Pfeil rechts

Eine Frage stelle ich mir in letzter Zeit häufiger, auch weil mich mein Vater oft damit konfrontiert. Ist es möglich, Menschen zu helfen, in dem man Berufe erlernt die sich auch den psychologischen Bereich Beziehen, wie z.B. Familienberatung, Psychologe, etc.wenn man selber unter psychischen Problemen leidet (Zu meinen gehören Panikatacken folge von der Angst allein zu sein)? Ich persönlich finde schon, den solche Menschen damit mein ich auch mich können eine gewisse Erfahrung mit diesem Thema in den Beruf einbringen. Ich habe einfach gemerkt das ein Beruf in dieser Richtung das einzige ist was wirklich meine Berufung werden könnte, den auch wenn das vllt viele von sich behaupten, aber ich finde das ich Menschen ziemlich gut einschätzen kann, das heißt, dass ich schnell erkenne wie ihr charakter ist und welche Probleme sie haben. Das einzige was ich noch nicht so raus habe is wie man diesen Menschen mit ihren speziellen Problemen helfen kann. Deshalb möchte ich in diese berufliche Richtung gehen um es zu lernen. Ich bin zwar erst 18, aber ich habe sehr sehr lange gebraucht um zu wissen was ich will, deshalb bin ich jetzt froh etwas gefunden zu haben was ich machen will.Doch da ich wie gesagt öfters mit dieser Frage konfrontiert wurde wollte ich einfach mal hier im Forum Fragen was ihr davon haltet. Also nochmal die Frage formuliert: Ist es möglich bzw. richtig einen psychologischen Beruf zu wählen obwohl man psychisch krank ist?
freue mich über eure Beiträge

04.08.2009 00:17 • 06.08.2016 #1


25 Antworten ↓


Alexandra07
Hallo Paine,

also ich finde diese Frage sehr interessant. Aber warum nicht? Wie Du dann anderen helfen kannst, wirst Du ja in der Zeit lernen. Was ich mir persönlich sehr schwer vorstelle, kannst Du Dich auch weit genug "abschotten"? Denn das muss Du sicherlich bei so einem Job. Denn Du kannst das Alles nicht nah an die ran lassen. Ich denke wir haben den Vorteil, dass wir wissen wovon wir reden. Aber vielleicht hast Du die Möglichkeit, Dich mit einem Psychologen oder Psychotherapeuten mal über Deinen Berufswunsch zu unterhalten.

Einen lieben Gruß

Alexandra

04.08.2009 08:27 • #2



Psyologischer Berufsweg obwohl psychisch krank?

x 3


Huhu!

