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Sara80
[quote="Hotin"] Wenn Dein Kopf doch sagt, dass etwas nicht gegen Dich geht, warum verletzt Dich das dann trotzdem?[quote]

Ich war schon immer sehr sensibel, jemand sagt etwas und ich empfinde das als abweisend, verletzend oder rücksichtslos und vieles löst Flashbacks aus.
Ich denke dann kurz darüber nach und sag mir ok die Person ist dumm, versteht mich nicht oder ist es nicht Wert das ich mich darüber aufrege. Enttäuscht und traurig bin ich dann aber trotzdem.
Ist glaube ich ohne konkrete Beispiele zu erzählen schwer zu verstehen.

12.09.2019 17:08 • x 2 #921


Hotin
[quote="Sara80"][/quote]
@Sara80

Grundsätzlich finde ich es nicht schwer, Dich zu verstehen. Heute bist Du so wie Du bist.
Du bist so wie Du es beschreibst und das ist "gut so".

Das wäre ja auch alles in Ordnung, wenn, ja wenn Du nicht herkommen würdest und sagst.

Enttäuscht und traurig bin ich dann aber trotzdem.

Weil diese Enttäuschungs-Reaktion legt sich vermutlich auf Deine Stimmung, also negativ auf Dein inneres Wohlgefühl.
Und deshalb lohnt es sich meiner Ansicht nach sehr darüber nachzudenken.
Wie schaffe ich es, in Zukunft nicht mehr so enttäuscht zu sein, von menschlichen Reaktionen, die mir nicht gefallen,
mir also deshalb auch nicht gut tun?
Hier kann der Schlüssel zu weniger sozialer Angst liegen.

Natürlich sehe ich es wie Du, dass man das am besten immer an konkreten Beispielen erklären kann.

12.09.2019 17:29 • x 1 #922


Sara80
Sicher hat es viel mit Enttäuschung zu tun.
Aber wie schafft man das, nicht enttäuscht zu sein, wenn z.b. Menschen mit denen ich gerne Zeit verbringen möchte immer nur abweisend reagieren?
Ist es eine falsche Erwartungshaltung?
Immer davon ausgehen das der andere nichts mit mir zu tun haben will führt weiter in die Isolation.

Letztendlich schließt sich da der Kreis. Die wenigen vorhandenen Personen schaden mir mehr als sie nützen. Kontakt abrechen? Dann bin ich völlig allein. Also bleibt nur weiter hoffen das ich doch noch neue Bekanntschaften, im Idealfall Freunde finde. Womit wir wieder am Anfang wären. Wie geht das mit ÄVPS?

17.09.2019 03:04 • #923


Hotin
@Sara80

Hallo Sara,

Zitat:
Aber wie schafft man das, nicht enttäuscht zu sein, wenn z.b. Menschen mit denen ich
gerne Zeit verbringen möchte immer nur abweisend reagieren?
Ist es eine falsche Erwartungshaltung?


Bestimmt ist es auch eine falsche Erwartungshaltung.
Darüber hinaus kann es aber sehr viele andere Gründe haben, die nichts mit Deiner
Person zu tun haben.

Zitat:
Immer davon ausgehen das der andere nichts mit mir zu tun haben will führt weiter in die Isolation.


Das wird auch falsch sein, wenn Du davon ausgehst.
Menschen leben in ihrer eigenen Welt. Sprichst Du sie an, weil Du Dir erhoffst, mit ihnen etwas gemeinsam
zu machen, müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein.
Sie müssen Zeit haben, viele haben dies aber sehr wenig.
Sie sollten das Gefühl haben, dass sie neue Impulse in ihrer Freizeit brauchen.
Sie sollten auch das Gefühl haben, dass Deine Ideen und Vorschläge eine
Bereicherung in der Freizeit bedeuten.
Und es gibt weitere Punkte.

Damit eine gemeinsame Freizeitgestaltung in Gang kommt, sollten also moglichst gemeinsame Interessen da sein.

Der erste Kontakt ist häufig gar nicht so einfach. Ich halte mich für sehr kontaktfreudig.
Aber auch ich kann nicht einfach losgehen und in ein paar Tagen jemanden finden,
mit dem ich häufiger meine Freizeit verbringe.

