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Ich bin meist sehr zurückhaltend und ruhig vor allem bei Leuten die ich nicht kenne.

Kann aber auch auf Leute zugehen und mit ihnen reden.

Ich denk leider zu oft, was andere davon denken, wenn ich etwas sage.

Ich denk leider zu oft nach, wie es bei den anderen ankommt, wenn ich etwas sage.

Auf Arbeit im Krankenhaus kann ich jedoch mit fremden Leuten reden und habe gar keine Probleme damit. Wenn jedoch wieder viele Kollegen dabei sind, bin ich irgendwie gehemmt.

War jemand auch mal ziemlich ruhig und hat seine Schüchternheit irgendwie überwunden.

Ich würde das gerne schaffen mehr zu reden.Will das irgendwie abstellen, dass ich drüber nachdenke, was wohl die anderen denken.


Und noch ne andere Frage, glaubt ihr, dass Leute die in sich gekehrt sind, wenige soziale Kontakte haben, eher gefährdet sin psychisch krank zu werden.

Hab im Zuge meiner Ausbildung zum Krankenpfleger in der Psychiatrie einen Patienten gesehen, der sehr in sich gekehrt war und schizophren war.Er hat irgendwie sehr eintönig gesprochen, fast wie ein Roboter. Glaubt ihr, wenn jemand sein Leben lang in sich gekehrt lebt und nur sehr wenige Kontakte hat, zB nur zu Familie und den Arbeitskollogen auf der Arbeit, dass so jemand psychisch gesund bleiben kann?

Muss ein introvertierter wenn er so bleibt wie er ist, psychisch krank werden.

Ich glaube, man kann auch mit wenig sozialen Kontakten psychisch ausgeglichen bleiben Hauptsache man aktiviert irgendwie seine Gehirnzellen, entweder auf Arbeit oder durch lesen etc....

Wäre für Meinungen, Beiträge sehr dankbar..

Lg

06.09.2011 18:49 • 09.10.2011 #1


5 Antworten ↓


Zitat von derjens:
Und noch ne andere Frage, glaubt ihr, dass Leute die in sich gekehrt sind, wenige soziale Kontakte haben, eher gefährdet sin psychisch krank zu werden.


Ja. Ich glaube Qualität und Quantität von sozialen Beziehungen haben einen entscheidenden Einfluss darauf wie wir uns fühlen. Menschen die einsam sind, z. B. wie ich es leider sehr oft bin, fehlt ein entscheidender Informationskanal um ihr Selbstbild zu vervollständigen. Menschen mit wenigen sozialen Kontakten müssen Krisen, Probleme und Herausforderungen ohne die Unterstützung von Menschen bewältigen. Und je kleiner der Bekanntenkreis, desto geringer sind die Möglichkeiten Krisen zu bewältigen. Das Selbstbild wird über Vergleiche, Anerkennung und Kritik anderer Menschen bestimmt. Menschen mit wenig Information darüber "wie andere sie sehen" müssen mehr Aufmerksamkeit auf diejenigen Informationen legen, wie sie "glauben zu sein". Da wir aber nur ein Teil unseres Selbst wahrnehmen können, sind die Infos nicht komplett und als Resultat erhalten wir eine verzerrte Selbsteinschätzung, die zu falschen Konsequenzen führen. Wir fühlen uns z. B. ungeliebt, einsam, verlassen und nichts Wert.
Unter diesen Umständen kann sich ein Mensch nicht besonders gut entwickelt und ich denke, dass das Risiko an einer psychischen Krankheit zu erkranken erheblich größer ist. Aber das sind nur Vermutungen, obgleich ich meine mich zu entsinnen entsprechende Studien gelesen zu haben.

Zitat:
Muss ein introvertierter wenn er so bleibt wie er ist, psychisch krank werden.


Nein, sicherlich nicht. Introvertierte Menschen sind ja nicht per se einsam oder leiden an soziale Isolation. Ich denke, introvertierte Menschen brauchen weniger Beziehungen und Kontakte als extravertierte Menschen. Schließlich ziehen sie Kraft und Muse aus sich selbst und nicht selten leben sich introvertierte Menschen in der Kreativität, Sport, Musik etc. aus. Ihr Selbstbild ist möglicherweise nicht so stark von Vergleichen mit anderen Menschen bestimmt. Kritisch wird es meiner Meinung nach erst, wenn der Mensch seine Anzahl und Qualität von sozialen Beziehung als defizitär erlebt. Dann entsteht Leidensdruck und der macht auf Dauer sehr wohl krank.

Gruß,
Divio

07.09.2011 00:53 • #2



Schüchternheit werden in sich gekehrte eher psychisch krank?

x 3


Hallo,

interessante Frage, ob man es akzeptieren kann für den Rest des Lebens.
Wenns denn läuft im Job und man einen kleinen Freundeskreis hat, sicher.
Bestätigung holt man sich aus meist kreativen Hobbies, überbrückt die Zeit mit der einen oder anderen Sucht.
Trotzdem leidet man unter den Lebenseinschränkungen und Symptomen, kann später aggressiv werden und in depressiven Phasen die Lust am Leben verlieren.
Es kommt drauf an, in wie weit man sein Leben selbst lenken kann, Erfolge erzielt oder sich ständig im Weg steht bei Entscheidungen, die das Weiterkommen sichern.

18.09.2011 00:23 • #3


hallo derjens,

was du geschrieben hast kommt mir alles sehr bekannt vor...ich bin auch ziemlich schüchtern und mache mir ständig gedanken was andre über mich denken und sagen..

und ich glaube schon dass wegen der starken schüchternheit meine ganzen ängste so stark geworden sind dass ich "psychisch krank" geworden bin..weil fühlte mich oft ziemlich einsam und dachte immer mich mag keiner..usw.

zur zeit gehts mir wieder besser..da ich auch medikamente nehme ..

aber eig. muss uns dass echt egal sein was andre über uns denken ..wenn ihnen wirklich was nicht passt , was wir gesagt haben dann sollen sie uns es ins gesicht sagen..und sonst kann uns dass echt egal sein..aber dass hab ich leider auch noch nicht geschafft, dass es mir egal ist, was andre über mich denken!
ich find das leben so ungerecht..wieso sind die meisten menschen alle selbstbewusst..und ein paar wenige so schüchtern?

lg

01.10.2011 00:48 • #4


Zitat von steffiii:
ich find das leben so ungerecht..wieso sind die meisten menschen alle selbstbewusst..und ein paar wenige so schüchtern?

lg

Ich sehe das etwas differenziert. Natürlich hat es mich als Kind geärgert, wenn andere immer das Sagen hatten und ich nicht. Aber auf der anderen Seite wollte ich mich auch nie in den Mittelpunkt drängen. Ich bin zwar nicht unbedingt mehr schüchtern, dafür aber in Ansätzen autistisch. Meistens stören mich andere Menschen auch nur, weil ich sofort das Primitive und proletenhafte an denen wahrnehme. Das passiert ständig, wenn man als Feingeist zwischen lauter Abgestumpften aufwächst. Ich fühlte mich ja schon von meinem Vater lächerlich gemacht, wenn ich meiner Mutter ein Gedicht zum Muttertag vorgetragen habe. Das muss vor meinem 8. Geburtstag gewesen sein und da kriegt man andauernd irgendwelche Dämpfer verpasst, wenn man schlauer ist als man eigentlich sein sollte. Deswegen bin ich mir heute sicher, dass ich nicht immer so schüchtern war, sondern permanent eingeschüchtert wurde. Ich passte eben nicht in diese Umgebung.

Was ich heute dagegen tue, ist Barfuß laufen. Wie in meinem Strang beschrieben. Wenn mich Leute in der Stadt dann anglotzen, dann können sie mich mal. Ich lerne so in einer Art Konfrontationstherapie, wie bescheuert diese Menschen sind, wenn sie mich mit ihren abwertenden Blicken anglotzen. Manchmal spreche ich gerade auch Ältere an, dass sie aufhören mit ihrem Geglotze oder zeige mit dem Finger in die Luft, als ob es da was interessanteres gäbe. Und so gewinne ich mehr Souveränität. In der Stadt wollen sie mich zum Assi degradieren, aber im Bergpark habe ich heute auch anerkennende Blicke geerntet, als ich mittendrin auf steinigem Untergrund den Kinderwagen noch hochgeschoben habe, wo normalerweise die Meisten Bergschuhe tragen. Ein Wanderer meinte zu seinem Enkel, nachdem der sagte: "Der ist ja barfuß!" "Das finde ich jetzt auch erstaunlich!" Und sowas tut dann wieder gut.

03.10.2011 17:44 • #5


ich glaub am besten kommt man echt durchs leben, wenn es einen einfach scheis egal ist , was andre von einen denken! jeder sollte so sein wie man wirklich ist, weil was bringt es einen wenn man sich selbst verstellt nur um von andren gemocht zu werden?

entweder die andren mögen einen so wie man ist, (bei mir eben , dass ich ruhiger bin) oder sie mögen einen nicht!

eig. is alles egal..dass leben macht sowieso was es will!

09.10.2011 14:38 • #6




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