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kritisches_Auge
Das freut mich und es wird dir hoffentlich immer besser gehen.

04.12.2019 18:22 • #121


Lunaa
@heartstowolves
Wow! Das hört sich doch alles super an. Bleib weiterhin dran. Das machst du super!

04.12.2019 19:00 • #122



x 3


Lunaa
@heartstowolves
Hallo, wie geht es dir mittlerweile? Ich hoffe doch gut. Wie war dein Aufenthalt in der Reha?
LG

17.02.2020 21:21 • #123


kritisches_Auge
Ja, ich dachte erst vor kurzem an dich.

17.02.2020 21:22 • #124


heartstowolves
@lunaa, @kritisches_auge,

Hallo ihr Lieben!

Erstmal: Entschuldigung, dass ich mich nicht mehr gemeldet hatte. Ich versuche mich derzeit noch zu Hause einzufinden und die Reha verbunden mit deren Ergebnis zu verarbeiten. Ich bin gerade sehr verwirrt und aufgewühlt, aber soweit geht es. Wie geht es euch denn?

Also, zu Reha..ich hoffe, dass wird kein ellenlanger Roman. Ich war insgesamt 7 Wochen dort, ich hatte in der zweiten oder dritten Woche noch zwei Wochen Verlängerung bekommen.
An sich hat die Reha einiges geholfen - ich habe nun die passende Diagnose, die auch vieles über mein Verhalten erklärt und mit der ich stimmig bin. Viele Behandlungen haben mir zugesagt und geholfen wie z.B. Akupunktur, Wahrnehmung durch Bewegung, Bewegungstherapie, autogenes Training, progressive Muskelentspannung und Hydrojet. Trotzdem gab es einige Auf und Ab's und zum Schluss viele Probleme mit dem Behandlungsplan. Über Feiertage und zum Jahreswechsel in einer Reha zu sein ist nicht wirklich gut, da vieles ausfällt. Meine zuständige Psychologin dort war wirklich spitze, wenn man bedenkt, dass man nur einmal in der Woche ein Einzelgespräch mit 30 Minuten hat und bei mir drei oder vier Gespräche aufgrund Krankheit und Urlaub ausgefallen sind - so eine/n Therapeut/in wünsche ich mir auch für zu Hause.
Die Zeit war für meine Erkrankung trotzdem viel zu kurz. Vieles kommt jetzt im Nachhinein erst an die Oberfläche. Ich bin seit 2 Wochen sehr weinerlich und voller Ängste.
Auch wie es in Zukunft weitergeht ist noch sehr schwierig, da ich einfach nicht weiß wo ich am Besten anfangen bzw. weitermachen soll.
Derzeit suche ich Städte, die mich interessieren würden um hinzuziehen und einen Job. Bisher habe ich noch nicht das passende gefunden und möchte mir da auch die Zeit nehmen...leider sieht das die Krankenkasse und meine Ärztin nicht so, dass ich mir Zeit lassen soll sondern schnell wieder arbeiten muss. Das Jahr wird auf jeden Fall seeeeehr hart werden, mit Wohnungs- und Jobsuche, Umzug und Weiterführung der Therapie. Gerade mit der Therapie wird es schwierig. Laut Entlassbericht kann ich nach sechs Monaten die Arbeit wieder aufnehmen, sofern ich eine gute ambulante Psychotherapie habe - und daran hapert es gewaltig. Ich hatte meinen ersten Termin 3 1/2 Wochen nach der Reha und habe direkt gesagt bekommen, ich hätte nichts wirkliches in der Reha erreicht und Langzeittermine seien bei ihm derzeit nicht wirklich vorhanden, da er mich mal wieder vergessen hat aber gleichzeitig, es wäre sehr wichtig, dass ich jede Woche eine Sitzung habe. Er möchte auch nicht wirklich in die Konfrontationstherapie mit mir gehen sondern Gespräche führen - was aber in der Verhaltenstherapie wichtig wäre. Seitdem ist meine Stimmung sehr unten und habe ziemliche Zweifel an allem. Ich warte gerade auf einen Rückruf der Krankenkasse, da ich dann die Therapie bei ihm abbrechen möchte und einen neuen Therapeuten brauche. Das so in der Kurzfassung..
Liebe Grüße

