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Spacemarine82
Hmm also ehrlich gesagt wenn ich das so lese und wann das auftritt, würde ich sagen das ist eine leicht veränderte Form der Agoraphobie (Angst vor freien Flächen).

Ich hatte das beim Autofahren auf der Autobahn damals und bei freien Flächen in Feldern etc...oder auch sehr seltsam vermehrt wenn "total blauer Himmel" ist. Da fühlt man sich irgendwie ausgeliefert, als könnte man sich nicht verkriechen...ist ganz komisch das Gefühl...oder wenn ich auf einer hohen Brücke stehe...das ist auch ganz übel bei mir, bzw. das kann ich gar nicht mehr.

Vielleicht hast Du auch Angst das plötzlich die Schwerkraft versagt und Du ins All driftest oder sowas...das ist schon komisch auf einer Kugel zu leben. Ich mach Dich jetzt noch etwas ängstlicher...die Kugel rast auch mit 1500km/h etwa durch die Gegend...vielelleicht auch mehr

Ich denke das ist eine abgewandelte Form der Agoraphobie, gibt ja auch dort viele Formen von. Ich z.B. hab auch die tolle Variante mit den Hochhäusern. Alles was über 50-70m hoch ist wird mir direkt zuviel. Also mal eben nach New York fliegen kann ich vollkommen vergessen oder nach Frankfurt Bankenviertel. Da ist direkt Game Over . Da wundern sich auch viele Leute wenn ich sowas von mir erzähle

04.01.2019 20:42 • x 1 #21


levana
@slipknot: Ich versuche mir auch ständig irgendwas Positives vorzustellen. Wie du schon schreibst: flache Erde z.B.
Oder das das Universum drumherum nicht unendlich und unvorstellbar weit ist, sondern kompakt und die Erde fest eingrenzend.
Trotzdem ziemlich schwierig und arg lebenseinschränkend. Wirklich total bescheuert

@spacemarine82: Danke für deine Meinung. Das von dir genannte Problem mit dem wolkenfreien Himmel hatte ich auch (bevor die Angst vor Erde sich zeigte). Habe ich auch schon öfter gelesen....also bist du / sind wir nicht allein damit. Nur diese Kugelgeschichte ist echt ungewöhnlich und seit über 20 Jahren nicht aus meinem Hirn zu kratzen. Und höre mir auf mit Schwerkraft / wegdriften; da hab ich früher ebenso nachgedacht

Stören dich die Hochhäuser nur vom drüberfliegen oder von unten anschauen? Wie kann ich mir das vorstellen?

04.01.2019 21:58 • #22


zWo3
Liebe Levana,

Ich bin mal wieder hier im Forum unterwegs und wollte dir auf diesem Wege einfach mal schreiben. Die Ängste die du hast kenn ich auch, nur in einer anderen Form auch kenne ich das mit dem Universum und das Gefühl darüber nachzudenken was z.b gerade die anderen Menschen gerade. Was natürlich Blödsinn ist. Bei mir war es wie bei dir auch ich war als Kind schon sehr ängstlich . Mit 15 Jahren hatte ich dann die erste Panikattacke unter der Dusche wie aus dem Nichts, ich wusste nicht was das ist und konnte es auch nicht wirklich zuordnen. Ich hatte einfach ?! Angst ?! .. die nicht wirklich definiert gewesen ist. Das hatte ich dann 2-3 Jahre hab mich daran "gewöhnt". Als ich dann 18-19 war wurde es kurzzeitig besser. Bis ich im August 2004 erfahren habe das mein Vater nicht mein leiblicher Vater ist. Ich empfand es als nicht so wichtig aber meine Psyche hat eine andere Entscheidung getroffen. Ca 1 1/2 Monate Später kam wieder ein "Angstschub" wo ich dachte och ne nicht schon wieder die Panikattacken ich kannte das ja schon aber diesesmal war es anders. An diesem Wochenende habe ich einen Film im TV gesehen "Armee der Finsternis" darin kamen bewegliche Skelette vor mit roten augen ich empfand das irgendwie als sehr abstoßend und eklig. Aber hab mir nichts dabei gedacht..die Tage vergingen und 4 Tage Später Abends so gegen 19:30 saß ich vorm TV und bekam eine bis dato noch nie verspürte Angst und Panikattacke daraufhin enstand in meinem Kopf der "Leitgedanke" wieso bestehen wir alle aus Knochen?! Rein logisch weis ich wieso .. aber die Angst davor aus dem "Objekt" zu bestehen macht mir große Angst immer wieder mal. Ich weiß es ist sicherlich nicht das ganz Gleiche wie bei dir, aber ich denke doch ähnlich. Wir können beide nicht vor dem Angst-Objekt davonlaufen. Und sind dem ganzen ständig ausgesetzt und müssen damit leben oder auch nicht(?).

Also ich denke du hast recht bei uns ist das eine generalisierte Angst die sich wohl Assoziiert hat auf ein externes Objekt. Davor war die Angst bei mir eher difuss ich hatte Angst wusste aber nicht wovor.

Freue mich über Rückantworten und evtl melden sich ja noch mehr.

Kopfhoch.

Liebe Grüße

zWo3 / Daniel

08.01.2019 21:49 • #23


levana
Hello,
lieben Dank für deine Antwort. Das klingt ja abgefahren.
Ich weiß manchmal nicht, ob diese Angst vor der Erde/dem Universum eher Agoraphobie ist oder obs "nur" Zwangsgedanken sind. In dem Moment, wo ich draußen unterwegs bin, kann ich an nichts anderes denken, als meine Lage auf der Erdkugel zu checken. Echt krank. In welche Richtung ich fahre, wie die Oberfläche gekrümmt ist, wie meine Eltern (die woanders wohnen) von oben betrachtet zu mir stehen usw. usf.
Trotz aller ADs, die die Panik und die Angst nehmen, verschwinden diese Gedanken nie

Wie ist es denn aktuell bei dir? Verschwinden oder Wandeln sich deine Gedanken oder bleiben sie gleich?

14.01.2019 19:11 • #24


@levana
Hallo Levana,

die Beiträge sind zwar schon etwas älter aber als ich deine Geschichte gelesen habe hab ich mich selbst wieder erkannt. Kurz zu mir: Seit ich 12 bin hatte ich auch öfters Panikattacken und große Angst vor Krankheiten und dem Sterben. Dies waren immer kurze Phasen und zwischendurch hatte ich echt schöne Zeiten wo ich das Leben richtig genießen konnte. Doch was ich nie sehen konnte war ein Bild von der Erde. Das unendliche und unbekannte machte mir schon immer Angst. Hier sollten wir Leben? Die Erde schwebt im Universum und sie ist nirgendwo befestigt! Hierzu schwebten mir tausend Fragen im Kopf umher. Wer sind wir eig.? Woher kommen wir? Was ist der Sinn des Lebens? Sind wir Menschen real? Bilde ich mir alles nur ein? Durch diese Gedanken dachte ich mir teilweise ich werde verrückt und niemand kann mir helfen.
Vor ein paar Monaten hatte ich eine wichtige Prüfung. Von da an wurde mir alles zu viel. Ich hatte ständig Angst/Panik und wusste teilweise nicht wovor. Auch hatte ich so ähnliche Gedanken wie du und konnte nicht mehr in den Himmel schauen weil mir das große Angst machte. Das unendliche und das Gefühl hier nicht sicher zu sein. Ich sehnte mich einfach nur nach Sicherheit!
Ich hatte typische Angstsymptome und das rund um die Uhr. Ich stellte mir die komischsten Fragen auf die ich nie im Leben eine Antwort bekommen werde. Doch irgendwann hatte ich es satt. Wieso kann jeder hier normal auf der Erde leben nur ich nicht. Ich habe angefangen mich damit zu beschäftigen was meine wirklichen Ängste sind. Ich hatte dank meinem Religionslehrer in der 3. Klasse immer Angst vor Gott. Er hat uns nämlich erzählt, dass Gott jeden bestraft wenn er etwas falsch macht. Auch heute mit 24 Jahren hatte ich davor noch Angst. Ich habe jedoch angefangen mich mit Religionen zu beschäftigen. Habe viele Zitaten und Weisheiten des Dalai Lama gelesen und mich mit dem Buddhismus auseinandergesetzt. Ich habe mit Yoga begonnen und mit Meditationen. Es gibt mir irgendwie Sicherheit. Ich habe für mich selbst etwas erschaffen, an das ich glaube. An das ich glauben will. Das mir einen Sinn gibt wieso wir hier leben. Auch wenn ich oft noch diese Ängste habe versuche ich sie zu akzeptieren. Das ist nicht leicht - ich weiß - und mir gelingt es nicht immer doch ich versuche es. Und jeden Tag den ich schaffe ohne schlimmen Angstgefühle feiere ich. Es gab Phasen da wollte ich das Haus gar nicht mehr verlassen. Doch meine Symptome waren gleich ob zuhause oder unterwegs. Ich hab begonnen (mit Tavor für den Notfall bewaffnet) mein Leben wieder zu leben. Richtig weit wegfahren mag ich im Moment auch nicht doch ich vertraue darauf, dass ich auch das wieder können werde. Ich habe große Hoffnungen das Leben wieder genießen zu können.
Liebe Levana frage dich bitte selbst einmal was schlimmes passieren kann. Diese Gedanken erzeugen nur Angst, die diese widerlichen Symptome hervorrufen. Es wird nie passieren, dass wir einfach von der Erde fallen oder wir bemerken, dass wir auf den Kopf stehen. Wir machen uns nur selbst damit verrückt. Es ist schwierig diese Gedanken los zulassen. Doch ich bin mir sicher, dass man sie mit positiven Gedanken in den Hintergrund rücken lassen kann. Man muss sie annehmen und akzeptieren. Ich hoffe dir geht es mittlerweile ein bisschen besser und kannst diese Gedanken loslassen. Das Leben ist viel zu schön und zu kurz dafür.

Also Kopfhoch.

Liebe Grüße

30.08.2019 17:23 • x 1 #25




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