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Zitat von Chris:
Hatte man dir den Umhang direkt um die Füße gebunden

[...]

Und wenn sie sich weiter um mich versammeln würden , bekäme ich gleich Schaum vor dem Mund und dann würden mir auch Fangzähne wachsen


Ich stelle mir beides gerade bildlich vor ...

Aber im ernst, ich würde mit so einem Mantel auch nicht auf die Straße rennen wollen/können.

-----

Mhm, ich habe dieses Problem auch immer wieder. Mittlerweile lasse ich mir die Haare regelmäßig auf ein modisches Mittellang wachsen nur um mich vor dem Friseur zu drücken.

Aber gestern ... ja, gestern war ich endlich mal wieder beim Friseur. Verlief ganz gut bis darauf, dass mir diese Haare-auffang-Halskrause so fest um den Hals geschnürt wurde, dass ich wirklich Probleme mit dem Schlucken bekam. Als der junge Mann dann weg war hab ich das Ding erst mal gelockert ...

Mir helfen Spontanbesuche in der Sache auch am meisten, schließlich kann man ja nicht wissen wie es einem in einer Woche geht. Zum Glück gibt es bei uns einen Friseur, bei dem man praktisch keine Wartezeiten hat (jedenfalls die Männer nicht), das ist ausgesprochen hilfreich. Ich denke, dass ich die oben erwähnten 20 min Wartezeit nur schwer rumgebracht hätte.

14.06.2009 20:52 • #21


Hallo an alle,

ich habe zwar nicht dasselbe Problem (Angst) wie ihr, aber ich habe eine Bekannte, die mir auch immer erzählt, welch große Überwindung es sie kostet, zum Friseur zu gehen! Sie leidet an Panikattaken, und beim Friseur sind diese ganz besonders schlimm!
Sie geht immer nur in Salon`s die in der Nähe eines Ärztehauses sind! Dann fühlt sie sich einigermaßen sicher und bis jetzt hat es auch immer gut funktioniert meint sie!
Ich wünsche Euch allen, daß Ihr Eure Ängste überwindet, und ganz viele entspannte Momente genießen könnt!

Ganz liebe Grüße, Penelope

14.06.2009 21:36 • #22



Angst vor dem Frisör

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Den Damen im Salon brauchte ich nichts zu erklären, die haben es sofort gesehen was los war...

Mittlerweile geht es aber. Das Problem ist eigentlich wenn mir Leute "unerwartet" (also mit einer Art Überraschungsmoment) zu nahe kommen, also in meinen inneren Kreis.
Genau das ist da im Salon passiert und ich konnte im dem Moment nicht ausweichen.

Danch rechnete ich unbewusst auch schon mit so etwas, also dann war ich innearlich darauf vorbereitet.

16.06.2009 21:02 • #23


Hi julius

Ist es bei dir so nach aussen hin Sichtbar , das dich die Panik im Griff hält? Das ist natürlich einerseits hart, bietet aber vielleicht sogar den Vorteil das man halt deine Problematik erkennt bzw sich darauf einstellt. Das ist nämlich etwas , was bei psychichen Erkrankungen den Unterschied zu anderen Krankheiten darstellt. Da man sie nicht sieht wird dir einfach das gleiche abverlangt wie einem "gesunden". Da ist man schnell überfordert. Wobei ich hier aber mehr auf meine ursprüngliche Frage an dich abziele, ob sich das Problem nicht auch in anderen Alltags bewältigungen darstellt.

Das du , wenn du überrascht wirst , nicht reagieren kannst, kenne ich auch. Es hat was von Paralyse, als ob man eine Schock bekommen hat.Wenn man sich lange genug darauf vorbereiten kann, ist es nicht so schlimm. Deswegen, klappt es bei mir zB nicht wie bei Chasso, der mit einem Spontanbesuch einfach ins kalte Wasser springt. Für einen Frisörbesuch brauche ich gut eine Woche Anlauf. dann bin ich aber auch meist schon so sauer auf mich, das es dann relativ Schmerzlos über die Bühne geht. Kurz vorher kontrolliere ich noch, das ich mit zwei Ohren reingehe, nacher wird natürlich nochmal kontrolliert.

@ Penelope
Ich freue mich für deine Freundin, das sie ihre PAs nun langsam in den Griff bekommt. Das lustige an der Sache ist , das es mir dank der SP genau andersherum geht als ihr. Ich war mal zu Besuch im Krankenhaus. Dort wird mir eigentlich immer grundsätzlich übel, da ich Ärzte nicht mag. Und dort sind ganz viele auf einem Haufen
Plötzlich wurde mir so schlecht das ich das Krankenzimmer verlassen mußte. Draußen konnte ich noch gerade mit dem Rücken die Wand runter rutschen , da ich schon nicht mehr stehen konnte. Mein absoluter Alptraum war in diesem Moment, es könnte einem der umherlaufenden Ärzten oder Pflegern auffallen, und ihn auf die dumme Idee bringen sich um mich zu kümmern, im Sinne von " Holt mal ne Trage Jungs, hier liegt einer" Also mein Problem ist genau entgegengesetzt von dem deiner Freundin.

LG Chris

16.06.2009 23:12 • #24


@Franco

Andere Alltagsbewältigungen sind davon eher weniger betroffen. Im ersten Moment gibt es bei mir immer eine "Unsicherheit", aber wenn ich merke dass ich die Situation kontrollieren kann, also Einfluss darauf nehmen kann, dann ist das kein grosses Problem mehr für mich.

Beim Friseur ist es ja so, dass man irgendwann ja keinen Einfluss mehr hat, sondern einfach nur Stillhalten und Abwarten muss. Bei einer vertrauten Friseurin tritt das jetzt aber nicht mehr auf.

18.06.2009 21:01 • #25




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