47

Insorge
Hallo zusammen,
ich habe an anderer Stelle schon ausführlicher von meiner Angst vor dem Fuchsbandwurm durch verschleppten Hundekot geschrieben. Die Infektion beim Menschen ist selten, aber in meiner Vorstellung begründe ich es so, dass nur wenige Menschen das Pech haben in Hundekot zu treten (bzw. mit dem Kinderwagen durchzufahren) oder alle anderen Menschen denen das passiert, den Hundekot grundsätzlich vor betreten der Wohnung gründlichst gereinigt haben, so dass sie nie einer pot enziellen Gefahr ausgesetzt gewesen sind. Würde es allerdings doch vielen andere Menschen passieren, dass sie schon mal in Hundekot getreten sind und es nicht vor betreten der Wohnung porentief gereinigt haben, würde es für mich ein Hinweis sein, dass es weniger gefährlich ist, als ich befürchte, wenn man doch versehentlich Hundekotreste in die Wohnung verschleppt.

Nun will ich überprüfen, ob meine Vorstellung überhaupt richtig ist, darum fände ich es toll, wenn hier möglichst viele Leute schreiben, die bereits Opfer solcher Tretminen wurden und wie sie dann damit umgegangen sind. Ich hoffe, dass mein - vermutlich ungewöhnlich klingendes - Anliegen halbwegs verständlich ist. Ich weiß zwar nicht, ob es mich letztendlich beruhigen kann, aber ich will es einfach mal ausprobieren.

Vielen Dank im Voraus

13.02.2020 01:31 • 06.03.2020 #1


38 Antworten ↓

Lara1204
Ich bin schon öfters rein getreten... Wie ich damit umgegangen bin?
Schuhe sauber gemacht und gut war.

13.02.2020 06:59 • x 4 #2



Hallo Insorge,

Wer ist denn schon mal in Hundekot getreten?

x 3#3


Hazy
Schon zig mal
Schuh so weit es geht sauber machen und zu Hause mit Wasser reinigen.

13.02.2020 07:20 • x 4 #3


petrus57
Ich bin da Profi drin. Letztes Mal war das so ein dicker Haufen, da hatte ich mich fast auf den Hintern gelegt.

Mache dann meine Schuhe meist in Pfützen oder auf der Wiese sauber. Der Rest wird dann im Waschbecken erledigt.

PS:
Würde aber gerne den Hundehalter mit dem Kopf in den Haufen tunken.

13.02.2020 08:58 • x 12 #4


Angor
Seit bei uns im Dorf überall die Hundekotbeutel zur Verfügung stehen, ist es Gottseidank mit den Tretminen weniger geworden.

Aber ich bin auch schon öfter mal reingetreten oder früher mit dem Kinderwagen durchgefahren.

Ich hab mir dann Einmalgummihandschuhe angezogen, und dann die Schuhe bzw. Räder des Kinderwagens was beim vorigen versuchten Abstreifen an Bordsteinkanten, Gras oder Pfützen noch übrig war, mit einem Schwämmchen und Allzweckreiniger gereinigt.

Da ich in der Richtung ein wenig penibel bin, Hundekacke von anderen Hunden finde ich ekliger als die vom eigenen Hund, habe ich das Schwämmchen natürlich anschließend weggeworfen.

Um auf Nummer sicher zu gehen wenn Du Dich dann besser fühlst, kannst Du noch ein Desinfektionsspray drauf sprühen.

In all den Jahren ist bei mir nie was passiert, auch meine Kinder hatten nie Parasiten wie Würmer geschweige denn unser Hund. Ich hoffe dann ja auch, dass die Hundebesitzer ihre Tiere regelmäßig entwurmen.

Ich finde übrigens Dein Anliegen gar nicht ungewöhnlich, viele User hier haben Angst vor Parasiten und besonders Würmern. Tretminen sind nun mal unhygienisch und einfach eklig.

Man müsste diesen Hundebesitzern die eigene Sche.iße mal vor die Tür schmeissen.

