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Hallo Ihr Lieben!

Ich lese heute schon eifrig im Forum und finde es wirklich erleichternd zu wissen, dass so viele Ängste die mich plagen nicht nur allein "mein Film" sind und auch andere Menschen diese - leider - durchleiden müssen.

In Richtung Agoraphobie - Platzangst höre ich immer wieder von der Konfrontationstherapie und ich frage mich - warum nicht eigentlich mehr Kleingruppen von "Angsthasen" - ist doch schöner als Angstpatienten gemeinsam diese Konfrontationen suchen und meistern.

Ich kenne das Panik - Problem vor allem in den öffentlichen Verkehrsmitteln - früher auch im Kino und Theater (das Problem umgehe ich aber meistens - weil mein Partner und ich mit dem Auto dorthin fahren - also doch auch eine gewisse Vermeidung - aber immerhin bin ich kulturell keine Wüste mehr.

Ich denke es müsste doch überall - geographisch - möglich sein - ein paart Mitstreiter oder Mitkämpfer zu finden.


Lg, Joshua

14.05.2011 17:43 • 10.06.2011 #1


6 Antworten ↓


Hallo ,

ich habe mir auch diverse Ängste "angelacht" und irgendwann beschlossen, mich einer Selbsthilfegruppe anzuschliessen. Die Gründe waren, überhaupt mal darüber sprechen zu können, evenuell Kontakte zu schliessen und dann eben ganau so zu handeln, wie du es angesprochen hast. Zumindest war es mein Gedanke, daß es eben gemeinsam funktionieren könnte.
Nach 2 Jahren habe ich nun lernen müssen, daß es nicht klappt. Ich sehe sogar oft, daß es bei "Gleichgesinnten" sogar leichter ist zu vermeiden, weil man es ja untereinander so gut versteht. Schade eigentlich!

Grüße,
Chenoah

15.05.2011 09:16 • #2



Konfrontationstherapie -

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Hallo,

aber ich finde gerade das "Vermeiden" sollte man doch miteinander absprechen können und dadurch gemeinsam ungute Situation zu meistern zu lernen.

Ich habe leider in meiner Nähe keine Selbsthilfegruppe gefunden der ich mich anschliessen möchte ... vielleicht wirds ja noch was.

Lg, Joshua

15.05.2011 17:18 • #3


Hey,

Ich sehe das auch ähnlich... ich habe schon oft über eine Selbsthilfegruppe nachgedacht, aber ich glaube, bei den Meisten besteht das Problem, dass sie es nicht schaffen, ALLEIN unterwegs zu sein, alleine Dinge zu erledigen usw. Natürlich hilft es, wenn man Gleichgesinnte hat, die ähnliche Probleme haben, wie hier im Forum, aber letztenendes muss man es ja selbst schaffen, seine Angst zu überwinden. Ich merke auch, dass es besser geht, wenn andere dabei sind, aber man kann ja nicht sein Leben lang im Rudel durch die Gegend laufen .

Ich zwinge mich inzwischen dazu, meine Erledigungen trotz Angst zu machen. Aus Prinzip. Es muss ja gehen und wieso sollte ich darauf verzichten oder mir eine Begleitung suchen, wenn andere das auch allein schaffen? Und ich merke wirklich, dass es machbar ist, wenn es auch anfangs eine unglaubliche Herausforderung darstellt. Ich rede mir einfach immer wieder ein, dass nichts passieren kann, weil andere Menschen das auch können. Und das, denke ich, ist die einzige Möglichkeit, langsam aber sicher, das Problem zu überwinden.

17.05.2011 09:17 • #4


Hallo Rockinrose!

Natürlich hast Du recht- wir können und sollen vor allem nicht künftig im Rudel durch die Gegend laufen - aber ich denke gerade bei Menschen mit ähnlichen Problemen sind persönlicher Erfahrungsaustausch und persönliche Unterstützung total wichtig.

Viele "gesunde" Mitmenschen verstehen Angstmomente und die Belastung, die damit verbunden sind nicht, jemand der von der bitteren Pille genascht hat wird da eher Verständnis und sogar ein paar Tipps haben.

Auch ich versuche viele Dinge alleine zu er- bzw. zu überleben - es gibt aber Situationen, die ich mir alleine nicht zutraue (zu lange Strecken mit der U-Bahn oder S-Bahn sind ein Problem für mich) aber ich arbeite daran und hatte am Freitag meine erste Konfrontationstherapie die eigentlich recht gut lief ...war schon mal ein erster Schritt ...

Also ich wünsche uns allen viel Kraft und werde versuchen - noch mehr Dinge alleine hinzukriegen ich mag den Erfahrungsaustausch hier wirklich sehr !

29.05.2011 15:55 • #5


also in der klinik in der ich gerade war, waren wir auf station 4 angsthasen. und wurde immer gesagt,alles allein machen. also die konfrontation mit dem was angst macht wurde die ersten male mit nem pfleger gemacht und danach allein. die haben das mit jedem von uns einzeln u individuell gemacht. uns wurde gesagt, wenn jemand dabei ist, ist es nix, weil man sich ablenkt, indem man miteinander spricht. ich habe die pflichtdinger immer allein gemacht und abends sind wir manchmal zusammen los.und es war wirklich so, dass ich allein im bus panik hatte und war ein angsthase dabei,lief es problemlos.eben weil man dann vermeidet... macht mehr spaß, ist aber nicht effektiv

10.06.2011 00:39 • #6


Na ja..., also ich hab nie was vermieden und laut meiner damaligen Psychologin bin ich damit eine Ausnahme. Trotzdem ist Konfrontation, also nichts vermeiden, auch nicht immer die Lösung. Gut, die schlimmen Panikattacken hab ich recht schnell besiegt, aber die körperlichen Symptome der Panikstörung hab ich immer noch, seit fast 3 Jahren. Immer Konfrontation, Sport etc., wenn es danach geht, dürfte ich nichts haben. Ich kann aber leider nur sagen, manches hilft dann eben doch nicht so, wie es immer behauptet wird.

10.06.2011 00:45 • #7




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