Schaffst Du es nicht, Menschen anzusprechen um mit ihnen etwas gemeinsam zu
machen, geht es am besten über den Weg, sich einer Gruppe oder einem Verein
anzuschließen, wo Du nach und nach Menschen finden kannst, die von den Interessen
her gut zu Dir passen.

Zitat:
Letztendlich schließt sich da der Kreis. Die wenigen vorhandenen Personen schaden mir mehr als sie nützen.


Ich glaube kaum, dass Dir jemand schadet. Allerdings ob jemand gut ist für Dich
und Deine Freizeit bereichern kann, diese Frage stellt sich natürlich immer.

Zitat:
Also bleibt nur weiter hoffen das ich doch noch neue Bekanntschaften, im Idealfall Freunde finde.
Womit wir wieder am Anfang wären. Wie geht das mit ÄVPS?


Mit einer Angststörung geht das genauso, wie ohne Angststörung.
Gehe einfach auf Menschen zu und rede mit ihnen.
Nur solltest Du nicht direkt die Erwartungshaltung haben, das könnte jetzt eine
gute Freundin werden. Weil man dies nie vorher ahnen kann.

Das geht etwa nach dem Motto. "Man muss viele Frösche küssen, um einen Prinzen zu finden". Ich hoffe, Du
weißt, was ich damit meine.

Viele Grüße

Bernhard

17.09.2019 10:20 • x 1 #924


Ibreaktogether
Zitat von Sara80:
Sicher hat es viel mit Enttäuschung zu tun. Aber wie schafft man das, nicht enttäuscht zu sein, wenn z.b. Menschen mit denen ich gerne Zeit verbringen möchte immer nur abweisend reagieren?Ist es eine falsche Erwartungshaltung?Immer davon ausgehen das der andere nichts mit mir zu tun haben will führt weiter in die Isolation.Letztendlich schließt sich da der Kreis. Die wenigen vorhandenen Personen schaden mir mehr als sie nützen. Kontakt abrechen? Dann bin ich völlig allein. Also bleibt nur weiter hoffen das ich doch noch neue Bekanntschaften, im Idealfall Freunde finde. Womit wir wieder am Anfang wären. Wie geht das mit ÄVPS?

Tja, das ist ein handfestes Problem. Wenn ich ÄVPS habe, schrecken mich Menschen ab, im ersten Moment auch welche mit ÄVPS. Es ist das Risiko, dass sie mich auch ablehnen könnten, obwohl sie es gar nicht wollen. Und auf der anderen Seite genauso. Da wird es fast unmöglich, sich kennenzulernen, nur aufgrund der Angst, der andere könnte mir mehr schaden als nutzen. Deswegen scheitern hier auch fast alle Kennenlernversuche.

17.09.2019 18:38 • x 1 #925


Meine Grunderkrankung ist auch soziale Phobie. Mache gerade Tavor-Entzug. Im Moment kann ich keine Treffen wahrnehmen. Ich bin schon froh, wenn ich für mich einkaufen gehe. Da ich alleinstehend bin muss ich halt.
An der Kasse wird's dann nochmal heftig. Habe sogar Angst meine Freundin am Bahnhof abzuholen. Das geht schon seit meiner Kindheit so. Mal besser mal schlechter. Ich habe viel versucht unter Anderen auch Selbsthilfegruppen. Da musste ich reden aber ich konnte nicht. In der Schule habe ich gestottert.

17.09.2019 19:03 • x 2 #926


Robinson
Hallo @lorle,
dann wünsche ich dir viel Erfolg beim Tavor-Entzug.
Das ist ja nicht einfach und es gibt viele aufs und abs.
Ich hatte auch eine schwierige Zeit, mit Lyrica absetzen, das nahm ich vier Jahre oder so.
Es ist schon schwer, den Alltag zu bestehen, auch weil früher alles noch etwas leichter war.
Momentan geht es mir auch nicht so gut, ich hoffe aber auf ein besseres Morgen.
Was bleibt einem ja denn sonst...
Lieben Gruss,
R

17.09.2019 19:37 • x 1 #927


Hotin
@lorle

Hallo lorle,

wenn Du bereits seit Deiner Kindheit soziale Ängste hast, wird es Dich oft
viel Überwindung kosten, mit anderen Menschen zu sprechen.

Was Du dabei vermutlich ein Leben lang nicht berücksichtigt hast ist,
die meisten Menschen haben soziale Ängste. Die eine mehr, der andere weniger.

Hätten die Menschen nicht so häufig soziale Ängste, würden sie viel netter
miteinander umgehen und mehr Gemeinschaft leben.

Gut ist, wenn Du schon Vieles versucht hast. Etwas scheinst Du aber vermutlich
noch nicht versucht zu haben.
Du kannst nicht nur mit anderen Menschen reden. Du musst Dir auch selbst ständig Mut
zusprechen.
Erst wenn Deine inneren Gespräche positiv laufen, hast Du den Mut, z.B. in einer
Selbsthilfegruppe oder auch auf der Straße frei zu reden.
Schließlich kann Dir überhaupt nichts passieren, wenn Du etwas sagst, was Deine
Meinung ist.
Im schlimmsten Fall kann jemand sagen, dass er Deine Meinung als völlig falsch ansieht.
Das ist jedoch nicht schlimm. Vermutlich siehst Du auch Vieles als falsch an, was andere sagen und denken.
Nicht immer muss man jemand anderem aber gleich sagen, "Das sehe ich als falsch an."
Man kann einiges auch einfach erst einmal so stehen lassen, wie es ist.
Und das darfst Du auch für Dich fordern, wenn Du Deine Meinung sagst.

Viele Grüße

Bernhard

18.09.2019 08:30 • x 2 #928


Schlaflose
Zitat von Hotin:
Schaffst Du es nicht, Menschen anzusprechen um mit ihnen etwas gemeinsam zu
machen, geht es am besten über den Weg, sich einer Gruppe oder einem Verein
anzuschließen, wo Du nach und nach Menschen finden kannst, die von den Interessen
her gut zu Dir passen.


Ich würde auch meinen, dass sich engere Kontakte nicht dadurch ergeben, dass man jemanden auf der Straße einfach so anspricht. So etwas erwächst, indem man mit Leuten über einen längeren Zeitraum regelmäßig zusammen kommt wie z.B. in der Schule, an der Uni, auf der Arbeit, im Verein etc. So merkt man auch, wer zu einem passt und mit wem man näher befreundet sein möchte.

18.09.2019 09:46 • #929


Danke Hotin für Deine aufmunternde Worte.
Da denkst Du genau wie ich. Innerlich mit mir selbst zu reden, das habe ich schon als Kind gelernt.
Ich habe keine Geschwister und meine Eltern beide berufstätig hatten kaum Zeit für mich.
Ich musste mich immer selbst aufmuntern Stark zu sein.
Eine Selbshilfegruppe habe ich schon besucht vor einigen Jahren. Ich konnte da auch nicht sprechen, und das führte dazu, dass ich noch mehr an mir zweifelte.
Bei mir klingelt oft eine Nachbarin und lädt ihren Seelenmüll bei mir ab. Auch meine so genannte Freundin macht das Selbe. Aber beide interessieren sich nicht, wie es mir in dieser schwierigen Situation mit dem Tavorentzug geht.
Ich hadere schon lange mit den Gedanken die Freundschaft beider zu kündigen. Seither fehlt mir aber der Mut dazu.

Hotin was hast Du für Probleme?

18.09.2019 13:07 • x 2 #930


Sara80
Zitat von Trauriger82:
@hotin:Man weiß bei diesen Störungen theoretisch schon, wie man einen Kontakt aufbauen könnte/sollte. Aber es geht einfach kaum oder nicht. So würde ich das jedenfalls für mich sagen. Hat also weniger mit sozialer Inkompetenz zu tun.


Du hast es gut zusammengefasst. Es hilft mir zu lesen das es anderen genau so geht.

18.09.2019 18:35 • x 1 #931


Hotin
@lorle

Hallo lorle,

aus Zeitgründen kann ich Dir leider erst jetzt antworten.

Verstehen kann ich leider noch nicht, warum Du so sehr an Dir zweifelst.
Gerade in einer Selbsthilfegruppe sollte es Dir möglich sein das Wort zu
ergreifen. Egal, was Du dort sagst. Dort versucht man Dich zu verstehen.

Du hast früher gestottert. Hat Deine Sprechunsicherheit heute immer noch damit zu tun?