LG Angor

13.02.2020 10:35 • x 4 #5


Also, für den Fall, dass meine folgende Geschichte falsch interpretiert wird: Lachen soll ja gesund sein!
Als ich in der siebten oder achten Klasse war, hatte ich so einen Mitschüler, der irgendwie unglaublich cool war. Er lebte bei seinem Opa mit einer Katze, die immer auf einem Aquarium lag. Von seinem Cousin bekam er immer zu *beep*, was ihm- glaube ich- auf Dauer nicht gut getan. Er sah ein bischn aus wie John Lennon und trug alte Arbeitsjacken von seinem Opa mit Umhängetasche. Ein Hippie im falschen Film.
Wie auch immer- eines Tages hatte er mal wieder auf dem Klo jenen netten Rauch verbreitet und wir gingen in der großen Pause zum Supermarkt. Dahin führte ein ungefähr 1000 Meter langer Weg, der auch gerne als Hundeklo verwandt wurde. Das war Anfang der 80er Jahre- damals wurde man noch nicht gefilmt und dann angezeigt, wenn man Fiffi machen liess und einfach mit Pokerface weiterging. Kack- Beutel gabs auch noch nicht und Hundeleinen mit GPS, Taschenlampe, Spender, Variomatik, Hill- Holder und Kreiselsensor mit Solarcelle in einem Gehäuse. Vielleicht waren wir auch unserer Zeit vorraus und wollten mit der Aktionskunst auf Misstände in der bürgerlichen Gesellschaft hinweisen!
Es waren die Tage nach Sylvester und jeder von uns hatte noch diese kleinen Knaller in der Tasche, ich glaube, die nannte man "lady-Cracker" oder so. Naja, wir hatten dann die wenig damenhafte Idee "SCH. zu sprengen". Das machten wir dann auch, wobei wir unsere Fähigkeiten als Sprinter und die Großzügigkeit langer Lunten irgendwie in ein Missverhältnis brachten... jedenfalls sah das dann spektakulär aus, wir machten es dem Regen leichter und den Fussgängern schwerer...
Als wir dann wieder back in class waren, mussten wir Orangenschalen aus dem Mülleimer fummeln und uns damit die Hände abreiben, weil der Gestank einfach nicht wegzukriegen war. Kleine Partikel unseres künstlerischen Rohmaterials hafteten scheinbar überall an unserer Kleidung, das brachte nur bedingt was.
Wir haben uns damals vor Lachen weggeschmissen und eigentlich jeder, der uns näher als 1m kam und dem wir davon erzählten, warum wir uns da eine Abreibung verpassen mussten. So war das damals- Alfred E. Neumann, Peter Perveres, Spion und Spion liessen grüssen.
Kommt immer auf die Perspektive an. Ich mag Hunde wirklich gern- und Kot gehört nunmal zum Leben- auch bei Hunden. Viel schlimmer finde ich, was an agrarindustriellen Standorten mit sogenannter "Gülle" passiert. DAS sind Mißstände, die wirklich dauerhaft spuren hinterlassen- überall um uns herum. Folgen von jahrzehntelangem, politischem Versagen und dem üblichen, kollektivem Wegsehen ehrbarer Bürger.

13.02.2020 11:10 • x 1 #6


Mondkatze
Bin auch schon zig mal reingetreten.
Und das stinkt immer so per -vers.
Ich habe immer das Gefühl, dass die Hundehalter, die einen kleinen Hund haben, die Kackbeutel tatsächlich benutzen.
Die großen Haufen bleiben liegen.
So große Beutel gibts wohl nicht, lach.
Ich machs ansonsten so wie @petrus57 es beschrieben hat.

13.02.2020 11:16 • x 3 #7


Schlaflose
Früher bin ich auch oft reingetreten. Schuhsohle erstmal notdürftig am Bordsteinrand abgerieben und dann mit Tempos weitergemacht. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, mich dabei mit etwas anzustecken.

13.02.2020 15:12 • x 1 #8


Insorge
Ich bedanke mich schon mal für die vielen Antworten und auch für die amüsanten Geschichten

Also es gibt doch einige wenige, die auch eher mal "fahrlässiger" damit umgehen. Das ist für mich etwas beruhigend, da ich ja befürchte, ich könnte zu fahrlässig sein.

Mir hilft es natürlich auch, wenn detailliert auf die Art der Reinigung eingegangen wird, da man ja auf vielfältige Weise etwas säubern kann und ich bei genauerer Beschreibung dann besser die Methoden mit meiner vergleichen kann.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt als ganz bekloppt oute: ich habe ja leider auch noch Sorge beim saubermachen, unter einem Wasserstrahl, vollgespritzt zu werden bzw. dass das Kackwasser dann eventuell auf der Zahnbürste oder sonst einen Gegenstand der -auch über Umwege- im Mund landen könnte, spritzt Wobei Schuhe auch leichter zu reinigen sind als so riesen Kinderwagenreifen mit tiefem Profil, die man auch nicht abmachen kann. Würde den Eiern der Wurmparasiten Desinfektionsmittel was ausmachen, würde ich nach grober Reinigung einfach Unmengen daraufsprühen und gut wäre. Aber das sind schon hartnäckige Dinger. Hitze macht ihnen am ehesten was aus, Schuhe würde ich deshalb mit der Sohle in einen Bottich mit kochendem Wasser stellen, aber bei den Kinderwagenreifen bin ich echt überfordert. Meine Phobie ist ja leider so stark, dass die Vorstellung, dass ein Ei versehentlich -über Umwege- in den Mund von meinem Sohn oder mir gelangen könnte, schon ein Todesurteil bedeutet. Also muss ich -in meiner Vorstellung- so reinigen, dass in gar keinem Fall ein "pot enzielles" Ei "verlorengehen" oder "verschleppt" werden könnte. Ich habe da aber keine für mich probate Reinigungsmethode gefunden, die mir diese Sicherheit geben könnte.

