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@anschana,
hab auch schon Berlin bei Nacht erlebt. Vom Wasser aus. Ist schon toll mit den ganzen Lichtern.

11.07.2015 23:25 • x 1 #81


Aber Juwi,
du kannst doch jetzt noch schönes erleben. Es gibt so viele schöne Dinge. Ich fiel auch in ein Loch, hab mich all die Jahre auf meinen Beruf und meine Kinder konzentriert. Plötzlich gehen die Kids lieber mit den Freundinnen weg als mit mir. Mein Mann ging auch nicht so gerne weg, ein Stubenhocker. Langsam hatte ich begonnen für mich selbst was zu finden. War erst schwer, hab kaum Freundinnen, weil ich dafür in den letzten Jahren kaum Zeit hatte. Und auch mein Mann und ich mussten uns wieder neu finden. Einsamkeit und ständig unter so vielen Menschen, kann sich kaum jemand vorstellen.

11.07.2015 23:35 • x 1 #82



Nachtkaffee, oder Treffpunkt der Schlaflosen

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Anschana
Zitat von Wolke P:
@anschana,
hab auch schon Berlin bei Nacht erlebt. Vom Wasser aus. Ist schon toll mit den ganzen Lichtern.


Berlin ist einfach nur ein Traum.
Mein Ex hat dort studiert und er kennt dort Ecken, die in keinem Touriführer stehen. Das war ein besonderes Geschenk für mich, diese einmaligen Dinge so zu erleben. Kann man nicht wiederholen
Seufz, ich schwelge in Erinnerungen und bekomme Liebeskummer...

12.07.2015 00:11 • #83


Mir war die Stadt etwas lebendig. Hatte allerdings am Alexanderplatz mitten im Kreuzpunkt eine Ferienwohnung. Daher kaum Schlaf. Vielleicht wäre es besser gewesen außerhalb eine Ferienwohnung zu wohnen. Aber ich hätte nicht gedacht, das ganz oben im Hochhaus noch soviel Straßenlärm sein kann.

12.07.2015 00:15 • x 1 #84


Bist du noch nicht so lange getrennt?

12.07.2015 00:18 • x 1 #85


Sorry, wollte nicht neugierig sein. Dachte nur, du willst vielleicht darüber schreiben.

12.07.2015 00:22 • x 1 #86


Anschana
Daran gewöhnt man sich. Alex ist natürlich gerade nachts sehr belebt.
Wir waren in einer FeWo am Prenzlauer Berg. Etwas ruhiger.
Aber da ich ja eh ein Stadtmensch bin, fand ich das alles sehr schön. Die Anonymität, in der man untertauchen kann. Dass es egal ist, wie man rumläuft. Keine Konventionen.

Ca. anderthalb Jahre. Tut aber immer noch weh. Zumal die Trennung nie ausgesprochen wurde. Ich hab mich einfach nicht mehr gemeldet. Er fühlte sich verarscht und meldete sich auch nicht mehr. Es mussten noch Dinge geklärt werden im sachlichen Bereich. Die sind bis heute unauagesprochen, weil er mich aus tiefer Verletztheit anblaffte und ich eigentlich Frieden wollte. Und so ist die Situation so komisch schwebend. Ich weiß nicht, woran ich bin. Ihm scheint es egal zu sein. Vermutlich war es das.
Meine beste Freundin sagt, ich soll ihn anrufen oder ihm schreiben. Wenn ich ihn wirklich will, muss ich mich wohl zum Affen machen. Denn er hat sich den Popo aufgerissen und ich verfiel immer mehr in eine Lethargie wegen der Trennung von meinem Mann. Das Thema Ehe war nämlich für mich nicht durch. Für eine neue Beziehung war ich noch nicht bereit. Ich hab ihm das Herz gebrochen.
Aber ich konnte zu dem Zeitpunkt einfach nicht anders.
Ich denke, wenn jemand so verliebt ist, wie er es war und täglich den Schmerz erleben muss, dass seine Angebetene so weit weg von allem ist... das ist hart.

Heute sehe ich alles anders, verstehe ihn mehr. Aber ich kann es ihm nicht sagen. Kommt doch blöd nach all der Zeit. Und er wird mir nicht glauben. Denke, er hat mich aus Selbstschutz längst vergessen und das kann ich ihm noch nicht mal verübeln.

F*ck, jetzt heule ich!

12.07.2015 00:26 • #87


Aber Anschana,
du kannst doch nur gewinnen und nicht verlieren, wenn du ihn anrufst. Es war halt damals leider zu früh, aber vielleicht sieht er es ein.

12.07.2015 00:30 • x 1 #88


Jetzt würde ich dich am liebsten tröstend in den Arm nehmen. Mit dir einen Sekt trinken und einen guten Frauenfilm schauen zur Ablenkung.

12.07.2015 00:32 • x 1 #89


Anschana
:*

Ich will ihm nicht wieder weh tun. Was, wenn ich doch nur einer Illusion hinterrenne von etwas, das in Wirklichkeit gar nichtbso ist oder so wäre?

Liebe ich ihn wirklich? Ja! Denn ich liebe ihn bedingungslos, denn ich respektiere seinen Wunsch, mich nie mehr sehen zu wollen. Das hat er so gesagt.
Man kann lieben und vermissen, ohne den anderen wirklich an seiner Seite zu haben.

Käme mir echt doof vor, den ersten Schritt zu machen. Bin da konservativ. Und ich weiß, dass ihm die Frauen echt nachlaufen, was ihn nervt. Wenn er etwas will, wird er sich melden. Alles ist Schicksal.

12.07.2015 00:37 • #90


ist schwierig. Vielleicht wartet er aber auch darauf, dass du dich meldest. Du hast ihn doch so gern, dass du ihm nicht nochmal weh tust.

12.07.2015 00:40 • x 1 #91


Anschana
Wir laufen uns öfter über den Weg neuerdings. Er guckt weg. Noch Fragen.

12.07.2015 00:41 • #92


Anschana
Die Zeit ist noch nicht reif. Er hatte echt böse Erfahrungen mit seiner Ex und ich habe mich ähnlich verhalten. Das hatte aber in meinem Fall nichts mit ihm zu tun, sondern mit mir. Trotzdem bezieht er es auf sich, fühlt sich meiner nicht würdig. Er muss da auch an sich arbeiten.
Wenn ich ihn jetzt unterbreche dabei, macht das wenig Sinn für ihn und wir würden keine liebevolle Partnerschaft führen.

Er nimmt mir übel, dass ich ihm die Schwangerschaft verschwiegen habe. Wir waren mal wieder in so einer Off-Phase und ich wollte es ihm nicht sagen. Aus Trotz. Ich wollte, dass er zu mir kommt, nicht des Kindes wegen. Zwei Wochen später erlitt ich eine Fehlgeburt. Und auch das erzählte ich ihm erst viele Wochen später in einer On-Phase. Er weinte. Ich glaube, er denkt, dass ich ihn nicht brauche. Dass er mir so wurscht ist, dass ich sogar verschwiegen habe, dass er Vater wird.

12.07.2015 00:46 • #93


Da ist der Mann einerseits so sensibel und andererseit so, weiß es nicht auszudrücken. Der hat wirklich einen Panzer um sich herum gebaut.
Und du hast das mit der Fehlgeburt ganz alleine mit dir ausgemacht? Das ist doch so ein tiefer Einschnitt.

12.07.2015 00:50 • x 1 #94


Och mann, dass es da keine Lösung gibt. Aber ich bin sicher, wenn er der richtige Mann ist, dann findet ihr auch wieder zueinander.

12.07.2015 00:55 • x 1 #95


Anschana
Einen fetten Panzer sogar. Das, was er mit der Ex 1 und Ex 2 durch hat wünscht man keinem. Er traut sich nicht, Gefühle zu zeigen. Er macht das sehr subtil. Ich hab es damals nicht ferstanden, war zu sehr mit mir beschäftigt.

Ja, hab ich allein durchgemacht die Fehlgeburt. War ja leider nicht die Erste. Aber die erste, die ein Loch in mein Herz gerissen hat. Dieser Mann ist so ein toller Vater und hätte mich als Mutter seines Kindes auf Händen getragen.
Ich wollte es allein durchmachen. Wem ich damit etwas beweisen wollte...
Hätte ich ihn in der Nacht anrufen sollen? Hey, komm mal bitte rüber, in meinem Bett liegt ein toter Embryo und alkes ist voller Blut... Er wäre nicht gekommen, weil zu dem Zeitpunkt das Vertrauen schon weg war. Auch dank einiger Leute, auf die er hört und die mich aus geschäftlichen Gründen aus dem Weg haben wollten.

Hatte alles so seinen Sinn...

12.07.2015 00:59 • #96


Da kam aber dann auch alles aufeinander. Manchmal haut das Schicksal aber auch voll zu.

12.07.2015 01:02 • x 2 #97

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Anschana
Ja. Aber ich bin daran gewachsen und heute sehe ich es positiv. Denn ohne diese Erfahrungen wäre ich heute nicht da, wo ich jetzt bin.

Der Hammer an der Sache ist, dass eine damalige gute Freundin von mir behauptet hat, ich hätte die Schwangerschaft erfunden, um ihn zurückzugewinnen. Sie zeckte sich rein und es wurde richtig schlimm.
Ich hab nicht reagiert, wollte ihm den Mutterpass und den positiven Test schicken. Aber wozu? Er iat doch kein Spielball zwischen zwei Weibern. Er entschied sich für sie. Aber wohl nur Freundschaftlich. Sie ließ ihn nach getaner Arbeit links liegen und erfreute sich an unserem Leid.

Heute ist sie sehr schwer erkrankt und es sieht nicht gut aus. Metastasen überall. Finde ich schlimm. Aber wer Geschwüre in das Leben anderer setzt, bekommt sie selbst. Das ist auch Karma...

12.07.2015 01:07 • #98


Und das war sogar noch eine Freundin. Das ist hart. Also ich wurde ja schon von Freundinnen derb verletzt, aber das ist ja voll gemein.

12.07.2015 01:11 • x 1 #99


Wir waren mal mit einem Paar befreundet, die Frau hatte ständig Angst, ihr Mann und ich würden was miteinander anfangen. Dabei war das für mich ein toller Kumpel. Ich hatte ihn gern wie einen Bruder. Das hatte die Freundschaft total belastet und führte letztendlich zum Bruch.

12.07.2015 01:12 • x 1 #100



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