Zitat von hereingeschneit: Manipulativ würde ich mich jetzt nicht beschreiben, aber nicht einfach. Könnte schon sein, dass ich nicht so viele Kompromisse machen möchte, daher bleibe ich auch lieber allein.
Jeder Mensch bzw. jedes Lebewesen manipuliert ja in gewisser Weise seine Umwelt. So funktioniert Leben halt.
Sei es nun (bei uns) mit den Händen, die man auch Manipulatoren nennt; mit der Mimik / Gestik wie zB zu lächeln, um eine Polizeikontrolle zu entspannen oder eben mit Worten, die ja auch einen Einfluss auf das Verhalten des Gegenübers haben.
Die Frage ist wohl nur, ob man als Mensch Verhaltensmuster "einstudiert" hat, deren automatisierter Handlungsablauf das reziproke Prinzip der Kommunikation so unterwandert, dass der generierte Vorteil daraus eher einseitig gelagert ist.
Wenn du zB schreibst, dass es
gut wäre, "mich" (als Beispiel jetzt) zu zähmen oder Manieren beizubringen, dann ist ja a) die Frage, wer das
gut definiert hat (Problematik der pathologischen Sozialisierung durch Regeln, die animalische Impulse nicht aufheben, sondern deren Kraft nach innen richten - Autodestruktiv) und b) ob das auch meinem Willen entspricht.
Wie kann zB etwas gut sein, wenn es nicht meinem freien Willen entspricht.
In dem Sinne wird die Deutung von gut und böse ja zu einem Instrument der narrativen, weil wertenden Manipulation, die eben deshalb automatisiert ist, weil die ethische Grundlage dafür gar nicht mehr hinterfragt wird.
Der Ausführende statuiert damit ja nur seine (sozialisierte) Deutungshoheit, die aber im Grunde relativ und synthetisch ist.