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E
Ex-Mitglied Gast
@Donnervogel
Ich weiß, Danke. Allerdings bräuchte es für die komplette Wiedergabe philosophischer Prinzipien wie von Kant mehr als zwei Wörter. Wer damit was anfangen kann, wird das schon verstehen und wer nicht, der kann es auch gerne ignorieren.
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x 1#9761
U
Ulli-Online Gast
Vielleicht soll ja auch nicht jeder alles verstehen können. Wer nix versteht, kann auch nicht mitreden.
Thema: Erkenntnis des Tages
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x 1#9762
A
Erkenntnis des Tages
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Islandfan Mitglied
35719
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49751
Zitat von illum:
ethischen Konjunktiv
Gibt es das überhaupt? Ich kenne mich gut mit den Begriffen aus, aber was ist ein ethischer Konjunktiv?
Zitat von illum:
mäandern
?
Die Frage ist, warum du so gehoben schreibst. Ich habe Germanistik studiert, aber mir wäre das peinlich so zu schreiben. Ist nur meine Meinung.
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#9763
E
Ex-Mitglied Gast
Zitat von Islandfan:
Gibt es das überhaupt? Ich kenne mich gut mit den Begriffen aus, aber was ist ein ethischer Konjunktiv?
Der ethische Konjunktiv ist eine besondere Verwendung des Konjunktivs im Deutschen, die nicht direkt mit einer Unsicherheit, Irrealität oder einem Wunsch verbunden ist, sondern eher dazu dient, eine Aussage abzumildern oder persönlicher zu machen.
Das wird oft verwendet, um das Mitgefühl, die Höflichkeit oder die Rücksichtnahme des Sprechers auszudrücken.
Dabei spricht der Sprecher oft im Sinne einer anderen Person oder bezieht sich auf deren Gefühle und Erwartungen.
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#9764
Islandfan Mitglied
35719
8
49751
Zitat von illum:
Der ethische Konjunktiv ist eine besondere Verwendung des Konjunktivs im Deutschen, die nicht direkt mit einer Unsicherheit, Irrealität oder einem Wunsch verbunden ist, sondern eher dazu dient, eine Aussage abzumildern oder persönlicher zu machen. Das wird oft verwendet, um das Mitgefühl, die Höflichkeit oder die ...
Gib mir mal ein Beispiel. Ich kenne nur Konjunktiv I und II.
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#9765
E
Ex-Mitglied Gast
@Islandfan
Gerne.
„Ich würde mir wünschen, dass Du pathologische Tics von anderen Menschen nicht als störend empfinden würdest wie Stottern oder Tourette".
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#9766
E
Ex-Mitglied Gast
Zitat von Islandfan:
Die Frage ist, warum du so gehoben schreibst. Ich habe Germanistik studiert, aber mir wäre das peinlich so zu schreiben. Ist nur meine Meinung.
Eine sprachliche Zwangsstörung ist aber nicht peinlich. Jedenfalls schäme ich mich nicht dafür.
Der eine fühlt sich gezwungen immerwieder die Hände zu waschen, der andere seine Haustür nach einem bestimmten Muster abzuschließen und ich schreibe eben nach bestimmten Regeln, die ich mir ausgedacht habe.
Jedenfalls käme ich nicht auf die Idee mich zu Menschen mit einem Waschzwang zu gesellen und ihnen zu sagen, dass es mir mir peinlich wäre, wenn ich so viel Angst vor Bakterien hätte - nur meine Meinung.
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x 8#9767
E
Ex-Mitglied Gast
@illum Du würdest Dich gut als Politiker eignen, die Reden auch viel und sagen nichts. nicht böse gemeint
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#9768
E
Ex-Mitglied Gast
Zitat von illum:
ich schreibe eben nach bestimmten Regeln, die ich mir ausgedacht habe.
Witzig, da erkenne ich mich doch tatsächlich was wieder. Ich habe auch meine eigenen Regeln bezüglich Kommunikation im Kopf, zb benutze ich gerne "alte" Wörter wie Mumpitz , Hanebüchen oder Süßholzraspler (gestern den Kollegen so genannt.) Diese Regel ist nur in meinem Kopf, aber dennoch ist sie mir wichtig. Warum genau weiß ich aber nicht.
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x 6#9769
Moonlight_74 Mitglied
40604
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Zitat von Donnervogel:
Du würdest Dich gut als Politiker eignen, die Reden auch viel und sagen nichts. nicht böse gemeint
Das ist natürlich auch wieder sehr provokant ausgedrückt..
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x 3#9770
E
Ex-Mitglied Gast
Zitat von illum:
Eine sprachliche Zwangsstörung
Ich hab kein Problem damit - wem es nicht pass muss es ja nicht lesen und gut ist. 😅
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x 1#9771
U
Ulli-Online Gast
@illum sollte sich mal mit @Theophanus anfreunden. Der hat auch so seinen eigenen Style. 👍
Komisch, dass oftmals gerade die alteingessenen User an neueren Usern erstmal herumnörgeln müssen.... sie sollten es doch eigentlich besser wissen.
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x 4#9772
E
Ex-Mitglied Gast
Zitat von Frau_Pübbels:
Witzig, da erkenne ich mich doch tatsächlich was wieder. Ich habe auch meine eigenen Regeln bezüglich Kommunikation im Kopf, zb benutze ich gerne ...
Hey Kuhl, Mumpitz ist auch eines meiner Evergreens. Oder gesprochen zB quasi, de facto, ultima ratio und sowas. Bloß kein Ähm, öhm oder sowas. Verboten 😬
Warum das so ist weiß ich auch nicht, aber die Psychologin meinte, dass das kein Problem sei - zumindest nicht für sie. Vermutlich ne Form von Agitiertheit durchs ADHS oder sowas, weil's unter BTM oder Methylphenidat deutlich zurückgeht.
@Donnervogel
Ich fasse sowas schon lange nicht mehr als böse auf, keine Angst. Ich skippe bei Videospielen auch konsequent die Dialoge, weil's mich nicht interessiert warum Hans wieder Beeren sammeln soll. Wird schon nen Grund haben.
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x 5#9773
E
Ex-Mitglied Gast
Zitat von illum:
Bloß kein Ähm, öhm oder sowas. Verboten
Das passiert mir leider beim Reden, bedingt durch ...ja. Das weiß ich leider nicht. Vielleicht Schüchternheit? Oder Sozialphobie? Mit fremden Menschen reden ist für mich manchmal schwierig. Da fange ich auch schonmal an, wieder zu stottern oder halt rum zu "ähen", bzw zu "öhmen".
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x 1#9774
E
Ex-Mitglied Gast
@Frau_Pübbels
Das kann ich gut nachempfinden.
Meine Frau hat auch massiv damit zu kämpfen und es ist emotional kompliziert für mich dann daneben zu stehen, ohne einerseits whitenknighten zu wollen, als könnte sie nicht für sich selbst sprechen und andererseits sie auch nicht alleine damit zu lassen.
Weil ich merke ja, das sie dann Hilfe bräuchte und manchmal guckt sie mich dann auch an, mit dem "Sag Du doch auch mal was dazu" Blick und ich stecke in dem Dilemma, sagste was, sagste nix.
Passt übrigens auch ganz gut zur Frage an @Angstmaschine
Ist die Absicht oder die Wirkung in dem Fall entscheidend?
Ich bin ja...quasi...der überrollende Typus und sie eher schüchtern.
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x 3#9775
Islandfan Mitglied
35719
8
49751
Zitat von illum:
„Ich würde mir wünschen, dass Du pathologische Tics von anderen Menschen nicht als störend empfinden würdest wie Stottern oder Tourette".
Also rein von der Grammatik her ist es ein klassischer Konjunktiv II. Das andere geht dann eher Richtung semantischer Deutung.
Zitat von illum:
Eine sprachliche Zwangsstörung ist aber nicht peinlich. Jedenfalls schäme ich mich nicht dafür.
Das wusste ich nicht, bzw. ich wusste noch nicht einmals, dass es diesen Zwang auch gibt.
Zitat von illum:
Der eine fühlt sich gezwungen immerwieder die Hände zu waschen, der andere seine Haustür nach einem bestimmten Muster abzuschließen und ich schreibe eben nach bestimmten Regeln, die ich mir ausgedacht habe
Sind das denn tatsächlich von dir ausgedachte Regeln? Ich kann nämlich zum Begriff "ethischer Konjunktiv" nichts finden, also ist meine Frage, ob du den Begriff dir ausgedacht hast oder hast du eine Quelle dazu?
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x 1#9776
E
Ex-Mitglied Gast
@illum das schlimme ist ja, dass ich das meiste ja eigentlich weiß, bzw durchaus auch in der Lage bin, eloquent zu antworten. Aber halt wirklich nur, wenn ich mich mit den Leuten sicher fühle. Heute habe ich das gemerkt, bei den einen Kunden konnte ich professionell auftreten ,bei der anderen war ich so gehemmt, dass ich gefühlt als der letzte idiot da stand. Aber was mich tröstete, den anderen Kollegen ging es ähnlich. Die Frau war einfach schwer zu fassen. Um den Bogen zum Thementitel zu schlagen: mit manchen Menschen kann man einfach besser reden als mit anderen ^^
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x 6#9777
E
Ex-Mitglied Gast
Zitat von Islandfan:
Sind das denn tatsächlich von dir ausgedachte Regeln? Ich kann nämlich zum Begriff "ethischer Konjunktiv" nichts finden, also ist meine Frage, ob du den Begriff dir ausgedacht hast oder hast du eine Quelle dazu?
Das ist ein Missverständnis.
Meine Regeln beinhalten zB dass ich einen komplexen Sachverhalt aus Prinzip nicht in einfache Haupt- und Nebensätze stecken kann, weil es meinen Zwang triggert, wenn ich das Gefühl habe etwas innerhalb eines semantischen Konstruktes als Kontext zu übergehen, wobei ich folglich in die Enge gerate einen Kodewechsel auf Fachbegriffe vorzunehmen, damit der Satz nicht ellenlang und dennoch inhaltlich korrekt wird.
Den Begriff des ethischen Konjunktivs habe ich aus Yalu - an den Ufern des dritten Weltkriegs von Jörg Friedrich, wobei mir der Reduktionismus daran so sehr gefallen hat, weil es eine alltägliche Problematik in zwei sich selbst erklärende Wörter presst, für die ich einen Satz so lang wie meine Haare bräuchte, um es zu beschreiben, was damit psychologisch gemeint ist.
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#9778
Islandfan Mitglied
35719
8
49751
@illum ist das nur, wenn du schreibst, oder hast du den Zwang auch beim Sprechen?