19.02.2020 15:29 • x 1 #125


kritisches_Auge
Ich habe dich gelesen. Du hast einen schwierigen Weg vor dir und ich würde mich freuen wenn du von weiteren Problemen berichten würdest, hier gibt es Ohren die dir zuhören.

19.02.2020 16:17 • x 1 #126


Lunaa
Hey liebes, danke für deinen Bericht. Auch ich stehe gerade an einem Punkt an dem ich verzweifle. Bin immer noch in ambulanter Therapie, die läuft auch gut.
Habe die Trennung durchzogen, habe in der Zeit aber sehr viele Rückschritte gemacht was die Angst anbelangt. Habe mich ab Januar wieder hochgekämpft aber richtig rund läuft es immer noch nicht. Also probiere ich gerade das Escitalopram einzuschleichen. Hab heute eine Email von meiner Chefin bekommen dass sie meine Stelle nicht mehr freihalten kann. Was macht es mit mir.... Angst, Angst und noch mehr Angst.....

Alle wollen dass man wieder schnell arbeitet aber Ängste lassen sich nicht wegzaubern. Ich finde dass wir nicht wirklich verstanden werden. Sehr schlim....

Halt uns weiterhin auf dem laufenden und viel Erfolg weiterhin.

LG Lunaa

19.02.2020 16:50 • x 1 #127


heartstowolves
@Lunaa das mit deiner ambulanten Therapie freut mich!
Bleib stark, du schaffst das. Wie verträgst du das Escitalopram derzeit?
Das tut mir leid hat deine Chefin was von Kündigung gesagt oder nur, dass sie deine Stelle nicht freihalten kann?

Total...das ist mir jetzt noch mehr aufgefallen, seitdem ich aus der Reha draußen bin. Auch was das Umfeld angeht. Es war mal echt schön, 7 Wochen sich nicht verstellen oder erklären zu müssen, wieso es einem gerade schlecht geht. Und man wurde wegen seiner Ängste nicht ausgelacht oder ähnliches.

Danke dir, würde mich auch freuen wenn du immer mal wieder ein Update hier reinschreibst, wie es dir geht
LG

20.02.2020 09:44 • #128


Lunaa
@heartstowolves
Sie hat nichts von Kündigung geschrieben. Nur dass sie die Stelle nicht mehr freihalten kann und dass wenn ich mehr Zeit brauche, wir gemeinsam über eine Lösung nachdenken müssen. Aber was gibt es da für eine Lösung außer Kündigung?

Also ich habe ganz vorsichtig mit einem Tropfen Escitalopram angefangen am Sonntag. Die ersten 3 Tage war ich sehr benommen und auch müde. Gestern ging es. Heute habe ich 2 Tropfen genommen. Heute Morgen vor der Einnahme war mir aber schon schwindlig.
Ich kann es nicht wirklich beurteilen weil prämenstruell war ich die Woche auch und die Nachricht von gestern. Zieht mich alles runter und die Symptome vermischen sich.

Nimmst du Medis? Wie sehen die Tage bei dir zuhause aus? Kannst du besser rausgehen? Ohne Angst?

20.02.2020 11:12 • #129


heartstowolves
Zitat von kritisches_Auge:
Ich habe dich gelesen. Du hast einen schwierigen Weg vor dir und ich würde mich freuen wenn du von weiteren Problemen berichten würdest, hier gibt es Ohren die dir zuhören.

Ich danke dir.

