Manfred1


Hallo Martin !
In einer Gruppe war ich gestern,war aber nicht so toll. Das lag aber warscheinlich an mir , da ich anscheinend noch nicht so weit bin wie die anderen. Den ganzen Abend habe ich nur rumgeschwiegen und habe mich tierisch unwohl gefühlt. Das mit dem Alk. kann ich sehr gut nachvollziehen, denn nach der Gruppe bin ich in die Kneipe gegangen und hab mich abgeschossen. Seit letzter Woche Dienstag bin ich aus der Therapie und nichts hat sich geändert ,ich habe genau wie am Anfang Panik vor Menschen und Angstzustände. Meine Frau meint auch ich wäre nur noch eine leere Hülle , mich interessiert nichts mehr ,ich gehe nicht mehr raus und warte darauf das irgendwas passiert.Die letzten Tage trinke ich sehr viel , da ich am resignieren bin. Am Montag muß ich das erste mal wieder arbeiten und habe tierische Angst davor.Ich glaube ich sollte eine Langzeittherapie beantragen da der Alk. bei mir immer eine größere Rolle spielt.
Gruß
Manfred

20.07.2002 14:16 • #21


g.michael


wir können uns ja mal treffen.

20.07.2002 14:21 • #22


Manfred1


Hallo Phil
Seroxat habe ich vor ein paar Monaten ausprobiert.Danach bin ich erst recht abgestürzt , ich konnte meine Wohnung nicht mehr verlassen und habe ständig Depressionen gehabt. Nach zwei Wochen Einnahme habe ich abgebrochen und habe mich in eine Klink eingewiesen. Im Moment nehme ich Anafranil , daß zeigt bisher auch keine Wirkung.Ich habe in den letzten Monaten schon so viel Psychopharmaka ausprobiert , so daß ich langsam an mir zweifele ob ich zu viel verlange.
Gruß
Manfred

20.07.2002 14:26 • #23


isa1


Hallo Shielaa,

diese krankheit ist wirklich ein phänomen was hindert uns daran uns zu entfallten??? sind wir es nicht selber? ist es keine illusion? wir machen uns die gedanken vieles spielt sich in unserer fantasie ab ich denke täglich darüber nach warum ich so denke und was mich hindert auszubrechen aus diesn schei. gedanken!. ich bin aus köln und24

22.07.2002 16:53 • #24


arielle


liebe isa,

du hast recht:
diese krankheit ist ein phänomen,
das ganze leben richtet sich danach,
zumindest ist das bei mir der fall.
sicherlich spielen negative gedankengänge und grübeleien eine große rolle,
dennoch bin ich der überzeugung das es auch biochemiche hintergründe hat,
es sind eben mehrere faktoren die zur angst führen.
das schlimme an der sache ist nur,
wenn man anfängt sich nur noch, oder hauptsächlich, mit diesen angstattacken zu beschäftigen,
ich glaube das macht die sache noch schlimmer.
wie zeigen sich deine symptome?
und was genau macht dir angst?
nimmst du medikamente, und bist/warst du in therapie?
mich würde das sehr interessieren,
und ich hoffe auf eine baldige antwort von dir,

bis dahin wünsche ich dir eine möglichst beschwerdefreie zeit,
liebe grüße,
schielaa

22.07.2002 23:36 • #25


Gast


Hallo Schielaa

(isa bedeutet jesus ich bin ein er aber das konntest du nicht wissen no problem) danke für deine mail habe mich wirklich gefreut. ich bin jemand der sehr gut rollen spielen kann z.b einer selbstsicheren person. aber innerlich bin ich von zweifeln geplagt. ich bin seit 1 jahr in behandlung und nehme nur gelegentlich diese chemischen krücken. ich weiss nicht ob mann diese krankheit je besiegen kann. bei mir hat es ab dem 7 lebensjahr angefangen glaube ich ich kamm mir immer anders vor als die anderen. wenn wir besuch hatten hab ich mich immer versteckt. in der schule war ich häufig still und habe referate gemieden bis heute aber ich muss bald welche halten denn ich studiere sport. mit 18 sind die symptome für einige zeit milder geworden ich hatte eine 3 jährige beziehung gehabt. und dann hat es mit 22 wieder zugenommen vor vielen leuten etwas vorzutragen ist schon eine sehr grosse herausforderung. ich denke die ursache für diese ängste ist die angst nicht gut genug zu sein ich denke ich haben zu grosse ansprüche und der ständige vergleich mit anderen ist eine grosse belastung. genug von mir kommen wir zu dir shielaa wie ist es mit dir?

liebe grüsse isa

23.07.2002 11:21 • #26


arielle


hi isa,

so langsam glaube ich : je mehr man sich damit beschäftigt , umso schlimmer wird´s.
mittlerweile bestimmt diese verdammte angst mein leben so extrem,
das kaum ein augenblick vergeht, wo ich nicht daran denke.
mein größtes problem ist sehr wahrscheinlich die (viele zu strenge) selbstkritik.
ständig erwarte ich von mir perfektionismus,
und denke das das auch die anderen von mir erwarten.
dann dieses gefühl beobachtet und bewertet zu werden macht mich noch irre!
und das, obwohl mir mein verstand was ganz anderes sagt,
kennst du das gefühl?
seit einiger zeit nehme ich paroxat (seroxat),
und ich muss zugeben dass ich dadurch ein wenig gelassener geworden bin.
nimmst du auch medikamente?
ich hab´s auch schon mit autogenem training versucht,
das hilft mir aber nur wenn ich vollkommen alleine bin,
denn sobald jemand dabei ist, war es das dann mit der entspannung.
wie machen sich die angst-symptome bei dir bemerkbar?
bei mir fängt es mit herzrasen an,zittern,schweißausbrüchen- und danach die totale erschöpfung.
puh, ängste zu haben ist ganz schön anstrengend.

ich wünsche dir noch alles gute und hoffe für uns beide das uns unsere quälenden gedankengänge nicht ganz ins abseits stoßen.
liebe grüße,
schielaa

23.07.2002 20:01 • #27


isa1


Hi Schielaa

du sprichst mir aus der seele komisch das menschen auch ähnliche oder fast die gleichen sorgen haben können. anfangs dachte ich das ich ein seltener fall bin. ich habe auch einen hohen drang nach perfektionismus und da es nicht alles so perfekt klappt(was eigentlich normal ist) fühle ich mich als ein versager ich weiss klingt blöd aber ist häufig so. Ich frage mich immer wieder was uns eigentlich aufhält so zu sein wie wir möchten? wie lange soll es weiter gehen das leben geht sowieso vorbei ist doch schade sich einfach zu verstecken und zu leiden warum eigentlich? sind die anderen wertvoller als wir? ok weil sie selbstvertrauen haben erscheinen sie für uns als wertvoll aber wir sind doch gottseidank keine dummen menschen wir müssen uns zusammen reissen und gegen diese krankheit kämpfen oder endgültig resignieren und warten bis das leben vorbei ist sind wir auf die welt gekommen um uns zu verkriechen und angst davor zu haben was die leute über einem denken?? ich weiss klingt einfach aber anders geht es nicht. Ich nehme gelegentlich beruhigungsmittel aber ich finde es schade das ich manchmal medikamente nehmen muss die haben viele nebenwirkungen manchmal habe ich erinnerungslücken nach der einnahme und wenn ich sie einnehme verhalte ich mich besonders cool. Schielaa hast du einen beruf den du ausübst? bis bald liebe grüsse

24.07.2002 14:35 • #28


arielle


hi isa,

also für mich steht resignation an letzter stelle,
schließlich habe ich nicht nur mir gegenüber verantwortung zu tragen sondern auch meinem jungen gegenüber.
bis dahin werde ich alles probieren das leben wieder lebenswert zu machen.
menschen mit hohem selbstwertgefühl sind weiß gott keine besseren menschen, und wer weiß wo sie ihre defizite haben?!
wenn ich mir manchmal talkshows reinziehe denke ich oft:
woher nehmen die nur den mut?
liegt es vieleicht daran dass wir zu sensibel sind und uns zu sehr mit den gedanken der anderen beschäftigen?
oder ist es einfach nur ein denkfehler?
ich bin in der tat auch kein freund von chemie-keulen,
dennoch können sie einen schonmal über den berg helfen,da muß man eben wirkung und nebenwirkung abwägen.
zu deiner frage ob ich berufstätig bin:
nein,leider nicht!
vor der geburt meines sohnes war ich als verkäuferin tätig,
aber heute wäre diese tätigkeit für mich ein ding der unmöglichkeit.
das kam aber nicht so von heute auf morgen,
sondern hat sich so langsam eingeschlichen.
ich hatte sogar mal einen job als kellnerin,
und ich frage mich immernoch wie ich das aushalten konnte .
ist das nicht eine schei... ups,sorry, ein mist?
mensch, wir haben doch auch kein zweites leben im kofferraum,
ich kann mich einfach nicht damit abfinden so weiter zu leben.
lieber isa,
wie du weißt sind meine stärksten angst-symptome das übermäßige schwitzen im gesicht (manchmal läuft mir so die suppe runter),
und die ständige angst davor zu erröten,
dadurch fühle ich mich wiederum beobachtet und bewertet -
es ist ein teufelskreis -
aber ich werde ihn durchbrechen: chakkka!
als nächstes ziel habe ich vor mich in italien von dr.tarfusser operieren zu lassen.
dabei handelt es sich um eine "ets".
(näheres siehe hyperhidrose)
dadurch erhoffe ich mir zumindest das ende der schwitzerei im gesicht,
und somit weniger angst vor den anderen.
ich stehe noch im kampf mit der krankenkasse,
denn das problem ist , das diese op in italien durchgeführt wird.
hier in deutschland wird gegenüber in italien zwei mal operiert,
das bedeutet auch gleichzeitig zwei mal vollnarkose.
bis bald und liebe grüße,
schielaa

p.s.: du darfst nie - aber auch niemals - aufgeben,
denn es gibt noch so viele schöne sachen auf der welt zu entdecken!

24.07.2002 20:50 • #29


E72


Hallo!

Ich lebe auch in Köln und leide seit 8 Monaten unter Angst-u.Panikstörungen. (Womöglich schon länger aber habe es immer erfolgreich unterdrücken können!)
Ich habe Angst unter Menschen zu gehen; mit der Bahn zu fahren....bin dann total orientierungslos; habe Gangschwierigkeiten und die ganze Palette, die Euch sicherlich ebenfalls bestens bekannt ist.
Ich habe mich mit dem Gedanken befasst evtl. eine Kontaktgruppe hier in Köln ins Leben zu rufen.

Die Frage ist wirklich nur, wo man/frau sich treffen kann wenn man vor (fast) allen Orten Angst hat. (

Über Antwort würde ich mich sehr freuen!

Grüsse

eine leidensgenossin

25.07.2002 08:41 • #30


arielle


hi E72,

genau das ist auch mein problem:
ich wünsche mir nichts sehnlicher als mich angstfrei mit netten leuten zu treffen,
doch die angst macht mir immer wieder auf´s neue einen strich durch die rechnung .
du hast seit 8 monaten diese panikstörungen?
was genau geschah denn kurz bevor du die angst spürtest?
bist du berufstätig, und bist du in einer beziehung?
wie gehen die leute, mit denen du zutun hast, mit deiner angst um?
warst du deswegen schon bei einem arzt?

liebe grüße,
schielaa

25.07.2002 18:24 • #31


E72


Hallo liebe Schielaa!

Ich war bis zu diesem Zeitpunkt voll berufstätig und habe nebenbei noch studiert (abends).
Ausserdem lebe ich als Single.
Ich habe schon immer so eine Art Erschöpfungszustände und starke Stimmungsschwankungen gehabt und war oft unsicher wenn ich mich in einer Menschenmenge bewegen musste aber irgendwann im Dezember 2001 kam dann der Einbruch.
Ich habe auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn unglaubliche Ängste bekommen. Habe Herzrasen gehabt, starken Schwindel, Angstschweiss ausgestanden, Zitten, Atemnot und dachte, ich würde gleich tot umkippen.
Die Knie waren weich wie Butter. Ich habe mich wie auch immer in Todesängsten zu meinem Hausarzt geschleppt und dieser hat mich krankgeschrieben.
Dann war ich drei Tage mit Herzrasen in der Wohnung und wollte wieder rausgehen als ich merkte, ich komme nicht über die Türschwelle rüber.
Der Gang zum Briefkasten (im Haus!) war nicht möglich!

Irgendwie (ich weiss leider nicht mehr wie?) habe ich es immer nur zum Hausarzt geschafft.
Zweimal in dieser Zeit kam nachts der Notarzt und wies mich mit Verdacht auf Myokardinfarkt ins Krankenhaus ein. Dort spritzte man mir Betablocker und Diacepam (ein herrliches Mittel!)
Als mich mein Hausarzt dann nicht mehr länger krankschreiben wollte hat er mich zu einem Psychiater und Neurologen überwiesen.
Dieser hat mir gesagt: Sie fallen noch länger aus! Sie haben starke Depressionen, Angst-und Panikstörungen.
Er hat mich vorerst sechs Wochen krankgeschrieben und mir Seroxat und ein Schlafmittel verschrieben (ich konnte nächtelang nicht durchschlafen wg. Herzrasen und Zittern und war komplett erschöpft).
Drei Wochen bin ich nicht aus der Wohnung raus und wurde nur von meiner Mutter und Freunden versorgt.

Vom Seroxat bekam ich derartige Nebenwirkungen, dass ich es absetzen wollte (blutiger Durchfall!)
Mein Pschychiater war allerdings dagegen und hatte irgendwie auch sonst kein Verständis für mich.
Er wollte mich nur ruhigstellen und krankschreiben.

Auf Empfehlung meines Hausarztes wurde ich dann in eine Psychosomatische Klinik eingeliefert und dort 3 Monate behandelt (Einzeltherapien; Gruppentherapien; Musiktherapien...)
Der Aufenthalt dort hat mir sehr gut getan....seit 3 Wochen arbeite ich wieder im Rahmen des Hamburger Modells. Die Arbeit und vor allem das Fahren mit der Bahn, der Kundenverkehr im Job bereiten mir immer noch Probleme aber ich habe gelernt mich selbst ernst zu nehmen und meine Symptome zu "ertragen"; sie einfach zu akzeptieren.
Bis auf den Schwindel und die Depersonalisation/Derealisation gehts mir sonst ganz gut.
Es gibt halt gute und weniger gute Tage.
Es kostet mich jedesmal eine Menge Überwindung raus zu gehen aber ich versuche mich jeden Tag der Angst auszusetzen.

Nun mache ich eine ambulante Psychotherapie und versuche in eine Selbsthilfegruppe (Emotions anonymous) zu gehen.
Gegen Mitte August hoffe ich meinen Teilzeitarbeitsvertrag zu bekommen; denn Vollzeit kann ich vorerst nicht mehr arbeiten gehen.
Desweiteren nehme ich seit ein paar Tagen des pfl. Arzneimittel: Zinkum Valerianicum (welches ausgezeichnet bei Angstneurosen helfen soll).
Eine Kundin hat mir davon erzählt; sie hat es wg. Angststörungen schon länger eingenommen.

(Dies ist nur eine Kurzfassung meiner Geschichte....)

Welche Symptomatik hast Du? Wie lebst Du?
Hättest Du auch Lust an einem persönlichen Austausch?

Ich freue mich auf Antwort und hoffe, Du hälst die Ohren steif!

Viele Grüsse

E72 -eine mitleidende-


Die Krankheit des Menschen ist kein Maschinendefekt, seine Krankheit ist nichts als er selbst, besser: seine Gelegenheit, er selbst zu werden.

(Viktor v. Weizsäcker)

26.07.2002 14:17 • #32


arielle


hallo E72,

erstmal möchte ich mich herzlich bei dir für deine offenheit danken.
du hast einen ähnlich typischen werdegang wie ich:
bis vor einigen jahren war alles gut,
dann schlich sich diese schei...,ups,mist-krankheit ein und beherrscht nun meinen ganzen tagesablauf.
bei mir zeigt sich das folgendermaßen:
vor einer beklemmenden situation mache ich mich selber durch wirre gedankengänge so verrückt,
dass ich schon vollkommen erschöpft bin bevor es überhaupt soweit ist.
es beginnt mit herzrasen, gefolgt von schweißausbrüchen (aber hallo!),
dann werde ich knallrot vor scham (der witz an der sache ist, dass ich noch nichtmal weiß WARUM ich mich schäme !),
hinzu kommt noch das unübersehbare zittern und einen trockenen mund.
kurz gesagt: die ganze angst-symptom-palette gehe ich durch!
ist das nicht eine schei.?!
(entschuldige bitte , aber ein besseres wort fällt mir da wirklich nicht ein).
das gute an der sache ist:
bei mir ist das phasenweise,d.h. manchmal bin ich so voller selbstvertrauen,
dass ich reden halten könnte - leider eher selten,aber kommt vor.
und dann wieder diese schwarzen tage...
du kennst das ja.
mein arzt verschrieb mir paroxat,womit ich ganz gut zurechtkomme,
es macht mich etwas gelassener.
als nebenwirkung leidet meine libido darunter.
einen job auszuüben ist für mich absolut unmöglich,
ich würde vor jobantritt einen herzinfarkt bekommen - eben weil ich mir immer solche horrorgedanken mache.
weißt du: wenn ich die wahl zwischen der panik und einer anderen krankheit hätte - ich würde JEDE andere dankend gegen meine panik tauschen.
wenn du magst, dann können wir uns gerne per e-mail austauschen,
bitte hinterlass mir deine e-adresse,
dankeschön,
bis bald und wünsche dir ein relaxtes wochenende,
schielaa

26.07.2002 21:59 • #33


Gast


liebe schielaa,

weißt du, was mich aufregt? daß du dir herausnimmst, zu sagen, daß du jede andere krankheit gegen deine panik eintauschen würdest. völlig anmaßend! ich weiß, daß panik schlimm ist, aber hast du eigentlich mal überlegt, was du da sagst? das ist selbstmitleid!
du möchtest also lieber z.b. jeden tag kopfschmerzen haben, heftige oder du möchtest lieber krebs haben oder im rollstuhl sitzen....seid doch "froh" über die tatsache, daß die möglichkeit besteht, daß du diese krankheit in den griff bekommst, daß es möglichkeiten gibt, daß du nicht mit dem "Tod" kämpfen mußt oder ähnliches. du hast zumindest eine reele chance. ich weiß, daß es schwer ist, nicht in den selbstmitleid zu versinken, aber mach dir das doch mal bewußt...du hast doch keine ahnung, wie sich jemand mit einer anderen krankheit fühlt! vielleicht ist der grad der verzweiflung noch viel höher als deiner...vielleicht auch nicht...aber ich finde es sehr unüberlegt, so etwas zu sagen...
ich hoffe, du machst dir bewußt, daß du die möglichkeit hast, das in den griff zu bekommen und zwar auch durch eine innere einstellung! ich wünsch dir viel glück dabei.
viele grüße
s.

29.07.2002 08:39 • #34


arielle


hallo l

es war nicht meine intention dich aufzuregen,
aber in meiner tiefen verzweiflung darüber das mich diese krankheit beherrscht und nicht umgekehrt, kommen dann schonmal solche FLOSKELN vor!
und in der tat: es gibt zeiten wo ich diese panik liebend gerne mit was anderem austauschen will,
ich finde es anmaßend von dir. diese krankheit weniger schlimm zu finden als beispielsweise krebs.
wahrscheinlich bist du nicht von ängsten betroffen,
denn sonst könntest du mich verstehen!
dennoch danke ich dir für deine kritik und wünsche dir ein gesundes leben.

schielaa

29.07.2002 11:14 • #35


Gast


diese krankheit ist NICHT schlimmer als krebs, denn krebs kann den tod bedeuten und daran kannst du nichts ändern durch antidepressiva oder psychotherapie ....du mußt schon sehr in selbstmitleid versinken, wenn du die frage in den raum stellst, ob krebs schlimmer ist...das hab ich in meinen schlimmsten phasen nicht gedacht. schon wieder anmaßend: wieso soll ich keine ängste haben? nur, weil ich die dinge anders sehe? nur, weil ich weiß, daß ich noch "glück" gehabt habe, auch wenn ich manchmal verzweifelt bin? zuviel selbstmitleid, zusehr symptombezogen, so kommst du nicht weiter (naja, das ist jetzt vielleicht ein bißchen hart und anmaßend von mir, aber das ist meine erfahrung...). ich weiß sehr wohl, wie verzweifelt man auch über dies psychosomatischen leiden bzw. ängste sein kann. aber es nützt nichts, in der angst zu verharren und aller welt zu erzählen, wie schwer man es hat...was nützt es dir? geht es dir danach besser? ändert es irgendwas an deinen symptomen...? die dinge dahinter sind zu klären, die ursachen und da solltest du dich ranmachen (vielleicht tust du es ja schon..aber medikamente allein reichen nicht. aber ich denke, daß du das sicherlich weißt..). ich selbst bin noch lange nicht durch mit dem "thema" - auch wenn es bei mir keine sozialphobie ist - auch ich versinke ab und zu in selbstmitleid...aber ich wäre nie im leben auf die idee gekommen, meine sachen gegen krebs tauschen zu wollen oder gegen einen rollstuhl oder ms oder was auch immer..ich hätte auch gar keine weitere mail schreiben müssen, wenn du dabei geblieben wärst, zu schreiben, daß es ein floskel war, weil du eben besonders verzweifelt warst...aber mich zu fragen, ob krebs tatsächlich schlimmer ist....hmmmm.........
ich wünsch dir mehr stärke, naja oder vielleicht gelassenheit. meine erfahrung ist, daß die sehr wichtig ist.
viele grüße
l.
(vielleicht ne harte mail, aber manchmal brauchen "wir" einfach einen "wachrüttler")

29.07.2002 14:09 • #36


arielle


hi l,
ganz nebenbei bemerkt: ich weiß was es heißt krebs zu haben.
also tu nicht so als würde ich das runtermachen!
ein bisschen mehr toleranz andereren meinungen gegenüber solltest du vieleicht noch trainieren.
...dann klappt´s auch mit den nachbarn ...

in einem muss ich dich leider noch korrigieren:
du interpretierst meinen austausch mit anderen betroffenen absolut fehl!
das hat überhaupt nichts mit selbstmitleid zutun,
sondern soll anderen und mir helfen leichter mit der angst umzugehen,
schließlich sind solche foren dafür da!

liebe grüße,
schielaa

29.07.2002 14:47 • #37


Gast


ich hab doch kein problem mit toleranz anderen meinungen gegenüber. ich habe ein problem mit diesem vergleich. jetzt wo du mir schreibst, daß du krebs hattest, kannst du natürlich sagen, daß du lieber krebs hast als die panik, denn du kannst dir dann ein bild davon machen. punkt.

29.07.2002 15:38 • #38


Gast


Hallo schielaa!

habe dich irgendwie vermisst ich hoffe es geht dir besser(diese erkentniss geht aus deinen texten hervor)

liebe grüsse isa(lass dich nicht ärgern)

29.07.2002 15:55 • #39


arielle


lieber isa,

habe mich über deine nachricht sehr gefreut,
und es stimmt: momentan geht´s mal wieder berg-auf ,
und ich hoffe dass es dir mindestens genauso gut geht wie mir.
hinzu kommt, dass wir "abnehmenden mond" haben - manchmal glaube ich nämlich echt an die (aus)wirkungen der mondphasen .

wie sieht´s bei dir aus, isa?
was machst du denn so bei der brütenden hitze (uff) ?
was macht dein sport-studium?
hast du schon ein referat gehalten (zitter) ?
kommst du zur zeit ohne medikamente aus?
und hast du jemanden mit dem du über deine ängste reden kannst (ich meine von angesicht zu angesicht)?

ich freu´mich auf baldige antwort von dir (soweit es deine zeit erlaubt),
und wünsche dir eine gelassene und angenehme zeit.
liebe grüße,
schielaa

29.07.2002 23:13 • #40




Dr. Reinhard Pichler

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