Hallo zusammen,
ich hoffe, Ihr seid einigermaßen gut durch die Woche gekommen

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Zitat von Nora5: Ich bin so traurig.
Das tut mir so leid

, ich hoffe, inzwischen ist es wieder etwas besser

!
Zitat von blue1979: Ich habe mich gestern mit meiner Nachbarin die Traumatherapeutin ist ausgetauscht und ja war einwenig bedrückt weil sie mir eine Traumatherapie nahelegt die ich aber nicht mehr will. Ich war ja schon bei 4 Traumatherapeuten (2 HP und 2 Psychotherapeuten) und sehe da für mich keinen Sinn da die Therapien ja nicht draussen stattfinden wo ich die Ängste habe sondern drin wo ich keine der abgespaltenen Gefühle abrufen kann. Theoretisch will ich da auch nichts mehr besprechen : ich brauche einen Thera der mit mir z.B Bus fährt und sich dann meine Zustände anschaut und dann die passenden Skills vorschlägt.
Naja das will ich in meinem Tempo nun selber machen (raus aus der Vermeidung ) .
Zitat von blue1979: Die 2 Jahre Therapiepause haben mir bisher ganz gut getan und ich möchte gar nicht die nächsten Jahre wieder über Kindheit, Eltern, Rumrätseln über mögliche Traumata usw. reden. Ein Kinderpsychologe gab mir vor Jahren schon den Rat nicht ins Unterbewusstsein einzusteigen das gibt kein Ende mehr. Recht hatte er , es kommen immer neue Themen hoch und den Drang dazu die passenden Therapeuten zu finden- Zeit zum bewussten Leben hatte ich die letzten Jahre nicht weil mein Kopf voll war mit Therapiethemen.
Die Ansätze finde ich sehr gut, liebe blue.
Das ist der Weg, den ich jetzt auch beschreite.
Ich hatte genau zu der Thematik gerade jetzt mehrere Gespräche mit Traumatherapeuten, Psychiatern, Chefarzt,...
Alle haben übereinstimmend gesagt, dass bei schweren Formen von kPTBS halt alles etwas anders ist und oft klassische traumatherapeutische Methoden nicht greifen, auch nicht in den für kPTBS angepassten Formen.
Gerade wenn auch schwere dissoziative Störungen vorliegen, ist das bei vielen sogar eine Kontraindikation für viele Verfahren.
Und wenn man es weiterhin immer wieder versucht (so wie ich ja auch), läuft man wirklich Gefahr, sich im Traumasog zu verfangen und dann genau zu dem Problem zu kommen: bewusstes Leben findet irgendwann nicht mehr statt.
Darum nehme ich bei mir jetzt den Druck vom Kessel, mich zu etwas zwingen zu wollen, was vermutlich in meinem Fall mehr Schaden als Nutzen bringen würde. Bislang ist noch jeder Versuch gescheitert. Und damit teilt meine Psyche mir ja auch etwas mit. Ich bin noch nicht soweit, vielleicht werde ich es irgendwann sein, vielleicht auch nie, aber es lässt sich nicht erzwingen. Und wenn es nie möglich sein wird, ist das auch ok, dann werde ich Wege suchen, mich damit zu arrangieren.
Der erreichte Ist-Zustand ist schon ein Erfolg, ich verstehe sehr viel besser, was in meiner Psyche passiert, auch die schweren Dissoziationen verstehe ich deutlich besser (und das, was dahintersteckt und warum) und diese haben so ihren Schrecken verloren, sie gehören halt zu mir, ich bin innerlich durchlässiger geworden, habe mehr Zugang zu anderen Anteilen, und damit ist schon viel erreicht. Jetzt jeden Anteil traumtherapeutisch behandeln lassen zu wollen, wäre weder machbar noch sinnvoll noch zielführend.
Darum lasse ich das jetzt ruhen und wende mich wieder dem Leben "außerhalb meines Kopfes" zu, was ich lange Zeit vernachlässigt habe. Der Fokus lag sehr auf der Therapie und der Traumaaufarbeitung.
Und sich jetzt wieder mehr dem Leben zuzuwenden, Alltags-Ressourcen wieder aufzubauen und das innere System dazu zu motivieren, Dinge ausprobieren und kennenlernen zu wollen, ohne Druck, an die Traumata herangehen zu müssen, fühlt sich gerade gut an. Sollte sich in diesem Prozess etwas ergeben oder zeigen, was bearbeitet werden möchte, dann ist das ok, aber der Fokus liegt jetzt erstmal auf anderen Thematiken.
Ich habe es, so hoffe ich, in diesem Jahr geschafft, dieses Umdenken und veränderte Mindset zu akzeptieren und anzunehmen, auch, weil es aus mir selber heraus entstanden ist.
Und somit bin ich jetzt mal gespannt, wie der stationäre Aufenthalt unter den veränderten Voraussetzungen und Zielen ablaufen wird, sonst hatte ich ja immer den Trauma-Fokus .
Ich wünsche Euch allen eine gute Nacht und einen guten Start in die neue Woche

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LG Silver