Ich musste mir erstmal Gedanken machen, wie ich die Probleme am besten formulieren kann..also:
Für mich ist das Hauptproblem: Wie geht es weiter? Wo setze ich an?
In der Reha bin ich mit der Diagnose PTBS entlassen worden. Mir wurde erklärt, dass mein derzeitiger Wohnort + Arbeitsstelle ein zu großer Trigger ist und ich deswegen generalisierte Ängste entwickelte habe..das leuchtet mir auch ein und ich weiß, dass ich nur vorwärts komme, indem ich eben umziehe und einen Job habe. Da beginnt aber schon so das Ding: Ich habe keine Ahnung, wo ich wirklich hinmöchte - und blind eine Stadt aussuchen birgt auch ein gewisses Risiko. Das gleiche mit dem Job. Ich habe mich noch nicht festlegen können, in welchen Fachbereich ich gehen soll. Die Psychologin in der Reha schlug eine Reha-Einrichtung vor, anstatt wieder in ein Akutkrankenhaus zu gehen. Ich bin maßlos überfordert mit allem und dazu kommt, dass ich seit 3 Wochen wieder diese massiven Ängste bekommen habe mit dem Rausgehen. Die letzten 3mal als ich einkaufen wollte, bin ich heulend im Auto gesessen und Ende vom Lied war, dass meine Mutter ohne mich rein ist. Mir fehlt irgendwo der Mut und das Selbstvertrauen wieder. In der Reha hat das ganz gut geklappt aber zu Hause ist es wieder komplett anders.
Und egal wo ich es anspreche - Psychologe oder Psychiaterin ich bekomme nur gesagt "Das müssen sie halt alleine schaffen." Natürlich, muss ich vieles alleine schaffen, da hilft auch die beste Therapie nichts. Aber ich hatte mir erhofft, Tipps oder Anregungen zu bekommen. Aber nada. Ich hatte vorhin einen Gesprächstermin bei meiner Psychiaterin und bekam vor den Latz geknallt, sie möchte mich nicht mehr wirklich krankschreiben ich soll doch einfach arbeiten gehen. Sie wüsste nicht wo das Problem sei, eine Wohnung und einen Job zu finden...ich war da echt sprachlos. Ich hab die letzten Wochen in einigen Städten nach Wohnungen gesucht und die Preise sind kaum zu bezahlen. Entweder schau ich falsch oder ich mache es mir unnötig schwer. Aber ich fühle mich auch null verstanden und jeder meint, alles sei total einfach.

20.02.2020 12:47 • x 1 #130


heartstowolves
@Lunaa
Jetzt muss ich ganz doof nachfragen, weil ich es leider nicht im Kopf habe: Was arbeitest du denn? Gäbe es eine Möglichkeit intern zu wechseln? Das könnte deine Chefin mit einer Lösung finden gemeint haben. Ansonsten..so einfach kann sie dir nicht kündigen...sie könnte dir höchstens einen Auflösungsvertrag anbieten - aber vorher muss man schauen, ob du eine andere Tätigkeit intern machen kannst.

Ich hoffe, dir hilft das Medikament sobald es wirkt. Ich drück die Daumen!
Das kann natürlich sein...aber Schwindel oder Kreislaufprobleme, Benommenheit und Müdigkeit sind bei so Einstellungen die ersten 2-4 Wochen je nach Medikament normal.

Ich habe mich gegen Medikamente entschieden. Ich hatte es auch nochmals in der Reha angesprochen und die Psychologin dort meinte, dass sie nicht so der Fan davon ist gerade bei mir jetzt mit der Diagnose PTBS und generalisierte Angst. Klar, die Angstschübe wären so gut wie nicht mehr vorhanden aber es bearbeitet nicht das Problem. Und bei mir sei es sinnvoller, die Ängste konkret anzugehen und mein Gehirn von den Angstgedanken "um zu programmieren".
Also seit 3 Wochen ist es wieder schwer geworden, ich bekomme direkt Angst, wenn ich irgendwo hin muss. Heute im Wartezimmer meiner Psychiaterin dachte ich, ich kippe um und war fast am hyperventilieren. Ich denk das kommt gerade einfach, weil ich so überfordert mit allem bin.
Ansonsten Tagesablauf..schwierig zu gestalten. Ich versuche spätestens um 7 aufzustehen und dann Frühstücken und Haushalt direkt zu machen und ab mittags dann Wohnungen und Jobs checken. Aber das funktioniert gerade so gut wie gar nicht. Ich hoffe das legt sich wieder. Mir helfen auch die ganzen Entspannungsübungen aus der Reha nicht. Ganz komisch gerade.

