Hallo alle
Ich bin 26 Jahre jung und aus der Schweiz. Ich schlage mich seid sechs Jahren mit SVV (Selbstverletzendem Verhalten) rum. Ich habe mich eigentlich immer gegen Psychotherapie gesträubt. Ein wichtiger Grund war, dass ich in meinem Bekanntenkreis wirklich so einige Leute erlebt habe, denen es in oder nach der Therapie noch viel schlechter ging als vorher.
Letzten Freitag habe ich mich nun doch endlich mal aufgerafft und bin zu einer Therapeutin gegangen. Sie hat mir Zoloft verschrieben.
Mittlerweile sitze ich also seit zwei Tagen mit einer Packung Psychopillen rum und kann mich nicht überreden das Zeug zu schlucken.
Ich hab die meisten Beiträge hier zu Zoloft gelesen, aber irgendwie...
Also hier meine Fragen:
- woher soll man dann noch wissen, was ICH bin und was das Medikament?
- woher sollen es meine Mitmenschen (deutlicher: mein Freund und Lebenspartner) wissen?
- das Zeug macht doch extrem süchtig? Kann man wieder aufhören?
- ist es nicht irgendwie seltsam, wenn man sich hinterher besser fühlt, aber nicht weil es einem besser geht, sondern weil man mit Chemie nachgeholfen hat? Was wenn die Chemie nicht mehr zum Einsatz kommt?
Zusammengefasst: da muss man doch jegliches Vertrauen in sich selbst verlieren?!
Ich würde mich wirklich freuen, ein paar Antworten zu bekommen. Selbst wenn ich mit meiner SVV hier im Sozialphobie-Forum natürlich nicht unbedingt an der richtigen Adresse bin.
Liebe Grüsse
GD - Patrizia

02.11.2003 13:11 • 07.11.2003 #1


1 Antworten ↓

Hallo,

ich kann deine Gedankengedänke nachvollziehen. Ja Therapie kann manches schlimmer machen, bin auch wieder in ein Loch gefallen. Hab mich jetzt auch wieder aufgerafft und bin zum Arzt und habe auch Zoloft bekommen. Weil ich die Schnauze voll habe...das ohne Medikamente durchzustehen. Ich habe es erst auch 2 Tage und bin auf die Wirkung gespannt.......Man muss es einfach ausprobieren und es verändert die Persönlichkeit nicht so , es ist glaube ich stimmungsaufhellend...

08.11.2003 00:37 • #2





Dr. Reinhard Pichler