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moo
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@Chingachgook erwähnte kürzlich, dass man in eine Rolle hineinwachsen kann. Ich schließe daraus, dass umgekehrt ein Herauswachsen aus einer Rolle möglich ist. Wie sieht es aber mit dem (sogenannten) "Charakter" aus?

Sind "Rolle" und "Charakter" wirklich potenziell durchaus verschiedene Aspekte einer Person?
Wie lange hält es z. B. ein sensibler Charakter aus, eine unsensible Rolle zu spielen?
Ab wann verändert die Rolle den Charakter und ist das überhaupt möglich?
Oder ist die Rolle nicht vielmehr der (sichtbare) Ausdruck eines (noch) unterdrückten Charakterzuges?

21.07.2025 x 3 #1


143 Antworten ↓
Tautropfen

Tautropfen
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Ein guter Zuhörer ist nicht alles.
Ich denke, dies ist nur ein Teil von ihm.
Was ist ein guter Zuhörer, der vielleicht nicht sagen könnte: "Was brauchst du gerade?"
Ist es nicht so, dass man sich einfach nur einmal anlehnen möchte, um durchzuatmen?

Hat ein Zuhörer nicht aber auch das Recht, einmal Nein zu sagen? Grenzen zu setzen?
Einmal nicht zuhören zu wollen, weil sich alles wiederholt und auch ihm einmal die Kraft ausgeht?

Ich denke schon, dass ein Zuhörer, eher ein ernsterer Mensch ist. Sein Gegenüber sieht.
Aber vielleicht nicht der Alleinunterhalter ist. Davon gehe ich aus.

Und wenn ich ernster bin, dann meine ich auch, nicht so gesehen zu werden.
Weil andere sich vielleicht nicht gut ablenken können, ohne Spaß und Witz.

Heute hat jeder mit seinem Leben zu tun.
Was gibt es da? Sozial, wirtschaftlich, politisch.
Die Menschen, und das ist nur meine ganz persönliche Meinung, schauen mehr auf sich und ihr Leben.

Alles was sie aus dem Gleichgewicht bringt, wird nach Möglichkeit vermieden.

Und ja, ich selber kann auch nicht immer zuhören und helfen.
Das konnte ich früher, als die Angststörung noch nicht mein Thema war.
Manchmal lese ich einfach nur und mir fehlt die Kraft zu schreiben.
Tatsächlich geht dann oft nur Humor, oder Musik.

Davon abgesehen, hat, auch das ist meine persönliche Ansicht, hier jeder Menschen, denen er versucht zu helfen, aber auch welche, die ihn gar nicht interessieren.
Dies müssen wir jedem zugestehen.

Schlimm finde ich die, die einem ihr eigenes System aufdrücken wollen, und meinen, damit zu helfen.

Leben eines jeden Einzelnen, ist ein einzelnes Leben.
Nicht deines und nicht meines.

21.07.2025 15:04 • x 5 #143


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Gedanken zum Tag - Mitdenken, Mitschreiben

x 3


superstes

superstes
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Danke @Cbrastreifen
Deine Gedanken zum "Kontrastprogramm "
und zum "weiteren Kalenderspruch" kann ich nur unterstreichen.
Zitat:
dass diejenigen, die sich für ein Fortkommen entscheiden, mit lebensverändernden Ereignisse versorgt werden.

Ich habe mich für ein "Fortkommen entschieden" ...für die Zeit die mir.. (uns) bleib't'en
"Kalendersprüche" klingen abwertend, (sehe ich ein bißchen auch so) ...dennoch sind "weise Sätze"
häufig Lebenshilfe in Krisensituationen...(in meinem Leben wimmelte es davon)
Poesie kann helfen und stützen wieder klarer zu denken.
Diese zweite Strophe von Hilde Domin "Mein schwerster Weg" ist für mich so eine Hilfe.

"Nimm eine Kerze in die Hand
wie in den Katakomben,
das kleine Licht atmet kaum.
Und doch, wenn du lange gegangen bist,
bleibt das Wunder nicht aus,
weil das Wunder immer geschieht,
und weil wir ohne die Gnade
nicht leben können:
die Kerze wird hell vom freien Atem des Tags,
du bläst sie lächelnd aus
wenn du in die Sonne trittst
und unter den blühenden Gärten
die Stadt vor dir liegt,
und in deinem Hause
dir der Tisch weiß gedeckt ist.
Und die verlierbaren Lebenden
und die unverlierbaren Toten
dir das Brot brechen und den Wein reichen -
und du ihre Stimmen wieder hörst
ganz nahe
bei deinem Herzen.

Diese Frau, der ich begegnet bin, hatte so wie ich, 🕯🕯eine Kerze in der Hand

Ps: Und stellt euch vor....! aus diesem Grund wurden wir aus der "Trauergruppe " die unter dem Motte steht "Es geht weiter, das LEBEN" ....ausgeschlossen ! Selbsthilfegruppe Waage

28.10.2024 12:18 • x 5 #38


Zum Beitrag im Thema ↓


Chingachgook
Ich denke, daß wir alle Rollen spielen, lieber @moo und auch müssen, etwa in der Arbeitswelt.
Wir spielen sie mit mehr oder weniger Begabung und mit einem gewissen Maß an Selbstdiziplinierung.Manchmal ist das Scheitern auch vorprogrammiert. So erinnere ich mich an manche Lehrer, die für die Rolle der wissensvermittelden Autorität denkbar ungeeignet waren.

Ein weites Feld.

x 5 #2


M
@Chingachgook Was die zweifelhafte Eignung von Rollen angeht, fallen mir insbesondere im Politikbereich auch ein paar gute Beispiele ein zwinkern.
Ich verbinde mit Rolle natürlich auch das Schauspiel. Ich stelle etwas zur Schau - aber zeige ich auch tatsächlich etwas?
Und abgesehen vom beruflich bedingten Rollenansatz frage ich mich, ob wir uns stets über unser Rollenspiel bewusst sind.

x 3 #3


Chingachgook
Absolut @moo, die Politik bietet hier so einiges an Anschauungsmaterial.... 😉
Und ob ich in meinem Beruf die entsprechende Rolle besonders gut ausfülle? Daran habe ich Zweifel, ich finde, da gibt es Bessere.

Kurz zurück zu meinem Post :
Meine eigentliche Aussage sollte sein, daß nicht jeder seine Karten gleich auf den Tisch legt, sondern sie erst nach und nach präsentiert.
Erschwert wurde die Klarheit meiner Aussage dadurch, daß ich ein bestimmtes Wort nicht schreiben durfte, bzw. davor gewarnt wurde.

x 2 #4


Minime
Ich glaube der Charakter gibt die nicht ganz starren Grenzen dessen vor, was man an Rollen auf Dauer spielen und halbwegs glaubhaft ausfüllen kann. Je weiter man diese Grenzen überschreitet, desto eher wird man mit seinem Leben unglücklich. Ich denke es ist für eine gewisse Zeit möglich Rollen auszufüllen, die sich ganz und gar nicht mit dem Charakter decken, aber das hat seinen Preis. Es kostet Kraft und Überwindung, im schlimmsten Falle täglich, wenn es z.B. eine berufliche Rolle ist.

Zitat von moo:
Ab wann verändert die Rolle den Charakter und ist das überhaupt möglich?

Ich halte die Grenzen des Charakters für nicht ganz starr, also ja, vielleicht ist es möglich die etwas auszuweiten. Man gewinnt vielleicht Übung und Sicherheit in seiner Rolle, stellt fest, dass es einem vielleicht doch liegt, jedenfalls mehr als man anfangs geglaubt hat.

x 2 #5


M
Zitat von Minime:
Ich halte die Grenzen des Charakters für nicht ganz starr, also ja, vielleicht ist es möglich die etwas auszuweiten. Man gewinnt vielleicht Übung und Sicherheit in seiner Rolle, stellt fest, dass es einem vielleicht doch liegt, jedenfalls mehr als man anfangs geglaubt hat.

Ich glaube dies bereits mehrmals bei mir selber festgestellt zu haben. Es gab und gibt Rollen, die mir mehr oder weniger "vom Leben" aufgezwungen wurden. Sie entsprachen mir m. E. anfangs in keinster Weise. Nach Jahren konnte es passieren, dass ich die ein oder andere Rolle - ebenfalls eher unfreiwillig - ablegen durfte oder musste. Und siehe da: ein großer Teil dessen, was ich als meine "Persönlichkeit" empfand, entschwand mit der abgelegten Rolle. Lustigerweise fand diese Einsicht erst im Rückblick statt.

x 2 #6


Knipsi
Zitat von moo:
dass man in eine Rolle hineinwachsen kann. Ich schließe daraus, dass umgekehrt ein Herauswachsen aus einer Rolle möglich ist. Wie sieht es aber mit dem (sogenannten) "Charakter" aus?

Meine gedanke gerade dazu.

Charakter ist DIE rolle.
Die sich im laufe des lebens ent-wickelt.
Blatt fuer blatt bis zum inneren kern des seins.

Jedes losgeloeste blatt dieser rolle wird gebuendelt zu einem - buch des lebens- welches eine geschichte erzaehlt wo viele unterschiedliche Protagonisten (faszettenreiche charakterzuege von einem selbst) die wichtigste rolle spielt.

x 1 #7


Tautropfen
[QUOTE="moo"]@Chingachgook erwähnte kürzlich, dass man in eine Rolle hineinwachsen kann. Ich schließe daraus, dass umgekehrt ein Herauswachsen aus einer Rolle möglich ist. Wie sieht es aber mit dem (sogenannten) "Charakter" aus? Sind "Rolle" und "Charakter" wirklich potenziell durchaus ...[/QUOTE

Charakter würde ich als das innere Wesen bezeichnen.

Ich sehe das so...
Du hast schon bestimmte Eigenschaften, Vererbung.
Dann kommt die frühkindliche Phase.
Hier lernt man das Urvertrauen, die Fähigkeiten an sich zu glauben. Oder auch nicht.
Nach der kindlichen Phase erfolgt die Prägung durch andere Menschen, Lebenserfahrungen.
Die zieht sich nach meinem Gefühl bis ins hohe Alter.
Wie auch immer du später bist, dein Wesen, ist das, was übrig bleibt.

Rollen sind oft notwendig um zu überleben.
Sei es, im schlechten Fall, in der Familie, im Berufsleben.

Das kannst du abstreifen, wenn du das entweder nicht mehr brauchst, oder aber deine Seele dich dazu zwingt.

Kurzfassung und ein weites Feld.

x 4 #8


hereingeschneit
Gedanken zum Tag - Mitdenken, Mitschreiben

Der erste Post passt für mich nicht zu der Überschrift. Habe ich den Sinn nicht verstanden oder wurde der Titel verändert?

Und die Tatsache, dass mich das jetzt irgendwie mehr beschäftigt (Wie soll der Thread eigentlich genutzt werden? Was hat der Eingangspost mit Gedanken zum Tag zu tun?...), als der Inhalt des schon stattfindenden Gesprächs, sagt das irgendwas über meinen Charakter aus?


So und nachdem ich jetzt meine Verwirrung zum Ausdruck gebracht habe, mache ich mir vielleicht noch Gedanken zu Charakter und Rolle spielen. 😂

Und man möge mir mein schlechtes Deutsch verzeihen.

x 1 #9


J
Ich sehe das so wie Tautropfen.
Charakter würde ich die Eigenschaften bezeichnen, die man hat.
Durch Erziehung und Erfahrungen, die man macht. 🤔

Eine Rolle nimmt man ein in bestimmten Situationen z. B. im Arbeitsleben.
Die kann man wieder ablegen, wenn man die nicht mehr braucht.

x 3 #10


M
Vielen Dank für Eure Beiträge.

@hereingeschneit Die Idee für diesen Thread war, dass man einen Tag lang über einen Gedanken, eine Frage, ein Thema gemeinsam nachdenkt.

Spröde Charaktere mögen das als sinnloses Philosophieren abtun, andere wiederum könnten daran gefallen finden, einfach ergebnisoffen über ein Thema, das ihm in den Sinn gekommen ist, mit anderen daran zu arbeiten. Manche, so wie Du, tun das auch in ihren Tagebüchern. Ein "offener" Thread schien mir dafür geeigneter.

PS Sollte übrigens ein Thema viel Raum einnehmen und der "veranschlagte" Tag reicht dafür nicht aus, muss nicht zwingend ein neues Thema eröffnet werden. Andererseits kann der Thread auch ohne Not für einige Zeit ruhen.

x 4 #11


hereingeschneit
Vielen Dank für die Erklärung @moo

Dann bin ich gespannt auf deine weiteren Gedanken zum Tag. 😊
Zitat von moo:
Sollte übrigens ein Thema viel Raum einnehmen und der "veranschlagte" Tag reicht dafür nicht aus,

Ich habe mir noch Gedanken gemacht über Charakter und Rolle, aber bin nicht wirklich zu einem Ergebnis gekommen. Ich fühle mich selbst nicht in irgendeiner Rolle, ich setze gefühlt mir keine Maske auf, daher kriege ich zu diesem Thema nicht wirklich einen Zugang.

x 1 #12


M
Zitat von hereingeschneit:
Dann bin ich gespannt auf deine weiteren Gedanken zum Tag.

Der Themeneröffner erhebt keinen Anspruch auf deren Benennung. Jeder ist eingeladen, seinen Gedanken zum Tag einzubringen. Es soll halt kein Small Talk daraus werden, sondern man sollte schon reflektiert an das jeweils genannte Thema rangehen.

Zitat von hereingeschneit:
Ich fühle mich selbst nicht in irgendeiner Rolle, ich setze gefühlt mir keine Maske auf...

Geht mir inzwischen auch so. Die Maskerade schwindet langsam, wenn nicht sogar weitgehend. Ich frage mich manchmal, woran das liegen mag.
Zitat von Christian17:
Eine Rolle nimmt man ein in bestimmten Situationen z. B. im Arbeitsleben.
Die kann man wieder ablegen, wenn man die nicht mehr braucht.

Ja, so wird es aus meiner Sicht allgemein interpretiert. Ich persönlich habe aber erlebt, dass man tatsächlich, wie oben erwähnt in Rollen "hineinwächst" bzw. "ihnen entwächst". Also dass sich Charakter und Rolle zumindest überschneiden - wenn nicht sogar weitaus mehr, so wie es @Knipsi m. E. darstellt.

Das Thema "Rolle und Gesellschaft" hatten wir schon in der Realschule (Sozialkunde) und da war ich so frei und tönte lauthals, dass ich niemals eine Rolle spielen würde. Unser Lehrer wies mich überraschend brüsk darauf hin, dass das schlicht unmöglich sei und jeder eine Rolle spiele, egal ob er wolle oder nicht. Das hat mich sehr beschäftigt. So sehr, dass ich heute, 40 Jahre später immer noch dran denke.

Seit meiner Beschäftigung mit der Buddhalehre und der Psychlogie läuft mir das Rollenthema immer wieder in verschiedenen Kontexten über den Weg und @Chingachgook s Äußerung in einem anderen Thread ließ mich das wieder aufgreifen.

x 4 #13


hereingeschneit
Zitat von moo:
Ich frage mich manchmal, woran das liegen mag.

Ich könnte mir vorstellen, dass die Antwort in der Ehrlichkeit steckt. Mir war Ehrlichkeit schon immer wichtig. Lieber werde ich zutiefst verletzt, als dass ich angelogen werde. Wer mich anlügt, den kann ich nicht ernst nehmen und auch kein Vertrauen haben.

Mir fallen da gerade Serien wie Dallas oder Denver ein, wo eine Intrige nach der anderen gesponnen wird. (Habe ich übrigens deswegen dann nicht geschaut, weil ich das noch nie leiden konnte).
Ich glaube, Menschen die andere in irgendeiner Art und Weise andere manipulieren wollen oder etwas darstellen wollen, wo sie sich selbst eigentlich gar nicht sehen, die schlüpfen in eine Rolle. Die spielen etwas vor um etwas zu erreichen oder um etwas umgehen zu können (z. B. Strafe).

x 3 #14


Knipsi
Ich glaube "die rolle" sollte nicht so negativ behaftet werden. Eine neue rolle einnehmen heißt ja nicht, dass man etwas vorspielt.

Sobald man aus seiner komfortzone tritt und etwas neues probiert, nimmt man ja automatisch eine "neue rolle" ein.
Man spielt diese ja nicht und aus der neuen gesammelten erfahrung entwickelt man sich ja weiter. Bestenfalls positiv oder aber auch negativ.

Ich glaube diese rollen sind eben als anteile unseres charakters anzusehen.
Beim partner zeige ich zb einen verspielten, liebevollen, zuvorkommenden, herzlichen anteil und bei einem fremden mann bin ich zwar vielleicht herzlich und zuvorkommend aber statt liebevoll eher mehr souveraen und distanzierter.

Es gibt anteile des charakters die einen festen bestand haben egal mit wem du bist und es gibt anteile die aktiviert werden bei bestimmten "bindungsstadien" oder situationen angepasst.

Ich bin zb immer hilfsbereit, verarscht man mich bin ich es fuer diese person eben nicht mehr. Da schaltet sich denn eine andere rolle frei bzw ersetzt die Hilfsbereitschaft..


Iwie so 🤣

x 2 #15


hereingeschneit
Ich denke man muss unterscheiden zwischen

in eine Rolle hineinwachsen
das bedeutet, mit seinen Aufgaben wachsen. Z. B. wenn man das erste Mal Mutter wird, lernt man durch das Baby, was dies bedeutet. Auch beruflich kann man mit seinen Aufgaben wachsen und somit seine Position im Betrieb festlegen. Man hat die Rolle des Hilfsarbeiters oder des Teamleiters oder....