Deshalb versuche ich eben den umgekehrten Weg: Wenn viele Leute mit Hundekot in Kontakt kamen und auch keine 100% sichere Reinigungsmethoden angewandt haben (also absoluter Ausschluss, dass mögliche Fuchsbandwurmeier irgendwie verspritzt oder verteilt wurden oder doch noch Reste übrig geblieben sind), bedeutet dies, dass ein normales Reinigen auch bei mir reichen müsste. Denn ich denke ja immer, ich mache vielleicht beim Reinigen was falsch, bin "fahrlässig" deshalb beruhigen mich natürlich die "fahrlässigeren" Beispiele, bei denen es möglich ist, dass poten zielle Eier sich durchgemogelt haben könnten. Ich habe ja (aus phobischer Sicht: leider) nicht die Mittel zur Reinigung, wie sie in einem Labor, in welchem mit hoch infektiösem Material gearbeitet wird, gegeben sind.

Ich hoffe, dass ich keinem anderen hier mit Keimphobie eine neue fixe Idee in den Kopf setze. Grundsätzlich sind nur Mäuse fressende Hunde ein Risiko, ansonsten kann sich ein Hund nicht infizieren. Hunden selbst macht der Wurm auch nichts aus, da er Endwirt und nicht, wie der Mensch, Zwischenwirt ist. Bei der Entwurmung bei einem betroffenen Hund muss man jedoch vorsichtig sein, weil die Eier infektiös bleiben, auch wenn der Wurm selbst durch das Wurmmittel abgetötet wurde. Es ist deshalb grundsätzlich davon abzuraten Hunde Mäuse fressen zu lassen, denn sonst muss man seinen Hund alle 3-4 Wochen entwurmen und den Kot verbrennen um sich oder andere nicht zu gefährden (Info vom Robert-Koch-Institut zur alveolären Echinokokkose). Alle anderen Parasiten, die im Hundekot sein könnten, sind deutlich weniger gefährlich. In der Schweiz sind 0,3% aller Hunde mit dem Fuchsbandwurm infiziert. In Deutschland gibt es keine aussagekräftigen (also repräsentativen) Untersuchungen dazu, es müsste aber vergleichbar sein, weil die Menge der infizierten Füchse dort in etwa gleich ist. Man geht davon aus, dass 80 % aller Menschen in Deutschland immun sind. Diese Info nur, damit ich keinem anderen auch noch Angst bereite In Deutschland gibt es nur 500 gemeldete Fälle von alveolärer Echinokokkose (Fuchsbandwurm beim Menschen).

Hundebesitzer die den Hundekot ihrer Tiere nicht wegmachen finde ich völlig verantwortungslos. Jeder halbwegs anständige Mensch wäscht sich wenigstens nach dem großen Geschäft die Hände, damit andere nicht ungewollt mit deren Kot in Berührung kommen, obwohl menschlicher Kot viel ungefährlicher ist. Bei Hunden wird dann mit einem ganz anderen Maß gemessen und noch immer zu viele Hundebesitzer muten deshalb der Umwelt zu, in den Haufen von ihrem "besten Freund" treten zu müssen. Am Schlimmsten ist es für Rollstuhlfahrer, da sie dann den Kot an den Ärmeln oder sogar Händen hängen haben, wenn sie durchgefahren sind. Aber auch für alte Menschen mit Rollator ist das richtig ätzend, denn die können den Rollator aufgrund ihrer körperlich Eingeschränktheit auch nicht mal so einfach selbst reinigen. Richtig asozial wird es, wenn Hundekot auf Spielplätzen liegt, da würde ich auch dem schuldigen Hundebesitzer am liebsten mit dem Gesicht in den Haufen drücken. Hundelosung ist eben kein "Dünger", sondern klebriger und stinkender poten ziell gesundheitsgefährdender Abfall.

13.02.2020 17:55 • #9


Sonnenzombie
Ich glaub fast jeder Mensch auf dieser Welt ist schön mal in einen Hundehaufen gestiegen !
Das putzt man halt ab und wäscht sich den Schuh fertig .
Ich bin Gärtnerin und greife leider oft in Katzenkot
Sozusagen Berufsrisiko

13.02.2020 18:09 • x 2 #10


Landwirte sagen, Gülle ist "wichtiger Dünger". Daher hab ich auch schon Felder gesehen, wo 15 Zentimeter dick derartig Sondermüll entsorgt wurde. Hier in der Nähe hab ich mal einen gesehen, der hat das Zeug direkt in einen Fluss laufen lassen- bzw. Graben, der dorthin führt. Guckte mich doof an, als hätte ich ihn beim Hosentaschenbilliard erwischt.
Ach ja, von wegen Sandkisten- Einmal-.spritzen mit... ach

13.02.2020 18:11 • #11


Sonnenzombie
Zitat von Irschenberg:
Landwirte sagen, Gülle ist "wichtiger Dünger". Daher hab ich auch schon Felder gesehen, wo 15 Zentimeter dick derartig Sondermüll entsorgt wurde. Hier in der Nähe hab ich mal einen gesehen, der hat das Zeug direkt in einen Fluss laufen lassen- bzw. Graben, der dorthin führt. Guckte mich doof an, als hätte ich ihn beim Hosentaschenbilliard erwischt.Ach ja, von wegen Sandkisten- Einmal-.spritzen mit... ach

Der hat dich dumm angeguckt weil es bei hoher Strafe verboten ist . So ein Idio....
Wegen solchen Leuten sterben zig Fische und andere Tiere

13.02.2020 18:13 • #12


JollyJack
Zitat von Insorge:
Ich bedanke mich schon mal für die vielen Antworten...Auch auf die Gefahr hin, dass ...


