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Guten morgen.
Gestern bin ich auf dieses Forum gestoßen.
Ich hoffe hier etwas Anschluß zu finden.

Ich bin 25 Jahre alt und Mutter einer Tochter.
Zum ersten mal machte sich meine Phobie mit 16 bemerkbar. ( umzug von Mutter zum Vater)
Darauf folgte eine erfolgreiche Therapie.
Aber jetzt mit 25 ist alles wieder da. (War verheiratet,Ehe war der Horror endlich getrennt)
Ich quäle mich täglich zur Arbeit und auch zum Einkauf.
Das schlimmste ist keine Freizeit mehr zu haben.
Meine Panik steht einfach im weg.
Ständige Übelkeit,schwindel schlechtes Hören und Sehen sind bei mir noch harmlose Begleiterscheinungen.
Das schlimmste ist das ich nicht viel mit meiner Tochter oder Freunden unternehmen kann.
Man vereinsamt regelrecht.
Ich denke viele kennen dieses Problem die auch unter einer Agoraphobie leiden.

Jetzt warte ich auf einen freien Therapieplatz.
Ich hoffe das ich mich hier mal mit Gleichgesinnten austauschen kann.

Den auslöser für meine Krankheit kenne ich. Es ist nur sehr traurig alles nochmal machen zu müssen.
Zudem ich ja wieder Gesund war.

Ich würde mich über eine Antwort freuen. Dann hört vielleicht die Einsamkeit auf. Zumal viele gesunde Menschen für sowas kein Verständnis haben.

Liebe grüsse Mel88

25.02.2014 08:28 • 01.03.2014 #1


6 Antworten ↓


Missyou
Ich kenn des alles nur zu gut.
Bin auch nach einer Therapie gut klar gekommen und jetzt ist alles wieder da
Habe 2 Kinder und es ist jeden Tag ein neuer Kampf sich zu zwingen dass sie ein normales Leben haben können!

25.02.2014 08:38 • #2



Trotz Therapie ist die Agoraphobie wieder da

x 3


Danke für die schnelle Antwort.
Ich hoffe immer das meine Kleine mir das nicht anmerkt,aber mal ehrlich Kinder sind nicht doof.
Es ist schade das Sie auf so viel verzichten muss weil ich einfach nicht kann.
Das schlechte Gewissen mischt sich zusätzlich zur Phobie.

Ich wünsche auch dir und deinen Kids alles Gute.
Hoffentlich wirst du bald Gesund.

25.02.2014 11:24 • #3


Bei mir fing es an als meine Tochter 3 Jahre war .. schwierige Zeit war das .. dann Psychotherapie gemacht usw. Irgendwann wurde es besser ..habe nochmal eine Ausbildung gemacht und alle Aktivitäten wieder ohne Angst machen können , reiten , Schwimmbad , in den Urlaub sogar geflogen
Medikament abgesetzt , jahrelang beschwerdefrei gelebt
Vor einem Monat fings wieder an
Habe mich auch vor allem eingebunkert vor Angst und viel viel geweint aber nur wenn sie in der Schule war oder abends geschlafen hat sie hat es also nicht so mitgekriegt..
Mir ist im Moment mal so mal so .Aber ich übe und mir geht es schon viel besser als noch vor 4 Wochen ..war sogar mal shoppen ,Einkäufe werden auch wieder besser und gestern habe ich mir drei Zähne behandeln lassen beim Zahnarzt . Nur um dir Mut zu machen vor einigen Wochen konnte ich nicht mal zum Büdchen oder über eine Kreuzung gehen ..das klappt wieder
ES WIRD WIEDER BESSER nur Mut und versuchen nicht so viel nach zu denken

25.02.2014 11:38 • #4


Ich schlage mich auch Tag für Tag durch.
Ich habe Tage da ist es besser und dann mal schlechter.
Heute habe ich sogar geschafft mit meiner kleinen ein Karnevalskostüm zu kaufen
Das macht mich Stolz.
Und endlich habe ich eine Therapiestunde am 13.02 mein Hausarzt hat sich dahinter geklemmt.
Ich weiss durch meine vorherige Therapie ja schon wie man sich heilenkann aber dennoch mache ich nochmal eine.

Ich hoffe das ich dann endgültig alles aufarbeiten kann.
Vielen dank für die Antworten. Das macht es erträglicher nicht allein damit zu sein.

25.02.2014 16:50 • #5


Ich kann da nur sagen, das ich seit Jahren damit zu tun habe und Rückschläge immer wieder kommen. Wichtig ist auch den Auslöser der Erkrankung aufzuarbeiten. Das wird der schwerste Teil. MfG

01.03.2014 08:29 • #6


HI Mel und alle Anderen

Finde ich immerwieder interessant und hilfreich die Erfahrungen anderer zu lesen. Ich hab es auch schon einige Jahre und 2 Klinikaufenthalte+Langzeittherapie (VT) hinter mir. Trotzdem schwankt es ständig vor sich hin. Aber wichtig ist denke ich den Mut nicht zu verlieren, den Punkte habe ich auch bereits einmal hinter mir. Es sind auch die kleinen DInge im Leben die Freude machen können.

Es ist halt schwer nicht in tiefste Depressionen zu verfallen wenn man nichts mehr unbeschwert machen kann. Dass ist dann auch die problematische Spiralwirkung aus Ängsten und Depressionen die wahrscheinlich alle hier kennen. Es hört sich so an das du Mel auch sehr viel Stress hinter dir hast bzw. immernoch hast. ICh glaube das ist ein wichtiger Punkt. Bei mir ist es so das jeglicher Stress meine Symptome quasi multipliziert, vielleicht kannst du auch mal überlegen wie du etwas Stress aus deinem Leben nehmen kannst.

LG

Dodi

01.03.2014 11:53 • #7




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