Hehe.. da wird unsere @Feuerschale zur Klangschale und meditiert auf der Kuscheldecke

Tja.. wer zu lange in der Kindheit sucht, wird auch in dieser was finden.. zumindest im Großteil der Fälle. Ich hab meiner Psychiaterin bei einer Sitzung mal 1 Std ohne abzusetzen nur stichpunktartig Probleme aufgezählt.. bei dem jedes für sich genommen, bei anderen schon reichen könnte, um psychisch instabil zu werden.. und fragte dann, ob wir die jetzt alle durchkauen sollten.. oder uns doch lieber aufs "jetzt" fokussieren

Meine "Erkenntnis" aus solchen Überlegungen ist:
"Nicht jedes tiefere Problem.. ist in der Kindheit zu suchen..
das versteckt sich oft eher im Umgang mit dem "Heute" im "Jetzt" ".
In der Kindheit suchen ist für mich mittlerweile eher eine nachträgliche "Schuldzuweisung" in Richtung Eltern. Kann vielen auch helfen, aber naja.. letztendlich ist man selbst der "Chef" seiner Gedanken.. also sollte man lernen, diese neu zu sortieren, wenn man damit im "jetzt" nicht zufrieden ist.. und eher nicht Kreisel drehen, um ein "Wer war damals eigentlich Schuld daran, dass ich heute so bin." Weil das.. lässt sich nachträglich eh nicht ändern.
Eine weitere Erkenntnis aufgrund der Dauersuche nach Auslösern in der Kindheit:
"Wer zu lange das Negative der Kindheit sucht, wir das Positive nach und nach vergessen".
Für mich macht das nur Sinn, wenn da wirklich was gravierendes war, wofür man sich selbst die Schuld gibt, obwohl man nie Schuld war (sowas zieht sich dann auch durchs ganze Leben - sich selbst Schuld geben). Also z.B. bei körperlicher Gewalt, Vernachlässigung, etc... wenn dann was gedacht wird wie "ja, der oder das hat mich so behandelt, aber im Grunde war ich ja selbst Schuld" - obwohl man nie Schuld war.
Also ich in meinem Fall wurde auch hier und da geschlagen, aber ich weiß für mich, wann ichs "verdient" habe.. und wann nicht. Vernachlässigung war auch ein Thema.. aber im ganzen Kontext betrachtet dann auch wieder nur teilweise. Und wenn man bei dem "teilweise" Jahre versucht was zu finden.. was Psychiater gerne tun.. blickt man so oft auf negative Ereignisse, dass man die positiven oft verliert, bis man seinen Fokus auch mal wieder darauf richtet.
Ich denke.. manches.. sollte man irgendwann lernen loszulassen.. statt immer tiefer zu graben.
Ausnahmen bestätigen die Regel
