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Hoffnungsblick
Zitat von Verry:
Ich möchte auch gerne wissen was mit mir nicht stimmt

Denke mehr an andere und versuche ihnen zu helfen.

Es gibt einen Spruch, der heißt in etwa so: Geht es dir schlecht, tue Gutes.

28.08.2023 14:51 • x 1 #61


V
Wie genau soll ich anderen helfen?
Es stimmt also etwas mit mir nicht, weil ich niemandem helfe?
Tut mir leid, dass ich so blöd frage.

29.08.2023 09:49 • #62


A


Als Erwachsene Person Freunde / Bekannte finden

x 3


V
Ich finde jetzt eine Selbsthilfegruppe nicht wirklich hilfreich.
Das bestärkt mich nur in meiner Angst.

29.08.2023 09:51 • #63


Hoffnungsblick
Zitat von Verry:
Es stimmt also etwas mit mir nicht, weil ich niemandem helfe?

So habe ich das nicht gesagt.

Wir leben immer in einer Wechselbeziehung zwischen Gegensätzen: hell und dunkel, Tag und Nacht, alleine und in Gemeinschaft, etc.

Es ist im Grunde einfach: Wenn du dich zu viel um dich und deine Probleme drehst und zu wenig um die anderen, dann ist das ungesund. Wenn du dich zuviel um die Probleme anderer drehst und nicht um deine, dann ist das ungesund.
Erst wenn wir eine Balance finden zwischen den gegensätzlichen Polen fühlen wir uns ausgeglichen.


Zitat von Verry:
Wie genau soll ich anderen helfen?

Das kannst du selbst am besten herausfinden, was dir am meisten liegt und was an deinem Heimatort möglich ist.
Es gibt viele Menschen, die Hilfe brauchen: Krankenbesuche für Menschen, die dort alleine sind, Besuche in Altenheimen, Hausaufgabenhilfe, Nachbarschaftshilfe, Engagement in Umweltgruppen, etc. Es gibt viele Möglichkeiten.
Du kannst auch hier im Forum mitschreiben. Aber in der realen Welt kannst du leichter Menschen kennenlernen.

29.08.2023 13:44 • #64


V
Ich habe mir auch Kontaktanzeigen angeschaut z.B auf beste Freundin gesucht oder auf dem Schwarzen Brett.
Allerdings suchen so gut wie alle jemanden zum Quatschen, Kaffee trinken und Essen gehen.
Das ist mit einer Sozialphobie natürlich extrem schwer.
Langsames Rantasten wird da nicht möglich sein.

06.10.2023 11:46 • #65


Azure
Quatschen, Kaffeetrinken und Essen gehen ist langsames Rantasten, meine Liebe

06.10.2023 18:55 • #66


Gaulin
Zitat von Verry:
Ich habe mir auch Kontaktanzeigen angeschaut z.B auf beste Freundin gesucht oder auf dem Schwarzen Brett.
Allerdings suchen so gut wie alle jemanden zum Quatschen, Kaffee trinken und Essen gehen.
Das ist mit einer Sozialphobie natürlich extrem schwer.
Langsames Rantasten wird da nicht möglich sein.

Was bedeutet für dich langsam rantasten? Also wie genau sollte es ablaufen? Schreiben, telefonieren? Das ist oft gut möglich, so sind zumindest meine Erfahrungen. Ich treffe mich meist auch nur erst dann, wenn ich denke, dass es passt und ich bereit dafür bin.

06.10.2023 21:00 • #67


Donnervogel
Ich denke mal das Problem ist verbreiteter als man annimmt.

Ich bin auch gerne mal alleine aber ab und zu.....

06.10.2023 21:07 • #68


Grashüpfer
Ich hab jetzt nicht alles gelesen, aber: wie wäre es mit Musik? Singst du gern oder spielst du ein Instrument?
Ich singe seit vielen Jahren in verschiedenen Chören und habe dort immer nette Leute kennengelernt und auch richtig gute Freunde gefunden.

06.10.2023 21:11 • #69


V
Zitat von Gaulin:
Was bedeutet für dich langsam rantasten? Also wie genau sollte es ablaufen? Schreiben, telefonieren? Das ist oft gut möglich, so sind zumindest meine Erfahrungen. Ich treffe mich meist auch nur erst dann, wenn ich denke, dass es passt und ich bereit dafür bin.

