich würde mich freuen wenn du von weiteren Problemen berichten würdest, hier gibt es Ohren die dir zuhören.

Ich danke dir.

Ich musste mir erstmal Gedanken machen, wie ich die Probleme am besten formulieren kann..also:
Für mich ist das Hauptproblem: Wie geht es weiter? Wo setze ich an?
In der Reha bin ich mit der Diagnose PTBS entlassen worden. Mir wurde erklärt, dass mein derzeitiger Wohnort + Arbeitsstelle ein zu großer Trigger ist und ich deswegen generalisierte Ängste entwickelte habe..das leuchtet mir auch ein und ich weiß, dass ich nur vorwärts komme, indem ich eben umziehe und einen Job habe. Da beginnt aber schon so das Ding: Ich habe keine Ahnung, wo ich wirklich hinmöchte - und blind eine Stadt aussuchen birgt auch ein gewisses Risiko. Das gleiche mit dem Job. Ich habe mich noch nicht festlegen können, in welchen Fachbereich ich gehen soll. Die Psychologin in der Reha schlug eine Reha-Einrichtung vor, anstatt wieder in ein Akutkrankenhaus zu gehen. Ich bin maßlos überfordert mit allem und dazu kommt, dass ich seit 3 Wochen wieder diese massiven Ängste bekommen habe mit dem Rausgehen. Die letzten 3mal als ich einkaufen wollte, bin ich heulend im Auto gesessen und Ende vom Lied war, dass meine Mutter ohne mich rein ist. Mir fehlt irgendwo der Mut und das Selbstvertrauen wieder. In der Reha hat das ganz gut geklappt aber zu Hause ist es wieder komplett anders.
Und egal wo ich es anspreche - Psychologe oder Psychiaterin ich bekomme nur gesagt "Das müssen sie halt alleine schaffen." Natürlich, muss ich vieles alleine schaffen, da hilft auch die beste Therapie nichts. Aber ich hatte mir erhofft, Tipps oder Anregungen zu bekommen. Aber nada. Ich hatte vorhin einen Gesprächstermin bei meiner Psychiaterin und bekam vor den Latz geknallt, sie möchte mich nicht mehr wirklich krankschreiben ich soll doch einfach arbeiten gehen. Sie wüsste nicht wo das Problem sei, eine Wohnung und einen Job zu finden...ich war da echt sprachlos. Ich hab die letzten Wochen in einigen Städten nach Wohnungen gesucht und die Preise sind kaum zu bezahlen. Entweder schau ich falsch oder ich mache es mir unnötig schwer. Aber ich fühle mich auch null verstanden und jeder meint, alles sei total einfach.

20.02.2020 11:47 • x 1 #130


heartstowolves
@Lunaa
Jetzt muss ich ganz doof nachfragen, weil ich es leider nicht im Kopf habe: Was arbeitest du denn? Gäbe es eine Möglichkeit intern zu wechseln? Das könnte deine Chefin mit einer Lösung finden gemeint haben. Ansonsten..so einfach kann sie dir nicht kündigen...sie könnte dir höchstens einen Auflösungsvertrag anbieten - aber vorher muss man schauen, ob du eine andere Tätigkeit intern machen kannst.

Ich hoffe, dir hilft das Medikament sobald es wirkt. Ich drück die Daumen!
Das kann natürlich sein...aber Schwindel oder Kreislaufprobleme, Benommenheit und Müdigkeit sind bei so Einstellungen die ersten 2-4 Wochen je nach Medikament normal.

Ich habe mich gegen Medikamente entschieden. Ich hatte es auch nochmals in der Reha angesprochen und die Psychologin dort meinte, dass sie nicht so der Fan davon ist gerade bei mir jetzt mit der Diagnose PTBS und generalisierte Angst. Klar, die Angstschübe wären so gut wie nicht mehr vorhanden aber es bearbeitet nicht das Problem. Und bei mir sei es sinnvoller, die Ängste konkret anzugehen und mein Gehirn von den Angstgedanken "um zu programmieren".
Also seit 3 Wochen ist es wieder schwer geworden, ich bekomme direkt Angst, wenn ich irgendwo hin muss. Heute im Wartezimmer meiner Psychiaterin dachte ich, ich kippe um und war fast am hyperventilieren. Ich denk das kommt gerade einfach, weil ich so überfordert mit allem bin.
Ansonsten Tagesablauf..schwierig zu gestalten. Ich versuche spätestens um 7 aufzustehen und dann Frühstücken und Haushalt direkt zu machen und ab mittags dann Wohnungen und Jobs checken. Aber das funktioniert gerade so gut wie gar nicht. Ich hoffe das legt sich wieder. Mir helfen auch die ganzen Entspannungsübungen aus der Reha nicht. Ganz komisch gerade.

20.02.2020 11:59 • #131




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