Hallo Robin,
vielen Dank für Deine Antwort.
Wie ich Dir schon geschrieben habe, war die Beseitigung der festgestellten Magen-Darm-Entzündung und der Aufbau der Darmflora eine längere Aktion. Homöopathische Mittel sind immer auf den Menschen und sein eigenes Ich bezogen. Deshalb kann es sein, dass Du ganz andere Mittel benötigst.
Meine Heilpraktikerin kannte mich ja schon einige Zeit.
Deshalb würde ich niemanden empfehlen, auf eigene Faust zu experimentieren.
Prosymbioflor hatte ich auch schon vor vielen Jahren zum Darmaufbau. Aber auch dieses Mittel muss genau nach Vorschrift und vor allen Dingen mehrere Monate eingenommen werden, sonst hilft es überhaupt nicht. Und was ganz wichtig ist, es muss unbedingt aufgrund einer genauen Diagnose angewendet werden, da es bestimmte Bakterien enthält. Es gibt ja auch noch z.B. Omniflora, da sind wieder andere Bakterien drin.
Es waren auf jeden Fall eine ganze Anzahl verschiedener Mittel, die ich zu bestimmten Zeiten einnehmen musste, genau nach einem Plan. Dabei waren auch Zäpfchen und Mittel gegen meine Racheninfektion. Es gibt auch Penicillin in homöpathischer Form.
Ich werde mal sehen, ob ich die Unterlagen über die Therapie auftreiben kann. Ich hatte das damals alles für die Steuer eingereicht. Müsste aber irgendwo noch zu finden sein.
Auf jeden Fall sind das Mittel, die helfen und nich schädlich sind!
Was ich jetzt nicht so ganz verstehe, Du hast doch geschrieben, Dein Darm sei durch Antibiotika geschädigt worden, oder ?
Bei mir wurde das durch eine spezielle Stuhluntersuchung von meiner Hausärztin festgestellt. Es handelte sich damals um Antitrypsin. Normalwert wäre 100 ug/g und bei mir waren es 199.
Übrigens war das schon 2001; da sieht man, wie schnell die Zeit vergeht !
Als Nachsatz hieß es dann: der Befund spricht für einen entzündlichen Prozess von Dünndarm, Kolon oder Rektum. Danach brach dann meine Ärztin die Behandlung ab und ich ging zu meiner Heilpraktikerin.
Und noch etwas: alle sonstigen Untersuchungen ergaben nie einen entzündlichen Prozess in meinem Körper. Auch habe ich ständig erhöhte Blutsenkung, die niemand genau erklären kann.
Ich denke das ist ähnlich, wie mit Deiner erhöhten Temperatur.
Ich führe das darauf zurück, dass mein Darm generell nicht in Ordnung ist. Die zusätzlich auftretenden Probleme werden dann noch durch Medikamente, falsche Ernährung usw. ausgelöst.
Also an alle: möglichst Hände weg von Antibiotika, wer mit Magen-Darm-Problemen zu kämpfen hat.
Und noch ein Tip: Ich habe schon des öfteren hier gelesen, dass säurehemmende Medikamente für Sodbrennen empfohlen werden.
Meine Heilprakterikerin hat mir damals davon abgeraten; sie ist der Meinung, dass dadurch die Magenschleimhaut nur noch mehr geschädigt wird, vor allen Dingen bei längerer Einnahme, die meist erforderlich ist. Einer Bekannten von mir ging es ebenso.
Auch hier gibt es homöopathische Mittel, die genauso gut helfen.
Leider musste ich letztes Jahr wieder Antibiotika wegen einer Zahnfleischentzündung einnehmen, das hat mir aber offensichtlich nicht geschadet. Es gibt da auch Unterschiede!
Zu menem Wohlbefinden: Ich lebe mit meinen Beschwerden, oder besser, ich habe es lernen müssen, denn sonst wird man ja verrückt. Auf jeden Fall hilft mir immer wieder viel Ablenkung und ich bin froh, dass ich einen lieben Partner habe mit viel Verständnis, auch wenn er manchmal recht hilflos ist.