Ich finde, das Eine muss das Andere nicht ausschließen.
Mein ehemaliger Therapeut z.B. hat auch selber ne psychische Erkrankung.
(Er hat mir aber nie gesagt, welche.)
Und er war trotzdem ein klasse Therapeut, mit dem ich gut arbeiten und mit dem ich mich gut unterhalten konnte.
Ich denke, wenn man selber weiß, wie eine Erkrankung sich anfühlt, kann man auch mit mehr Feingefühl auf andere erkranke Menschen zugehen.
Du musst dir aber auch über die massive Belastung des Berufs klar werden.
Dein Job wird es eben sein, dir die Probleme von Anderen anzuhören.
Und das an 5 Tagen die Woche das ganze Jahr, außer dann, wenn du Urlaub hast.
Solche Probleme sind recht vielfältig. Manche wollen einfach bloß reden, eine Scheidung oder die Trennung ihrer Eltern verarbeiten, aber es gibt auch Leute, die es sehr hart getroffen hat.
Mein Therapeut hat mir mal von einigen seiner Fälle erzählt: Eine Frau etwa, deren Sohn starb bei einem Autounfall als sie Feiern war. Seitdem kann sie nicht mehr tanzen und fröhlich sein, weil die Schuldgefühle sie zerfressen. Oder ein Mann, dessen Frau seit 3 Jahren im Koma liegt, der sich aber nicht von ihr lösen kann und seither jeden Tag zu ihr ins Krankenhaus fährt und mit ihr redet. Oder eine Frau, die kommt seit 4 Jahren zu ihm und bildet sich ein, eine Zwangsneurose zu haben -er findet aber, dass sie keine hat. Einen, der querschnittsgelähmt ist, hat er auch, und ein Mädchen, das lieber ein Junge sein will und sich im falschen Körper fühlt.
Ich hab auch jetzt mein Abi und hab auch überlegt, was im sozialen Bereich zu machen.
Ich bin stark und selbstbewusst -aber das ist mir zu viel.
Jeden Tag solche Schicksale anzuhören, oftmals der einzige Ansprechpartner für Menschen zu sein, die echt am Ende sind, nur mit Problemen konfrontiert werden jeden Tag -das könnte ich niemals.
Du kannst ja mal die Probe aufs Exempel machen und dich hier im Forum durchlesen.
Probier mal, einige wochen lang jeden Tag etliche Stunden hier zu verbringen und für Menschen mit psychischen Problemen da zu sein.
Wenn dir das Spaß macht, kannst du es bestimmt durchziehen.
Wenn du aber -wie ich etwa- merkst, dass es dir irgendwann zu viel wird, dann such dir was Anderes.
Es muss ja nicht gleich Psychologie sein -da ist der NC übrigens 1,3 dieses Jahr. Schaffst du das?
Du könntest auch Spzialpädagogik studieren, danach arbeitet man dann mit Menschen, die ins Leben zurück finden müssen, oder auch in Schulen, Kindergärten, Heimen, KiTas, und sowas.
Das ist zwar auch anstrengend, und bestimmt auch oftmals grenzwertig, aber der Druck ist nicht ganz so groß wie beim Psychologen.

Liebe Grüße,
Pilongo

04.08.2009 11:19 • #3


Oder einen anderen Heilberuf wie Ergo-, Physio- oder Logo.... da arbeitet man nicht speziell an der Psyche es ist aber ein Grenzgebiet und auch bei dieser Arbeit muss man viel motivieren, trösten aufmuntern kommt an seine Grenzen, aber es macht auch viel Spaß...mach doch mal ein Praktikum, vielleicht wär das eine gute Alternative!

17.09.2009 00:29 • #4


Ich denke,das genau die leute die psychisch krank sind solche wege gehen im beruf und kaum einer dort ist gesund.

mein mann z.b.ist arzt in dem psychobereich und weiß gott nicht psychisch gesund.dennoch arbeitet er in dem bereich und es macht ihm auch freude(normalerweise,abgesehen derzeit vom mobbing).

ich selbst werde jetzt ein fernstudium anfangen als psychologische beraterin.

20.09.2009 14:45 • #5


Hi amboden,
hab ich mir auch schon mal überlegt...aber da hieß es man muss nachweisen dass man psychisch stabil ist. (wobei ich das höchst unrealistisch finde, wer kann das denn von sich behaupten?)

26.09.2009 22:51 • #6


Zitat von nachtleben:
Hi amboden,
hab ich mir auch schon mal überlegt...aber da hieß es man muss nachweisen dass man psychisch stabil ist. (wobei ich das höchst unrealistisch finde, wer kann das denn von sich behaupten?)


Habe ich mir auch schon überlegt. Wenn ich anderen helfe, dann geht es mir gut und ich vergesse meine soziale Phobie, etc.

Ich bin auch am Überlegen, wenn ich mal etwas älter bin und zeit habe, in dieser telefonseelsorge einzutreten.

Mir würde aber genauso Spass machen, Psychologie zu studieren...da mich allgemein dieser Bereich interessiert. Ich lese auch sehr gerne Bücher darüber, wie die Psyche Funktioniert, was es alles so gibt etc.

@nachtleben
Man darf nicht daran kaputt gehen, also eigentlich gar nicht mal so unrealistisch. Wenn du selbst ein Problem hast, und hört dir noch deren anderen problemen kann, musst du damit fertig werden, wirst du da aber durch deine Krankheit, sage ich mal, nicht, dann kannst du es eigentlich vergessen.

