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40765

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Zitat von laluna74:
Na ja. Man kann sich auch alles schön reden. Natürlich hat diese Aussage kein Gewicht.

Schön, wie konsequent du das Zitat gleich praktisch demonstrierst, wie leicht eine Aussage "kein Gewicht" hat, sobald sie auf der falschen Waagschale landet.

x 1 #21761


K
Man zerbricht nicht an sich selbst, man zerbricht an den Menschen die steif und fest behaupten sie hätten nichts falsch gemacht.

x 6 #21762


A


Erkenntnis des Tages

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S
Also ich finde an dem Spruch ist schon was dran. Natürlich sind nicht alle psychisch Gesunden Irre, aber wenn man sich in der Welt umschaut, denkt man oft, man sei in einem Irrenhaus. Immer irgendein anderer Mist. Und sensible Menschen leiden sehe darunter.

x 3 #21763


T
@Saina91

Ich habe das Zitat seinerzeit so verstanden, dass es nicht darum geht, Menschen, die psychische Probleme haben, zu stigmatisieren oder als "verrückt" zu bezeichnen.

Der Begriff war eine ironische Erwiderung seinerseits, weil ich meinte, dass Menschen gerne mit dem Label des Verrückten um sich werfen, ohne jede Form von Einsicht zu haben.

Für mich drückt es jedenfalls aus, dass oft diejenigen, die am meisten unter Belastungen, schwierigen Verhaltensweisen oder extremen Emotionen anderer leiden, selbst irgendwann an ihre Grenzen kommen.

Es sind die Menschen, die lange versucht haben, das Verhalten oder die Last anderer auszuhalten, die schließlich Hilfe suchen oder in Therapie gehen, nicht unbedingt die Person, die ursprünglich das Problem hatte.

Das Zitat macht für mich persönlich also deutlich, dass Belastung nicht nur isoliert bei den Betroffenen wirkt und dass auch die Menschen, die sich um andere kümmern oder mit ihnen leben, Unterstützung brauchen können und vermutlich auch immerwieder werden - weil es einen fertig macht.

x 4 #21764


Afraid
Zitat von Saina91:
Also ich finde an dem Spruch ist schon was dran


Zitat von Kara-velle:
Man zerbricht nicht an sich selbst, man zerbricht an den Menschen die steif und fest behaupten sie hätten nichts falsch gemacht.

Ja, das kann ich nur so unterschreiben.

x 4 #21765


S
@Tekton

Ja das ist auch so. Wobei ich bei mir auch viele Charakter, Denk- und Verhaltensweisen erkenne, die für meine Probleme verantwortlich sind.

x 3 #21766


E
Beides, würde ich sagen. Gibt welche, die in Therapie gehen weil sie durch ihre Mitmenschen krank wurden weil sie sensibler sind, gibt aber genauso welche, bei denen es nicht der Fall ist.
Sonst würden ja alle in Therapie gehen, weil jeder hat in seinem
Umfeld oder Leben Menschen, die ihm nicht gut tun.

x 5 #21767


K
@Saina91

Wir übernehmen aber oft schon als Kind Rollen und Verhaltensweisen nicht aus uns sondern weil wir sie eingeimpft bekamen.
Was ist also wirklich aus Dir und was hast du übernommen bzw wurde dir aufgedrückt?

x 3 #21768


K
Zitat von Krokodil90:
Beides, würde ich sagen. Gibt welche, die in Therapie gehen weil sie durch ihre Mitmenschen krank wurden weil sie sensibler sind, gibt aber genauso welche, bei denen es nicht der Fall ist. Sonst würden ja alle in Therapie gehen, weil jeder hat in seinem Umfeld oder Leben Menschen, die ihm nicht gut tun.

Ich glaube da ist der Unterschied wie Gut ist das Selbstwertgefühl, die Resilienz und die Möglichkeit die schlechten Erfahrungen durch gute zu kompensieren. Und hat man genug Zeit zwischen den Ereignissen um wieder Kraft zu tanken.

x 5 #21769


T
Zitat von Saina91:
@Tekton Ja das ist auch so. Wobei ich bei mir auch viele Charakter, Denk- und Verhaltensweisen erkenne, die für meine Probleme verantwortlich sind. ...

Ja, natürlich.

Ich weiß mittlerweile, warum manche Dinge gelaufen sind, wie sie gelaufen sind - insofern hat es mich auch selbst weitergebracht, Muster bei mir zu erkennen, die mich in ein falsches Verantwortungsgefühl zwingen, mehr zu geben als gesund für mich wäre.

Dass es allerdings dermaßen eskaliert, um auf Hilfe angewiesen zu sein, wäre wohl eine Erfahrung gewesen, die ich gerne vermieden hätte. Na ja. Aber manche Dinge sind vielleicht auch nötig, um nicht immerwieder im falschen Zug bis zur Endstation durchzufahren.

x 2 #21770


E
@Kara-velle ja, genau, das denke ich auch. Manche Leute sind ja auch von Natur aus sensiblere Kinder schon, die trifft es dann besonders hart. Oder wenn man kaum gute Bindungen hat/ hatte. Zb bei Kindern, die in schlechten Elternhäusern aufwachsen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie psychisch gesund bleiben, wenn sie außerhalb der Familie gute Bezugspersonen noch haben.

x 3 #21771


klaus-willi
Zitat von Kara-velle:
Man zerbricht nicht an sich selbst, man zerbricht an den Menschen die steif und fest behaupten sie hätten nichts falsch gemacht.

Ja liebe Kara Freunde
Da ist ganz viel wahres dran.

Zitat von Kara-velle:
Ich glaube da ist der Unterschied wie Gut ist das Selbstwertgefühl, die Resilienz und die Möglichkeit die schlechten Erfahrungen durch gute zu kompensieren. Und hat man genug Zeit zwischen den Ereignissen um wieder Kraft zu tanken.

Ich hatte als Kind und junger Erwachsener gar kein Selbstwertgefühl weil ich immer nur gehört habe das ich alles besser machen müsste und eh kein richtiger Junge oder Mann bin.
Heute habe ich zumindest ein kleineres ,was aber noch immer an seine Grenzen stößt.

x 5 #21772


klaus-willi
Das allerschlimmste,als ich Kind war da war Heintje gerade in.
Mein Vater sagte das ich mir an ihm ein Beispiel nehmen könnte,der wäre genau so alt wie ich.
Habe Heute noch Stress wenn ich das schreibe.
Oh man ,was für eine Gülle.

x 5 #21773


K
@klaus-willi

Gülle trift es sehr gut! Trost

x 2 #21774


E
Worte, die als Kind schmerzten, haben manchmal immer noch Einfluss.

Meine Mutter war psychisch schwer krank und mein Vater sagte zu mir: "Du wirst mal so komisch wie deine Mutter."

Das war sehr verletzend...

x 8 #21775


Feuerschale
Zitat von Tekton:
Das Zitat macht für mich persönlich also deutlich, dass Belastung nicht nur isoliert bei den Betroffenen wirkt und dass auch die Menschen, die sich um andere kümmern oder mit ihnen leben, Unterstützung brauchen können und vermutlich auch immerwieder werden - weil es einen fertig macht.

Das ist auch eine systemische Sichtweise.
Ich denke da ist was dran.

x 2 #21776


T
Zitat von Feuerschale:
Das ist auch eine systemische Sichtweise. Ich denke da ist was dran.


Mjo. System, System.

Systema, die Sportart, setzt angeblich die Abwesenheit von mentaler Anspannung oder einem Ego vorraus - das ist aber Quatsch.

Ein Mensch ohne mentale Spannungszustände UND Ego, befindet sich entweder in Trance, auf einem Trip oder im thermodynamischen Gleichgewicht.

x 1 #21777

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F
Es mag störend sein, wenn es nicht immer nur Zustimmung und Einordnung gibt. Danach orientiert sich aber nicht, ob etwas richtig oder falsch ist, denn das steht für sich.

x 2 #21778


K
@Tekton
Zitat von Tekton:
Dass es allerdings dermaßen eskaliert, um auf Hilfe angewiesen zu sein, wäre wohl eine Erfahrung gewesen, die ich gerne vermieden hätte. Na ja. Aber manche Dinge sind vielleicht auch nötig, um nicht immerwieder im falschen Zug bis zur Endstation durchzufahren.


Vor nicht all zu langer Zeit wurde ich gefragt warum ich mich so einfach vor jeden Wagen spannen lasse?
Ich dachte was für eine tolle Frage ... Ja warum eigentlich?
Weil ich immer für gelingen oder scheitern verantwortlich gemacht wurde. Mich zerrissen habe das für alle Anderen alles Gut ist/wird.
Ich bin aus aufgedrückter Verantwortung ausgestigen. Und nein, mir ging es nicht gleich Besser aber inzwischen wird es langsam Besser. Für Gelingen oder nicht gelingen ist nie einer ganz alleine Verantwortlich.

Liebe Grüße
Kara

x 5 #21779


T
Zitat von Kara-velle:
@Tekton Vor nicht all zu langer Zeit wurde ich gefragt warum ich mich so einfach vor jeden Wagen spannen lasse? Ich dachte was für eine tolle Frage ...

Danke für deine Worte, Kara.

Bei mir war es wohl so, dass ich früh gelernt habe Verantwortung für die emotionale Entwicklung übernehmen zu müssen, weil meine Eltern (gerade meine Mutter) emotional überfordert damit waren, es bei mir und auch bei sich selbst zu übernehmen.

Meine Mutter ist ja im Kinderheim aufgewachsen und hat ihre leibliche Mutter nie kennengelernt. Und die Pflegemutter war nicht liebevoll zu ihr. Sie war stets das Dritte Rad am Wagen. Zudem war mein Vater auch nicht liebevoll zu ihr. Hat sie psychisch und körperlich misshandelt. Also habe ich schlussendlich diese Rolle aufgefüllt, ihr zu zeigen, dass es OK ist, Gefühle zu haben und ich habe sie vor ihm beschützt - zumindest so gut ich es als Kind konnte.

Mnaja. Und ich glaube, dass ich dieses Muster später unbewusst wiederholt habe - nur eben bei einem Menschen, der gar nicht mich mit seiner Liebe meinte und selbst starke Probleme hat. Es ging im Prinzip nur darum, dass dort jemand ist, der die Führung übernimmt. Sie beschützt. Ihr hilft.

Und so bin ich dann wieder in dieses Trauma vom Kind-Ich gerutscht. Ich hab mich daran aufgeraucht, ihr alles zu geben. Mit meinem Kind hat sich diese Aufgabe dann multipliziert, weil ich auch dort die emotional präsente Bezugsperson war, die alle heiklen und nervlich anstrengenden Situationen übernommen hat.

Mnaja. Und dieses Muster, Menschen, die schlecht behandelt werden aus dem "Dreck" zu helfen oder ihnen mit allen Mitteln einen Halt zu geben, hat mich am Ende selbst fertig gemacht - als mir bewusst wurde, dass ich es eigentlich gar nicht mehr möchte, aber machen muss, weil das Haus auf dieser einen Karte steht. Es hat sich wie eine Falle angefühlt, aus der ich nicht mehr guten Gewissens rauskommen kann.

Und so kam erst die Depression, dann die Panikattacken und danach die körperlichen Symptome, etwas nicht verarbeitet oder verdaut zu kriegen.

Von daher, hab ich (natürlich auch durch die Reflexion des Therapeuten) herausgefunden, was mein Problem ist, aber wie ich mich davon abgrenzen kann, dass mein Körper nicht sofort auf Kampf schaltet, wenn jemand ungerecht behandelt wird - nun ja. Bei mir selbst ist es mir Banane, wenn ich keinen Bezug zu der Person habe, aber nicht bei anderen. Gerade bei Frauen.

Mein Körper hat die Reaktion durch das komplexe Trauma gespeichert und sofern ich das merke, brennt der Baum und ich muss gebremst werden, dass mir nicht die Sicherungen rausfliegen.

Weil eben genau das damals die notwendige Vorraussetzung war, meinen Vater zu überwinden, der mir zwar körperlich, aber nicht mental überlegen war, weil ich es tot ernst gemeint habe, aber er nicht.

Und dieses Schild halten + Kontrollverlust gegenüber Männern oder Menschen, die sich dominant verhalten, ist halt das körperlich gespeicherte Problem, das wohl noch Jahre der Therapie in Anspruch nehmen wird, um dem Stier das Rote Tuch wegzunehmen oder es vielleicht erstmal in ein rosa Tuch zu verwandeln.

x 4 #21780


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