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Mir stellt sich die Frage ob sich der Großteil der Krankheit bloß im Kopf abspielt. Soweit ich es mitbekommen habe ist es bei fast allen so, dass die beschwerden daheim, wenn man weiss ich hab mein klo und niemand merkt was von meiner krankheit und ich kann ungehindert drauf gehen, dass genau dann die beschwerden gleich 0 sind. aber sobald man woanders ist und dran denkt gehts los. oder wenn man beim essen dran denkt.

bei mir ist es so, dass wenn ich anfange drüber nachzudenken und angst bekomme, dann muss ich meistens aufs klo sonst nicht.
könnte also mentales training und entspannungsübungen usw helfen?
was meint ihr?

17.03.2003 20:32 • 19.03.2003 #1


5 Antworten ↓


Hallo Florian,

„Psyche oder nicht“ das ist oft die Frage, aber auch nicht einfach zu beantworten. Viele haben die Beobachtung gemacht, dass die Beschwerden mit Stress zunehmen. Man kann daraus leicht den Schluß ziehen, dass sich die Krankheit zum großen Teil im Kopf abspielt und sich dadurch auch im Kopf lösen lässt.
Ich denke mal jede Krankheit wird durch das eigene Denken beeinflußt. Bei RD spielt oft die eigene Angst eine große Rolle, wobei man sich hier die Frage stellen kann: Was war zuerst die Angst (unbemerkt und unbewußt) oder der RD und damit die Angst vor etwas bestimmten, nämlich zum Beispiel, die kein WC zu finden.
Einfach ist jedoch nicht, den RD „mental“ besiegen. Ich glaube, jeder hier im Forum geht da seinen ganz eigenen Weg. Jeder durchläuft, wenn auch in anderer Reihenfolge, bestimmte Stadien. Einer davon ist auch, hier zu posten.
Mein Tipps für Dich ist: Wenn Du Magen/Darmprobleme hast, dann mach’ Dich fit auf diesem Gebiet, im Internet und ev. auch in Deiner Bibliothek findest Du einiges. Verlaß’ Dich nicht nur auf die Ärzte, denn für diese ist RD auch ein ziemlich neues Feld. Such’ Dir einen, der Dich ernst nimmt und dem Du vertraust und arbeite mit ihm zusammen.
Laß alles körperliche abklären, eine Menge Tipps dazu und auch, was Du sonst noch machen kann, findest Du hier in den Postings: Magen/Darmspiegelungen, Gluten/Lactose/Fructose/Fett/Nahrungsmittelunverträglichkeit, Blutwerte, Allergien auf Nahrungsmittel usw. usf.
Mach’ Sport, such Dir Leute, mit denen Du drüber reden kannst, überprüfe Deine Ernährung.
Und nicht zuletzt werden Dich auch Entspannungstechniken wie Yoga, Autogenes Training, Tai Chi u. ä. sicher unterstützen.
Für mentale Training / positives Denken gibt es auch eine Menge Literatur, auch in Form von Hörbüchern.
Wenn Du zu dem Schluß kommst, es liegt viel in Deiner Psyche, kannst Du Dir auch überlegen, mal zu einem Psychologen zu gehen.

Good Luck
Liebgruß
Cl.

PS.: Lass Dir Dein Leben nicht vermiesen! Mach’ Dinge die Dir Spaß machen. Und wenn Du über nix mehr lachen kannst, dann lach’ über Dich selbst ...

17.03.2003 22:51 • #2



Spielt sich alles im Kopf ab?

x 3


Hallo Florian!

Das glaube ich auch das sich vieles im Kopf abspielt. Entspannungsübungen hat mir mein Arzt auch schon geraten. Man muß sich ein dickeres Fell anschaffen. Das ist leichter gesagt als getan. Ich schaff es zur Zeit noch nicht. Mir geht es auch oft so, daß wenn ich daran denke was ich gleich vorhabe oder wie es ist ohne Klo zu sein, dann gehts wieder los. Reizdarm soll ja eine Störung des vegetativen Nervensystems sein.

Gruß Ulrike

18.03.2003 09:05 • #3


Hallo Florian,

sicher spielt sich viel im Kopf ab.
Ich merke bei mir, dass ich daheim zwar die gleichen Beschwerden habe, aber nicht den psychischen Stress damit. Wie Du sagst, Klo ist vorhanden und wenn ich mal pupsen muss (sorry) ist`s ja auch nicht so schlimm.

Sicher habe ich es auch schon geschafft mich unterwegs so reinzusteigern, dass es mit Durchfall los ging, oder ich glaubte jetzt dringend sofort ein Klo zu brauchen.
Das ganze ist ein Teufelskreislauf, nur wenn man es schafft den zu durchbrechen, hat man Chancen auf Heilung. Ich denke darum gibt es kein allgemeines Patentrezept für unsere Därme.

Liebe Grüsse
Sabine

18.03.2003 12:37 • #4


mh es is vielleicht nicht falsch sich genau drüber zu informieren und damit zu beschäftigen, aber auf der anderen sache denk ich mir. wie kann es sein, dass ich in den ferien eine woche gar keine probleme habe, weil ich nicht dran denk und wenn ich bei bekannten bin kommen dann die beschwerden. es ist liegt bei mir denk ich nur an am darüber nachdenken und an der angst. deshalb will ich eigentlich auch gar net soviel drüber nachdenken und mich damit beschäftigen, sondern einfach vergessen und wieder so zu leben wie früher auch.
ich hab es schon geschafft, dass ich es viel besser in den griff bekomme als vor einem halben jahr. ich hab meistens nur noch alle 1-2 wochen einen tag lang probleme. früher fast jeden tag. aber ich würds ganz gern ganz wegbekommen. aber es ist schwer es ganz zu vergessen und nie drüber nachzudenken, vor allem wenn man immer wieder beschwerden hat. danach denkt man dann immer, man kommt nicht mehr davon los. geht mir seit ein paar monaten so.
cu flo

18.03.2003 19:32 • #5


Hi Florian,

erstmal ein "sorry", wenn ich Dich in meinem Posting mit meinen vielen Ratschlägen "überfallen" haben sollte. In Deinen ersten beiden Posting kam es bei mir so an, als ob Deine Beschwerden schlimmer werden würden und Du generell Hilfe suchtest. Oben schreibst Du jetzt, dass Du es seit einem halben Jahr besser im Griff hättest und die Beschwerden weniger werden und Du nicht länger grübeln willst. Ich könnte jetzt sagen, hör' auf zu grübeln und lebe ... aber das hilft Dir wahrscheinlich auch nicht weiter (ich kenn' solche Ratschläge zu genüge) ... Fakt ist trotzdem, auch wenn es sich blöde und "naseweis"anhört, aber trotzdem so war ist, dass es wehtut (hier ganz wörtlich zu nehmen ... ), dass das Leben nicht immer so läuft, wie man sich es vorstellt und das wahrscheinlich auch noch zum ungünstigsten Zeitpunkt ...

Wie schon gesagt, die psychische Schiene/Lösung unserer Porbleme ist meiner Meinung nach viel kniffliger als die körperliche Ebene. Auch hier ist es wie bei unseren körperlichen Beschwerden, sie gleichen sich und dann wieder doch nicht. Bloß dass die Psyche eines Menschen sehr, sehr komplex ist und es auch hier kein Patentrezept gibt. Ich habe oft versucht, meine Beschwerden zu verdrängen und es ging eine Weile gut, aber dann haben sie mich wieder eingeholt. Ebenso habe ich schon oft in mich körperlich "hineingehorcht" jede Änderung mehr oder weniger angstvoll registriert, um dann schnell Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Sehr anstrengend, kann ich Dir sagen ... ... Auch habe ich mich eine Zeit lang mit Büchern über positives Denken, Psychsomatik, "Heilen durch Denken" auseinandergesetzt. Mich oft bei allem im Kreis gedreht, um dann doch wieder ein Stückchen weiterzukommen. Hier liegt übrigens bei der Psycho-Schiene der Hase im Pfeffer, ohne entsprechende Unterstützung fängt man oft an, sich im Kreis zu drehen. Man wandert auf einem ganz schmalem Grat, und ist dann sehr anfällig dafür abzustürzen. Im Kopf abzustürzen ist leider weitaus gravierender als wenn "nur" der Körper in den Keller geht. Ich weiß auch nicht warum. Aber das ist eine Erfahrung, die ich gemacht habe.
Wichtig war für mich herauszufinden, dass ich mich und meinen Körper überhaupt nicht mochte und richtiggehend von mir enttäuscht war, wenn es mir mal wieder (besonders) mies ging und es wieder nicht geschafft hatte, die Krankheit/Schwäche zu besiegen. Das ist nicht nur Quatsch mit Sahnesoße, sondern auch ziemlich gefährlich.
Ich arbeite mittlerweile daran, mich selbst mit allem "Negativen" und "Positiven" (positiv und negativ sind sowie sehr subjektiv) zu mögen, in allen Situationen, zu jeder Zeit. Mich Selbst und nicht mein Ego (Das Ego ist für mich, das was man an einem selbst besonders gut findet und es pflegt). Das fällt mir sehr, sehr schwer. Tut aber auch sehr, sehr gut.

Was will ich Dir eigentlich damit sagen? Vielleicht, dass überall für Dich die Lösung liegen kann. Das es aber vielleicht auch nicht leicht ist. Das jeder für sich lernt, das jeder durch die Krankheit lernt. Wenn es Dich belastet und Du nicht damit leben willst, ist es wichtig, anzufangen und sich Hilfe zu suchen.

Vielleicht liegen Deine Beschwerden ja wirklich "nur" im Bereich der Ernährung. Du hast geschrieben, das sich Deine Beschwerden im letzten halben Jahr gebessert hätten und Du schreibst in einem anderen Posting, Du hast darauf geschaut, dasss Du Dich gut ernährst??!
Lactose-,Fructose-, Gluten- und Fettunverträglichkeit schon überprüft?

Weisst Du es ist leicht, sich in die "psychosomatische" Ecke zu stellen. Da ist jeder in mdst einem kleinen Ausschnitt in seinem Leben richtig. Es jedoch schwierig, da wieder herauszukommen, nicht nur für sich selbst, sondern auch sozial und gesellschaftlich. Auch nicht alle Leute in der Psychatrie sind "Gaga". Da liegen oft Schmerzpatienten oder Suchtpatienten. Aber frag' Dich mal, wie Du persönlich über einen Menschen denkst, den Du erst kurz kennst, wenn er Dir erzählt, er war längere Zeit in einer psychatrischen Anstalt ....

Ich hoffe, Du kannst mit meiner etwas zu philosophischen gerateten Antwort wenigstens ein bisschen was anfangen und ich habe mir hier nicht umsonst die Finger wundgehackt ... schimpf ... ...
Liebgruß
Cl.

19.03.2003 22:25 • #6




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