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Wortnadel

Wortnadel
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Hallo miteinander,

Ich bräuchte mal liebend gerne ne Sichtweise von anderen zu einem Gespräch, das ich heute hatte.

Zunächst erstmal sollte ich besser bisschen ausholen, für ein besseren Überblick. Dank der Eingliederungshilfe habe ich eine qualifizierte Assistentin, die mich zum Erreichen meiner persönlichen Ziele unterstützt. Eins davon ist ein soziales Umfeld aufzubauen, was auch mit meinem Gespräch zu tun hatte. Wichtig noch: ich habe schon fast mein ganzes Leben eine soziale Angst aufgrund von traumatischen Erfahrungen, die leider noch nicht aufgelöst wurden.

Ich bin seit längerem in einer Puzzle Gruppe und ich wollte mich außerhalb der regelmäßigen Treffen mich mal woanders mit einigen Leuten zum Puzzeln treffen, aber ich habe mich bis heute nicht getraut das zu fragen. Als ich mit meiner Assistentin darüber sprach, kam auch mein Bedürfnis mich mit mindestens zwei Personen zu verabreden zum Thema. Ich empfinde es einfach noch zu stressig mich nur mit einer Person zu treffen anstatt in einer Gruppe. Nachdem ich dies aussprach, meinte sie, die Welt würde sich nicht an meinen Bedürfnissen anpassen. Ich empfand als sehr verletztend und nicht ernst genommen. Leider habe ich es nicht angesprochen, weil es mir noch sehr fällt auf die Schnelle zu reagieren. Aber ich möchte das wenigstens versuchen beim nächsten Treffen anzusprechen. Danach im Gespräch war ich nicht wirklich mehr bei mir und habe einen anderen Grund als Vorwand genannt. Nichtsdestotrotz habe ich mich dennoch mich getraut in die Puzzle Gruppe meine Frage zu stellen. Falls es doch nur zu einem 2er Treffen kommen sollte, möchte ich das schon offen kommunizieren, dass ich lieber mich in Gruppen treffen möchte. Das ist erstmal mein Gedanke.

Jedenfalls was denkt ihr? Ist dieser Wunsch von mir nachvollziehbar? Realistisch? Wie hättet ihr euch im Gespräch gefühlt?

Ich danke euch schon Mal, dass ich euch das mitteilen durfte.

03.08.2026 x 2 #1


5 Antworten ↓

S
@Wortnadel

Hey, nein, du verlangst nichts Unmögliches. Wichtig ist nur dein Wohlfühl-Rahmen. Wenn sich dieser in einer Zweiergruppe widerspiegelt, dann ist das so. Ohne Wenn und Aber.
Alles Liebe 👋

x 4 #2


A


Verlang ich wirklich Unmögliches?

x 3


Sonja77
Ich finde auch das du absolut nichts verlangst was unmöglich ist oder sein sollte

Das ist doch völlig okay das du Gruppen lieber magst als Treffen nur zu zweit
Damit bist du ganz sicher nicht alleine

Mach dir keine Sorgen es ist alles in Ordnung was du verlangt hast

Und jeder kann dann ja entscheiden ob es für ihn recht ist oder nicht

Liebe Grüße Sonja

x 3 #3


Feuerschale
Zitat von Wortnadel:
edenfalls was denkt ihr? Ist dieser Wunsch von mir nachvollziehbar? Realistisch? Wie hättet ihr euch im Gespräch gefühlt?

Ja finde ich nachvollziehbar.Ist ne ganz andere Dynamik.

Selbsthilfegruppen treffen sich z B auch nur, weil mit mehreren ein ganz anderer Rahmen und Konzentration möglich ist.
Zu zweit wird man ja auf jeden Fall 100 pro eingebunden. Ok, beim puzzlen gehts vielleicht weil man sich dann auf was konzentriert.

Und warum solltest du dir nicht wünschen können WIE du Kontakte haben willst? Ist doch Freizeit, man fragt, man kriegt Antworten und dann sieht man weiter.

x 3 #4


E
Also du bist in einer Puzzle Gruppe, dort ist es ok für dich aber du würdest dich gerne außerhalb der Gruppe gerne mal mit zwei Personen treffen für Puzzeln, und nun meint deine Eingliederungshilfe die Welt würde sich nicht an deine Bedürfnisse anpassen, meint sie die Gruppe an sich müsste ausreichen? Also das ist ja so auch nicht richtig, wenn du welche gut aus der Gruppe kennst und du dich auch außerhalb mal treffen möchtest dann kannst du das sicher auch ansprechen und vielleicht hat es ja welche die das auch gerne machen würden. Fragen kostet ja nichts und darum würde ich gar nicht darauf hören was sie dazu meint weil das reine Spekulation ist.

Und nächstes mal sagts du ihr, die Welt müsse sich auch gar nicht an deine Bedürfnisse anpassen, sondern es gibt bestimmt welche mit den gleichen Bedürfnissen, es sei nur eine Frage der Organisation mehr nicht.

x 1 #5


Wortnadel
Vielen lieben Dank euch für eure Sicht der Dinge.
Mich beschäftigt es tatsächlich noch immer so sehr, dass ich letzte Nacht ständig an das mögliche Wiedersehen mit meiner Assistentin denken musste und Problem beim Einschlafen hatte. Ich hab solch eine große Angst ihr zu erzählen wie mich ihre Aussage sehr verletzt, wütend und enttäuscht gemacht hat. Wenn ich ehrlich bin, möchte ich auch nichts mehr mit ihr zu tun haben wollen, denn ich fühlte mich schon Mal so bei ihr und ich glaube, dass es generell zwischenmenschlich doch nicht so passt wie ich annahm. Es besteht einfach kein Vertrauen zu ihr mehr und dieses Unwohl sein bei ihr ist sehr stark ausgeprägt. Ich denke da war ich mir selbst gegenüber nicht ehrlich genug, bin aber froh es jetzt besser zu fühlen. Auch wenn es mir eine richtig schei* Angst macht zu sagen das eine Weiterarbeit für mich kein Sinn macht, werde ich dennoch versuchen. Rückblickend fühlte ich mich bei der Vertretung von ihr viel wohler und mehr bei mir selbst. Wünscht mir Glück für Mittwoch für das klärende Gespräch.

#6






Dr. Reinhard Pichler
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