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13.06.2019 20:14 • 14.09.2019 #1


28 Antworten ↓


Zitat von bobthecat:
Hallo ihr, schon seit ich denken kann, leide ich unter vielen Ängsten. Ich war auch schon häufiger in therapeutischer Behandlung, war damals jedoch zu jung um die Notwendigkeit zu sehen. Ich habe viele schlechte Erfahrungen mit Therapeuten gesammelt und für mich entschieden, meine Probleme alleine zu lösen. Das war ein Fehler, ich hätte mir schon viel früher Hilfe holen sollen. Denn seit einiger Zeit werde ich von Zwangsgedanken verfolgt und regelrecht gequält. Es begann alles mit einer Panikattacke, alles drehte sich um den Gedanken Ich liebe meinen Freund nicht mehr, ich muss ihn ...


Hi du,

schau mal in dem Thread Angst den Partner nicht mehr zu lieben vorbei, da findest du ganz viele Menschen, die genau dieses Problem kennen.

Ich bin eine davon, also du bist nicht allein mit diesen ekligen Gedanken.

Ganz liebe Grüße

14.06.2019 07:38 • #2


Ich hatte genau das gleiche.
Das Gefühl,den Partner nicht mehr lieben zu können,es hatte mich sehr gequält.

Die Ursache lag in der Depression:

ich konnte nichts mehr fühlen ausser Angst und Leere und deswegen konnte ich auch keine Liebe mehr empfinden.
Sowas kommt häufig vor während einer Depression.

Lass Dich behandeln (Verhaltenstherapie und unterstützden ein Medikament einnehmen ) und warte ab bis die Depressionen und Ängste abgeklungen sind.
Dann normalisiert sich alles wieder und die Zwangsgedanken und das Dauergrübeln sind dann auch verschwunden.

16.06.2019 10:13 • x 1 #3


Und hat deine Beziehung das alles überstanden? Ich hab ständig so Angst, es könnte doch keine Krankheit sein. Es macht einen verrückt und versau t einem jeden schönen Moment...

16.06.2019 10:48 • #4


Unsere Beziehung hat das alles gut überstanden und uns sogar enger zusammengeschweisst.

Ich hatte auch den Drang,meinen Mann zu verlassen weil ich glaubte,kein Recht mehr zu haben,bei ihm zu sein,weil ich keine Gefühle mehr für ihn empfinden konnte.

Schau mal hier,da steht auch was zu Depressionen und Partnerschaft:

https://www.palverlag.de/depressionen-symptome.html

16.06.2019 12:19 • #5


Dankeschön...
Und wie lange hat das bei dir alles gedauert?

16.06.2019 12:26 • #6


Von dem Zeitpunkt an als der Gedanke kam,dass ich meinen Mann verlassen muss bis es vorbei war etwa 3-4 Monate.

Sowas ist allerdings bei jedem Menschen unterschiedlich.

Hast Du Dir den Link durchgelesen?

16.06.2019 12:28 • #7


Ja, habe ich... Ich glaube allerdings, dass meine Gedanken noch etwas anders sind. Aber das variiert ja wohl auch von Person zu Person...
Ich frage mich einfach wie man unterscheiden kann, was gerade echt ist und was wieder nur ein blöder Zwangsgedanke ist...

16.06.2019 12:32 • #8


Es ist unter Depressionen unmöglich,das zu unterscheiden,deswegen grübelt man ja permanent.

Bei mir war es so,dass ich dachte ich MUSS meinen Mann verlassen,weil ich kein Recht habe,bei jemandem zu bleiben,den ich nicht liebe.
Das Seltsame aber war,dass ich ihn nicht verlassen WOLLTE.

Ich weiss nicht,wie das bei Dir ist aber daran kann man erkennen dass man gefühlsmässig doch noch viel für den Partner übrig hat.
Oder wärst Du froh,wenn Du ihn verlassen könntest?

Wenn nicht,liebst Du ihn noch,die Gefühle sind aktuell nur "eingefroren" im Eis der Depression.

16.06.2019 13:00 • #9


Nein, froh kann man den nicht nennen. Im ersten Moment wäre ich vielleicht erleichtert, weil die Gedanken dann aufhören müssten, aber im Endeffekt kann ich es mir nicht vorstellen ohne ihn zu sein. Ich fühle dahingehend nur Leere, ich kann es mir so wenig vorstellen, dass ich nicht weiß was für Gefühle es dann wären.
Ich bin auch zufrieden wenn er da ist, die Gedanken sind dann nicht weg, aber nicht ganz so schlimm. Er ist der einzige, der mich in der Situation beruhigen kann. Aber dann schaltet sich mein Kopf wieder ein und fragt: Aber was ist denn, wenn du ihn nur bei dir haben möchtest, weil es dir dann besser geht und du etwas abschalten kannst und nicht weil du ihn liebst?
Dieses ständige Was wäre wenn raubt mir noch den letzten Nerv.

16.06.2019 13:17 • #10


Ja,ich kenne das,der Kopf schlägt einem immer wieder ein Schnippchen,man kommet einfach nicht raus aus der Zweifelfalle.

Schätze mal,das wird erst besser werden,wenn Deine Therapien anschlagen,nimmst Du Medikamente?

16.06.2019 13:24 • #11


Bisher nicht, aber mir haben schon zwei Therapeuten dazu geraten.
Aber was ist wenn es dann nicht besser wird? Muss ich mich dann wirklich trennen? Ist das dann der Beweis dafür, dass es real ist?
Ich hab solche Angst.

16.06.2019 13:34 • #12


Solange man Depressionen hat,sollte man niemals wichtige Entscheidungen fällen,weil man nicht klar denken kann.

16.06.2019 15:05 • x 1 #13


Zitat von bobthecat:
Bisher nicht, aber mir haben schon zwei Therapeuten dazu geraten.
Aber was ist wenn es dann nicht besser wird? Muss ich mich dann wirklich trennen? Ist das dann der Beweis dafür, dass es real ist?
Ich hab solche Angst.


Es gibt so viele verschiedene Medikamente, da wird auch für dich das richtige dabei sein Du musst gar nichts. Die Zwangsgedanken machen es dir schwer zwischen Realität und Gedanken zu unterscheiden. Aber auch dagegen kann man etwas tun. Erfordert allerdings viel Geduld und Einsatzwille

16.06.2019 15:12 • #14


Icefalki
Letztendlich handelt es sich um eine Erkrankung. Und wenn Depri und Ängste vorherrschen, ist normales Denken praktisch unmöglich. Ob man Amok läuft, weil man denkt, man wird verrückt, oder Amok läuft, weil man Angst hat, den Partner nimmer zu lieben, kommt beinahe auf dasselbe raus.

Alles absolutes Gehirndurcheinander, weil man keinen Bezug mehr zur Wirklichkeit hat, bzw. Alles gedanklich im Chaos ertrinkt. In solchen Situationen sind es die Gedanken, die Angst auslösen, weil einem die Depri und/oder Angst voll im Griff haben.

Glaube mir, ohne Ängste würdest du wirklich wissen, was realistisch ist, oder eben nicht. Würdest dir nicht mal die Bohne den Kopf darüber zerbrechen, ob nun die Liebe weg wäre, oder nicht. Und selbst wenn sie weg wäre, würdest du wissen, warum.

16.06.2019 15:24 • x 1 #15


Aber glaubt ihr nicht auch, dass es eigentlich so wäre, dass die Anwesenheit des anderen einen stören würde, wäre die Liebe weg? Dann würd man sich doch tierisch über alles mögliche aufregen, oder nicht? So war es bei meinen früheren Beziehungen auf jeden Fall..

16.06.2019 15:49 • #16


Dass du dich bei uns rückversichern willst, ist ganz typisch für Zwangsgedanken. Aber das brauchst du nicht. Du kannst dir selbst vertrauen, auch wenn es dir im Moment nicht so vorkommt. Zwangsgedanken suchen sich oft die Themen, die uns besonders wichtig sind und im Gegensatz zu unseren moralischen Vorstellungen sehen. Was ist denn das schlimmste, was passieren könnte, wenn du dich von deinem Freund trennst?

16.06.2019 15:55 • #17


Er wäre weg! Ich schaff das nicht alleine... ich muss jetzt schon wieder heulen wenn ich nur dran denke..

16.06.2019 16:02 • #18


Ja,es ist echt paradox...

Es wäre schrecklich für Dich,wenn er weg wäre aber Du bist dennoch überzeugt davon,ihn nicht zu lieben...

Such Dir therapeutische Hilfe,das wird Dich entlasten.

16.06.2019 16:05 • #19


Wie gesagt, ich weiß nicht mehr wo oben und wo unten ist. Es ist ein großes Durcheinander. Ist er da, fühle ich mich in Ordnung, verlässt er das Haus, bricht meine Welt zusammen... Es ist so paradox.
Ist leider schwer beim Therapeuten einen Platz zu bekommen, aber ich hab in 1,5 Wochen einen Termin bei einer Zwangssprechstunde..

16.06.2019 16:11 • #20




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