20.02.2020 12:59 • #131


heartstowolves
Nachdem mich ein unschöner Termin bei meiner Psychiaterin am Montag komplett aus der Bahn geworfen hat, suche ich nach Rat von euch. Ich hoffe, irgendjemand liest sich das noch durch. Es wird vermutlich etwas länger werden, wofür ich schonmal "Sorry" sage.

Also...nach der Reha war ich ja sehr motiviert und zuversichtlich, dass ich zumindest bis Ende des Jahres wieder arbeiten gehen kann. Jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher und komplett mit Selbstzweifeln zerfressen.
Durch Corona war es natürlich so, dass ich sehr unregelmäßig meine Therapie hatte und wirklich Verhaltenstherapie haben wir auch nicht gemacht. Muss aber sagen, dass sich mein Verhältnis zu meinem Therapeuten total geändert hat und ich mittlerweile auch gerne zu ihm gehe. Trotzdem ist es manchmal einfach nur frustrierend, da er das Tempo irgendwo bestimmt und mir es nicht schnell genug geht - was vielleicht ein Fehler ist. Aber in bestimmten Dingen komm ich alleine nicht vorwärts. Ich traue mich zwar etwas mehr zu und meine Stimmung kippt nicht mehr so schnell wie noch vor ein paar Monaten bzw. wie vor einem Jahr. Meine Albträume und Flashbacks sind auch besser geworden, da ich in der Hinsicht viel Eigenarbeit mach um die Vergangenheit zu akzeptieren und nicht dort die ganze Zeit zurück zu driften.
Die größten Probleme sind einfach immer noch, dass ich alleine nicht wirklich aus dem Haus komme (bis zur Haustür meiner Vermieterin ist das Maximum z.B.), gerade durch die Maskenpflicht nicht einkaufen gehe weil ich unter dem Mundschutz Atemnot bekomme und eine Panikattacke schiebe und einfach nur ungern unter Leuten bin. Es fühlt sich alles einfach nur fremd an.
Trotzdem gibt es immer wieder Fortschritte, da ich so echt nicht weitermachen will, z.B. kann ich in kleine Geschäfte gehen und meine Begleitung geht von mir weg, ich kann wieder alleine im Wartezimmer sitzen und immer öfters geht es auch, dass ich alleine zu den Terminen laufe (also vom Parkplatz aus). Vor 2 oder 3 Wochen war ich auch das erste Mal, seitdem ich krankgeschrieben bin, 12 Stunden außer Haus und hatte mich mit 5 Leuten getroffen. Aber selbst da - obwohl es Familie und 2 Bekannte waren - hab ich Panik bekommen. Das schlaucht mich auch immer wahnsinnig.
Mein Therapeut hat sich über die Fortschritte schon total gefreut, da ich eine sehr lange Zeit am Anfang einfach nur im Bett lag und gar nichts gemacht hab. Da bin ich auch mit einem guten Gefühl zu meiner Psychiaterin gegangen. Aber mit jedem Termin wird es immer schlimmer mit ihr. Versteht micht nicht falsch, im Grunde hat sich auch recht - aber wie sie mit mir redet geht gar nicht.
Beispiele:
"Sie haben null erreicht", "Nur die Arbeit wird sie heilen", "Sie sollten sich einweisen lassen", "Sie haben keinen Plan von ihrem Leben", "Sie liegen doch eh nur faul im Bett rum", "Sie sind jung und haben zu arbeiten", "Sie sind nur auf Frührente aus", "Gehen Sie überhaupt noch zur Therapie oder liegen sie faul rum?", "Sie sind auf einem absteigenden Ast und befinden sich bald in der Unterschicht - Hartz 4 Empfänger gehören doch nicht mehr zur Gesellschaft", "Gehen Sie endlich arbeiten!", "Wieso haben sie keinen Partner?! Nichtmal da haben sie einen Plan. Leute in ihrem Alter haben da schon Kind und Haus!", "Was Ihnen passiert ist,, passiert Frauen tagtäglich und die reißen sich auch zusammen", "Wissen Sie, das liegt alles nur daran, dass sie ein Frühchen waren und geboren wurden" Mir fehlen einfach nur die Worte. Ich war so unfassbar schockiert als sie mir das alles gesagt hat. Und dadurch sind die Ängste noch größer geworden. Sie hat es nichtmal interessiert was ich hinbekommen hab, während der Zeit jetzt. Ihre Aussage "Das ist mir egal, Sie arbeiten ja immer noch nicht und das ist, was zählt mehr nicht" ...
Dadurch hab ich einfach nur noch Versagensgedanken und weiß noch weniger wie ich das alles schaffen soll. Mein Therapeut hat sich auch fürchterlich aufgeregt und meinte auch, ich soll mir eine/n neue/n Psychiater/in suchen.

