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Hallo zusammen,

bin auf der Suche nach Menschen die vielleicht das gleiche Problem haben wie ich.
Bin 39 - Mama und Ehefrau! Zur Zeit weiß ich aber nicht wo ich stehe - habe immer nur für alle anderen funktioniert, gemacht, es sollte alles richtig sein, ich immer alleine und perfekt auf ganzer Linie. Mit nichts was ich nicht selbst gemacht habe zufrieden. Das hört sich verrückt an.

Daher meine Probleme jetzt:
- angstlich - vermeidene Persönlichkeitsstörung
- Depressionen
- zur Zeit das Gefühl am Ende zu sein, Kraftlos, ideenlos, motivationslos, viel schlafen wollen, sprachlos
- vielleicht Gefühle und Emotionen so nicht immer ganz wahrgenommen - muss doch besser sein (kommt aus der Kindheit) immer Druck .... - mehr von mir verlangt, als möglich ist
- Wortfindungsstörung
- Konzentrationsprobleme schon länger - nur nicht bewusst gemerkt
- Merkfähigkeit/Lernfähigkeit gering
- Mir fällt es auch schwer Gespräche anzufangen und dann aufrecht zu erhalten

- Fragen beantworten klappt besser
- wenn Menschen auf mich zukommen mit einfachen Dingen - bin ich in der Lage zu reagieren

Kennt das auch jemand von Euch? Was habt Ihr gemacht? Wie überwinde ich die Probleme?
Würde mich gerne dazu mit Euch austauschen? Bitte meldet Euch.

Vielen DANK für Eure HILFE!
Möchte zugerne die Angst, Redeangst und vieles mehr überwinden.

Bin zur Zeit auch krankgeschrieben. Die 78 Woche bei der Krankenkasse laufen aus - EU-Rentenantrag ist abgelehnt worden / jetzt läuft ein Einspruch - Dann ist der nächste Weg das Arbeitsamt.

Wie bekommt man rauss was man wirklich will - was man noch kann - was und wie viel man tatsächlich noch schafft ohne sich zu überfordern?

Danke für Eure Antworten - vielleicht kann ich Euch ja auch helfen.

17.07.2017 05:12 • 01.05.2019 #1


8 Antworten ↓


WhiteTiger
Hallo,

Ich habe die gleichen Probleme wie du.
Ich bin Motivationslos,
verlange oft auch von mir zu viel und bin dann traurig, wenn ich das nicht schaffe,
weiß nie, was ich in einem Gespräch sagen soll, also habe ich auch Probleme mit der Wortfindung,
habe Konzentrationsprobleme und bin müde, vor allem, wenn ich mich konzentrieren musste und habe daher wahrscheinlich auch meine Antriebslosigkeit,
ich bin Vergesslich/habe eine geringe Merkfähigkeit
und ich habe auch Probleme damit, Gespräche anzufangen und aufrecht zu erhalten. Da bin ich immer froh, wenn der Gegenüber es schafft, das Gespräch aufrecht zu erhalten.
Ich kann auch viel besser Fragen beantwortenn, als welche zu stellen.
Genau wie du habe ich zusätzlich Angst, wenn ich mit jemanden rede (Schreiben fällt mir leichter).

Ich habe aber keine Diagnose für eine Sozialphobie, die ich bei mir vermute, weil ich noch nie in Therapie war.

Deswegen habe ich mich in diesem Forum angemeldet, um die Wortfindung zu üben und zu lernen, wie ich offener werde. Leider kann ich nicht wirklich helfen, da ich selber noch nicht von diesen Problemen wegkomme, aber ich wollte dich nur wissen lassen, dass du nicht alleine mit solchen Problemen bist.