Geht natürlich auch mit aus der Rolle raus wachsen. Aus Jugendlicher wird Erwachsener oder so. Das fällt für mich dann unter einem Entwicklungsprozess und die Rolle ist nur eine Beschreibung, wo man gerade so steht.

eine Rolle einnehmen/spielen
darunter verstehe ich, dass man einen Schalter umlegt und eben etwas spielt. Beim Theater ist dies ja offensichtlich, aber ich glaube, es gibt auch genug Menschen, die dazu keine Bühne brauchen, sondern so etwas vorspielen, damit sie etwas erreichen.

Kann man in Filmen oft gut sehen. Freundlich ins Gesicht und wenn sie sich unbeobachtet fühlen, dann erkennt man, dass es nicht ihren wahren Gefühlen entspricht, sondern sie nur die Rolle einer freundlichen Person eingenommen haben.

x 3 #16


M
Was bleibt, wenn jegliche Rolle abgelegt wurde?

Ich hörte heute ein Zitat von Selena Gomez, das sinngemäß lautete: "Es geht vielleicht nicht so sehr darum, herauszufinden, was man werden will sondern eher darum, herauszufinden, was man alles nicht werden muss. Dann bleibt vielleicht der Mensch übrig, der man eigentlich ist."

Es kann sein, dass ich mir das Zitat etwas zurecht gebogen habe, aber so kam es zumindest bei mir an. Das passte m. E. gut zum Thema Rollen(spiel). Und deshalb meine daraus erwachsende Frage:

Wenn ich jegliche Rolle abgelegt habe (sofern dies möglich ist) - was bliebe übrig?

x 1 #17

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Knipsi
Zitat von moo:
Wenn ich jegliche Rolle abgelegt habe (sofern dies möglich ist) - was bliebe übrig?

Um sich diese frage zu stellen sollte ich mir meiner rollen bewusst sein. Ich bin es aktuell noch nicht und das erste was die frage gerade in mir ausloest, ist BLOCKADE und beim versuch dies dennoch zu beantworten zeigt sich absolute leere und verlustgefuehl.

Eine ganz, ganz große rolle ist mir bekannt und nennt sich die "angepasstheit". Der darin enthaltende glaubenssatz entfaltet seine kraft: - wenn ich mich nicht anpasse und negativ auffalle, werd ich abgelehnt und nicht geliebt.

Ich fuehle mich bei der Vorstellung diese rolle abzulegen (auch wenn sie in dysbalance steht) leer und ich glaub ich moechte gar keine rollen ablegen, nur den inhalt dessen etwas umschreiben 👀

Denn sich jemanden "mal" anpassen ist ja nichts verkehrtes und auch mal wichtig.

Was bliebe bei dir uebrig?
Vllt hast ja einen moeglichen denkanstoß fuer mich 😊

x 1 #18


M
Zitat von Knipsi:
und das erste was die Frage gerade in mir ausloest, ist BLOCKADE und beim Versuch dies dennoch zu beantworten zeigt sich absolute Leere und Verlustgefuehl.

Ich glaube, das könnte auch @hereingeschneit unterschreiben? zwinkern Und genau auf dieses nachvollziehbare Unbehagen wollte ich hinaus...
Zitat von Knipsi:
Was bliebe bei dir übrig?

Wenn ich darauf eine (einfache) Antwort hätte, hätte ich sie oben bereits selber geäußert. Mir schwant eine Reaktion darauf, aber ich möchte mit Euch/Anderen gemeinsam an einer Antwort oder zumindest an einem Weg zur Antwortsfindung hinarbeiten. Vielleicht stellt sich auch heraus, dass die Frage unangemessen ist.

#19


Knipsi
@moo ok denn einfacher runtergebrochen:

Bist du dir deine rollen bewusst? Und welche dieser rollen davon moechtest du ablegen? Und ich frage glaube trotzem ganz frech: "was bliebe deiner meinung nach bei dir uebrig?"

Zitat von moo:
Und genau auf dieses nachvollziehbare Unbehagen wollte ich hinaus...

Auf innere blockaden meinst du? 🫣 Mir kommt gerade in den sinn, dass eine rolle niemals allein daher kommt und sich mit anderen verknuepfen. Schemata-prinzip 👀

#20


A


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