Hallo!
seit nunmehr 10 Jahren leide ich an einer Angststörung und Depressionen.
Vor ca. 5 Jahren musste ich nach jahrelanger Psychoanalyse Therapie sogar in eine Klinik.
Danach habe ich mit Verhaltenstherapie begonnen.
Nehme nach wie vor meine Medikamente, 4 - 5 Jahre Citalopram 20 mg.
Nun hatte ich meine vorletzte Sitzung bei meiner Therapeutin und habe wenige Tage später einen enormen Rückfall erlitten. Citalopram inzwischen seit einer Woche auf 4o mg erhöht.
Anfangs hab ich noch Strategien gegen Angst und Depression versucht. was das angeht, habe ich eher dass Gefühl mein Einsatz lässt nach ..
Versuche jeden Tag walken zu gehen, mindestens 1x rauszugehen ..
Bin jetzt seit über 2 Wochen zu Hause und meine grösste Angst ist es, wieder an meinen Arbeitsplatz zurückzukehren.
Wo ist mein Mut und mein Glaube an mich? Schliesslich habe ich 4 - 5 Jahre beinahe beschwerdefrei gelebt!
Falls Ihr irgendeine Erfahrung dazu habt, sei es, "Rückfall", Zurück an den Arbeitsplatz, "raus aus dem Tief", bin für alles dankbar!
Liebe Grüße
Claudia

29.06.2012 13:54 • 02.07.2012 #1


4 Antworten ↓


Hallo bella79 !

dass es einem gerade nach der letzten sitzung beim therapeuten schlecht geht, kann chon gut möglich sein und haben bestimmt so einige hier erlebt. du denkst jetzt, du wärst alleine und auf dich alleine gestellt. Hast du denn vorher gearbeitet? wenn nicht und du jetzt eine arbeit anfängst, ist es logiscg, dass du dich vorher besser gefühlt hast. denn nun mit einer arbeitsstelle kommt der druck, erwartungen an dich selbst, eigenverantwortung usw. versuche dir viell. klar zu machen, dass mit dem ende der therapie nicht alles wie "vor der therapie" ist. du hast jede menge gelernt, dir wissen angeeignet, du weißt besser mit der panick/ängsten umzugehen und dieses wissen kann dir keiner nehmen. es bleibt da, egal, ob mit oder ohne therapeutin. versuche das eher so zu sehen. und deine therapeutin ist ja nicht ganz aus der welt geschaffen. vielleicht könnt ihr auch noch nach der therapie oberflächlich den kontakt halten? auf jeden fall ist es normal, wenn du versuchst wieder auf eigenen beinen zu stehen, sir nicht sicher bist, ob du es schafft und somit die panick wieder über dich kommt. Lass dich davon nicht runterkriegen.

Sumi

29.06.2012 21:35 • #2


Unter welchen Ängsten leidest du denn genau? Ist die Angst nun da, weil du bald keine Therapie-Sitzungen mehr haben wirst? Das ist doch eigentlich ein gutes Zeichen oder wie darf man das verstehen? Dann geht deine Therapeutin doch davon aus, dass du das nicht mehr brauchst oder verstehe ich das falsch? Mit den Medikamenten das ist natürlich nicht so schön. Geht es dir denn schlechter seit du die Dosis erhöht hast? Ich könnte mir vorstellen, dass das ja auch Nebenwirkungen sein könnten. Aber ich kenne mich damit nicht aus. Aber eigentlich hat ja jedes Medikament Nebenwirkungen. Erst recht, wenn man höhere Dosen nimmt.

30.06.2012 10:10 • #3


Vielen Dank für Eure Antworten!
Ganz ehrlich bis vor 3 Wochen dachte ich auch noch, dass das Therapie-Ende ok für mich ist. Habe mich zwar die letzte Zeit schon so einsam gefühlt, aber Therapie-Ende war wie gesagt für mich "bewusst" kein Problem.
Liebe sumi: Ja, ich glaube meine Therapeutin hat mich so eingeschätzt, dass ich es zumindest probieren sollte. Manchmal denke ich der einzige der sich nicht so wirklich was zutraut bin ich ;o( Und das nach allem was ich schon bewältigt habe.
Meine Arbeitsstelle habe ich schon seit 16 Jahren. Das bereitet mir so mit das größte Problem dort zu fehlen.
3 Tage habe ich es mit Panik nach dem Aufstehen und ständigem angespannt sein geschafft in die Arbeit zu gehen. Am 4. Tag bin ich dann krank zu Hause geblieben.
Diese Häufigkeit und Hartnäckigkeit der Beschwerden bin ich einfach nicht mehr gewohnt gewesen von den letzten Jahren.
Nun ist das größte bevorstehende Problem wohl die Angst vor der Angst.
Sprich wieder an meinen Arbeitsplatz zurückzukehren ..

01.07.2012 18:36 • #4


RainerSkeptiker
Hallo,
hört sich ganz danach an, als würdest Du Dich selbst unter Druck setzen. Das dies nicht gut für die Psyche ist, wäre das Mindeste, was eine Therapie Dir hätte bringen können.
Wenn sich Dein Zustand weiter verschlimmert, ist es mit der Arbeit auch vorbei!
Also möglichst versuchen, den innerlichen Zwang zu funktionieren nachhaltig bekämpfen!
Gruß
Rainer
http://www.angsthilfeforum.de

02.07.2012 01:25 • #5





Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf