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A

Angst wegen Durchfall

Meine Mutter hat gestern eine Forelle aus der Packung vom Supermarkt gegessen .Heute hat sie starken Durchfall und sich erbrochen .Hab jetzt echt Angst das sie ins Krankenhaus muss .Meint ihr das kann vom Fisch kommen.Meine Mutter hat auch total Angst.Sie ist auch so ein Hypochonder wie ich.Und die schlimmste Angst ist jetzt halt das sie ins Krankenhaus muss .

#41


Mariebelle
War der Fisch gefroren u roh und dann gut gegart worden oder gerraeuchert?

#42


A


Ständige Angst Durchfall zu bekommen

x 3


A
Der war geräuchert.

#43


Mariebelle
Dann war er zumindest nicht roh o ggfs nicht durchgegart.
Geraeuchertes ist immer schwer verdaulich und nichts fuer sensible Maegen.
Alles Gute fuer Deine Mutter

Evtl kannst du ihr eine Tee und ein paar Zwieback reichen....

#44


Islandfan
Ich würde bis morgen abwarten und gegebenenfalls dann zum Arzt gehen. Nur wenn es stündlich schlechter werden sollte, würde ich noch heute Abend gehen.

#45


Calima
Zitat von Ayano:
Heute hat sie starken Durchfall und sich erbrochen


Erbrechen und Durchfall bringt Gift aus dem Körper. Heißt: Beides ist erst mal gut. Viel trinken, in kleinen Portionen - am besten mit Salz im Getränk, erst mal nichts essen und abwarten. Wenn alles draußen ist, was raus muss, geht es meist schnell besser.

Aufpassen, dass der Kreislauf nicht wegkippt, das passiert recht schnell bei solchen Geschichten. Am besten so wenig wie möglich rumlaufen und lieber beim Brechen einen Eimer benutzen, als immer zum Klo zu laufen.

#46


A
Sie hat aber auch Angst das es Corona sein kann.Aber sie hat nur Durchfall und erbrechen .

#47


Zottelchen85

Ständig Angst vor Durchfall

Ich habe leider das Problem, dass ich mindestens 1-2 mal die Woche Durchfall bekomme.
Der Auslöser bei mir ist Stress. Allerdings ist es schon ein richtiger Teufelskreis geworden, da es mich mittlerweile auch schon stresst, dass ich weiß ich könnte Durchfall bekommen.
Therapie und Medikamente (escitalopram) brachten keinen Erfolg.
Stuhlprobe , Magenspiegelung waren in Ordnung. Als ich zwei Wochen krank zu Hause war und keinerlei Verpflichtungen hatte ging es mir bestens.
Würde gern einfach mal wieder in einen Freizeitpark oder weiter weg fahren.
Aber alleine der Gedanke daran stresst mich.
Freunde habe ich aufgrund der Situation schon lange keine mehr. Wenn ich irgendwo hin MUSS nehme ich vorsichtshalber immer Loperamid. Allerdings habe ich dann mindestens zwei Tage Krämpfe in der Magen / Darm Gegend.
Weiß nicht, was ich noch tun kann. Die Lebensqualität leidet so erheblich

#48


S
Hi
Was ist bei die der Auslöser für den Stress? Vielleicht mal versuchen den Stress zu reduzieren wenn es geht.
LG

#49


Zottelchen85
Zitat von Soulfighter:
HiWas ist bei die der Auslöser für den Stress? Vielleicht mal versuchen den Stress zu reduzieren wenn es geht.LG


Bei mir fühlt sich irgendwie alles stressig an. Sogar einkaufen, jemanden treffen oder Termine.
Aber halt immer mit im Hinterkopf , dass ich Durchfall kriegen könnte und keine Toilette finde.

#50


S
Vielleicht helfen dir da entspannungsübungen und Meditation weiter einfach mal ausprobieren

#51


Icefalki
Kann ich verstehen. Gab es einen Vorfall, dass Durchfall auftrat und es richtig eng wurde ?

Oder ist der Durchfall nur ein Symtom, weil der Stress in deinem Leben so stark ist, dass dich dein Körper quasi zuhause halten will?

#52


Zottelchen85
Zitat von Icefalki:
Kann ich verstehen. Gab es einen Vorfall, dass Durchfall auftrat und es richtig eng wurde ? Oder ist der Durchfall nur ein Symtom, weil der Stress in deinem Leben so stark ist, dass dich dein Körper quasi zuhause halten will?


Bei mir selbst gab es kein Symptom in die Richtung. Das ganze fing 2009 an, da war mir auf der Arbeit plötzlich schwindelig und schlecht. Später stellte sich dann beim Arzt nur raus, ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion.
Ab da an hatte ich aber regelmäßig Probleme mit Durchfall. Einmal gab es eine Situation, da waren wir vor einigen Jahren mit meiner Oma in einem einkaufscenter und sie konnte nicht mehr halten und hat sich sprichwörtlich angeschissen. Seitdem begleitet mich das eigentlich ständig

#53


S
Das tut mir leid. Nimmst du denn schilddrüsenmedikamente?weil die Schilddrüse auch eine Vielzahl von Symptomen aus auslösen kann

#54


Icefalki
Zitat von Zottelchen85:
Ab da an hatte ich aber regelmäßig Probleme mit Durchfall. Einmal gab es eine Situation, da waren wir vor einigen Jahren mit meiner Oma in einem einkaufscenter und sie konnte nicht mehr halten und hat sich sprichwörtlich angeschissen. Seitdem begleitet mich das eigentlich ständig


Damit hast du ihre Peinlichkeit auf dich bezogen. Und hier könntest du ansetzen. Es geht nämlich mehr darum, ja nie negativ aufzufallen, bzw. peinliche Momente zu vermeiden, sprich, um Kontrolle.

Meine erste Panikattacke kam, weil mir eine Bekannte erzählt hat, dass sie das hat. Das führte zu meiner Problematik, allerdings im Nachhinein, war das nur ein Auslöser, denn meine Thematiken sind auch gewesen: nur nicht negativ auffallen, denn das führt zu schrecklichen Konsequenzen, (Kindheitstraumen), an den Pranger gestellt werden, sprich, sehr viel Stress im Leben um alles unter Kontrolle haben zu müssen.

Denke, das könnte bei dir so ähnlich sein.

x 2 #55


Zottelchen85
Zitat von Icefalki:
Damit hast du ihre Peinlichkeit auf dich bezogen. Und hier könntest du ansetzen. Es geht nämlich mehr darum, ja nie negativ aufzufallen, bzw. peinliche Momente zu vermeiden, sprich, um Kontrolle. Meine erste Panikattacke kam, weil mir eine Bekannte erzählt hat, dass sie das hat. Das führte zu meiner Problematik, allerdings im Nachhinein, war das nur ein Auslöser, denn meine Thematiken sind auch gewesen: nur nicht negativ auffallen, denn das führt zu schrecklichen Konsequenzen, (Kindheitstraumen), an den Pranger gestellt werden, sprich, sehr viel Stress im Leben um alles unter Kontrolle haben zu müssen. Denke, das könnte bei dir so ähnlich sein.



Das klingt sogar etwas logisch.
Ich möchte immer alles richtig und perfekt machen, das löst oft bei mir Stress aus

x 1 #56


S
Das kenne ich auch

#57

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Icefalki
Zitat von Zottelchen85:
Ich möchte immer alles richtig und perfekt machen, das löst oft bei mir Stress aus


Die einen reagieren dann mit beschleunigter Peristaltik des Darmes, wie du, ich bekam dann Panik, oder eben auch die Angst davor. Gleiches Schema.

Wenn man sich selber aber mal analysiert, findet man heraus, dass Perfektionismus nichts anderes ist, als die Angst, zu versagen, nicht zu genügen. Und zeigen tut sich das in einer Angst, die damit verbunden ist, sich zu blamieren, sich hilflos und ausgeliefert zu fühlen.

Jetzt stellt sich die Frage, wie kommt man da raus? Man muss zur Erkenntnis kommen, dass man mit all seinen angenommen und tatsächlichen Vor- und Nachteilen vollkommen ok ist. Diese Mitte suchen, die einem erlaubt, egal was kommt, für und zu sich zu stehen. Und all das bedarf viel Arbeit an sich selbst. Aber wer sich den Stress selbst macht, egal warum, wird immer diesen Stress spüren und die damit verbundene Angst vor....... ?

#58


Zottelchen85
Zitat von Soulfighter:
Das tut mir leid. Nimmst du denn schilddrüsenmedikamente?weil die Schilddrüse auch eine Vielzahl von Symptomen aus auslösen kann


Ja bin richtig eingestellt

#59


L

Panikattacken - Angst vor Durchfall & Blähungen

Hi,

ich habe bisher fast mit niemanden über dieses Thema geredet, aber mittlerweile ist mein Leidensdruck so groß geworden, dass ich es mir von der Seele schreiben muss.
Vielleicht gibt es den ein oder anderen, der auch in einer Form davon betroffen ist.

Angefangen hat alles ca. damit als ich 13 war, wir in der Schule einen Test schrieben und ich Bauchweh hatte. Ich hatte zu dieser Zeit einen Schwarm, mit dem ich auch zusammen war.
Ohne es zu bemerken entfloh mir ein etwas lauterer Pups und mein Sitznachbar grinste (sonst hat es niemand gehört). In der Pause sah ich, wie der besagte Sitznachbar zu meinem Schwarm lief und es ihm erzählte, beide lachten und sahen mich an. Das wars auch schon wieder, die beiden Jungs redeten nie wieder darüber, doch mich begleitet diese Situation schon mein halbes Leben lang (heute bin ich 26).
Anfangs kam ich noch einigermaßen gut klar in der Schule und die Blähungen hielten sich in Grenzen.
Aufgrund einer Erkrankung musste ich mitten im Jahr die Schule abbrechen, war lange Zeit im Krankenhaus, hatte mehrere Operationen (an der WS), verlor meine Schulfreunde und komplett meinen Rhythmus, und hatte zudem keinen Schulabschluss.
Den Abschluss nachholen war die reinste Tortur für mich geworden, das Wort Schule löste in mir die totale Panik aus. Nachts hatte ich regelmäßig Albträume (auch heute noch), wie ich im kleinen Klassenzimmer sitze, gefangen bin, nicht flüchten kann und mich alle für meine Blähungen verurteilen & auslachen.
Mit Müh und Not, einigen Kohletabletten und Bachblüten habe ich den Abschluss doch noch geschafft. In der Klasse hatte ich oft Herzrasen, ich setzte mich so gut es ging weit weg von allen anderen und wenn ich mal Durchfall hatte, fuhr ich direkt nach hause, weil ich mich einfach nicht mehr in die Klasse traute. Ich hatte dementsprechend auch viele Fehlstunden.