Ich weiß, mir bringt es nichts, in dem Selbstzweifel zu versinken aber die Worte taten unglaublich weh. An sich hat sie auch mit vielen Dingen recht, aber wie sie das alles gesagt hat war in meinen Augen einfach nur unter aller Kanone.
Wie kann ich mein Selbstvertrauen stärken? Ich versuche zwar, jeden Fortschritt zu feiern, aber im Hinterkopf sitzt dann doch ihre Stimme mit "Das ist nicht genug!"
Ich hab mich ja noch während ich im Wartezimmer gewartet hatte voll gefeiert, dass ich alleine hingelaufen bin, im Wartezimmer mit Mundschutz saß und mit 3 weiteren Patienten geredet hab. Das wär letztes Jahr nicht möglich gewesen.

Ich hab mir jetzt für die nächsten 2-3 Wochen Ziele gesetzt - besonders im Bereich soziale Angst und dem Angehen davon. Am Freitag kommt ein Cousin aus Bayern vorbei - mit dem möchte ich zumindest mal in die Stadt oder in einen Park. Sonntag möchte ich bei meinen Eltern alte Bekannte treffen. Ich hab sogar vor 4 Wochen aus Jux (und verdammt, das hatte echt geklappt!) n Videochat-Date gemacht um bissl die Angst zu verlieren. Ist auch soweit gut gelaufen, aber der Kontakt brach dann ab. Jetzt ist es so, dass ich vor einer Woche mit jemanden Kontakt hab, soweit läuft das auch gut, er hat mir heute Morgen nach seinem Nachtdienst angerufen um mir einen guten Morgen zu wünschen bzw. mich zu wecken. Jetzt kam es zur Sprache, dass man sich ja mal treffen könnte. An sich möchte ich das auch aber ich hab unfassbar Angst Erstens wie ich hinkomme, dann dass ich eventuell eine Panikattacke bekomme (er weiß bisher noch nichts von meiner Erkrankung) usw. Ich hatte es mit meinem Therapeuten darüber, er möchte, dass ich das Durchziehe als Übung. Wo er auch Recht hat..da grätschen aber meine Selbstzweifel wieder dazwischen von wegen "Das krieg ich nicht hin", "Was will er denn überhaupt von mir?", "Was wenn er enttäuscht ist" usw.
Habt ihr irgendwelche Tipps?