Nahmnd,

mal ernsthaft: So wie Du als Phobiker argumentierst (durchaus mit geradezu Bruchteilen von Prozenten) ist es doch klar, dass Du bei jeder kleinsten Chance auf Irgendwas an die Decke gehst. Du hast selber gesagt, dass gerade mal 0,3% der Hunde in Deutschland vermutlich befallen sind. Kommt mir gerade so vor wie die Chance 3x in derselben Woche vom Blitz getroffen zu werden oder 5x in Folge den Lotto-Jackpot zu knacken, sorry....

Ich stimme als Hundehalter ansonsten durchaus mit bereits etlichen Vorrednern überein: Dein Viech kackt, Du machst es weg.
Wenns mein Viech ist, bin ich eben dran.... Das ist eine Frage des respektvollen Miteinander, finde ich.

JJ

13.02.2020 18:27 • x 2 #13


Angor
Du gehst grundsätzlich davon aus, dass jeder Hund Würmer hat. Das ist falsch. Grade die Hundebesitzer die viel mit ihren Hunden spazieren gehen und Wert auf die Gesundheit ihres Tieres legen möchten ja auch nicht,dass ihre Tiere infiziert sind oder werden und werden sie regelmäßig entwurmen.

Hundekacke sieht man, besonders wenn man reingetreten ist, ich möchte Dich nicht triggern, aber wenn Du wüsstest was sich allein alles an Keimen an Einkaufswagengriffen, Haustüren , Geld usw. befindet.

Selbst an dem eigenen Smartphone hat man bei Stichproben festgestellt, dass da an manchen mehr Keime dran sind als auf einer Toilette.

Ich rate Dir dringend, Dich in therapeutische Behandlung zu begeben, weil es sonst schlimmer wird.

Der Sohn eines Neffen von mir ist ganz schlimm betroffen, das ist schon ein Wahn.
Durch die Trennung von seiner Frau wohnt er vorübergehend beim Onkel, der hat ihn letzens beim Geld waschen ertappt, und das ist noch das harmloseste was er macht.

LG Angor

13.02.2020 19:32 • x 1 #14


Insorge
Zitat von Angor:
Hundekacke sieht man, besonders wenn man reingetreten ist, ich möchte Dich nicht triggern, aber wenn Du wüsstest was sich allein alles an Keimen an Einkaufswagengriffen, Haustüren , Geld usw. befindet.

Ist mir absolut bewusst . Ich habe keine so riesen Angst vor alltäglichen Viren und Bakterien oder harmlosen Würmern, da das Immunsystem damit klar kommt und man höchstens Durchfall oder eine Erkältung bekommt. Selbst das Koronavirus versetzt mich nicht in Panik. Auch das Beispiel mit der Gülle schockt mich nicht übermäßig. Kot von Pflanzenfressern (Nutztieren aus deren Losung Gülle gewonnen wird sind Schweine und Kühe) ist vergleichsweise harmlos. Meine (krankhafte) Phobie ist sehr speziell auf den Fuchsbandwurm bezogen. Ich gehe nicht davon aus, dass alle Hunde den Wurm haben. Habe ja geschrieben, dass 0,3% aller Hunde in der Schweiz betroffen sind.
Natürlich bin ich wegen meiner Phobie auf einer Warteliste für eine ambulante Psychotherapie, denn mir ist schon klar, dass das behandlungsbedürftig ist.

Zitat von JollyJack:
mal ernsthaft: So wie Du als Phobiker argumentierst (durchaus mit geradezu Bruchteilen von Prozenten) ist es doch klar, dass Du bei jeder kleinsten Chance auf Irgendwas an die Decke gehst. Du hast selber gesagt, dass gerade mal 0,3% der Hunde in Deutschland vermutlich befallen sind. Kommt mir gerade so vor wie die Chance 3x in derselben Woche vom Blitz getroffen zu werden oder 5x in Folge den Lotto-Jackpot zu knacken, sorry....


Ich habe die Prozentzahlen auch ziemlich bewusst angegeben und ich würde ähnlich argumentieren wie du, wenn jemand anderes betroffen wäre. Grundsätzlich gehe ich nicht bei der Chance auf "irgendetwas" an die Decke, weil ich in den meisten anderen Sachen keine Bedrohung sehe. Aber ganz ehrlich, so viele Leute spielen Lotto, obwohl die Wahrscheinlichkeit extrem gering ist. Sie glauben besonderes Glück zu haben. Bei mir ist nur umgekehrt, ich glaube besonderes Pech zu haben. Da ist in der grundsätzlichen Denkweise (oder wohl eher Empfindungsweise) aber eigentlich kein so großer Unterschied, weil man in beiden Fällen Wahrscheinlichkeiten überschätzt.

