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Janosch84

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Hallo Forum,

ich weiß nicht genau wo meine Frage hin passt aber ich denke am besten hier.

Nun zu meiner Frage.

Wie geht ihr mit Menschen um die euch z.B. belügen, das ganze dann raus kommt und wenn ihr diejenige Person damit konfrontiert wilde Ausreden erfunden werden, alles runter gespielt wird, geschwiegen wird oder sogar gesagt wird "lass mich doch in Ruhe". Man also emotional betrachtet der doppelt angearschte ist.
Auch ein regelmäßiges Argument wenn z.B. Ausreden keinen Sinn ergeben "nur weil es für dich keinen Sinn ergibt kann es nicht stimmen oder wie?".

Besonders dramatsich für mich, wenn selbst Tage später nicht das Gespräch gesucht wird oder Gespräche abgeblockt werden welche ich dann selber suche. Einsicht, Entschuldigungen etc. ebenso Fehlanzeige. Meine Frage bezieht sich speziell auf nahe Familienangehörige, Freunde, Mütter bzw. Väter der gemeinsamen Kinder usw.

Wie geht ihr am besten mit solch einem Verhalten um, besonders dann wenn es einem Muster entspricht das immer wieder auftraucht. Nicht nur wenn z.B. Lügen auffliegen sondern auch wenn es um verletztendes, widersprüchliches oder "gleichgültiges" Verhalten geht. Jede Konfrontation endet auf die selbe Art....wie damit umgehen wenn ein Nullkontakt aufgrund der Lebensumstände nicht möglich ist und man immer wieder mit der Person zwangsläufig konfrontiert wird.

Ich freue mich auf eure Antworten.

Liebe Grüße
Janosch

26.03.2019 17:10 • 19.04.2019 #1


13 Antworten ↓


IsNichtWahr


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Wieso geht das mit dem Nullkontakt nicht?

26.03.2019 22:03 • #2


Halodri


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Ich kenne was du beschreibst leider selber aus einer extrem Situation heraus. Du wirst dein Gegenüber nicht ändern können. Du kannst nur schauen, das du schnellst möglich Land gewinnst. Bis du das schaffst, gib die Idee auf, dass du in irgendeiner Art "Gerechtigkeit" erfährst. Die Fähigkeit deines Gegenüber zur Selbstreflektion ist noch geringer als beim Durchschnittsmenschen, ohne Selbsterkenntnis kannst du keine Einsicht erwarten. Grenze dich Gefühlsmäßig soweit irgend möglich ab, versuch es nicht persönlich zu nehmen, denn sie wissen nicht was sie tun.

27.03.2019 01:06 • #3


Schlaflose

Schlaflose


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Mir ist es zwar noch nie passiert, aber wenn, würde ich zurückblocken und zurückmauern. Ich lebe nach dem Prinzip "Wie du mir, so ich dir".

27.03.2019 14:26 • #4


Janosch84


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Hallo Leute,

vielen Dank für eure Antworten. Naja ein Kontaktabbruch ist wegen gemeinsamer Kinder recht schwierig umzusetzen. Irgendwie hat man ja trotzdem Kontakt, egal auf welchem Wege. zurück mauern und blocken? Ach das wäre herlich wenn das ginge aber leider kommt von Ihrer Seite garnichts das ich das mal wenigstens im Ansatz spiegeln könnte. Und so paradox es klingen mag...sie stellt sich hin und schrieb mir "pass auf, ich habe kein Problem mit dir, aber du mit mir und deshalb haben wir auch keinen Konflikt. Ich will mich einfach nur gut mit dir verstehen". Tja, was soll man dazu noch sagen wenn man sowas liest? Ich finde damit keinen richtigen Umgang. Es spielt auch keine Rolle wie sehr ich sie mit Ihrem Verhalten konfrontiere. Auf Abgrenzung von mir folgt nur noch mehr abgrenzung von ihr ala "ist mir egal" aber Sie selbst sagt das ihr das ganze sicher nicht egal sei aber Sie darüber einfach nicht reden könne weil Sie total blockiert ist!

Viele Grüße

Janosch

02.04.2019 19:12 • #5


Schlaflose

Schlaflose


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Zitat von Janosch84:
pass auf, ich habe kein Problem mit dir, aber du mit mir und deshalb haben wir auch keinen Konflikt. Ich will mich einfach nur gut mit dir verstehen". Tja, was soll man dazu noch sagen wenn man sowas liest? I


Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, wo das Problem ist. Wenn sie mit dir kein Problem hat, keinen Konflikt spürt und kein Bedürfnis zum Reden hat, musst du das akzeptieren. Ich bin auch jemand, der das so hält.
Es muss ja Kontaktabbruch erfolgen, wenn ihr wegen den Kindern noch miteinander zu tun habt, aber man kann trotzdem distanziert sein. So wie man sich verhält, wenn man mit Fremden wegen etwas miteinander zu tun hat.

03.04.2019 06:16 • #6


Janosch84


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Hallo Schlaflose,

vielen Dank für deine Antwort. Verstehe ich das richtig das es also durchaus legitim ist jemanden emotional zu verletzen und zu belügen um sich dann hin zu stellen und zu sagen "hey ich habe kein Problem mit dir und deshalb gibt es nichts zu reden". Mach man es sich damit nicht etwas zu einfach?Ein vernünftiges Miteinander auf Augenhöhe geht meiner Meinung nach anders....

Naja und das mit dem Umgang als wäre man Fremde. Das finde ich irgendwie ziemlich krass und sehr schmerzhaft. Immerhin hat man mehere Jahre seines Lebens miteinander verbracht und zwei Kinder auf die Welt gesetzt. Und dann nur noch umgehen miteinander als wäre der andere nur irgendein "Fremder" oder bekannter?Keine Ahnung....fällt mir in jedem Fall sehr sehr schwer. Aber ja, es ist wohl die einzige Möglichkeit.


Viele Grüße

Janosch

03.04.2019 07:14 • #7


Janosch84


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Zitat von Schlaflose:
Ich bin auch jemand, der das so hält.


Natürlich ist es so das jeder für seine Gefühle und Emotionen selbst verantwortlich ist. Ich finde aber das einen das nicht von seiner eigenen Verantortung entbindet wenn wir jemand anderem z.B. mit unseren Lügen verletzt haben bzw. Ihn aufgrund von unseren Lügen zu Handlungen gebracht haben die er, wenn er die Wahrheit gekannt hätte niemals getan hätte. Das nennt man dann Manipulation. Sich dann hin zu stellen und zu sagen "Hey, das ist doch dein Problem und nicht meins" ist in meinen Augen dann wohl eher ein Wegschieben der kompletten Verantwortung auf den anderen.

Viele Grüße

Janosch

03.04.2019 07:33 • #8


Schlaflose

Schlaflose


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Zitat von Janosch84:
Verstehe ich das richtig das es also durchaus legitim ist jemanden emotional zu verletzen und zu belügen um sich dann hin zu stellen und zu sagen "hey ich habe kein Problem mit dir und deshalb gibt es nichts zu reden".


Es hat nichts mit ligitim zu tun. Wenn jemand in der Lage ist, andere emotional zu verletzen, zu belügen und zu manipulieren, ist es eine logische Konsequenz, dass er auch nicht bereit oder in der Lage ist, dafür die Verantwortung zu übernehmen. Sie fühlt sich wahrscheinlich keiner Schuld bewusst und deswegen sieht sie keine Notwendigkeit, darüber zu reden.

03.04.2019 09:29 • #9


Jan_

Jan_


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Du hast bereits festgestellt dass du wenig Einsicht und Kooperation erwarten oder erhoffen kannst. Da kommt wenig.

Dann bleibt dir leider sehr wenig Handlungsspielraum an der Beziehung etwas zu ändern, und an dem wie Konflikte gelöst werden. Denn ohne den Gegenpart kannst du sie nicht lösen, nur für dich akzeptable verarbeiten und dabei für dich sorgen.

Wenn du verletzt wirst, dich missverstanden fühlst, oder Aktionen des anderen nicht in Ordnung findest dann kannst du das natürlich ansprechen. Wie du mittlerweile weißt kannst du nichts von der Gegenseite erwarten, und trotzdem kann es dann wichtig sein für dich diese Frustration und Verletzung zu äußern. Tue dies dann subjektiv formuliert ("Ich habe das so erfahren und das hat mich wegen dem und dem verletzt.") und gerne auch ohne Forderung und ohne Gesprächseröffnung ("Ich möchte dir das mitteilen weil mich etwas verletzt hat/ich etwas nicht in Ordnung finde. Ich brauche keine Antwort darauf, ich möchte nur meine Sicht/Verletzung äußern.").

Es geht dann dabei nicht um Lösungen und Konflikt Austragung und Verbesserung der subjektiven Erfahrung oder Beziehung, sondern lediglich darum dich selbst und deine Erfahrung ernst zu nehmen, und was dir nicht passt zu äußern.

Darüber hinaus würde ich dir durchaus raten nichts zu erwarten und nichts an zu sprechen. Wie du beschreibst bringt es nichts. Macht den anderen womöglich nur noch defensiver und verschlossener. Und dir bringt es auch gar nichts positives - nur Enttäuschung und Frustration.

Zitat von Janosch84:
Naja und das mit dem Umgang als wäre man Fremde. Das finde ich irgendwie ziemlich krass und sehr schmerzhaft. Immerhin hat man mehere Jahre seines Lebens miteinander verbracht und zwei Kinder auf die Welt gesetzt. Und dann nur noch umgehen miteinander als wäre der andere nur irgendein "Fremder" oder bekannter?Keine Ahnung....fällt mir in jedem Fall sehr sehr schwer.


Einfach ist das natürlich nicht. Insbesondere wenn man ein Harmonie suchender Mensch ist. Aber hier geht es um Selbstfürsorge. Das ist verschwendete Energie. Die kannst du viel besser anderweitig verwenden.

Ich weiß nicht woran/wie du "wie mit fremden" fest machst. Man kann ja durch aus auch mit fremden sehr schnell offen und persönlich sein. Das kommt eben immer auf die Person an.
Und in einer Beziehung, wie bei dir gemeinsame Eltern zu sein, kommt es immer auf beide Parteien an. Du alleine kannst die Beziehung nur sehr eingeschränkt ändern. Offensichtlich hat die Gegenpartei kein entsprechendes Interesse oder Fähigkeiten dazu.
Und dann macht es keinen Sinn dieses Ziel immer weiter zu verfolgen, mit vergebener Mühe und Investition.

18.04.2019 19:37 • #10


Sara80

Sara80


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Hat sie die Eigenschaften eines Narzissten? Geht sie mit den Kindern auch so um oder ist dieses Verhalten nur dir gegenüber so?
Ich kenne eine Person die sich seit Jahren genauso verhält. Es ist schwer zu lernen das sich solche Menschen nicht ändern. Sie wird dich weiter verletzen bei jeder Gelegenheit. Vermeide jedes unnötige Gespräch, keine Fragen die nicht zwingend notwendig sind, keine Diskussionen, versuche den Kontakt so gering wie möglich zu halten.

18.04.2019 21:59 • x 1 #11


Janosch84


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Hallo Leute, vielen Dank für eure Antworten.

Zitat von Sara80:
Hat sie die Eigenschaften eines Narzissten? Geht sie mit den Kindern auch so um oder ist dieses Verhalten nur dir gegenüber so?


Nun ja, ich denke schon das sie gewisse eigenschaften davon hat. Ich persönliche habe Sie auch nur selten anders erlebt. Zu den Kindern ist Sie nicht so, sondern lediglich zu mir. Sie selbst sagt aber das sie noch nie anders war. Auch in Ihren anderen Beziehungen nicht. Sie Kritisiert (Kommentiert) viel, auch Kleinigkeiten...selbst das ich Kartoffeln für einen Kartoffelsalat nicht in Würfel sondern in Scheiben geschnitten habe musste Sie kommentieren. Im prinzip endete jeder Streit gleich wenn ich ein Problem mit ihr hatte. Rückzug,Blocken, Mauern & Schweigen. Wenn Sie ein Problem mit mir hatte ist es selten so eskaliert. Dann habe ich ihr entweder Recht gegeben, mich Entschuldigt wenn ich z.B. mal wieder zu spät nach hause kam oder ich etwas vergessen hatte.

Das mit dem nicht Verändern und Respektieren das Sie so ist wie Sie ist gelingt mir nicht mehr, bzw. fällt es mir enorm schwer. Zum einen weil es schon so viele Jahre geht, die Trennung sehr sehr schmerzhaft war (um diese Lügen geht es auch) und das meine eigenen Kindheitsmuster sehr stark davon angetriggert wurden und werden. Wenn ich von jemandem ignoriert bzw. angeschwiegen werde bekomme ich innerlich einen sehr sehr starken Druck. Es fühlt sich an wie sterben. Ich gehe dann zuerst in die direkte Konfrontation, vertrete wehemendt meinen Standpunkt. Wenn der dann nicht akzeptiert wird bzw. keine Einsicht kommt oder irgendwas deeskalierendes dann sehe ich irgendwann Rot (besonders wenn Sätze fallen das ich zu empfindlich bin, ob ich schlecht geschissen habe und deshalb schlechte Laune oder dann sowas kam wie "ja ich weiß, ich bin ja sooooo schei.). Dann bekomme ich so einen richtigen Redeschwall. Wenn ich dann merke das das nichts bringt ziehe ich mich leider viel zu spät aus der Situation. Wenn ich es dann geschafft habe bekam ich ein schlechtes Gewissen für meine Überreraktion und aus einer Mücke so einen Elefanten gemacht zu haben und entschudigte mich dann und gab ihr recht zu empindlich zu sein. Also schluckte ich immer mehr bis zur nächsten "Explosion". (Es war dann auch meistens so das Sie normal weiter machte als wäre nichts gewesen oder weinend auf der Couch saß).

Damit war der Streit dann erledigt und es ging normal weiter, bis zum nächsten Streit. Wir haben uns da gegenseitig auch nicht wirklich gut getan. Nun ist es so das jeder einzelne Konfilkt aus den letzten 9 Jahren noch in mir drin zu sein scheint weil zu meinen gunsten irgendwie nie was geklärt wurde. (Oder ich habe Sie bzw. ihre Aussagen aufgrund meiner verletztheit nicht wahrgenommen) Ich weiß es nicht mehr. Ich weiß nur das sich jeder Streit tierisch verdreht anfühlte und auch das Ende von einem Streit, nach meiner Wahrnehmung sehr verdreht war. Sie kritisiert / beleidigt mich bzw. ich kritisiere Sie für etwas, wir streiten, Dinge werden umgedreht (du hast doch auch...), sie fängt an zu schweigen, ich entschuldige mich am Ende.

Aber ich muss auch gestehen das ich nicht wirklich zielführend in solch einen Konflikt gegangen bin sondern dann schon wie eine Rakete in die Luft ging wenn Sie mir z.B. das fünfte mal hintereinander gesagt hat das ich nen dicken Bauch bekommen habe. (komplimente gab es allerdings nicht).

Ja so läuft das bei ihr und mir

Viele Grüße
Janosch

19.04.2019 06:56 • #12


Janosch84


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Man könnte auch sagen das ich den "Täter" zum "Opfer" gemacht habe durch meine Art. Wenn ich an die Decke ging weil sie ständig an mir was zu meckern hatte wunderte Sie sich warum ich wegen dieser Kleinigkeit so aus der Haut fahre.... Kritik gehöre dazu (dabei habe ich Kritik auch angenommen und sehr viel Verändert an mir).

Hier mal einige Kritikpunkte:

Kühlschrank falsch eingeräumt, Wäsche falsch aufgehangen, "lustig" machen bzw. kommentieren meines Aussehens, Lätta nicht gleich in den Kühlschrank geräumt, Wäsche liegt rum, Mittagsschlaf auf der Couch gibts nicht, Milch falsch in den Kühlschrank gestellt, Aschenbecher nicht zu gemacht, Computer spielen is nich, Socken und T-Shirts falsch im Wäschekorb (vieles von dem was Sie an mir kritisierte machte Sie selbst bzw. machte sie nicht)

Wenn ich ihr versuchte zu erklären das mir das zu viel ist und Sie ständig an mir rum meckert hieß es ich sei zu empfindlich und solle nicht alles auf die Goldwaage legen. Andere seien auch nicht so empfindlich. Sie hingegen ist wirklich bei jeder Kritik an die "Decke" gegangen bzw. lies sie diese abprallen. Selbst wenn ich anmerkte das ohne Topfdeckel kochen Energieverschwendung sei....abgeprallt....Da war ich dann auch der Ar. der nen schlechten Tag habe, Sie ja nur klein machen wolle und ihr sagen will wie "schei." sie doch ist usw. Auch da war ich dann der Ar........so oder so.....ich war immer der Ar.. Egal wer was machte, kritisierte, gelogen hat......am Ende war ich immer der Böse, Sie verschwand aus dem Konflikt bzw. der Diskussion oder fing an zu schweigen und am Ende entschuldigte ich mich.


Grüße...Janosch

19.04.2019 07:27 • #13


Miami

Miami


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Hört sich an als wäre es gut das es vorbei ist.

Du musst, kannst und wirst sie weder erziehen noch verbessern müssten/ können.

In der aktuellen Situation ist es angebracht sich aufs Notwendige zu beschränken
und zu versuchen das möglichst sachlich zu regeln.

Ich drück Dir die Daumen das ihr es schafft ein Stück weit los zu lassen und aus diesem alten Kampf auszusteigen.

19.04.2019 07:43 • #14



Dr. Reinhard Pichler


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