27.09.2009 12:39 • #7


Zitat von nachtleben:
Hi amboden,
hab ich mir auch schon mal überlegt...aber da hieß es man muss nachweisen dass man psychisch stabil ist. (wobei ich das höchst unrealistisch finde, wer kann das denn von sich behaupten?)


nein nur wenn du in therapie bist,musst du vorlegen von deinem therapueten das du stabil genug bist aber ich find das übertrieben irgendwie

27.09.2009 13:45 • #8


Hi Pierre, das ist mir schon klar ich glaube du hast es falsch verstanden was ich gemeint habe. Ich glaube, es gibt keinen psychisch stabilen Menschen.Nur mehr oder weniger oder gar nicht stabil. Aber man findet doch bei jedem was...

27.09.2009 22:54 • #9


Hallo Paine91,

ohne auf die bereits eingegangen Antworten einzugehen, welche ich nicht durchgelesen habe, da ich zur Zeit etwas am Rad drehe:

Deine Idee finde ich sehr gut. Meines Erachtens können GERADE Menschen, die selbst unter psychischen Problemen/Erkrankungen leiden, ganz anders auf andere eingehen, Verständnis aufbringen, haben ein viel tiefergehendes Einfühlungsvermögen und somit auch die Möglichkeit, Zugang zu Menschen zu finden und ihnen zu helfen.

Ich habe es damals in der Klappse (entschuldigt bitte, dass ich dieses Wort verwende, ich weiß, es ist abwertend, und ich will damit auch niemanden, schon gar nicht die Experten hier, beleidigen, aber mir wurde in dieser Zeit noch mehr Schaden zugefügt, als sowieso schon vorhanden war) erlebt. Wir Patienten konnten uns untereinander fast immer am besten helfen. Ich war vorher noch nie mit psychisch kranken Menschen konfrontiert. Wie auch? Hatte alo keinerlei Ahnung von den Krankheitsbildern, konnte logischerweise aufgrund dessen auch deren auf mich anfangs befremdende und teilweise Angst auslösende Reaktionen nicht so recht einordnen. Aber ich begann, einfach auf sie einzugehen. So konnte ich bspw. einem helfen, der unter extremem Verfolgungswahn litt und ernsthaft davon ausging, dass er nachts in seinem Zimmer, welches neben meinem lag, ermordet würde. Ich konnte ihn beruhigen, habe einfach gesagt, ich bin nebenan und kann sowieso nicht schlafen, und wenn die was von dir wollen, kriegen die von mir eins auf die Zwölf, und du wirst sehen, morgen früh beim Frühstück trinkst du mit mir gemeinsam Kaffee und dir wird nichts fehlen, was ja natürlich auch stimmte. Auf diese Art und Weise konnte ich einen Zugang zu ihm finden, Vertrauen aufbauen und ihm wenigstens in dieser Zeit die Angst nehmen. Ist vielleicht ein lapidares Beispiel, aber ich weiß, wie es ist, konstant eine schei. zu haben, wovor auch immer.

Meine Freundin hört Stimmen, ich bin Borderliner, eine gemeinsame Freundin ebenfalls. Wir treffen uns oft einmal wöchentlich mit Psychiatrieerfahrenen, und glaub mir, wir untereinander hören uns einfach zu und an den Fragen, die andere stellen, merkst du genau, ob man dich ernst nimmt oder nicht. Und sowohl meine Freundin als auch einer der Gruppe, der mir mittlerweile zu einem sehr guten Freund (platonisch) wurde, haben es geschafft, mich zeitweise unter Menschen zu bringen. Dazu war mein Therapeut nicht im Stande.

Erzähle dir nur die Beispiele, um dich in deinem Vorhaben zu bestärken, weil ich denke, dass es für dich der richtige Weg sein wird, zumal du auch an diesen Menschen Interesse zu haben scheinst.

Es würde mich freuen, wenn du den Weg gehen kannst, den du gehen möchtest, denn ich bin mir sicher, dass Therapeuten deines Schlages bei anderen wirklich etwas erreichen würden.

Liebe Grüße

28.09.2009 00:34 • #10


Zitat von nachtleben:
Hi Pierre, das ist mir schon klar ich glaube du hast es falsch verstanden was ich gemeint habe. Ich glaube, es gibt keinen psychisch stabilen Menschen.Nur mehr oder weniger oder gar nicht stabil. Aber man findet doch bei jedem was...