Aber in diesem Thread wäre es mir wirklich sehr lieb, wenn hauptsächlich auf meine Ursprungsfragen eingegangen wird. Ich habe ja einen anderen Thread, wo meine Phobie selbst Thema ist. Hier habe ich meine Phobie nur ausgebreitet um mein "Forschungsinteresse" zu eurer Hundekotexposition und euren Umgang damit zu begründen.

13.02.2020 21:11 • #15


Abe
@Insorge

Rahmenbedingungen bei mir:

Bei uns sehe ich nachts oft (Stadt-) Füchse direkt auf den Rasen laufen, auf denen meine Hunde mit mir auch Gassi gehe. Dies geschieht sehr oft im Dunkeln (ohne Taschenlampe und mein Mobil hat gar keine Lichtfunktion). Ich selbst darf meist auf den Trampelpfaden laufen, wogegen die Hunde stets die Wiesen bevorzugen (sog. SchnupperMehrWERT). Daher muss ich auch oft ins Grüne treten.

Dadurch ergibt es sich, dass ich, geschätzt, durchschnittlich 2 mal wöchentlich mit Hinterlassenschaften ANDERER Hunde an den Schuhen nach Hause komme.

Fahrlässiger, oder wie ich es ausdrücken würde pragmatischer, Umgang, ab Eingangstür unten:

Kurze Sichtprüfung Schuhe.

Zitat:
Mir hilft es natürlich auch, wenn detailliert auf die Art der Reinigung eingegangen wird, da man ja auf vielfältige Weise etwas säubern kann und ich bei genauerer Beschreibung dann besser die Methoden mit meiner vergleichen kann.

Falls was an den Sohlen ist, ausziehen ab in die Badewanne, also die Schuhe jetzt. Heiß Abbrausen der Sohlen. Danach einsprühen der Sohlen mit 1:1 Gemisch aus Wasser und Essigessenz aus einer Plastiksprühflasche (welche wohl für Blumen gedacht sind). Danach NICHT mit Wasser nach spühlen. Schuhe umgedreht im Flur auf eine alte Zeitung legen. Dann trocknen sie gut und langsam vor sich hin.

Hunde selbst werden Langzeit geschützt durch, alle 3 Monate, Antiparasitenmittel (Stronghold 120 mg) zwischen Schulter und Hals.

Zitat:
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt als ganz bekloppt oute: ich habe ja leider auch noch Sorge beim saubermachen, unter einem Wasserstrahl, vollgespritzt zu werden bzw. dass das Kackwasser dann eventuell auf der Zahnbürste oder sonst einen Gegenstand der -auch über Umwege- im Mund landen könnte, spritzt


Würde ich das Thema wie Du, zwar nicht bekloppt aber, nennen wir es behutsamer beWERTen, dann würde ich wahrscheinlich wie folgt vorgehen:

Schuh- und Reifenprüfung wie gehabt. Ich kenne es vom Velo-Hundeanhänger. Dort kann ich beide Reifen jeweils mit zwei Fingern locker entfernen (2 sek., klickklack, klickklack). Daher würde ich mich nach einem solchen Mechanismus bei Kinderwägen umschauen und mir so einen besorgen.

Bottich in Badewanne und entweder in die Sprühflasche 1:1 oder sogar pur Chlorreiniger befüllen. Plastikgroßflächenschutzbrille aufgesetzt und Reifen und Sohlen nicht abbrausen (also umgekehrt, wie ich es aktuell mache) sondern ordentlich einsprühen und darauf lassen. Dann erst nach 3 Std. heiß abbraußen in den Bottich. Bottichinhalt dann ab in die Toilette und diese dann ordentlich mit Chlormischung nachsprühen.

Variante II: Bottich mit 3 cm Chlorreiniger pur befüllen. Sohlen/Reifen mit der beschmutzten Fläche reinstellen. Nach 3 Std. selbes Prozedere wie oben. Schuhe und Reifen mit der vormals beschmutzten Seite nach oben auf Zeitungspapier trocknen lassen.

Zitat:
Würde den Eiern der Wurmparasiten Desinfektionsmittel was ausmachen, würde ich nach grober Reinigung einfach Unmengen daraufsprühen und gut wäre. Aber das sind schon hartnäckige Dinger. Hitze macht ihnen am ehesten was aus, Schuhe würde ich deshalb mit der Sohle in einen Bottich mit kochendem Wasser stellen, aber bei den Kinderwagenreifen bin ich echt überfordert

BeWERTe ich anders. Vermutlich meinst Du diese 99,9 % Desinfektionssprays. Mach mal den Selbsttest: Waschbecken bisschen mit purem Danklorix befüllen und dann für 3 Min. Deine Fingerspitzen eintauchen im Vergleich zu sprüh sie mit dem Desinfektionsmittel ein und lass es 3 Min. drauf. Du wirst den Unterschied spüren. Und dann denk an die Würmer bzw. deren Eier. Wie es denen wohl ergehen wird. Vor allem, wenn sie, unterm Schuh, 3 Std. in Chlorbleiche standen.