Im Kopf geht doch das meiste ab.
Deshalb möchte ich auch gerne wissen, woher die Schmerzen kommen.
Im Krankenhaus hatte man 1999 eine Darmaussackung festgestellt, aber die OP brachte mir nicht den gewünschten Erfolg. Die Schmerzen sind geblieben, wenn auch in veränderter Form. Lediglich meine Stuhlproblematik ist mit der Zeit immer besser geworden. Im Gegensatz zu den meisten hier im Forum habe ich eigentlich nie Durchfall, bei mir geht alles nur portionsweise und ich habe meist das Gefühl der unvollständigen Entleerung und natürlich viel Blähungen. Außerdem kommen noch andere Faktoren bei mir hinzu, nämlich die Wechseljahre; ich bin 55 Jahre und mit Beginn der Wechseljahre vor ca. 10 Jahren fing auch alles bei mir an. Damals war ich wirklich am Ende, weil mein Körper total verrückt spielte.
Aber jetzt möchte ich nicht so weit ausholen, das wird zu kompliziert.
Auf jeden Fall kann ich Dir nur raten, nicht aufzugeben und versuche bitte, auch wenn es sehr schwer fällt, positiv zu denken. Sonst beherrscht die Angst Deinen Körper und dann wird die eigentliche Problematik nur noch viel schlimmer und Du wirst nie gesund.
Beobachte Deinen Körper und die Reaktionen genau, aber resigniere nicht. Du kennst Deinen Körper besser als jeder Arzt und das ist ja auch das eigentliche Problem mt den Ärzten.
Ich habe immer das Gefühl, ich muss dem Arzt eigentich immer sagen, was mir fehlt und nicht umgekehrt. Und wie soll er mir dann noch helfen ? Leider spüre ich bei den meisten Ärzten soviel Desinteresse.
Was mir wirklich sehr gut geholfen hat, war eine Schmerztherapie in einer Spezialklinik ca. 1 Jahr nach meiner OP; denn mein Körper war durch die ständigen Schmerzen total verkrampft und die gesamte Muskulatur wurde richtiggehend entkrampft und die Blockaden gelöst. Dazu gehören auch Entspanungsübungen, wie Autogenes Training und die Jacobsen-Methode der progessiven Muskelentspannung. Begleitend dazu war eine psychotherapeutische Behandlung.
Die progr. Muskelentspannung wende ich fast täglich an, wenn die Schmerzen und Krämpfe im Liegen so schlimm sind, dass ich schlecht einschlafen kann.
Ich nehme so gut wie keine Medikamente mehr ein, nur ein Enzym-Ferment-Getreide von Kanne-Brottrunk, das hilft, meinen Stuhl geschmeidig zu machen, damit ich nicht noch mehr Probleme mit meinen Hämmorhoiden bekomme. Und Kautabletten von Radiopharm gegen die Blähungen. Alles andere hat nicht wirklich geholfen und Abführmittel oder Ffohsamen kann ich überhaupt nicht einnehmen, da dadurch die Schmerzen nur noch schlimmer werden.
Außerdem bin noch in osteopathischer Behandlung, da ja die Muskulatur immer wieder entkrampft werden muss.
Dies alles trägt sehr zu meinem Wohlbefinden bei, wenn auch die eigentliche Schmerzproblematik nicht behoben ist.
Ich habe schon öfters darüber berichtet.
Schade ist nur, dass ich hier im Forum mit meiner Problematik fast alleine bin; lediglich Norbert hat ähnliche Beschwerden.
Bei dieser Gelegenheit möche ich ihn recht herzlich grüßen.
Lieber Robin, ich wünsche Dir und allen Leidensgenossen hier im Forum so sehr dass es wieder besser geht, vielleicht können wir uns weiter austauschen und ich will sehen, dass ich die Unterlagen finde.
Bin gerade aus dem Urlaub zurück und hier ist alles noch etwas chaotisch.
Alles Liebe und Gute
Gisi