25.06.2020 09:36 • x 1 #132


Man sagt, manchmal hilft es seine Gedanken und Problemen jemand zu erzählen.
Dann kann es auch passieren das der Text etwas länger wird, kein Problem

Physisches Problem wurde mir mal erklärt, kann man mit einem Oberschenkel-Bruch vergleichen.
Das brauche seine Zeit bis es verheilt ist, schnell geht hier mal nichts

Psychologen kann man auch wechseln wenn man mit jemanden nicht zurecht kommt oder zufrieden ist. Kassen sehen das nicht gern, bekommt man aber durch mit Begründungen.

Da ich selber auch mit Ängsten zu tun hatte oder hab
Kann ich dir nur sagen, ziehe es durch. Es wird mit jeden mal besser

25.06.2020 10:36 • x 1 #133


Annalehna
@heartstowolves habe genau ähnliches erlebt bin lange nicht raus, nicht vor die Türe,in kein Geschäft, nicht Auto gefahren und irgendwann habe ich es geschafft, bin aber noch immer in Therapie....es gibt auch Rückschläge.

Wünsche dir Glück...gut Ding will Weile haben,Liebe Grüße

25.06.2020 11:37 • x 1 #134


heartstowolves
Danke für die Rückmeldung!

Zitat von McLee:
Physisches Problem wurde mir mal erklärt, kann man mit einem Oberschenkel-Bruch vergleichen.
Das brauche seine Zeit bis es verheilt ist, schnell geht hier mal nichts

Ja, das ist mir auch bewusst. Und manche brauchen etwas länger als andere. Ich denk das Hauptproblem ist, dass von Außen sehr viel Druck kommt und ich mir dann selber noch mehr mache. Da kann ich auch noch nicht wirklich gelassen bleiben.
Zitat von McLee:
Psychologen kann man auch wechseln wenn man mit jemanden nicht zurecht kommt oder zufrieden ist. Kassen sehen das nicht gern, bekommt man aber durch mit Begründungen.

Ja, mein Therapeut hat mir jetzt einen Psychiater bei sich in der Stadt empfohlen, den ich kontaktieren werde. Ich warte nur noch meine Sitzung mit meiner Heilpraktikerin ab, die hat auch ein paar Drähte zu Ärzten die direkt vor Ort bei mir wären, damit ich nicht dauernd 30km auf mich nehmen muss. Es bringt ja auch nichts, wenn ich schlechter aus Gesprächen rauskomme wie ich reingehe.


Zitat von McLee:
Da ich selber auch mit Ängsten zu tun hatte oder hab
Kann ich dir nur sagen, ziehe es durch. Es wird mit jeden mal besse

Ich versuche es. Ich mach mir vorher einfach viel zu viele Gedanken - egal worum es geht. Wenn ich weiß, dass ich an Tag X einen Termin hab kann ich die Nacht vorher nicht schlafen und wach dann mit meinen psychosomatischen Beschwerden wie Schwindel, Bauchweh und Übelkeit/Erbrechen auf und sobald ich in der Situation bin sind die ersten 10 Minuten schlimm und dann geht es.
Ich weiß jetzt gerade in der Situation mit dem anstehenden Treffen einfach nicht wie ich mich vorbereiten soll, damit ich da locker rangehe. Und ich weiß auch nicht, ob ich da auch vorher was sagen soll wie "Vielleicht treffen wir uns wo nicht so viele Menschen sind" Also jetzt nicht gerade der größte Biergarten oder wie auch immer. Hab halt Angst, dass da kein Verständnis kommt.

Zitat von Annalehna:
habe genau ähnliches erlebt bin lange nicht raus, nicht vor die Türe,in kein Geschäft, nicht Auto gefahren und irgendwann habe ich es geschafft, bin aber noch immer in Therapie....es gibt auch Rückschläge.