Beim milderen Essig kannst Du dies auch überprüfen. Leg ein Hühnerei mal in Essigessenz über Nacht vs. leg es über Nacht in 99,9 % Desinfektionsmittel ein. Gut, das wird nur beweisen, dass bei ersterem der Eischale der Kalk entzogen wurde. Allerdings möchte ich da trotzdem kein Wurmei sein.

Man könnte sagen, was für ein Aufwand. Ich gehe davon aus, dass Du jetzt nicht ständig im dunkeln durch Wiesen läufst. Daher dürfte der Aufwand wohl nur 3-4 x im Jahr erforderlich sein. Wenn dies zur allgemeinen Beruhigung des Themas bei Dir beiträgt, sehe ich ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Insbesondere beim Punkt: Wenn es doch passiert ist, weiß ich, wie ich nachher (zu Hause) angemessen damit umgehen werde.

Ergebnis:

Zitat:
Also es gibt doch einige wenige, die auch eher mal "fahrlässiger" damit umgehen. Das ist für mich etwas beruhigend, da ich ja befürchte, ich könnte zu fahrlässig sein.

...bedeutet dies, dass ein normales Reinigen auch bei mir reichen müsste.


Meine Meinung:

Zu 1: nicht einige Wenige sondern die absolute Mehrheit.

Zu 2: Ggf. angepasst mit der Essigessenz bzw. Chlorreiniger Nummer, dann Absolut!

Anmerkung: Zwar ist Dir mit Wahrscheinlichkeiten nicht geholfen, wollte es aber trotzdem erwähnt haben:

Angeblich sind bereits 6 Menschen durch selbstfahrende PKWs getötet worden.

Auch wurden allein in Berlin in diesem Jahr bereits innerhalb von ca. 4 Wochen 5 Radfahrer/innen von PKW/LKWs tödlich verletzt worden.

Quelle: https://adfc-berlin.de/radverkehr/siche...-2020.html

14.02.2020 04:22 • x 2 #16


Zitat von Abe:
Auch wurden allein in Berlin in diesem Jahr bereits innerhalb von ca. 4 Wochen 5 Radfahrer/innen von PKW/LKWs tödlich verletzt worden.


Das ist interressant. Habe vor Tagen gehört, dass in Hamburg alle 11 Tage ein Radfahrer von einem abbiegenden LKW übersehen und angefahren wird.
Einige Autofahrer gaben staunend an, daß sie garnicht wüssten, daß Radfahrer "grün" haben, wenn sie abbiegen.

14.02.2020 06:43 • #17


Insorge
Hallo Abe,
danke, dass du meine Beiträge in diesem Thread tatsächlich gründlich gelesen, mein Anliegen verstanden hast und wirklich intensiv darauf eingegangen bist

Deine Situation wäre für mich vermutlich der reinste Horror ...oder ich wäre gezwungen weniger Angst zu haben, weil ich gar nicht so viel Panik schieben könnte

Hinsichtlich des Fuchsbandwurms geben manche Quellen an, dass evt. Natriumhypchroritlösung wirksam sein könnte. In den Untersuchungen über die Resistenz der Eier wurden hauptsächlich Alk. Desinfektionsmittel angewandt. Diese zeigten keinerlei abtötende Wirkung auf die Eier. Also Mäuse konnten danach immernoch damit infiziert werden. Chlorbasierte Desinfektionsmittel wurden meines Wissens nie getestet. Da sie aber stark ätzend sind, könnten sie natürlich durchaus wirksam sein ...aber da ist wieder diese doofe Unsicherheit ).

Den Kinderwagen hab ich von der Schwiegermutter bekommen und ich würde ihn so gerne gegen einen anderen austauschen, aber das fänd mein Mann wohl nicht gut - demnach hänge ich weiter mit diesem blöden Kinderwagen. Wobei es auch gute - nicht Phobie basierte- Argumente gegen diesen Kinderwagen (Buggy) gibt (es gibt keine halbwegs aufrechte Position, so dass der Kleine durch die Schnallen in so eine Halbliegeposition gefesselt ist, in welcher er gar nicht gut sehen kann und die sicher auch nicht sonderlich bequem ist. Zudem ist der Buggy total sperrig usw.). Deshalb hoffe ich mit diesen Argumenten meinen Mann zu überzeugen einen anderen Buggy kaufen zu können.
Eine Badewanne haben wir leider nicht, nur eine Dusche (in die man leider schon komplett einsteigen muss (wegen der komischen Türen) um überhaupt an den Wasserhebel zu kommen, was mich schon immer beim putzen nervt . Aber dann müsste es halt auf dem Balkon gemacht werden (Eimer mit heißem Wasser in den Bottich und Klorix dazu geben (hoffentlich macht dies das Gummi der Reifen nicht zu sehr kaputt)).

Zitat von Abe:
Falls was an den Sohlen ist, ausziehen ab in die Badewanne, also die Schuhe jetzt. Heiß Abbrausen der Sohlen. Danach einsprühen der Sohlen mit 1:1 Gemisch aus Wasser und Essigessenz aus einer Plastiksprühflasche (welche wohl für Blumen gedacht sind). Danach NICHT mit Wasser nach spühlen. Schuhe umgedreht im Flur auf eine alte Zeitung legen. Dann trocknen sie gut und langsam vor sich hin.


Wenn nur etwas braunes, was auch Matsch sein könnte, unter dem Schuh zu sehen ist, machst du das Prozedere wahrscheinlich nicht, oder? (Erkennt man Kot tatsächlich immer sicher über den Geruch, also stinkt er immer? Kann ich also, wenn braunes Zeug unter dem Schuh ist, was nicht stinkt, davon ausgehen, dass es kein Hundekot ist? Ich bin mir da echt so unsicher mittlerweile...)

Wie machst du das am Eingang des Hauses mit den Schuhen, wenn was dran ist, um nichts ins Haus zu tragen? Also wo ziehst du die Schuhe aus? (Wir sind in einem Mehrfamilienhaus, ich kann also erst nach dem Gang durchs Treppenhaus und in unserem Wohnungsflur auf meine Hausschuhe wechseln).

14.02.2020 13:51 • x 1 #18


Insorge
Wegen den Radfahrern und LKW. Ab Juli 2020 soll der Abbiegeassistent für neu zugelassene LKW Pflicht werden. Leider erst im Juli 2022 auch für Bestandsfahrzeuge.

14.02.2020 14:40 • #19


Abe
Hallo @Insorge

Ich denke, dass es für Dich hilfreicher sein kann, wenn ich auch etwas allgemeiner zu Deinem Thema mit dazu schreibe, auch wenn dieser Faden hier von Dir nicht dazu gedacht ist/war.

Sollte, an der ein oder anderen Stelle, meine Überlegungen/Annahmen/Rahmenbedingungen, aus Deiner Sicht, gänzlich falsch sein, so berichtige mich gerne bzw. pass es für Dich entsprechend an, so wie Du es ja eh im Sinn hattest mit der Eröffnung dieses Fadens.

Zielvorgabe kurzfristig: Durch entsprechende Anpassung in real so weit zu kommen, dass eine Basis erreicht wird, mit der Du und Dein, durch Dein Unterbewusstsein bisher gesteuertes Angstzentrum so weit zur Ruhe kommt, dass Du für Dich sagen kannst, Du hast das, zum jetzigen Zeitpunkt, stets mögliche getan (handlungsfähig sein), was Du recherchiert hast, etc. sowie dann entsprechend anwenden kannst und (3-4 x jährlich) tun wirst.

Ergo, Du kannst einen Abschluss an dem Punkt finden. Es ist theoretisch für Dich dann abschließend geklärt und praktisch sind entsprechende Dinge besorgt/vorbereitet und warten auf Anwendung an den wenigen Tagen, wo Du meinst sie zu brauchen. Denke, dass sich dann die Gedankenkreisel (falls es sie gibt) reduzieren werden.

An dem Punkt folgen also nun die Antworten auf Deine Fragen:
Situation:
Wohne auch in einem Mehrfamilienhaus und da Hochparterre. Eingangstür unten hat ein Vorraum mit Fußabstreifer. Die wenigen Stufen des Treppenhauses nutzen nur eine ältere Dame, ihr Sohn und icke. Reinigungsdienst feudelt die Treppe wöchentlich gründlich nass durch. Alle oben wohnenden Bewohner benutzen ab dem Eingangsvorraum den Fahrstuhl.

Mein Verhalten:
Auf diesem Fußabstreifer bind ich die Hunde los. Die finden erstaunlich schnell den Weg vor die Haustür allein. Schuhkontrolle. Sohlen schmutzig, auch wenn es nur Erde ist, ausziehen, auf Sohlen hoch in die Wohnung und ich brause sie kurz mit heißem Wasser, in der Wanne, ab. Heiß aber lediglich, da dann der Schmutz sich besser ablöst (und ich brauch keinen Schwamm/Bürste, also kontaktlos), nicht mit dem Gedanken, dass da dann Bakterien abgetötet werden.

Bei feuchtem Schmutz bin ich der Meinung, dass man ES zu 99 % riechen würde. In Kombi mit dem, was man sieht, bin ich der Meinung, dass ich den Unterschied sehr gut erkenne. Sollte ich mir doch unsicher sein, dann eben die abschließende Essigsprühflaschensohlennummer und ab auf die Zeitung. Ansonsten wie gehabt, sind nach meinen Ansprüchen nur mit heißem Wasser sauber, dann ohne Essig trocknen lassen. Immer bedenkend, dass ich mir gar keine Sorgen wegen Fuchsbandwurmeier mache. Das mit dem Essig mach ich um allgemein die Bakterien, soweit, wie es sich für mich gut anfühlt, nicht mehr an den Sohlen zu haben.

