Habe mich seit kurzem hier eingeloggt. Echt informativ.Kleinere Beiträge habe ich auch schon versucht (meine Pr. end. Depi und Fehlentwicklung)

Eine Frage - ist es immer so daß Psychiater einen provozieren?

Sehe ein, daß man mit seinen Problemen konfrontiert werden muß, nicht nur auf supersoftymasche. Aber denen Ihre teilweise arrogante + herausfordernde Art verhindert, daß ich mich öffnen kann bzw. erst mal Vertrauen habe.
So kann ich vieles nicht frei ansprechen und es entsteht oft auch ein falsches Bild von mir, weil die Doktoren Vorurteile haben, nur nach Fachbuch gehen, oder vielleicht so viel um die Rübe haben, daß sie auch nicht verstehen können/wollen. Bei Gruppentherapien ist es auch oft so.
Nicht dagegen bei Selbsthilfegruppen und Erstkonsultationen.

Gebt mir bitte mal einen Rat was soll ich ändern, ist es bei Euch auch so?
Ist es wichtig um sein eigenes richtiges Bild zu kämpfen?

Bis jetzt konnten nur Medikamente helfen die Restgespräche waren immer Runterzieher.

23.01.2004 12:41 • 23.01.2004 #1


1 Antworten ↓

Hallo Bettina,
dieses Gefühl provoziert zu werden kenne ich. Das ist eine Methode, der Ärzte. Stellenweise sogar sinnvoll, denn teilweise wird oft erst durch Provokation der Mechanismus des Nachdenkens in Gang gesetzt. Habe dies sehr deutlich während meines Klinikaufenthaltes erlebt. Bis mir halbwegs der Kragen geplatzt ist.
Leider kam ich dann doch des öfteren zu dem Ergebnis, dass in der Provokation meiner damaligen Ärztin viel eigenes meines Wesens drinnen steckte. Es ist nicht leicht zu unterscheiden, ob die Provokation grundsätzlich vom Arzt eingesetzt wird, eben weil sie oft nach Schema "F" handeln.
Bei meiner jetztigen Therapeutin fühle ich mich sehr gut aufgehoben. Habe absolutes Vertrauen zu ihr. Hat lange gedauert, so jemanden zu finden, mit dem ich auf einer Wellenlänge liege.
Und der Psychiater, der nur für die Medis zuständig ist, ist für mich nicht weiter relevant. Er hat nur insoweit Einfluss auf mich, wie ich es zulasse.
Also trotz allem nicht einfach. Du solltest weiter suchen, bis Du das Gefühl hast, dass der Arzt, Therapeut etc. auf Deiner Seite ist.
Wünsche Dir dabei viel Erfolg.
Lieben Gruß Daniela

23.01.2004 14:11 • #2





Dr. Reinhard Pichler