Da bin ich beruhigt, dass ich nicht komplett alleine damit bin, auch wenn es sich doof anhört. Kannst du soweit das meiste wieder machen? Wie kamst du an den Punkt, dass es geklappt hat? Also nur, wenn du erzählen magst.

25.06.2020 12:04 • #135


Annalehna
Habe mir eine Liste gemacht mit Zielen die ich erreichen wollte zunächst waren es ganz kleine Ziele wie Post reinholen das habe ich immer wieder gemacht bis es funktioniert hat und dann das nächste Ziel usw.
Das hat mir übrigens meine Therapeutin zur Aufgabe gemacht.
Nicht das du denkst es hat sofort funktioniert es hat lange gedauert und es funktioniert aber,du brauchst natürlich auch einen Therapeuten dem du vertraust.
Zur Zeit habe ich durch ein trauriges Erlebnis wieder einen kleinen Rückschlag bekommen aber ich arbeite daran! Liebe Grüße

25.06.2020 12:10 • x 2 #136


heartstowolves
Das mit der Liste hört sich gut an, das werde ich mal übernehmen - danke dir!
Nein, dem bin ich mir bewusst, dass es seine Zeit braucht bis ein Fortschritt da ist, aber ein Anfang wäre es zumindest.
Ich drücke dir die Daumen, dass es bei dir schnell wieder bergauf geht! Liebe Grüße zurück

25.06.2020 12:59 • x 1 #137


Calima
Zitat von heartstowolves:
Ich weiß jetzt gerade in der Situation mit dem anstehenden Treffen einfach nicht wie ich mich vorbereiten soll, damit ich da locker rangehe. Und ich weiß auch nicht, ob ich da auch vorher was sagen soll wie "Vielleicht treffen wir uns wo nicht so viele Menschen sind" Also jetzt nicht gerade der größte Biergarten oder wie auch immer. Hab halt Angst, dass da kein Verständnis kommt.


Angenommen du würdest fragen und es gäbe kein Verständnis: Was wäre dann anders, als wenn du erst gar nicht gefragt hättest?

25.06.2020 13:56 • #138


heartstowolves
Zitat von Calima:
Angenommen du würdest fragen und es gäbe kein Verständnis: Was wäre dann anders, als wenn du erst gar nicht gefragt hättest?

Gute Frage, vermutlich gar nichts..

25.06.2020 14:50 • x 1 #139


Calima
Zitat von heartstowolves:
Gute Frage, vermutlich gar nichts..


Stimmt . Das bedeutet, dass du durch eine entsprechende Bitte nur gewinnen kannst. Natürlich kann man Ablehnungen nicht gut leiden. Schließlich kriegt man nicht, was man will und das ist erst mal blöd.

Dein Kopf sagt dir in diesem Fall aber vermutlich, dass der andere jetzt blöd über dich denkt, weil du gefragt hast. Und weil du dieses Gefühl vermeiden möchtest, fragst du lieber erst gar nicht.

Nun tausche mal kurz die Rollen: Du wirst gefragt, ob ihr euch in einer U-Bahnstation treffen könnt und du lehnst ab, weil du gute Gründe hast, das nicht zu wollen. In deinem Denkmuster von eben müsste jetzt dein Gesprächspartner sich blöd fühlen, weil er dich gefragt hat. Stattdessen wirst aber vermutlich du dir Gedanken machen, ob er jetzt blöd über dich denkt, weil du seine Bitte abgelehnt hast.

In beiden Fällen übernimmst du die Verantwortung für das Gesagte, obwohl du selbst zu keinem Zeitpunkt ungut über den anderen denken würdest - egal, ob er deine Bitte ablehnt oder ob er dich um etwas bittet, was du nicht willst.

Heißt: Weniger fürchten, einfach machen und ausprobieren. Im konkreten Fall kriegst du vielleicht deine Wunschumgebung und kannst entspannter an das Treffen herangehen. Und wenn nicht, ist auch nix verloren .

25.06.2020 15:00 • x 1 #140



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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf