Konfrontationstherapie kann in solchen Fällen sicher gut funktionieren, sollte aber zuerst in sensu gemacht werden schätze ich. Es gibt unterschiedliche NLP Programme die sich damit beschäftigen wie man anders auf eine gewisse Situation reagieren kann.
Du könntest z.B. mal folgendes probieren:
1. Schritt: Ressourcen finden
Frag' dich zuerst, welche Ressourcen du gebrauchen könntest in dem Moment in dem du mit einer Kritik konfrontiert wirst. Mut ? Gelassenheit ? Ein gutes Gefühl ? Liebe ? Es gibt unendlich viele Arten auf Kritik zu reagieren. Manche sind vielleicht etwas destruktiver (Aggression, Unterwerfung) als andere (Kompromiss, Akzeptanz). Wir nennen die Ressource ab jetzt der Einfachheit halber "Wunderbarkeit"
Setz dich hin und machs dir gemütlich, du kannst die Augen geschlossen oder geöffnet lassen, wie's dir am besten gefällt.
Stell dir eine Situation in deiner Vergangenheit vor, in der du voller Wunderbarkeit warst. Die Situation kann auch ausgedacht sein.
Versuch diese Situation ein bisschen zu analysieren.
Ist es ein Bild oder ein Film?
Wie groß ist es? Wie weit ist es entfernt ? Bist du die handelnde Person in dem Bild oder siehst du dich quasi selbst handeln?
Ist es schwarz/weiss oder farbig? Sind die Farben eher matt oder leuchtend hell?
Gibt es Ton dabei?
Kannst du etwas spüren?
Versuch nun mal folgendes:
Mach das ganze Bild mal größer und heller und leuchtender und mit Ton. Noch größer, ja, super. Mach es zu nem Film, das ist DEINE Situation, die gehört dir, mach sie dir wie sie sich am wohlsten anfühlt. Falls du noch nicht die handelnde Person bist, dann steig erstmal rein in das Bild und fühl dich in dieses Gefühl rein. Genieß das ein bisschen, das Gefühl, du wirst merken wie es sich auszubreiten beginnt. Vielleicht brauchst du auch einige Anläufe aber es wird klappen.
Wenn du Schwierigkeiten hast in das Bild hineinzufinden, versuch mal aufzustehen und tatsächlich reinzutreten, mit nem realen Schritt. Das hilft ab und zu.
Such dir eine kleine Bewegung (z.B. die Hand zusammendrücken), vielleicht auch mit einem Wort, das du dir ausdenkst aus. Am Höhepunkt deiner Vorstellung, wenn du denkst dass das Gefühl hier am stärksten ist, führst du diese Bewegung aus und sagst gleichzeitig das Wort im Kopf.
Wiederhol das ein paar mal, du darfst ruhig unterschiedliche Erinnerungen nehmen. Mit der Zeit wirst du ganz genau zu spüren beginnen, wo in deinem Körper dieses Gefühl sich befindet.
2. Schritt: Ressourcen auf Situation anwenden
Stell dir nun eine Situation vor in der du dieses Gefühl in Zukunft haben willst, wo du diese Ressource in Zukunft brauchen willst.
Es gibt in diesen Situationen einen Point-of-no-return, den Moment in dem sich das Gefühl anbahnt und dich nach und nach überschwemmt. Stelle fest wann dieser erreicht ist, du kannst auch hier dich ein bisschen in das Gefühl einfühlen um herauszufinden wie es sich anfühlt und es bewusst mit dem positiven Gefühl vergleichen. Denk dran: Es ist alles nur in deinem Kopf, dir kann hier gar nichts passieren!
Wenn du dann soweit bist, stell dir die "negative" Situation so bildhaft vor wie es nur geht. Kurz vor dem Point-of-no-return lässt du das Bild ganz hell weiß werden und machst die Bewegung und sagst das Wort das du dir ausgesucht hast.
Wiederhol das einige Male. Mach's dir zur Gewohnheit dich oft in diese positive Situation zu versetzen wenn du eh grad nichts zu tun hast!
Puh, ist länger geworden als ich dachte

Ich hoffe dass ich dir damit vielleicht helfen konnte. Ich wünsch dir viel Erfolg und viel Spaß beim ausprobieren! Gute Gefühle! Yeah!
MFG Skyskewz