Wenn Deine Nachbarin oft ihren "Seelenmüll" bei Dir ablädt, kannst Du ihr natürlich
Deine Freundschaft kündigen. Ob das allerdings klug ist, weiß ich nicht.
Du sprichst von Dir als Frau, die schlecht neue Kontakte schließen kann.
Ist es dann zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll, Freundschaften zu beenden, bevor Du neue
begonnen hast?

Zitat:
Hotin was hast Du für Probleme?


Was den Bereich Ängste angeht habe ich kaum nennenswerte Probleme.
In diesem Forum schreibe ich seit Jahren, weil ich häufig die Rückantwort bekomme,
dass meine Sichtweisen anderen oft helfen, Neues über ihre eigenen Ängste zu lernen und die
Ängste dadurch deutlich abzuschwächen.
Mehr über mich und was ich über Ängste weiß, findest Du auf meiner Internetseite
http://www.weniger-angst.de .
Möglicherweise befinden sich auf den zahlreichen Unterseiten auch Informationen für Dich, die Dir nach einiger
Zeit den Alltag erleichtern.

Viele Grüße

Bernhard

21.09.2019 21:47 • x 1 #932


Odd_Thomas
Interessant

22.09.2019 11:46 • x 1 #933


Hotin, Du hast Recht, was meine Nachbarin anbelangt. Es ist nur, dass Sie jeden Tag kommt und dazu noch immerzu anruft. Für mich hat Sie leider kein Ohr. Sie schimpft über die ganze Nachbarschaft. Schön ist es in meiner Siedlung nicht das muss ich auch sagen, aber über jeden herziehen, dass ist auch nicht mein Ding.

Nun habe ich auch noch Probleme mit meiner Freundin. Sie ist eine Borderline Persöhnlichkeit und flippt seit vielen Monaten total aus. Sie schreibt Briefe an Ihre Nachbarn und Verwante indem Sie selbige arg beschimpft und das hat Ihr auch schon Anzeigen eingebracht. Sie musste bis jetzt 800 Euro Strafe bezahlen. Ihre früheren Freunde hat sie aus nichtigem Grund auch angezeigt. Ich habe sie immer wieder ermahnt dies sein zu lassen, aber ohne Erfolg. Nun seit ich nicht mehr von Tavor eingebettet bin, wird mir klar, dass ich mit dieser Person nicht mehr befreundet sein will. Nur bettelt sie ich möchte Ihr doch vergeben aber ich hab mich schon so oft überreden lassen und glaube nicht, dass es noch Sinn macht.
Was meinst Du Hotin ? Bin ich etwa die Nächste die sie anzeigt ?

22.09.2019 15:21 • #934


Hotin
Hallo lorle,

auch ich habe/hatte Menschen mit schweren seelischen Problemen in meiner Bekanntschaft.

Natürlich kann ich nicht sagen, was Deine "Freundin" tut, ob sie Dich anzeigen wird.

Ich habe eine männliche Bekanntschaft zu einem psychisch Kranken vor Jahren
abgebrochen, nachdem er mir in nächtlichen Anrufen mehrfach gedroht hatte, mich
umzubringen. Heute lebt er in einem "Betreuten Wohnen", unfähig für sich alleine zu sorgen.
Es gibt für mich Grenzen, die niemand überschreiten sollte.

Damit will ich sagen. Frage Dich, warum Du den Kontakt zu Deiner "Borderline-Freundin"
noch weiter hältst. Gegebenenfalls entscheide Dich dafür, den Kontakt abzubrechen.
Sie hat kein Recht dazu, Dich ständig zu belasten. Du bist keine Sozialarbeiterin die sie
unentgeltlich benutzen kann, wie es ihr gefällt.

Du hast ein Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit. Gegen jeden, der Dir versucht vorsätzlich und
dauerhaft zu schaden, solltest Du Dich wenn möglich wehren.
Eine besonders geeignete Maßnahme ist immer der Abbruch von Kontakten.

22.09.2019 16:02 • #935


Hallo Hotin,
du hast meine Gedanken unterstrichen, was meine Freundin anbelangt. Nur weis ich nicht wie ich es anstelle mich von Ihr zu trennen. Beim gestrigen Telefonat mit Ihr hat sie sich nochmals tausendmal entschuldigt. Das war beim letzten Mal schon so und wird auch in Zukunft so sein. Ich überlege ob ich Ihr ein whats up schreibe oder ihr direkt am Telefon sage, was mich belastet. Eine wirklich schwere Situation für mich, weil ich durch das Tavor sehr geschwächt bin.
Aber da hilft alles nichts. Ich muss das angehen, weil ich große Angst vor ihr habe.