Unter Berücksichtigung der von Dir genannten Rahmenbedingungen, wie würde ich an Deiner Stelle vorgehen:
Variante Buggy I:
Wenn die Schwiegermutter zu Besuch ist, vorher rein zufällig einige solcher Artikel auf dem Tisch liegen lassen

https://www.abendblatt.de/ratgeber/wiss...uggys.html

am Besten Wörter wie Haltungsschäden beim Kind und Mangelhaft beurteilt anmarkern und sie mit den Worten, bin gleich wieder da, für 5 Min. alleine lassen. Bei ganz viel Glück wird sie Dich nächste Woche anrufen und Dir mitteilen, dass SIE sich aktuell nach orthopädischen tollen Kinderwägen umschaut und ob Du da nen Tipp hättest (knickknack).

Gut, an sich soll man da ja lieber nicht für Verwirrung sorgen und/oder, klappt das mit den Artikeln so gar nicht, dann Variante Buggy II:

Ich gehe mal davon aus, dass, falls ES eingetreten ist, nicht alle 4 Reifen nebst beiden Schuhsohlen davon betroffen sind. Wohl max. 2, in jedweder vorstellbaren Kombi.

Wäre ich also Du, dann würde ich wie folgt vorgehen:
Sichtkontrolle Reifen und Schuhe unten am Eingang. Wenn ES eingetreten ist oder Du Dir unsicher bist, dann dort Wechsel der Schuhe auf diese günstigen Plastikbadelatschen, welche man im Schwimmbad benutzt. Wenn unsicher am Reifen, dann über den Reifen einen festen Gefrierbeutel drüber und fixieren. Beides hast Du ja immer mit dabei in einer Tüte am Buggy. Hast Du doch, oder?!

Einen großen Bottich bedarf es gar nicht auf dem Balkon. Reichen doch dann 2 Frischhalteboxen, ein paar Einweghandschuhe und Deine Chlormischung.

So müsstest Du eigentlich dann aktuell auf dem Platteau sein, an dem Dein Unterbewusstsein der Meinung ist, dass Du jederzeit handlungsfähig bist.

Mittel- bis langfristige Zielvorgabe:
Entweder es bleibt so, gibt nervigere und zeitaufwendigere Dinge im Leben oder Du schaffst es, auch bei geringerem stringenten Vorgehen, Grund geruht zu bleiben.

Wie könntest Du die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass dies eintritt:
Du beginnst bald eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie. Sehr gut.

Zitat:
Deine Situation wäre für mich vermutlich der reinste Horror ...oder ich wäre gezwungen weniger Angst zu haben, weil ich gar nicht so viel Panik schieben könnte


Heute betrachtet sicherlich ja. Allerdings muss ja nicht jede/r Hunde als Haustiere haben um Glücklich zu sein. Zierfische und Zierfisch Artige z. B. brauchen glaub gar keinen Auslauf auf Wiesen und Felder. Und zweitens wäre die Zwing-Methode an sich sogar Kontraproduktiv, da Flooding.

Ggf. könntest Du Dich mal mit der Form der systematischen Desensibilisierung im Netz bissle kundig machen, ob diese Methode was für Dich wäre, ggf. selbst bei ES angewandt zu werden. Auch die dann selbst gestellten Aufgaben, wenn ES passiert, kann ja hilfreich fürs Angstzentrum sein, da Du ihm damit ja auch signalisierst, dass Du da konstruktiv, strukturiert ran gehst, ohne es zu überfordern.

Gedanke an sich: Könnte es sein, dass Du Dir bei ES, gegenüber den anderen Gefahren von Außen (Leiter im Haushalt, Bakterien am Telefon, etc.), viel mehr Sorgen machst, weil da der Ekelfaktor, der uns glaub angeboren ist, stark mit hineinspielt, obwohl die Wahrscheinlichkeit viel mehr für den Leiterunfall beim Gardinenabhängen spricht?

P.S.: Meine Hunde würden niemals Mäuse essen. Davon hab ich ehrlich gesagt erst in Deinem Faden gelesen. Denke, dass dies dafür spricht, dass es an sich sehr sehr selten vorkommt und zweitens würden die dann ja Katzen heißen.

P.P.S. Danke für den LKW-Hinweis. Wusste ich bisher noch gar nicht. Wirklich ein Fortschritt. Ggf. kommt es sogar früher. Aber zumindest, wie von Dir angegeben als EU-Gesetz. In 10 Jahren wird man sich sicherlich nur wundern, wie damals bei der Gurtpflicht: Ach, es gab mal ne Zeit ohne?!

https://www.bussgeldkatalog.org/news/wi...w-1984887/

15.02.2020 01:24 • x 1 #20




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Prof. Dr. Borwin Bandelow