Achso, ja sry hab ich dann falsch verstanden,

28.09.2009 10:37 • #11


ich habe jetzt auch nicht den ganzen Thread gelesen, möchte jedoch dennoch folgenden Beitrag leisten.
Es gibt in der Psychologie (u.a. C.G. Jung, aber auch namhafte amerikanische Psychologen) den Begriff des "wounded healer". Ich finde das ein sehr schönes Bild, beschreibt es doch die Fähigkeit, gerade durch das persönlich erlebte Leid eine besondere Empathie und auch Lösungsperspektiven anzubieten, wie das ein "Theoretiker" nicht könnte. (Wenn der Blinde von der Farbe...)
Ob man das dann selber "verpackt" kriegt, wenn man selber vielleicht noch zu tief drinsteckt, ist eine andere Frage. (Ich persönlich habe mich gegen den Weg in einen heilenden Beruf entschieden.)
Bei meinem Kontakt zu ein paar suizidalen Menschen kam mir dieser Gedanke jedoch auf, dass sie durchaus die Rolle eines "wounded healer" einnehmen könnten. Irgendein am. Psychloge hat gemeint, dass wir alle Rohdiamanten wären. Und Schicksalsschläge würden uns erst zu wertvollen Diamanten schleifen. Sie würden uns einerseits "weicher" machen (Empathie), andererseits aber auch stärker (in die Lage versetzen, eine starke Hand und Aufgehobensein anzubieten). Und diese Mischung wäre eminent wirkungsvoll um ganz authentisch in der entsprechenden Profession Heilungsprozesse in Gang zu bringen.

22.11.2009 21:23 • #12


Hallo, es ist jetzt schon länger her, seit hier geschrieben wurde, aber ich möchte auch noch meinen Senf dazu geben =) Ich bin nämlich selbst Psychologin mit einer psychischen Erkrankung. Ich bin zwar Berufsanfängerin, arbeite aber schon seit kurzer Zeit und bin noch nicht zu Grunde gegangen.

Ich glaube es ist wichtig zu wissen, dass man durch ein Studium zwar viel über sich und seine Krankheit erfährt, es aber kein Ersatz für eine Therapie ist (ich spreche hier nur speziell vom Studium der Psychologie, alles andere kenne ich ja nicht). Das Studium an sich ist natürlich sehr wissenschaftlich, sehr methodenlastig und hat wenig mit dem zu tun, was man "Therapie" nennt, denn wenn man therapieren will, muss man anschließend noch eine Therapieausbildung machen.

Ich denke außerdem, dass es darauf ankommt, wo man nachher arbeiten will. Ich persönlich habe für mich entschlossen, erstmal keine Therapieausbildung zu machen, da ich mir (momentan?) nicht vorstellen kann, in einer Psychiatrie zu arbeiten. Aber in Reha-Kliniken oder Mutter-Vater-Kind-Kliniken oder in Beratungsstellen hat man erstmal mit Menschen mit leichten Schwierigkeiten zu tun - und trotzdem ist ja hier Einfühlungsvermögen notwendig! Es kann sein, dass die Menschen Erziehungsrat brauchen, Stressmanagement lernen wollen oder manchmal auch einfach nur mal alles loswerden wollen.
Abgrenzung fällt mir hier recht leicht: Ich bin keine Therapeutin und gerade in den Kliniken (Reha, MuKi) sind die Menschen 3-5 Wochen - in der Zeit kann man nicht therapieren. Da geht es eher darum, die Lage zu klären, einen Anfang zu machen und im Netz Therapeuten rauszusuchen. Klar sitzt auch mal eine akute suizidale Person vor einem und daran knabbert man - aber daran knabbern auch "psychisch gesunde" Psychologen. Dann spicht man im Kollegium drüber, macht Supervision und gut ist.

Ich hab schon ein paar Therapien (für mich selber) hinter mir und noch NIE hat mich einer der Therapeut/innen "ausgelacht" oder so. Einer meinte mal trocken: "Warum nicht, Ärzte werden ja auch mal krank."

Ich kann auch nicht bestätigen, dass man sich quasi 8 Stunden am Tag 5 Tage die Woche stundenweise die Probleme von Anderen anhört. Das ist der Fall, wenn man niedergelassene/r Therapeut/in ist. Aber bis dahin ist ein WEITER Weg, den man nicht einschlagen muss - und trotzdem kann man psychologisch arbeiten. In einer der oben genannten Kliniken (Reha, MuKi) leitet man auch Gruppen z.B. zur Raucherentwöhnung, bietet Entspannungskurse an, hält Vorträge zu Stress und schreibt Berichte. Das nimmt erfahrungsgemäß mehr als die Hälfte der Arbeitszeit ein.

Dass mit dem "man wird von den Klienten ernster genommen weil man weiß, wovon man spricht" kann ich bestätigen. Habe mal eine Frau beraten, die klassische Ängste beim Autofahren hat - Panikattacken und so. Als ich meinte, dass eine Möglichkeit ist, die Angst auch einfach mal auszuhalten meinte sie: "Das kann nur jemand sagen, der diese Angst nicht kennt." Und dakonnte ich sagen: "Doch, ich kenne sie." Das hat ihr geholfen, meinen Rat anzunehmen.

Es hat sicher auch damit zu tun, welche "psychische Erkrankung" man genau hat. Wenn ich Hypochonderin bin, ist es schlecht, mir Krankheitsängste von Anderen anzuhören. Aber wenn ich "nur" beim Einkaufen Klaustrophobie habe, dann kann ich mir gut die Sorgen von Anderen anhören. Wer eine generalisierte Angststörung hat und seit 3 Jahren das Haus nicht verlassen hat, kann wohl KEINEN Beruf ausüben, auch nicht Brötchen backen oder ein Unternehmen leiten.

Jetzt hab ich hier ganz schön viel geschrieben! Wenn Du möchtest, kannst Du mich per PN kontaktieren. Ansonsten würde ich mir mögliche Berufsfelder angucken und schauen, was man nachher damit macht. Vielleicht willst Du ja doch lieber Sozialarbeit oder sowas machen, keine Ahnung!

Liebe Grüße, Minze

01.02.2010 18:20 • #13


Hey,

Finde ich sehr interessant.

Ich habe dazu auch mal eine frage.

Gibt es denn eine Möglichkeit für mich, wo einen schlechten abschluss hat, und gar nicht studieren kann in die richtung zu gehen zum beispiel ehrenamtlich oder irgendeine ausbildung/fortbildung zu absolvieren. jetzt ohne eigene Praxis. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, anderen mit einer sozialen Phobie zu helfen, und möchte das auch ohne jeglichen Lohn machen, aber bis jetzt habe ich da keine chance gefunden irgendwie da einzusteigen.

02.02.2010 13:56 • #14


Hey Pierre,

damit kenne ich mich leider nicht so gut aus. Ich weiß auch nicht viel von Dir. Aber drei Ideen sind mir gekommen: 1. kannst Du - wenn Du noch unter 27 Jahre alt bist - ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) machen, das auch im klinischen Bereich. 2. kannst Du Dich in einer Klinik oder Beratungsstelle oder was auch immer Dich interessiert um ein Praktikum bewerben. Und 3. würde ich - was das Berufliche angeht - mal ins Berufsinformationszentrum (BIZ) gehen, das das Arbeitsamt anbietet. Da kann man glaube ich einen Termin ausmachen und sich dann beraten lassen, welcher Beruf für einen selbst passt (Abschluss, Interessen, Vorstellungen).

Das würde ich mal angehen. Viel Erfolg dabei!
Minze

04.02.2010 17:17 • #15


Hallo Pierre,

Wenn du das Helfen auch unentgeltlich machen willst, käme auch noch eine ehrenamtliche Tätigkeit in Frage. Daran mangelt es eigentlich allen Einrichtungen, kannst also mal quer durch die Stadt telefonieren, ich glaube, da würde dich jeder gerne nehmen

Liebe Grüße,
Bianca

04.02.2010 17:38 • #16


...
wenn Psychologen und Pädagogen selber eine psychische Erkrankung haben/hatten haben sie das bessere Gefühl für die Behandlung anderer psychisch Kranken... sie können sich in die Gefühle hineinversetzen und durch Selbsterfahrung sensibler daruaf eingehen.. und dem Betroffenen kann es auch eine Hilfe sein zu wissen das es jedem passieren kann...

und irgendwo hat doch jeder Mensch seine Schwächen...
NUR:
die einen setzen sich damit auseinander die anderen nicht!

14.03.2010 12:53 • #17


Zitat von Paine91:
Ist es möglich, Menschen zu helfen, in dem man Berufe erlernt die sich auch den psychologischen Bereich Beziehen, wie z.B. Familienberatung, Psychologe, etc.wenn man selber unter psychischen Problemen leidet

Möglich ist alles... stell dir aber mal die Frage ob du zu nen Psychologen oder Therapeuten gehen würdest wenn du vorher wüsstest das er selbst psychische Probleme hat ?
Kann der dir überhaupt optimal helfen ?
Ich behaupte mal nein.
Es wird ja immer gesagt psychisch Kranke haben von verschiedenen Dingen ein verzerrtes Bild.
Dann hätte der Psychologe mit psychischen Problemen ja auch ein verzerrtes Bild.
Wie soll der dir optimal helfen ?
Er würde doch dann nur sein verzerrtes Bild an dich weitergeben.


Zitat:
(... folge von der Angst allein zu sein)?

Willst du deshalb einen Beruf in dieser Richtung ?
Du wärst nicht allein weil andere immer auf dich angewiesen wären...


_________________
was solls...
irgendeiner hat mal gesagt "Psychologen müssen selbst einen an der Klatsche haben, anders könnten die den Job gar nicht machen"

14.03.2010 20:45 • #18


Hallo Leviathan,

wie gesagt, ich bin selbst Psychologin und nehme das jetzt mal nicht persönlich... Ich glaube weder, dass man als Psycholog/in selbst eine psychische Erkrankung haben muss, um gut zu sein, noch dass man ein "verzerrtes Bild" von manchen Dingen hat, wenn man psychisch krank ist.
Psycholog/innen müssen auch keinen "an der Klatsche haben" um ihren Job machen zu können, denn nicht alle Psycholog/innen arbeiten mit psychisch kranken Menschen.

Ich jedenfalls kann trotz meiner Agoraphobie meinen Job machen und andere Menschen beraten. Ich kann all mein Wissen nur nicht auf mich anwenden. Ich gebe in meinem Beruf auch keine Bilder weiter, weder meine noch irgendwelche verzerrten, sondern sorge dafür, dass sich meine KlientenKundenPatienten selbst eins machen.

Nach so vielen Jahren Studium kann ich ja nun nicht alles hinschmeißen und Kugelschreiber zusammen drehen.

Viele Grüße,
Minze

15.03.2010 22:25 • #19


Zitat von Minze:
wie gesagt, ich bin selbst Psychologin und nehme das jetzt mal nicht persönlich...

Sollte eigentlich keiner persönlich nehmen


Zitat:
...noch dass man ein "verzerrtes Bild" von manchen Dingen hat, wenn man psychisch krank ist.
Kommt es da nicht auch drauf an worum es im jeweiligen Fall geht ?
Beispiel: Therapeutin wurde sexuell missbraucht und therapiert jemanden der sexuell missbraucht wurde. Therapiert die dann den Patienten oder doch irgendwann sich selbst ?
Sind so Fragen die mir dann kommen und damit verbunden auch die Frage: kann man da noch optimale Hilfe erwarten ?

...ein Gedanke war auch "wenn ich mal zu nem Psychologen gehen sollte will ich schon sicher sein dann auch beim Psychologen und nicht beim Psychopaten zu landen"


Zitat:
Psycholog/innen müssen auch keinen "an der Klatsche haben" um ihren Job machen zu können.

War auch nicht so gemeint dass die wirklich ein an der Klatsche haben sondern mehr der Gedanke wie halten die das aus ständig mit dem Leid anderer konfrontiert zu werden ?

15.03.2010 23:00 • #20



x 4


Pfeil rechts


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag