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kalina
Floki,

woher genau die Zwangserkrankungen kommen ist allgemein nicht 100% geklärt. Allerdings treten diese Erkrankungen ähnlich gehäuft weltweit auf. Man vermutet eine genetische Veranlagung und Defizite in der Kindheit in sensiblen Entwicklungsstufen. Sicher sind Umwelteinflüsse auch nicht ganz auszuschließen.

Ich glaub mit den Themen wie Darm, Nicht-Gestillt und jetzt Borreliose, damit drehst Du Dich im Kreis. Ich glaub nicht, dass das die Ursachen sind. Es gibt unzählige Menschen, die nicht gestillt wurden, Darmprobleme haben oder Borreliose/Zeckenbisse hatten oder haben und die NICHT zwangskrank sind.

Ich will nicht sagen, dass diese Dinge nicht auch einen Einfluss haben; aber ich glaub nicht, dass das reicht um zwangskrank zu werden.

Es gibt Menschen mit Krebs, mit Neigung zu Magengeschwüren, zu Krampfadern, zu Übergewicht, zu Hezinfarkt, zu Schlaganfall, zu O-Beinen, zu Glatzen usw. usw......
Fast immer gibt es für solche Erkrankungen körperliche Dispositionen, d.h. es ist weder Darm noch Stillen (wobei ich beides schon auch für wichtig halte) oder Zeckenbisse dran schuld, dass diese Leute erkranken, sondern wahrscheinlich ist eine entsprechende Empfindlichkeit des Organs schon vererbt worden. Eine ungesunde Lebensweise oder Umweltgifte wirken sich natürlich auch auf den Organismus aus.

Was ich sagen möchte ist, jeder hat eine andere Krankheit oder Veranlagung für eine Krankheit (Schwachstelle im Körper) und Du hast eben eine psychische Problematik.

Akzeptieren hilft oft auch. Selbst wenn Du die Ursache weißt, bringt Dir das nicht viel. Davon verschwinden die Zwänge ja auch nicht automatisch. Leider.

23.07.2018 15:30 • x 4 #121


Floki
Zitat von kalina:
Floki,

woher genau die Zwangserkrankungen kommen ist allgemein nicht 100% geklärt. Allerdings treten diese Erkrankungen ähnlich gehäuft weltweit auf. Man vermutet eine genetische Veranlagung und Defizite in der Kindheit in sensiblen Entwicklungsstufen. Sicher sind Umwelteinflüsse auch nicht ganz auszuschließen.

Ich glaub mit den Themen wie Darm, Nicht-Gestillt und jetzt Borreliose, damit drehst Du Dich im Kreis. Ich glaub nicht, dass das die Ursachen sind. Es gibt unzählige Menschen, die nicht gestillt wurden, Darmprobleme haben oder Borreliose/Zeckenbisse hatten oder haben und die NICHT zwangskrank sind.

Ich will nicht sagen, dass diese Dinge nicht auch einen Einfluss haben; aber ich glaub nicht, dass das reicht um zwangskrank zu werden.

Es gibt Menschen mit Krebs, mit Neigung zu Magengeschwüren, zu Krampfadern, zu Übergewicht, zu Hezinfarkt, zu Schlaganfall, zu O-Beinen, zu Glatzen usw. usw......
Fast immer gibt es für solche Erkrankungen körperliche Dispositionen, d.h. es ist weder Darm noch Stillen (wobei ich beides schon auch für wichtig halte) oder Zeckenbisse dran schuld, dass diese Leute erkranken, sondern wahrscheinlich ist eine entsprechende Empfindlichkeit des Organs schon vererbt worden. Eine ungesunde Lebensweise oder Umweltgifte wirken sich natürlich auch auf den Organismus aus.

Was ich sagen möchte ist, jeder hat eine andere Krankheit oder Veranlagung für eine Krankheit (Schwachstelle im Körper) und Du hast eben eine psychische Problematik.

Akzeptieren hilft oft auch. Selbst wenn Du die Ursache weißt, bringt Dir das nicht viel. Davon verschwinden die Zwänge ja auch nicht automatisch. Leider.


Servus,

ich geb dir Recht dass ich schon sehr viel Probiert habe den die Möglichkeiten sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich, aber seit ich meine Antibiotika nehme hab ich keine Zwänge mehr....
Hab es auf alle Fälle schwarz auf weiss und es wurde durch einen Bluttest bestätitgt.

Nun wird noch eine etwaige Nebeninfektion überprüft die mit dem Darm zusammen hängt und deshalb auch meinen Stoffwechsel verrückt spielen lässt.

Vl hast du auch recht aber das werden wir über die Zeit sehen und ich werde eine ehrliche Antwort schreiben.

Bis dahin alles Gute!

Floki

26.07.2018 16:18 • x 2 #122


Floki
Hallo zusammen,

ich wollte euch ein kurzes Update geben.

Auf Grund des Borreliose-Verdachtes habe ich 1 Monat lange Antibiotika eingenommen und es ging mir von Tag zu Tag besser.

Ca. 1 Woche nach der letzten Einnahme fingen die Beschwerden wieder an. Als ich beim Arzt war wurde alles wieder auf sie Psychoschiene geschoben. Der junge vertretende Arzt hat mich vor seinem Studenten total fertig gemacht. Was ich mir alles einbilde und und und.....
Er hat bei mir dann angeblich eine zwanghafte Persönlichkeitsstörung festgestellt... wobei ich gar nicht in das Schema passe...

Danach war ich wieder in einem tiefen Loch... der Alk. half mir an manchen Wochenenden etwas entspannter zu werden.... nur leider wirkt er auch recht heftig auf meinen Stoffwechsel.... am 8.10 jährt sich mein Rückfalltag.

Es ist wirklich schwer.... um Tipps bin ich euch sehr dankbar!

Grüße Floki

06.10.2018 11:24 • x 2 #123


Floki
Hallo,

möchte euch 1 Jahr nach meinem Rückfall, ein kleines Resume geben.

Es hat mich auf alle Fälle verändert... ein Teil von mir ist leider dabei auf der Strecke geblieben.

Der tägliche Kampf gegen die Gedanken fordert seinen Tribut. Interesse an Hobbys, Freunde treffen ist gering. Ich habe viel Geld ausgegeben für Blitbilder, Tests, Nahrungsergänzungsmitteln ohne großartige Erfolge.

Die Ärzte wollen einen nur mit Medikamente ruhig stellen.... und sehen alles immer so locker und einfach. Derjenige der die selbe Krankheit hat weis wie schwer es ist. Zwängler sind laut Aussage meiner Psychotherapeutin "Liebenswerte Verrückte!" Ich kann mir nichts liebenswertes an dieser Krankheit abgewinnen.

Die Suche nach fähigen Ärzten gestalltet sich als schwer...oftmals wird man bemitleidenswert angeschaut oder stößt auf Unverständnis.
Eine gemeinsame Zusammenarbeit ist kaum möglich oder ich habe die falschen Kontakte.

Meine Ehe befindet sich auch auf einem Tiefpunkt... ich möchte keine Kinder haben. Da die Krankheit ja angeblich vererbar ist möchte ich keinem Menschen diese Qualen antun.
Wer weis wo das noch alles endet. Ich bin meiner Frau für ihre Ruhe und ihr Vertrauen sehr dankbar.. auch wenn ich es oft nicht verdiene.

In die Zukunft blicke ich nicht sehr positiv aber man kämpft von Tag zu Tag weiter.

Anfangs wog ich 88kg nun befinde ich mich bei 73kg bei 1.90cm Größe!

Die Fluoxetin sind ein Teufelszeug... bis eine Wirkung einsetzte verging bei mir eine lange Zeit... Nebenwirkungen wie enorme Suizidgedanken waren bei mir Tagesordnung.

Begleitet wird das Ganze durch regelmäßige Durchfälle und enormes Zittern mit Wärme- und Kältewallungen.

Am Anfang hatte ich enorm viele Gefühle und war knapp am Wasser gebaut... nun mutiere ich zum Eisklotz worunter meine Beziehung leidet.

Es ist schwer die Lebensfreude zu bewahren!

Wollte euch nur daran teilhaben lassen... vl findet sich der ein oder andere wieder...

Oft fühlt man sich verlassen...

Grüße Floki

19.10.2018 07:28 • x 5 #124


petrus57
Moin @Floki

Lese mal den Thread von Pipifax:

agoraphobie-panikattacken-f4/schlimme-zwangsgedanken-t93089-10.html

Da geht es auch um Fluoxetin.

19.10.2018 07:43 • x 1 #125


kalina
Zitat von Floki:
Die Fluoxetin sind ein Teufelszeug... bis eine Wirkung einsetzte verging bei mir eine lange Zeit... Nebenwirkungen wie enorme Suizidgedanken waren bei mir Tagesordnung.


Das war bei mir auch so. Deswegen hatte ich sie abgesetzt. Außerdem auch eine gewisse Gefühlsabflachung. Das mochte ich nicht.

Vieles was Du schreibst kann ich nachvollziehen.

Dass Du viel Geld verlierst auf der Suche nach Hilfsmittel und so, hab ich mir schon gedacht.

Hab am Anfang auch alles mögliche getestet und probiert. War immer nur kurzzeitiger Placebo-Effekt, der aber schnell wieder verflogen ist.

19.10.2018 12:10 • x 2 #126


Floki
[/quote]

Das war bei mir auch so. Deswegen hatte ich sie abgesetzt. Außerdem auch eine gewisse Gefühlsabflachung. Das mochte ich nicht.

Vieles was Du schreibst kann ich nachvollziehen.

Dass Du viel Geld verlierst auf der Suche nach Hilfsmittel und so, hab ich mir schon gedacht.

Hab am Anfang auch alles mögliche getestet und probiert. War immer nur kurzzeitiger Placebo-Effekt, der aber schnell wieder verflogen ist.[/quote]

Eine Frage:

Denkst du das der hohe Serotoninspiegel dann an dieser Gefühlslosigkeit verantwortlich ist oder die Zusatzstoffe aus den Fluoxetin?

22.10.2018 15:31 • #127


Frozen93
Hallo ihr Lieben ich dachte ich schreibe euch mal wieder. Und zwar merke ich wieder sehr stark das mich Ordnung und Sauber sehr beschäftigt. Ich bin ständig am denken wann ich wieder wischen muss was ich am nächsten Tag alles machen muss. Mich nervt das Wort Dreck und Staub tierisch. Es ist nicht so das ich ein Putzzwang habe weil es dafür nicht sauber genug ist. Aber mich quält das ganze Thema. Ich denke nur über Haushalt und putzen nach und suche eigentlich Entspannung was aber nicht geht. Es dreht sich nur alles darum. Wenn ich wenig mache denke ich ich muss mehr machen. Ich möchte es einfach sauber und ordentlich haben was mir aber mit drei Kindern nicht gelingt und ich denke auch nicht realistisch ist. Aber genau damit komme ich nicht klar. Danke fürs Zuhören und Schreiben. Vllt kennt das von euch auch jemand so

23.10.2018 04:56 • #128


Floki
Hi kenn ich so leider nicht!
Mir spuken andere Dinge durch den Kopf...
Nach sovielen Jahren kann man sich von seiner Krankheit kaum noch abgrenzen..... die Bilder sitzen so tief.

Hab heute mein Facebook-Profil gelöscht.... hab da viel zu oft sinnlose Zeit verbracht... mit sogenannten " Freunden". Mit der Dauer meiner Erkrankung hab ich erst mal gesehen wie geltungsbedürftig ich bin... und nach Anerkennung suche.

Von meinen tatsächlichen Freunden sind nicht mehr viele da.... grenze mich selber auch ab/aus.

Der Kampf mit mir selbst, meinem "Inneren" fordert den täglichen Tribut. Manche Menschen erzählen von Kleinigkeiten und regen sich über alles auf.... ich würde einfach nur gerne normal sein! Die täglichen fast schon stündlichen Schwankungen von meinem Gemütszustand sind sehr anstrengend.

Jeder Tag aufs Neue ist die große Herausforderung.... die Freude auf alltägliche Dinge oder besondere Anlässe ist verblasst.

Meine Eltern, meine Schwester und meine Frau stehen hinter mir und leiden ebenfalls sehr.
Ich bin ihnen für ihre Unterstützung sehr dankbar, vorallem meiner Frau die mich täglich ertragen muss.

Euer Floki

26.10.2018 17:28 • x 3 #129


Floki
Hallo zusammen,

möchte hiermit meine Krankheitsgeschichte updaten!

Ich war bei einem Neurologen der auch Psychiater ist und auf die orthomolekulare Behandlung spezialisiert ist.

Nachdem ich schon einiges überprüfen hab lassen konnten wir im Voraus einiges Ausschließen... jedoch wurde nochmals ein Bluttest der Spurenelemente gemacht. Außerdem haben wir den Serotoningehalt im Blut auch einmal messen wollen. (Gem. seinem Erfahrungen gibt dieser einen Ca. Indikator für den Wert im Gehirn an... wie gesagt nur aus seiner Erfahrung)

Ergebnisse:
Omega3 schlecht
Serotonin sehr schlecht

Seine aufmunternden Worte am Telefon waren "wie soll da Ihre Psyche auch bremsen können wenn die Bremsklötze fehlen!"

Außerdem funktioniert meine Verdauung sehr schlecht, Dysbiose! Er ist der Auffassung dass Psyche und Darm nahe miteinander Verknüpft sind.

Ich muss nun spezielle Darmbaktieren einnehmen und auf meine Ernährung achten. Siehe Leaky-Gut.

Dazu nehme ich auf Anraten 3x100mg Omega3 Kapseln und 5HTP... zu meinen 20mg Fluoxetin.
So wurde ich nun vom Fachmann eingestellt und hoffe auf Besserung.

Passt auf euch auf und gebt nicht auf!
Grüße Floki

23.12.2018 15:59 • x 3 #130


Floki
Hallo Leute,

ich wollte mich mal wieder melden!
Es geht mir mittlerweile gut!

Nach einer Zeit der enormen Schwankungen haben sich langsam Erfolge eingestellt.

Seit 3 Monaten bin ich auf einem guten Weg... bin glücklich dass ich nie aufgegeben habe und trotz allen Rückschlägen immer an mich geglaubt habe.

Der Durchbruch kam meiner Meinung nach mit meinem Besuch und der fachkundigen Betreuung nur einen Arzt für orthomolekulare Medizin und Neurologie. Mit dessen Hilfe habe ich mein Medikament auf 20mg herabsetzen können, zusätzlich nehme ich Omega 3 und 5Htp.

Seitdem schwinden die Gedanken wöchentlich... bzw. können mich nicht mehr in ihren Bann ziehen.

Meine Ernährung habe ich ebenfalls angepasst und futtere nun mehr Gemüse. Hab auch wieder Energie einen Mannschaftssport zu treiben.

Im neuen Job läuft es auch gut.. darf mich verwirklichen und meine Arbeit wird sehr geschätzt.

Das Schicksal hat mir einen Arbeitskollegen beschert dessen Stieftochter vor kurzem an einer Zwangserkrankung erkankt ist. Er war total überfordert, ich habe mich ihm anvertraut und versuche ihm mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Nach fast 1.5 Jahren kann ich sagen dass ich dankbar bin. Dankbar dass damals mein Schutzengel da war und dass ich wieder schöne Momente erleben darf!

Bleibt dran und gebt nicht auf...!
Bis bald wieder!
Euer Floki

10.03.2019 19:35 • x 3 #131


Zitat von Floki:
Mit dessen Hilfe habe ich mein Medikament auf 20mg herabsetzen können, zusätzlich nehme ich Omega 3 und 5Htp.

Welches Omega3 und welche Dosierung nimmst du ein? DHA/EPA oder ALA? Danke

10.03.2019 19:48 • #132


Floki
Hi,

ich nehme 3x1 Kapsel mit 1900mg davon 1008mg EPA & 756mg DHA.

Hersteller kann ich dir per PN nennen!

Gruß

11.03.2019 17:11 • #133


Floki
Hallo Leute!

Melde mich hier auch mal wieder!

Es geht mir super.
Die Kombination aus Probiotika, Aminosäuren, 5HTP und Omega 3 hat eine super Wirkung auf meinen Körper und Geist.

Ich nehme immer noch meine 20mg Fluoxetin. Bei höherer Dosierumg gem. meinem Neurologen hatte ich enorme Nebenwirkungen.

Der Ansatz nicht nur den Geist sondern auch den Körper zu betrachten hat den größten Durchbruch gebracht.

Meine Darmflora war komplett kaputt und wurde nun aufgebaut... Jetzt kann mein Körper auch wieder richtig arbeiten.

Meine Nahrungsergänzungsmittel helfen hierbei ganz gut nach.

Vor fast zwei Jahren erreichte mein Leben einen Tiefpunkt und wär fast am Ende gewesen. Jetzt steh ich wieder voll im Leben.

Gebt niemals auf und kämpft.. Aufgeben ist für uns keine Option!

Klammert euch an kleine Erfolge und lasst euch nicht von anderen Menschen herunter ziehen.

Euch weiterhin viel Glück!

P. S an stressigen Tagen sind ein paar Tropfen Hanföl empfehlenswert.

Keep on fighting

GRÜßE
EUER floki

27.07.2019 21:27 • x 1 #134


Hallo Floki,
es ist toll das es Dir so gut geht.
Ich habe auch aggressive ZG gegen mich selber seit 10 Jahren. Zwischendrin waren 7 Jahre Ruhe.
Ich schäme mich manchmal wegen der ZG und befürchte ein schlechter Mensch zu sein. Naja, in meiner Ehe habe meinen Mann betrogen. Deswegen habe ich das Gefühl, das ich diese Gedanken verdient habe.

Liebe Grüße
Alfred

31.07.2019 15:42 • #135




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