Guten Morgen,
Zitat von affenzirkus: mir macht es nichts aus, wenn mir widersprochen wird.
Danke für diese Aussage. Das macht meine Angst etwas kleiner. Denn wenn ich hier etwas schreibe,
dann schreibt meine Angst natürlich immer teilweise mit.
Denn jeder Mensch hat Angst. Aber jeder Mensch geht mit seiner Angst ein wenig unterschiedlich um.
Vermeidungsverhalten benutzt jeder Mensch. Manche viel, andere wenig.
Damit will ich sagen. Nicht nur Du benutzt das "Vermeidungsverhalten". Du darfst es deshalb natürlich
auch weiter benutzen. Nur bitte nicht so oft wie Du das bisher immer gemacht hast. Benutze es bitte
möglichst nur dort, wo es Dir wenig schadet.
Zitat von affenzirkus: Die Angst ist ein Schutzschild, das nicht durchbrochen werden darf.
Zitat von affenzirkus: Sorry nicht die Angst ist das Schutzschild für mich, sondern die Vermeidung
Wenn es Dir zukünftig besser gehen soll, wirst Du Deinen Glaubenssatz, dass die Vermeidung für
Dich das Schutzschild bedeutet, auf das Du nie verzichten möchtest, etwas abändern müssen.
Ich werde versuche zu beschreiben, warum Dir das irgendwann helfen wird.
Zitat von affenzirkus: Ich fühle mich nicht leistungs- und belastungsfähig genug um mich den Aufgaben zu stellen.
Ich kann Dich völlig verstehen. Das Gefühl Angst hat schon in Deinen ersten Lebensjahren so viel
Raum in Deinen Gedanken eingenommen, dass Du noch heute den Eindruck hast, für andere Gedanken
gar keine Kraft mehr zu haben. Wenn Du zukünftig nicht mehr so viel Kraft für Angst und Dein Vermeidungsverhalten benötigst, dann bekommst Du auch wieder neue Kraft für Deine Leistungsfähigkeit.
Für Dich klingt das heute bestimmt noch wie unmöglich.
Zitat von affenzirkus:Immer die Angst noch mehr Rückschläge einzustecken,
Rückschläge gehören zu unserem Leben. Nicht einmal die Hälfte von dem, was ich täglich versuche,
klappt auch. Scheitern gehört zu unserem Leben. Denn sonst könnte ich ja alles erreichen, was ich
mir in meinem Gehirn ausdenke. Also, was ich mir wünsche. Wenn ich beobachte, was ich mir für
mein Gehirn ausdenke, geht deutlich mehr daneben, als das etwas klappt.
Das darf mich aber nicht dazu bringen, zu sagen.
Dann mache ich das gar nicht mehr (Vermeidung).
Zitat von affenzirkus: Bei Wettkämpfen in der Schule, bei denen man sich mit anderen messen musste, bin ich "krank" daheimgeblieben. Erstens weil ich Angst hatte zu versagen und zum anderen konnte ich mit der Freude und dem Ehrgeiz der anderen nichts anfangen. Ansonsten war ich schon immer ein zurückhaltender und sehr schüchterner, hypersensibler Schüler.
Zitat von affenzirkus: von anderen verspottet zu werden würde mich wahrscheinlich noch kaputter machen.
Vermutlich waren das Gefühle, an die Du Dich heute noch so gut erinnerst, als wäre es gestern passiert.
Das Leben ist aber weiter gelaufen. Heute bist Du weitaus erfahrener als damals.
Deswegen solltest Du heute nicht immer noch die gleichen Beurteilungen benutzen, die Du früher
benutzt hast.
Heute wird Dich niemand mehr verspotten. Erwachsene Menschen verhalten sich oft anders, als Kinder untereinanden. Aus Unwissenheit und fehlender Lebenserfahrung tun sich Kinder häufig gegenseitig
oft sehr weh. Sie lernen alle noch.
Deswegen behalte Deine Kindheitserfahrungen weiter in Deiner Erinnerung. Aber mache sie nicht zu
Deiner alleinigen Denkgrundlage für Dein heutiges Leben.