Von da an wurde es dann auch zunehmend schlimmer. (Eines vorweg: Ich habe keinen Reizdarm. Ich kann so gut wie alles essen und wenn ich zuhause bin und mich wohl fühle, habe ich keine Beschwerden).
Ich vermied immer mehr Situationen, wo mehrere Freunde/Bekannte anzutreffen waren. Je größer die Gruppe, desto schlimmer spielt mir die Psyche einen Streich. Bei einer Person ist es ok.
Meine Verwandten habe ich seit mehr als 6 Jahren nicht mehr gesehen, weil ich es einfach nicht auf die Familienfeste schaffe, zu groß ist die Angst vor möglichem Gelächter.
Wenn sich die Situation manchmal nicht vermeiden lässt, z.B bei Arztterminen, esse ich einen Tag davor relativ wenig. In der vollen Praxis (oder auch anderswo) treten dann die üblichen Symptome auf, Luftnot, Herzrasen, Blähungen bis zu Durchfall hin. Wenn die Praxis leer ist, passiert nichts.
Ich hatte schon etliche Situationen, wo meine Ex Freunde dachten, ich kann Menschen einfach nicht leiden, aber dem ist überhaupt nicht so. Ich habe mir durch mein Verhalten schon etliches kaputt gemacht und es schränkt mich natürlich auch total ein.

Dazu kommt noch, dass ich seit zwei Jahren im Rollstuhl sitze und kaum mehr selbstständig laufen kann, dieses Gefühl von Panik und ausgeliefert sein, hat sich dadurch noch potenziert. Als Rollifahrerin habe ich ohnehin oft das Gefühl, dass sich Menschen (z.B im Restaurant) gestört fühlen, wenn man mit dem Rolli ankommt, was ich an den Blicken sehe. Das macht es für mich, die ohnehin schon totale Panik vor Ausgrenzung hat, wenn sie mal pupst, nicht unbedingt leichter Very Happy
Konträr ist es auch, dass ich sonst eigentlich sehr selbstbewusst bin und mich mag. Ich möchte Psychologie studieren und mache gerade mein Abi per Fernstudium. Präsenzunterricht war mit meinem Schultrauma ausgeschlossen. (Dass ich die Prüfungen vor Ort ablegen muss & die mehrere Stunden dauern, daran will ich gar nicht erst denken. )
In meinem kleinen Kreis, Eltern und wenigen Freunden fühle ich mich auch sehr wohl, wo das Pups Thema auch nicht wirklich präsent ist.

Ich bin seit zwei Jahren in einer Beziehung und das ist auch der Grund, dass ich mich jetzt dazu durchringe, etwas ändern zu wollen. Bisher habe ich die Eltern von meinem Freund bzw. die Familie noch nicht kennengelernt. (Corona war in der Hinsicht ein Segen für mich)
Im Sommer soll es dann so weit sein, er möchte alle zum Essen einladen.
Die Familie kommt aus sehr gutem Hause, wo einige (laut Erzählungen vom Partner) großen Wert auf Tischmanieren, das korrekte Verwenden vom Besteck usw. legen. Das ist natürlich der absolute Supergau für mich, die ohnehin schon kaum vor fremden Menschen essen kann. Mein Partner kennt meine Ängste, aber natürlich kann er mich nicht ewig seiner Familie vorenthalten. Ich habe schon ernsthaft überlegt, dass ich mich mit ihm Schluss mache, nur um dieser Situation ausweichen zu können und mir dadurch große Peinlichkeiten erspare. Ich habe diese Gedanken natürlich gleich wieder verworfen, weil ich mir mit diesem Mann eine Zukunft vorstellen kann und das auch nicht die Lösung des Problems sein kann.

Es tut mir leid, dass der Text so lange geworden ist. Ich denke, man kann erkennen, wie sehr mich dieses Verhalten einschränkt.
Ich wäre sehr dankbar über ähnliche Erfahrungen oder Tipps bezüglich Panikattacken.
Eine Gesprächstherapie habe ich mir schon mal durch den Kopf gehen lassen, aber ich bin unsicher, ob es wirklich etwas helfen würde. Dieses Problem hat sich einfach über Jahre hinweg so in meinen Kopf eingebrannt.

Liebe Grüße

#60


A


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Prof. Dr. Borwin Bandelow
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