Zitat von hereingeschneit: Ich würde es mit ignorieren versuchen.
Ja, das mache ich z. Zt. , nachdem alles andere mal was gebracht hat, mal nicht. Hannibal ist tatsächlich ganz anders, als alle Hunde, die ich bisher kennengelernt habe. Das fing ja schon mit dem „Geister sehen“ - so nenne ich das mal - an. Das hat sich total gelegt. Anfangs hat er massive Probleme mit Männern gehabt. Sogar ein Bild an der Wand mit einem Gesicht war Auslöser für Knurr-und Bellattacken. Er wollte meinen Mann öfter angreifen und beißen. Da haben wir auch verschiedene Erziehungsmöglichkeiten ausprobiert, weil er anfangs eben nicht so darauf reagiert hat, wie man es von Hunden eigentlich erwartete hätte. Wir mußten ja erstmal einen Weg finden, um ihn zu erreichen. Er nimmt auch absolut kein Lecker. Ich weiß nicht, was er erlebt hat vor unserer Zeit. Es ist schon eine Herausforderung. Aber es hat sich gelohnt.
Und ja, er sucht meine Nähe um Ruhe zu haben. Wenn ich mich auf die Couch lege, kommt er sofort und sucht den Körperkontakt. Wenn aber ein ungewohntes Geräusch ist, dann springt er auf und bellt. Ich bleibe idR liegen, reagiere nicht. Dann kommt er irgendwann zurück, sieht mich an, als wollte er fragen: wie jetzt, da brauchen wir nicht zu reagieren?, ok, und legt sich wieder zu mir. Bis zum nächsten Geräusch. Das ist schon die positive Entwicklung. Gerade jetzt in der Silvesterzeit hat er wieder angefangen, meinen Mann attackieren zu wollen. Mein Mann bleibt zum Glück ganz ruhig. Und nur eine Sekunde später liegt der Hund wieder bei meinem Mann im Arm. Und ganz eigenartig ist, wenn er bei manchen Hunden, die er draußen trifft, so tut, als wolle er sie zerfleischen. Verlängerter Arm, Wasserspritzer u.a. Brachte nichts. Eigentlich ist er sozial verträglich. Aber manchmal spinnt er halt. Und normalerweise geht man nicht mit den Fingern dazwischen, wenn ein Hund versucht zu schnappen. Bei Hannibal funktioniert das so, dass mein Mann, er hat den Hund öfter an der Leine, weil ich ja nicht so laufen kann, unseren Hund anfaßt und den fremden Hund gleichzeitig berührt. Und prompt herrscht Ruhe und beide spielen zusammen. Wie gesagt, ich weiß nicht, was Hannibal alles erlebt hat. Aber an seinem Verhalten erkennt man, dass er wohl immer versucht haben muß, irgendwie zu überleben. Ich weiß leider auch nicht, wer ihn sozialisiert hat, ob er lange genug Kontakt zur Mutter hatte. Jedenfalls steckt in ihm ein ganz lieber und lebensfroher Hund. Man muß nur sein verkorkstes Verhalten verändern.
Und Danke für deine Tipps.
Zitat von hereingeschneit: wenn er dir ohne bellen folgt, dann es gestatten
Ja genau.