Dieses hin und her gelaufe bei den Ämtern kenne ich zur Zeit von meiner Mutter, bei der der Antrag zur Zweitausbildung abgelehnt wurde. (Ich wohne zur Zeit bei meiner Mutter)
Den Text schreibe ich mal in kursiv, damit man weiß, wo ein Teil meiner Lebensgeschichte hier endet, wenn man das überspringen möchte, denn es geht hier ja um dich und nicht um mich :
Sie hat nämlich diesen Antrag gestellt, da sie leider mit ihrem Ausbildungsberuf nicht genug verdient und wir somit von HartzIV leben. Mein Vater, der uns letztes Jahr mit Schulden hat sitzengelassen, wollte nicht, dass meine Mutter arbeiten geht, deswegen hat sie nun den Antrag zur Zweitausbildung gestellt, um von dem HartzIV loszukommen.
Ich habe jetzt auch einen Anwalt, da mein Vater keinen Unterhalt zahlt, obwohl er öfters im Urlaub ist, was aber vorher mit uns gar nicht ging, weil wir immer sparen mussten.
Fand ich schon doof, dass Andere immer in den Urlaub konnten, in Freizeitparks und Zoos, Kinos und Schwimmbäder und dass Andere auch immer tolle neue Sachen hatten, wärend man selber im Laden die günstigsten Sachen gekauft hat/kauft und auch bei Klamotten und allem darauf achtet, dass es sehr günstig ist.
Ich bin aber auch froh, dass er weg ist, da er immer bei Sachen, die ihm nicht gefielen wütend wurde und dann auch hin und wieder Sachen kaputt gemacht hat (Tassen, Weihnachtsbaum mit Kugeln (wohlgemerkt war/ist der Baum aus Plastik, weil das günstiger ist). Er hat auch viel gemeckert und hatte eine große Klappe. Er hat mir bei den falschen Dingen geholfen (er hat Kunst-Bastel-Projekte für meinen Unterricht gemacht und hat bestimmt, was ich bastel, obwohl ich das hätte alleine schaffen müssen und er hat mir nicht beigebracht, wie ich auf eigenen Füßen stehen kann. Alles, was ich gemacht habe, war falsch und ich vermute, dass ich deswegen die Minderwertigkeitsgefühle habe (und wegen Mobbing und Einsamkeit in der Schule).




Ich habe leider keine Erfahrung, wie man all diese Probleme/Ängste überwinden kann. Aber ich vermute, wenn ich lerne, offener zu werden und meine Wortfindung zu verbessern, dass ich eventuell auch alle anderen Probleme in den Griff bekomme, aber meine Antriebslosigkeit hindert mich oft daran.

Vielleicht solltest du dir bei manchen Dingen noch keine festen Ziele setzen, außer dass du Dinge ausprobieren möchtest, um herauszufinden, was dich interessiert und was du kannst. Wenn du sofort merkst, dass es nicht für dich gut ist, dann probiere etwas anderes aus. Fange klein an, um dich nicht zu überfordern.

Ich finde dieses Thema sehr gut und hoffe, dass welche mit mehr Erfahrung antworten werden, weil ich auch gerne wissen möchte, wie ich diese Probleme überwinden kann.

LG

20.07.2017 02:29 • #2



Suche Menschen mit ähnlichen Problemen zum Austausch

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Hannelore Lore
Ich habe das gleiche Probleme immer müde bekomme kaum meinen Haushalt in den Griff. Dann das schlechte Gewissen das man es nicht schafft. Kontakte habe ich alle verloren weil ich nur zu Hause sitze. Ein Kreislauf..LG Hanne

21.07.2017 17:46 • #3


Zitat von annemausi78-9:
Hallo zusammen,

bin auf der Suche nach Menschen die vielleicht das gleiche Problem haben wie ich.
Bin 39 - Mama und Ehefrau! Zur Zeit weiß ich aber nicht wo ich stehe - habe immer nur für alle anderen funktioniert, gemacht, es sollte alles richtig sein, ich immer alleine und perfekt auf ganzer Linie. Mit nichts was ich nicht selbst gemacht habe zufrieden. Das hört sich verrückt an.

Daher meine Probleme jetzt:
- angstlich - vermeidene Persönlichkeitsstörung
- Depressionen
- zur Zeit das Gefühl am Ende zu sein, Kraftlos, ideenlos, motivationslos, viel schlafen wollen, sprachlos
- vielleicht Gefühle und Emotionen so nicht immer ganz wahrgenommen - muss doch besser sein (kommt aus der Kindheit) immer Druck .... - mehr von mir verlangt, als möglich ist
- Wortfindungsstörung
- Konzentrationsprobleme schon länger - nur nicht bewusst gemerkt
- Merkfähigkeit/Lernfähigkeit gering
- Mir fällt es auch schwer Gespräche anzufangen und dann aufrecht zu erhalten

- Fragen beantworten klappt besser
- wenn Menschen auf mich zukommen mit einfachen Dingen - bin ich in der Lage zu reagieren

Kennt das auch jemand von Euch? Was habt Ihr gemacht? Wie überwinde ich die Probleme?
Würde mich gerne dazu mit Euch austauschen? Bitte meldet Euch.

Vielen DANK für Eure HILFE!
Möchte zugerne die Angst, Redeangst und vieles mehr überwinden.

Bin zur Zeit auch krankgeschrieben. Die 78 Woche bei der Krankenkasse laufen aus - EU-Rentenantrag ist abgelehnt worden / jetzt läuft ein Einspruch - Dann ist der nächste Weg das Arbeitsamt.

Wie bekommt man rauss was man wirklich will - was man noch kann - was und wie viel man tatsächlich noch schafft ohne sich zu überfordern?

Danke für Eure Antworten - vielleicht kann ich Euch ja auch helfen.

Falls du noch keine Reha gemacht hast, würde ich die jetzt beantragen. Der Reha-Bericht könnte für dich viele behördlichen Sachen in die richtige Bahn lenken und dir die Frage beantworten, was und wieviel du tatsächlich noch schaffst, ohne dich zu überfordern.

21.07.2017 18:03 • #4


Hallo zusammen,

danke für die Tipps.

abends fühle ich mich immer gut drauf - nur morgens bin ich im Eimer und total müde. Schaffe es nicht umzustellen - muss man sich zwingen!

War im letzten Jahr zur REHA - nach 2 Klinikaufenthalten. Entlassung unter 3 Stunden arbeitsfähigkeit.

Seitdem mache ich eine ambulante Psychotherapie - die tut mir sehr gut - es kam nur eine weitere Diagnose noch dazu - ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung!
War total geschockt und das zu aktzeptieren fällt mir noch schwerer als DEPRESSIONEN!

EU-Rentenantrag wurde beim ersten Mal abgelehnt - war beim med. Dienst - haben Widerspruch eingelegt und nun warten.

Kann meinen Job so nicht mehr machen - zu viel Verantwortung und zu wenig Zeit da eher Teilzeit - kann und schaffe ich so nicht mehr! Will ich auch nicht mehr.
Komme gerade zu Hause so zurecht und bin Abends voll fertig. Brauche immer wieder Pausen! Mehr geht einfach nicht!

Habe noch einen Termin meim Arbeitsamt da die 78 Wochen Krankengeld auslaufen! Hat jemand Erfahrungen wie es nach dem Krankengeld weitergeht, wenn der EU-Rentenantrag
wieder abgelehnt wird!

Gibt es noch andere Möglichkeiten zu prüfen was und wieviel man tatsächlich noch schaffen kann?

Brauche einfach Zeit für die Therapie - kann länger dauern laut Therapeutin. Das denke ich selbst mitlerweile auch!

Gibt es noch andere mit der Diagnose und eigener Familie? Ist ja nicht so normal! Habe es bis letztes Jahr irgendwie immer geschafft - nur jetzt geht bis auf Haushalt und Kinder nichts mehr!

Ein Austausch wäre schön. Bin eher am Ende und will aber nicht aufgeben!

Lieben Dank

21.07.2017 21:35 • #5


Hallo

vielleicht solltest Du dir Hilfe suche bei einem Psychologen. Du bist noch so jung und startest erst in Leben. Lieber jetzt die Probleme gezielt angehen als erst Jahre später.
Je später desto schwerer wird es - das merke ich gerade an mir. Da gibt es so viele eingefahrene Wege und Verhaltensweise, die man einfach so benutzt ohne etwas zu hinterfragen.
Mit der Hilfe eines Psychologen/in deckt man das ein oder andere an sich auf und lernt damit umzugehen bzw. auch zu verändern.

Man bekommt auch Hilfe wie man bestimmte Situationen bewältigen kann!

Versuche es einfach - zahlt die Krankenkasse. Musst nur dran bleiben da es nicht einfach ist jemanden zu finden. Dann sollte er/sie auch zu einem passen und man volles Vertrauen aufbauchen.

Es lohnt sich es zu probieren bevor sich etwas weiter einbrennt!

Man kann vieles noch umlernen bzw. sollte meiner Meinung nach, jeder ein bisschen von Psychologie wissen. Lernt man aber in der Schule nicht - im Alltag Büro .... auch nicht. Es gibt so viel interessantes.

Nur hinterfragt man nicht so viel - man nimmt vieles von den Eltern einfach hin und übernimmt es teileweise auch als Erwachsene. Ob das so richtig ist? Bin ich gerade am herausfinden!

Denke mal drüber nach!
Helfe gerne weiter!

21.07.2017 21:46 • x 1 #6


Zitat von annemausi78-9:
War im letzten Jahr zur REHA - nach 2 Klinikaufenthalten. Entlassung unter 3 Stunden arbeitsfähigkeit.

Seitdem mache ich eine ambulante Psychotherapie - die tut mir sehr gut - es kam nur eine weitere Diagnose noch dazu - ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung!
War total geschockt und das zu aktzeptieren fällt mir noch schwerer als DEPRESSIONEN!


Das ist gut, daß du die Reha bereits gemacht hast. Auch die Psychotherapie scheint eine gute Wahl bei dir zu sein, wenn du dich selbst damit sehr wohl fühlst. Meine Psychotherapie hat mir auch sehr gut geholfen. Habe aber schnell gemerkt, daß man da sehr gut mitarbeiten muß, sonst bringt es nichts.
Das mit der Diagnose der PS hat bei mir einen fetten Knoten platzen lassen, der sich mein Leben lang zugedreht hat. Ich habe zwar nicht die ängstlich-vermeidende PS, aber die sog. schizoide PS und das zu wissen hat in meinem Fall geholfen zu verstehen, warum ich manchmal so hilflos bin in Gesellschaft, auch warum andere manchmal auf mich 'überfordert' reagieren. Ich bin bemüht, darin das Positive für mich für den Rest meines Lebens mitzunehmen. Zumindest erklärt sich mein Nervenzusammenbruch damit.

Hast du die Schwerbehinderung beantragt? Bei einer geringfügigen Beschäftigung von 3 Stunden wirst du dich beim Arbeitsamt in der Reha-Abt. melden müssen. Vielleicht besteht die Möglichkeit einer Umschulung oder eines Reha-Praktikums. Ich kenne ehemalige Kollegen, die so eine Chance bekommen haben. Es ist wenigstens etwas und man will bestimmt auch sehen, ob du zu sowas noch 'taugst' (entschuldige dieses blöde Wort).

Ich wünsche dir, daß du vielleicht auch den Widerspruch durch kriegst und wenn die EU-Rente nichts ist, dann eben Reha-Abteilung Arbeitsamt. Dort bist du dann krankenversichert und wenn du krank bist, dann gib den Schein rechtzeitig hin. Achte immer schön auf alle Fristen, damit dir kein Nachteil entsteht.

Ach, das ist ja schon spät geworden. Gute Nacht

21.07.2017 23:11 • #7


Goldbeere

01.05.2019 19:19 • x 1 #8


Blueblack

Und Herzlich willkommen

01.05.2019 19:29 • x 1 #9




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