Langsam rantasten bedeutet, dass ich erst mal nicht so offen und kommunikativ sein muss ( nur so weit wie ich kann und mich traue).
Dass ist beim Treffen mit einer einzelnen Person natürlich schwierig.
Bei einem Gruppentreff könnte ich auch erst mal nur relativ passiv ( wenig reden) teilnehmen.

06.10.2023 22:09 • x 1 #70


B
@Verry
hab mir das mal alles durchgelesen.
Ist nicht einfach, wenn man wenig Interessen hat und dann Sozialphobie. Ich kenne das auch so.

Deine Antworten könnten von mir stammen so von der Art. So ähnlich habe ich das wohl früher auch in Onlineforen geschrieben, nach dem Schema es geht nicht und zwar genau deswegen.

In Foren kommen dann Tipps, mach dies mach das. Weiß nicht ob das was bringt, mir hat´s nie geholfen. Ich war auch lange in Psychoforen nicht mehr aktiv deswegen.

Irgendwo muss es einfach selber kommen aus einem. Wenn der Zustand nicht positiv ist, dann ist es schwer. Kenne ich auch. Alles nicht so einfach.

Eine Lösung kann glaube ich online kaum jemand anderem geben, weil die Personen sich einfach nicht kennen. Es kann eher nur offline erfolgen denke ich.

In der guten Jahreszeit habe ich ein paar Dinge gemacht, wie Wandern, Tischtennis mit fremden Leuten, aber die Onlinekontakte sind auch immer so weit weg. Und wenn in einem die Sonne nicht scheint, dann ist es auch schwerer Kontakte zu kriegen.

Ich habe daher keinen Lösungsvorschlag für dich, aber ich denke es gibt immer eine Lösung. Vielleicht was an der Medikation ändern.

Kennst du die App Meet5? Vielleicht darüber mal probieren. Ich hatte da schon ein paar Treffen.

08.10.2023 19:42 • x 4 #71


V
Am besten wäre für mich wahrscheinlich ein Treff geeignet bei dem ich regelmäßig Menschen treffe und mich langsam an die Kommunikation rantasten kann.
Aber wahrscheinlich müsste ich mich auch outen.
Sonst wundern sich alle warum ich nichts oder kaum etwas sage.

09.10.2023 10:56 • x 1 #72


Gaulin
Zitat von Verry:
Am besten wäre für mich wahrscheinlich ein Treff geeignet bei dem ich regelmäßig Menschen treffe und mich langsam an die Kommunikation rantasten kann.
Aber wahrscheinlich müsste ich mich auch outen.
Sonst wundern sich alle warum ich nichts oder kaum etwas sage.

Du könntest auch dran arbeiten und üben. Denn es belastet dich ja scheinbar. Da kann dir niemand helfen, außer du dir selbst mit Unterstützung/Hilfe. Klingt vielleicht etwas hart für dich, aber ich sehe anderweitig nicht viele Möglichkeiten.

09.10.2023 11:17 • #73


V
Ich bin auf Menschen angewiesen die es zulassen, dass ich daran arbeite.
Die mich also nicht gleich nach dem ersten Treffen ablehnen, weil ich zu ängstlich bin.
Beruflich ist das Problem noch wesentlich gravierender.
Vor allem weil man als ängstliche und unsichere Person doch leichter gemobbt wird.

09.10.2023 11:20 • #74


B
Zitat von Verry:
Am besten wäre für mich wahrscheinlich ein Treff geeignet bei dem ich regelmäßig Menschen treffe und mich langsam an die Kommunikation rantasten kann. Aber wahrscheinlich müsste ich mich auch outen. Sonst wundern sich alle warum ich nichts oder kaum etwas sage.

Bei mir ist es so, dass ich in Tischrunden so gut wie nie was sage. In der Reha in Bayern, die nicht speziell für Sozialphobie war ausgehend der Klinik, waren manche Patienten auch dann abgetan.
Als sie mich dann doch noch beim Wandern kennengelernt haben, war es dann besser der Kontakt.
Gemeinsame Aktivitäten verbinden auch, das kommt noch obendrauf (und eben weil ich beim Wandern eher was gesagt habe ab und zu)

Bei mir kommt noch hinzu, dass ich durch meine eher nicht so gute Stimmungslage weniger sage als früher, was es nicht einfacher macht.

Es ist so, dass ich jetzt Erwerbsminderungsrente für 2 Jahre beziehe. Will mir aber ab 2024 einen Nebenjob suchen, damit ich unter Leute komme und mehr Geld habe. Aktuell lerne ich für die theoretische Führerscheinprüfung und fixiere mich darauf, damit ggfs. eine starke Stressituation im Nebenjob da nichts verhindert.

So ein Nebenjob bzw. ein Job in deinem Fall mit vielleicht deutlich weniger Stunden, wäre auch eine Option, regelmäßig die selben Menschen zu treffen. Auch wenn der Fokus auf der Arbeit liegt, kann das gut sein.
Weil sonst bleiben da ja nicht so viele Möglichkeiten, um wirklich täglich unter den selben Menschen zu sein.
In welchem Sportverein/-Kurs geht man täglich? - gibt wohl kaum einen.

09.10.2023 11:22 • x 1 #75


V
Zitat von BTown:

Bei mir ist es so, dass ich in Tischrunden so gut wie nie was sage. In der Reha in Bayern, die nicht speziell für Sozialphobie war ausgehend der Klinik, waren manche Patienten auch dann abgetan.
Als sie mich dann doch noch beim Wandern kennengelernt haben, war es dann besser der Kontakt.
Gemeinsame Aktivitäten verbinden auch, das kommt noch obendrauf (und eben weil ich beim Wandern eher was gesagt habe ab und zu)

Bei mir kommt noch hinzu, dass ich durch meine eher nicht so gute Stimmungslage weniger sage als früher, was es nicht einfacher macht.

Es ist so, dass ich jetzt Erwerbsminderungsrente für 2 Jahre beziehe. Will mir aber ab 2024 einen Nebenjob suchen, damit ich unter Leute komme und mehr Geld habe. Aktuell lerne ich für die theoretische Führerscheinprüfung und fixiere mich darauf, damit ggfs. eine starke Stressituation im Nebenjob da nichts verhindert.

So ein Nebenjob bzw. ein Job in deinem Fall mit vielleicht deutlich weniger Stunden, wäre auch eine Option, regelmäßig die selben Menschen zu treffen. Auch wenn der Fokus auf der Arbeit liegt, kann das gut sein.
Weil sonst bleiben da ja nicht so viele Möglichkeiten, um wirklich täglich unter den selben Menschen zu sein.
In welchem Sportverein/-Kurs geht man täglich? - gibt wohl kaum einen.

Für mich wären Aktivitäten auch einfacher als Tischrunden, Stammtische etc.
Leider sind Freizeitgruppen die Aktivitäten für Erwachsene anbieten sehr rar.
Am besten wäre natürlich mindestens ein Teilzeitjob.
Dann wäre ich eventuell vom Jobcenter weg oder müsste nur noch Wohngeld beantragen.
Die Frage ist nur welche Tätigkeit ist geeignet?
Lücken und Brüche im Lebenslauf erschweren die Suche zusätzlich.

09.10.2023 11:42 • #76


V
Nicht Betroffene können sich meistens nicht vorstellen wie sich ein Sozialphobiker fühlt und unter welchem Druck die Person steht.

09.10.2023 12:06 • x 2 #77

Sponsor-Mitgliedschaft

B
Zitat von Verry:
Die Frage ist nur welche Tätigkeit ist geeignet?

Das gilt es rauszufinden durch Ausprobieren dann. Auch im Büro gibts deutliche Unterschiede oder halt nicht im Büro was anderes.

09.10.2023 14:59 • #78


B
Zitat von Verry:
Nicht Betroffene können sich meistens nicht vorstellen wie sich ein Sozialphobiker fühlt und unter welchem Druck die Person steht.

Das ist klar. Aber auch Leute mit Sozialphobie haben starke Unterschiede in ihrer Symptomatik. Was bei dem einen geht, geht beim anderen nicht und umgekehrt.

09.10.2023 15:03 • x 1 #79


V
Zitat von BTown:
Das ist klar. Aber auch Leute mit Sozialphobie haben starke Unterschiede in ihrer Symptomatik. Was bei dem einen geht, geht beim anderen nicht und umgekehrt.

ja das habe ich auch schon festgestellt.
Manche Sozialphobiker schaffen es nur schwer die Wohnung zu verlassen.
Das ist bei mir zum Glück nicht so.
Bei mir ist vor allem der persönliche und intensive Kontakt ein Problem z.B Freundschaften, Vereinsarbeit, Kollegen etc.

09.10.2023 15:16 • x 1 #80


A


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