Ich bin Dir dankbar, dass Du Dich meinem Problem angenommen hast und wünsche Dir noch einen schönen Tag

Hannelore

23.09.2019 09:11 • #936


Hotin
@lorle

Hallo Hannelore,

nicht immer ist es einfach sich von einem anderen Menschen zu trennen.
Besonders dann, wenn man ein schlechtes Gewissen dabei hat. Solltest Du Dich
bei dem Gedanken Dich zu trennen schlecht fühlen, wäre dies also das erste, was
Du gedanklich ändern solltest.

Zitat:
Ich muss das angehen, weil ich große Angst vor ihr habe.


Als nächstes mache Dir bitte klar, dass Du keinerlei Angst vor einer Person haben
brauchst, die Dir gegenüber aufdringlich auftritt. Gerade wenn euer Kontakt
hauptsächlich telefonisch oder über Handy läuft, kannst Du es leichter steuern, als
wenn jemand ständig an Deiner Tür steht.

Zitat:
Beim gestrigen Telefonat mit Ihr hat sie sich nochmals tausendmal entschuldigt. Das war beim letzten Mal
schon so und wird auch in Zukunft so sein.


Menschen die sich ständig entschuldigen haben ein großes Problem. Du kannst ihr sagen, dass sie sich zukünftig
nicht mehr bei Dir entschuldigen braucht.
Das Wort Entschuldigung kann sparsam bei guten persönlichen Kontakten eingesetzt werden.
Die einzige, wirklich glaubhafte und akzeptable Entschuldigung aber ist jedoch nur eine
Verhaltensänderung.
Nur wenn ich morgen nicht mehr das Gleiche tue, was Dich heute noch ärgert, kann
man das als einzige akzeptable Entschuldigung ansehen.

Wenn es Dir schwer fällt den Kontakt direkt abzubrechen kannst Du das auch in Raten machen.
Beende Telefongespräche schneller, weil Du gerade weg musst oder am Kochen bist.
Vor allem klage darüber, dass es Dir sehr schlecht geht und sie Dir mal zuhören soll.
Dies wird sie nicht wollen. Ziehe Gespräche an Dich und erzähle ihr Dinge von Dir.
Jammere, dass Du in letzter Zeit sehr nervös bist und deswegen ihr nicht zuhören kannst.
Das verhindert, dass sie ihre Sachen bei Dir abladen kann.

Ein wenig klug solltest Du das schon anfangen.

Viele Grüße

Bernhard

23.09.2019 09:50 • x 1 #937


Robinson
Zitat von Sara80:
. Die wenigen vorhandenen Personen schaden mir mehr als sie nützen. Kontakt abrechen? Dann bin ich völlig allein.


Das warst du auch mit der Person.

Sei doch froh, wenn du "Enttäuscht" bist, denn dann hast du eine Täuschung erkannt.

Das schwierige ist, und da kenne ich mich auch, ist, die Wut zuzugeben, dass man in andere 'Investiert' hat, ohne adäquat gleiches zurück zu bekommen.
Denn diese "Fehlinvestition" schmerzt, und den Schmerz will man nicht zulassen.
Dann lieber Hoffen?

24.09.2019 06:02 • x 2 #938


Hallo Hotin,
danke für Deine guten Tips. Ich habe gestern auch schon mit dem Telefonieren angefangen meine Borderline Persönlichkeit zu stoppen. Ich sagte " es geht mir sehr schlecht und ich möchte das Gespräch abbrechen". Sie war sehr erstaunt hat aber sofort meinen Wunsch respektiert. Ich werde mich so nach und nach von ihr lösen.
Habe auch im Netz nachgeschaut was über Borderliner geschrieben steht. Es werden dort die Krankheitsbilder aufgelistet und ich muss sagen, das deckt sich Haargenau mit meiner Bekanten.

wünsche Dir noch einen schönen Tag
Hannelore

24.09.2019 12:15 • x 1 #939


Hotin
Hallo Hannelore,

wunderbar, wenn Du damit schon etwas vorankommst.

Viele Grüße

Bernhard

25.09.2019 15:41 • #940





Dr. Reinhard Pichler